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Im September 1914 schon verloren?
19.01.2014, 21:47
Beitrag: #41
RE: Im September 1914 schon verloren?
(19.01.2014 16:14)Köbis17 schrieb:  
(19.01.2014 15:02)Suebe schrieb:  [...]
Aber warum haben die Russen die Ostseeflotte zurückgehalten.
Selbst als sie im sommer 1917 bei der Kerenski-Offensive alles auf eine Karte setzten?

Ohne das ich mich mit dem Thema tiefgründiger beschäftigt habe, würde ich spontan auf die Ereignisse von 1904/05 verweisen.
Ein paar russische große Kriegsschiffe kamen auch mehrmals zum einsatz, so alte Linienschiffe, wie die Slava und Tsessarevitch oder der Panzerkreuzer Rurik, sowie die Admiral Makarow, Pallada und Bajan.
Zudem gab die Ostee nicht so ein klassisches Gefechtsfeld eine Entscheidungsschlacht ab, hier war es ausreichend, die Küsten vor Anlandungen zu schützen, defensive Kriegsführung durch Minenfelder und den Zugang zur Nordsee für die Alliieretn zu verschliessen.


Zustimmung.
Aber ein gleichzeitiger Angriff durch die Briten im Kattegatt und die Russen Richtung Stettin - Hinterpommern, hätte doch gewisse Erfolgsaussichten haben können.
OK, haben sie nicht gemacht.


Zitat:Interessant war der schon frühe Erfolg, die Signalbücher der Magdeburg zu bergen. Dies machte den Seekrieg gegen Duetschland enorn einfacher.

Aber halt nicht für die Russen, derweil sie keinen führten.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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19.01.2014, 21:56
Beitrag: #42
RE: Im September 1914 schon verloren?
Es ist hier OT, passt aber rein.

Als 1944/45 die Ostseehäfen einer nach dem anderen verlorengingen, hat man auf die Sprengung der Hafenanlagen verzichtet.
"Bei dem geringen Bedarf der Russen an solchen, für den sich immer eine Möglichkeit bieten würde, wäre das eine Verschwendung des Sprengstoffes".

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20.01.2014, 14:04
Beitrag: #43
RE: Im September 1914 schon verloren?
Ihc habe die Beiträge zum Seekrieg in der Ostsee in einen neuen 3nd kopiert.
Bitte dort weiter diskutieren.
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22.01.2014, 21:28
Beitrag: #44
RE: Im September 1914 schon verloren?
(17.09.2013 13:00)Suebe schrieb:  Im September 1914 bekam Ernst Heinkel eine dringende Einladung zu dem Bosch-Direktor Klein nach Stuttgart, man kannte sich, Heinkel hat ihm zusammen mit Helmuth Hirth (dt. Flugpionier) 1913 ein Albatros Wasserflugzeug verkauft.
Mit dem Klein auf dem Bodensee Flüge machte.

Bei Klein wartete eine hochkarätige Gesellschaft, Robert Bosch, Albert Hirth Vater von Helmuth Hirth und Besitzer der SKF (Süddeutsche Kugellagerfabrik) Claudius Dornier,
und unter weiteren Graf Zeppelin.
Graf Zeppelin stellte seinen Plan vor, ein Großflugzeug zu bauen, das im Stande wäre eine sehr große Bombe zu transportieren, die über einem Hafen abgeworfen, sämtliche dort vor Anker liegenden Schiffe zerstören könnte.
Die grundsätzlich richtige Idee, abgesehen von der "Riesenbombe" wurde festgestellt.
Helmuth Hirth, zu der Zeit als Kriegsfreiwillger im "Felde", hatte die Herren überzeugt, dass ein solches Flugzeug nur mit dem Konstrukteur Heinkel zu realisieren wäre.
Heinkel widerum schlug Prof. Baumann von der TH Stgt., bei dem er studiert hatte, als Wissenschaftler für das Projekt vor.

Dies war die Geburtsstunde der VGO (Versuchsbau Gotha Ost) später nach Staaken verlegt.
Entwicklungs-Firma der deutschen Gothas- und Staaken-Riesenbomber


Um hier mal wieder auf die Eingangsthese zurück zu kommen.

Die Tank-Schlacht von Cambrai unterstelle ich als bekannt. Nach den deutschen Gegenangriffen, war die Lage eigentlich wieder unverändert.

Vielfach wird die deutsche Staatsführung resp. die OHL gescholten, dass man nicht "rechtzeitig" Panzerkampfwagen in nennenswerten Stückzahlen produziert hat.
Entscheidend bei den erfolgreichen deutschen Gegenstössen bei Camprai waren die deutschen Erdkampfflugzeuge. Hierzu gab es bis Kriegsende bei den Alliierten nichts vergleichbares.

Auch bei den Abwehr- und Rückzugsschlachten im Sommer und Herbst 1918 haben diese Erdkampfflugzeuge einen mit entscheidenden Anteil an den doch insgesamt erfolgreichen Rückzugskämpfen.

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23.01.2014, 11:35
Beitrag: #45
RE: Im September 1914 schon verloren?
(22.01.2014 21:28)Suebe schrieb:  ./.


Um hier mal wieder auf die Eingangsthese zurück zu kommen.

Die Tank-Schlacht von Cambrai unterstelle ich als bekannt. Nach den deutschen Gegenangriffen, war die Lage eigentlich wieder unverändert.

Vielfach wird die deutsche Staatsführung resp. die OHL gescholten, dass man nicht "rechtzeitig" Panzerkampfwagen in nennenswerten Stückzahlen produziert hat.
Entscheidend bei den erfolgreichen deutschen Gegenstössen bei Camprai waren die deutschen Erdkampfflugzeuge. Hierzu gab es bis Kriegsende bei den Alliierten nichts vergleichbares.

Auch bei den Abwehr- und Rückzugsschlachten im Sommer und Herbst 1918 haben diese Erdkampfflugzeuge einen mit entscheidenden Anteil an den doch insgesamt erfolgreichen Rückzugskämpfen.

Sehr deutlich zeigt dies eines:
Die Deutschen hatten mangels Industriekapazität keine Kampfpanzer
die Alliierten aus dem gleichen Grund keine Erdkampfflugzeuge.

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28.01.2014, 13:45
Beitrag: #46
RE: Im September 1914 schon verloren?
In einem anderne 3nd bin ich nach meiner Absicht gefragt worden, die ich mit meinen 3nds zum Ersten WK verfolgen würde.

Ich unterstelle mal, dass der Brief den Einstein 1939 an Roosevelt schrieb in dem er ihn auf die Möglichkeiten der Kernspaltung hinwies, bekannt ist.

Quintessenz, dieser Krieg darf nicht verloren gehen, die Welt darf nicht in die Finger von Verbrechern kommen.

(16.09.2013 12:40)Suebe schrieb:  Als die Marneschlacht verlorengegangen war, war die aus damaliger Sicht einzige Chance den Krieg zu gewinnen dahin.

Das will ich hier aber gar nicht diskutieren.
Es handelt sich dabei auch keineswegs um meine Einschätzung, sondern um die wirklich relevanter Entscheidungsträger in Deutschlands Wissenschaft, Forschung und Industrie im Jahre 1914.

Das waren aber Patrioten im besten Sinne, sehr entschiedene, die der Meinung waren:
es muss etwas geschehen!
Man trat an die Reichsleitung, das Kriegsministerium und die Marineleitung heran, und bot diesen diverse Projekte und Patente an, die schon angedacht und teilweise vorentwickelt waren.

Diese Umstände, die Projekte und deren Umsetzung oder auch nicht, würde ich hier gerne näher untersuchen.

Aber, alleine werde ich das nicht schaffen, ich bitte deshalb sehr um rege Mitarbeit.

Nun, Rathenau, Bosch, Zeppelin, Ballin, Haber, Ostwald haben 25 Jahre zuvor sehr ähnlich gehandelt.
Zu solchem Handeln war aber fast Keiner ähnlicher Qualität 1939 in Nazi-Deutschland bereit.
Die Äußerung Robert Boschs, der Hitler fragte ob er sich nicht "komisch" vorkomme, auf dem Stuhl auf dem einst Bismarck sass, lässt da tief blicken.

Weiter habe ich mich irgendwo hier schon mal gewundert, über den Nimbus den die "Nazi-Technologie" bis heute hat.
Völlig unverdientermaßen, wie ich meine.
14-18 wurden da Dinge erfolgreich umgesetzt, die etliche Ligen höher anzusiedeln sind.

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09.03.2014, 08:50
Beitrag: #47
RE: Im September 1914 schon verloren?
Nach den schweren Verlusten von rund 1 Mio. Mann bis ca. März 1915 schied Österreich-Ungarn als Kriegspartner des Deutschen Reiches praktisch aus. Es musste von Deutschland ständig alimentiert werden. Viele slawische Soldaten der K. u. k.- Armee liefen sofort zu den Russen über. Aus tschechischen Überläufern wurde die tschechische Legion gegründet, die dann auf restaurativer Seite am Russischen Bürgerkrieg von 1918 - 1921 teilnahm.
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