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"Größe" eines Landes
20.07.2012, 10:01
Beitrag: #1
"Größe" eines Landes
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20.07.2012, 10:11
Beitrag: #2
RE: "Größe" eines Landes
Irgendwie ist die Eröffnung des neuen Themas vergessen worden oder ich hab´s übersehen.

(07.07.2012 15:57)Wallenstein schrieb:   - "Was ist für ein Land wichtiger - die Größe der Fläche, die Einwohnerzahl, die vorhandenen Ressourcen oder anderes?".
Die Diskussion wurde begonnen in http://www.forum-geschichte.at/Forum/sho...php?tid=29
(20.07.2012 06:15)Titus Feuerfuchs schrieb:  
(05.07.2012 09:46)dieter schrieb:  [...]
2) Dann schau es Dir mal auf einer großen Weltkarte an, kleiner als Frankreich, ein Mückenschiß auf der Karte.WinkShy (Vorsicht,Ironie)

Die Fläche eines Staates ist für seine Größe irrelevant, da diese, sofern nicht explizit anders angegeben, IMMER nach der Einwohnerzahl gemessen wird.
D ist nicht klein, es ist nach Russland (noch) der größte Staat Europas, größer als F,Spanien, Türkei, GB, Italien,Ukraine, Kanada, Australien,.....
Die dichte Besiedelung hat (ebenso wie seine zentrale Lage) erhebliche wirtschaftliche Vorteile.

Nach deiner Logik müssten Kasachstan oder die Mongolei riesige Staaten sein.Sie sind trotz ihrer riesigen Fläche klein und international ziemlich bzw. völlig bedeutungslos...


Es wird uns (damit meine ich auch Ö) immer suggeriert, wir seien klein und unbedeutend (so kann man unser außenpolitisches Versagen besser rechtfertigen), dabei ist Ö im Europa-Vergleich ein mittelgroßer Staat. (Dänemark, Norwegen, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Finnland,Serbien, Irland,Kroatien,Mazedonien usw... sind alle kleiner.)

International gesehen sind wir aber in der Tat von der Größe her ein Fliegenschiss.Big Grin Wink
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20.07.2012, 12:29
Beitrag: #3
RE: "Größe" eines Landes
(20.07.2012 06:15)Titus Feuerfuchs schrieb:  Die Fläche eines Staates ist für seine Größe irrelevant, da diese, sofern nicht explizit anders angegeben, IMMER nach der Einwohnerzahl gemessen wird.
D ist nicht klein, es ist nach Russland (noch) der größte Staat Europas, größer als F,Spanien, Türkei, GB, Italien,Ukraine, Kanada, Australien,.....
Die dichte Besiedelung hat (ebenso wie seine zentrale Lage) erhebliche wirtschaftliche Vorteile.
Das sehe ich auch so, jedenfalls zur Zeit noch.
Die Türkei wird allerdings nicht mehr lange brauchen, um uns einwohnermäßig zu überholen und über eine zentrale Lage verfügt sie auch. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Staaten_der_Erde

(20.07.2012 06:15)Titus Feuerfuchs schrieb:  Nach deiner Logik müssten Kasachstan oder die Mongolei riesige Staaten sein.Sie sind trotz ihrer riesigen Fläche klein und international ziemlich bzw. völlig bedeutungslos...


Es wird uns (damit meine ich auch Ö) immer suggeriert, wir seien klein und unbedeutend (so kann man unser außenpolitisches Versagen besser rechtfertigen), dabei ist Ö im Europa-Vergleich ein mittelgroßer Staat. (Dänemark, Norwegen, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Finnland,Serbien, Irland,Kroatien,Mazedonien usw... sind alle kleiner.)

International gesehen sind wir aber in der Tat von der Größe her ein Fliegenschiss.Big Grin Wink
Mit Österreich kenne ich mich nicht so aus, denke aber, dass gerade die kleineren, nicht so einwohnerstarken Länder von einem weiteren Fortschreiten der EU profitieren werden. Gerade dann, wenn es mehr Richtung Direktwahl von europäischer Zentralregierung geht, könnte ich mir vorstellen, dass sich die kleineren Länder dann zusammen mehr Gehör verschaffen können.
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20.07.2012, 12:37
Beitrag: #4
RE: "Größe" eines Landes
Würde sagen das kommt darauf an und kann man nicht vereinallgemeinern:

Am ehesten würde ich sogar sagen (so kapitalistisch das auch klingen mag), das die Wirtschaftskraft eines Landes das bedeutendste ist, kommt aber darauf an nach welchen Gesichtspunkten man es sieht, da müsste man zuerst mal fragen, was ist mit der Bedeutung gemeint?

-Größe: Mit der Größe ist das so eine Sache, oft werden sehr große Länder z.B. von den Medien kaum beachtet, über die Lage in Kasachstan, der Mongolei oder im Kongo erfährt man kaum was.

-Bevölkerungszahl: Viele Städte der Welt die relativ unbekannt sind, sind relativ groß. So auch bei den Ländern: International werden Länder wie Indonesien oder Bangladesch wohl kaum als Weltmächte gesehen (obwohl sie zu den Top 10 der Bevölkerungsreichsten Länder der Erde gehören)

-Ressourcen: Sind eine wichtige Sache OK, aber nicht unbedingt die, die über die wichtigkeit eines Staates entscheiden, meineswissens verfügt etwa Japan kaum über Bodenschätze, dennoch würde ich das Land das nach wie vor zu den größten Wirtschaftsmächten gehört nicht als unwichtig bezeichnen.

Wie gesagt, denke es kommt darauf an welche Kriterien für Wichtig oder Unwichtig man nimmt.

Das die Größe eines Landes weder Bevölkerungsmäßig noch Flächenmäßig nicht unbedingt bestimmend ist für Macht und Einfluss in der Welt zeigen etwa auch Italiens Seemächte im Mittelalter (und der frühen Neuzeit) Venedig und Genua. Ihre Staaten waren, Bevölkerungsmäßig und Flächenmäßig klein, dennoch waren es die Großmächte des Mittelmeers.
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20.07.2012, 15:01
Beitrag: #5
RE: "Größe" eines Landes
Sehr überzeugend WDPG.

Ganz große Klasse.
Ich denke, dass allgemein vor allem die Wirtschaft und die "Macht" im Weltsystem entscheidend sind.
WIrtschaft zum Beispiel bei Japan.
Macht zum Beispiel bei den USA, die die gesamte Welt so gut wie kontrollieren. (Dollar als "Weltleitwährung")

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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20.07.2012, 15:49
Beitrag: #6
RE: "Größe" eines Landes
(20.07.2012 15:01)Maxdorfer schrieb:  Ich denke, dass allgemein vor allem die Wirtschaft und die "Macht" im Weltsystem entscheidend sind.
WIrtschaft zum Beispiel bei Japan.

"Macht" im Weltsystem haben aus historischen Gründen weder Japan noch Deutschland.

Was man sich jedoch verdeutlichen sollte: Japan ist mit über 120 Mio EW ein sehr großer Staat und liegt damit ziemlich genau zwischen Russland und Deutschland.


(20.07.2012 15:01)Maxdorfer schrieb:  Macht zum Beispiel bei den USA, die die gesamte Welt so gut wie kontrollieren. (Dollar als "Weltleitwährung")

Auch die USA sind m.W. mit über 300 Mio EW. unter den Top ten der Welt, D ist -soweit ich's im Kopf habe- ca. auf Platz 15.

Ergo: Für die Größe eines Staates ist die Einwohnerzahl ausschlaggebend, nicht seine Fläche.
Die Einwohnerzahl korreliert -oft aber nicht immer- mit Wirtschaftskraft und politischem Einfluss.

MfG, Titus Feuerfuchs
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20.07.2012, 16:00
Beitrag: #7
RE: "Größe" eines Landes
(20.07.2012 12:29)Renegat schrieb:  
(20.07.2012 06:15)Titus Feuerfuchs schrieb:  Die Fläche eines Staates ist für seine Größe irrelevant, da diese, sofern nicht explizit anders angegeben, IMMER nach der Einwohnerzahl gemessen wird.
D ist nicht klein, es ist nach Russland (noch) der größte Staat Europas, größer als F,Spanien, Türkei, GB, Italien,Ukraine, Kanada, Australien,.....
Die dichte Besiedelung hat (ebenso wie seine zentrale Lage) erhebliche wirtschaftliche Vorteile.
Das sehe ich auch so, jedenfalls zur Zeit noch.
Die Türkei wird allerdings nicht mehr lange brauchen, um uns einwohnermäßig zu überholen und über eine zentrale Lage verfügt sie auch. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Staaten_der_Erde

...was allerdings nicht heißt, dass sie in wirtschaftlichen Belangen auch nur annähernd aufschließen kann und wird.
Dazu kommt, dass ihre zentrale Lage eine andere ist als die deutsche.
Die Türkei ist kaum von wirtschaftlich starken Staaten, sondern großteils von oft politisch instabilen und z.T. islamisch geprägten Armenhäusern umgeben.


(20.07.2012 12:29)Renegat schrieb:  
(20.07.2012 06:15)Titus Feuerfuchs schrieb:  Nach deiner Logik müssten Kasachstan oder die Mongolei riesige Staaten sein.Sie sind trotz ihrer riesigen Fläche klein und international ziemlich bzw. völlig bedeutungslos...


Es wird uns (damit meine ich auch Ö) immer suggeriert, wir seien klein und unbedeutend (so kann man unser außenpolitisches Versagen besser rechtfertigen), dabei ist Ö im Europa-Vergleich ein mittelgroßer Staat. (Dänemark, Norwegen, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Finnland,Serbien, Irland,Kroatien,Mazedonien usw... sind alle kleiner.)

International gesehen sind wir aber in der Tat von der Größe her ein Fliegenschiss.Big Grin Wink
Mit Österreich kenne ich mich nicht so aus, denke aber, dass gerade die kleineren, nicht so einwohnerstarken Länder von einem weiteren Fortschreiten der EU profitieren werden. Gerade dann, wenn es mehr Richtung Direktwahl von europäischer Zentralregierung geht, könnte ich mir vorstellen, dass sich die kleineren Länder dann zusammen mehr Gehör verschaffen können.

Gerade das denke ich nicht...

MfG, Titus Feuerfuchs
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20.07.2012, 18:50
Beitrag: #8
RE: "Größe" eines Landes
(20.07.2012 12:29)Renegat schrieb:  Das sehe ich auch so, jedenfalls zur Zeit noch.
Die Türkei wird allerdings nicht mehr lange brauchen, um uns einwohnermäßig zu überholen und über eine zentrale Lage verfügt sie auch. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Staaten_der_Erde

(20.07.2012 16:00)Titus Feuerfuchs schrieb:  ...was allerdings nicht heißt, dass sie in wirtschaftlichen Belangen auch nur annähernd aufschließen kann und wird.
Dazu kommt, dass ihre zentrale Lage eine andere ist als die deutsche.
Die Türkei ist kaum von wirtschaftlich starken Staaten, sondern großteils von oft politisch instabilen und z.T. islamisch geprägten Armenhäusern umgeben.

Die Türkei hat Potential und höhere Wachstumsraten, die %-Zahl google ich jetzt nicht, die hast du sicher im Kopf, Titus, oder sogar eine Tabelle zur Hand. Und deine Armenhäuser rundum könnten auch Potential entwickeln und sind vor allem Zukunftsmärkte. Geostrategisch ist die Lage des Natomitglieds Türkei äußerst wichtig und damit würde ich sie durchaus zu den einflussreichen, "großen" Ländern zählen.


(20.07.2012 12:29)Renegat schrieb:  Mit Österreich kenne ich mich nicht so aus, denke aber, dass gerade die kleineren, nicht so einwohnerstarken Länder von einem weiteren Fortschreiten der EU profitieren werden. Gerade dann, wenn es mehr Richtung Direktwahl von europäischer Zentralregierung geht, könnte ich mir vorstellen, dass sich die kleineren Länder dann zusammen mehr Gehör verschaffen können.

(20.07.2012 16:00)Titus Feuerfuchs schrieb:  Gerade das denke ich nicht...

Jedem seine Gedanken Smile
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20.07.2012, 22:07
Beitrag: #9
RE: "Größe" eines Landes
(20.07.2012 15:49)Titus Feuerfuchs schrieb:  "Macht" im Weltsystem haben aus historischen Gründen weder Japan noch Deutschland.
Der Zusammenhang erschließt sich keinesfalls!

Beide Länder haben sehr wohl immense Macht im Weltsystem. Wenn sie auch - aus anderen Gründen als Du suggerierst freilich - nicht zu den Spitzen gehören.

Der vernetzte Mensch von heute gerät in Gefahr,
die globalisierte Welt als eine Ansammlung von Zitaten zu erleben.

Doug Mack
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20.07.2012, 23:17
Beitrag: #10
RE: "Größe" eines Landes
(20.07.2012 22:07)Viriathus schrieb:  
(20.07.2012 15:49)Titus Feuerfuchs schrieb:  "Macht" im Weltsystem haben aus historischen Gründen weder Japan noch Deutschland.
Der Zusammenhang erschließt sich keinesfalls!


Warum, was ist unklar?

(20.07.2012 22:07)Viriathus schrieb:  Beide Länder haben sehr wohl immense Macht im Weltsystem. Wenn sie auch - aus anderen Gründen als Du suggerierst freilich - nicht zu den Spitzen gehören.

Im Verhältnis zu ihrer Größe und ihrer wirtschaftlichen Stellung, ist sie vergleichsweise gering.

MfG, Titus Feuerfuchs
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20.07.2012, 23:28
Beitrag: #11
RE: "Größe" eines Landes
(20.07.2012 18:50)Renegat schrieb:  Die Türkei hat Potential und höhere Wachstumsraten, die %-Zahl google ich jetzt nicht, die hast du sicher im Kopf, Titus, oder sogar eine Tabelle zur Hand. Und deine Armenhäuser rundum könnten auch Potential entwickeln und sind vor allem Zukunftsmärkte.

Wachstumsraten sind nicht alles. Schau dir die wirtschaftliche Struktur (Sehr konzentriert auf die Ägäisküste und Istanbul), die politische und gesellschaftliche Struktur an, die Inflation ist riesig. Alles nicht so rosig.
Das BIP pro Kopf beträgt nur rund ein Viertel vom deutschen.

Die "Zukunftsmärkte" sehe ich in absehbarer Zeit nicht. Die Menschen in jenen Gebieten besitzen kein Kaufkraft und sind für Banken nicht kreditwürdig.
Kein Investor investiert zudem in marode politisch unsichere Staaten (Irak, Iran, Syrien,...)

(20.07.2012 18:50)Renegat schrieb:  Geostrategisch ist die Lage des Natomitglieds Türkei äußerst wichtig und damit würde ich sie durchaus zu den einflussreichen, "großen" Ländern zählen.

Das stimmt allerdings. Deswegen greift der Westen und dieNato der Türkei auch unter die Arme. Das galt besonders vor dem Fall des Eisernen Vorhangs.

MfG, Titus Feuerfuchs
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20.07.2012, 23:41
Beitrag: #12
RE: "Größe" eines Landes
(20.07.2012 23:17)Titus Feuerfuchs schrieb:  Warum, was ist unklar?
Du müsstest halt begründen (stichhaltig) was das genau mit der historischen Vergangenheit zu tun haben soll. Das hattest Du impliziert.

(20.07.2012 23:17)Titus Feuerfuchs schrieb:  Im Verhältnis zu ihrer Größe und ihrer wirtschaftlichen Stellung, ist sie vergleichsweise gering.
Nenne, doch mal Ross und Reiter. in welchem Bereich?

Der vernetzte Mensch von heute gerät in Gefahr,
die globalisierte Welt als eine Ansammlung von Zitaten zu erleben.

Doug Mack
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21.07.2012, 08:00
Beitrag: #13
RE: "Größe" eines Landes
(20.07.2012 15:49)Titus Feuerfuchs schrieb:  
(20.07.2012 15:01)Maxdorfer schrieb:  Ich denke, dass allgemein vor allem die Wirtschaft und die "Macht" im Weltsystem entscheidend sind. WIrtschaft zum Beispiel bei Japan.

"Macht" im Weltsystem haben aus historischen Gründen weder Japan noch Deutschland. Was man sich jedoch verdeutlichen sollte: Japan ist mit über 120 Mio EW ein sehr großer Staat und liegt damit ziemlich genau zwischen Russland und Deutschland.

Deutschland und Japan würde ich auch eher unter die Kategorie "Wirtschaft" packen. Soo große Bedeutung hat D jetzt nicht aufgrund seiner lächerlichen 80 Mio. Einwohner, sondern vor allem aufgrund seiner Wirtschaft.

(20.07.2012 15:01)Maxdorfer schrieb:  Macht zum Beispiel bei den USA, die die gesamte Welt so gut wie kontrollieren. (Dollar als "Weltleitwährung")

Auch die USA sind m.W. mit über 300 Mio EW. unter den Top ten der Welt, D ist -soweit ich's im Kopf habe- ca. auf Platz 15.
Ergo: Für die Größe eines Staates ist die Einwohnerzahl ausschlaggebend, nicht seine Fläche. Die Einwohnerzahl korreliert -oft aber nicht immer- mit Wirtschaftskraft und politischem Einfluss.[/quote]

Bei den USA ist es nicht die Einwohnerzahl, sonst wäre ja Indien ja noch weiter vorne und würde mit China zusammen alles kontrollieren. Bei den USA sind es wohl die politische Macht, die Kontrolle über UNO und NATO, der Status als Träger der "Weltleitwährung" und die Macht, die sich durch sehr lange Zeit nicht-angegriffen-worden-sein ergeben hat.

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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23.07.2012, 13:35
Beitrag: #14
RE: "Größe" eines Landes
Ihr Lieben,
da ich schon in diesem Forum mit "dem Mückenschiss" genannt wurde, den ich natürlich nicht so ernst gemeint hatte, ich wollte lediglich die Autoren, die in Deutschland schon wieder etwas Besonders sehen auf den Teppich zurückholen.Wink
Tatsache ist laut meiner unmaßgeblichen Meinung, dass kein europ. Land für sich allein in Zukunft noch eine Bedeutung in der Welt haben wird, auch D nicht, dass in zwei Weltkriegen versucht hatte, die Herrschaft in Europa zu erringen.Shy
Da wir in Europa zu groß sind, was auch F schon vor dem WKI aufgefallen war, aber auf der Welt zu klein, wenn wir nicht in der Lage sind uns zu dem "Vereinigten Staaten von Europa" zusammenzuschließen, wird gegenüber China, Indien, Russland, der USA und Brasilien D und alle unwilligen Staaten in Europa nur ein Teil der Geschichte sein, über welche die Ereignisse hinweggehen werden.
Wie sagte Helmut Schmidt so schön, als er den Preis der Atlantikbrücke annahm, bevölkerungsmäßig stagniert Europa und die Länder in Asien, Afrika und Südamerika nehmen enorm zu.Rolleyes

Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu
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23.07.2012, 14:36
Beitrag: #15
RE: "Größe" eines Landes
Lieber Dieter, oder, um in Deinem Terminus zu bleiben: Du Lieber.....

Darf ich Dich daran erinnern, das nicht Frankreich vor dem 1. Weltkrieg aufgefallen war, dass wir (Deutschland) für/in Europa zu groß sind.

DAS sagen nur Leute, die eine recht einseitige Sicht auf die Geschichte haben, oder ist DIR das recht ? Also bitte rechtsum-kehrt.
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23.07.2012, 19:34
Beitrag: #16
RE: "Größe" eines Landes
(23.07.2012 13:35)dieter schrieb:  Tatsache ist laut meiner unmaßgeblichen Meinung, dass kein europ. Land für sich allein in Zukunft noch eine Bedeutung in der Welt haben wird, auch D nicht, dass in zwei Weltkriegen versucht hatte, die Herrschaft in Europa zu erringen.Shy

Das ist völlig unstrittig!

In einer künftigen Welt sind die europäischen Länder lediglich Kleinstaaten, sodass nur ein wirtschaftlicher und vielleicht auch politischer Verbund die Stimme Europas ausreichend zur Geltung bringt und ihm gegenüber atlantischen und pazifischen Supermächten Gewicht verleiht.
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24.07.2012, 09:08
Beitrag: #17
RE: "Größe" eines Landes
(23.07.2012 19:34)Dietrich schrieb:  
(23.07.2012 13:35)dieter schrieb:  Tatsache ist laut meiner unmaßgeblichen Meinung, dass kein europ. Land für sich allein in Zukunft noch eine Bedeutung in der Welt haben wird, auch D nicht, dass in zwei Weltkriegen versucht hatte, die Herrschaft in Europa zu erringen.Shy
Das ist völlig unstrittig!
In einer künftigen Welt sind die europäischen Länder lediglich Kleinstaaten, sodass nur ein wirtschaftlicher und vielleicht auch politischer Verbund die Stimme Europas ausreichend zur Geltung bringt und ihm gegenüber atlantischen und pazifischen Supermächten Gewicht verleiht.
So isses.Wink

Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu
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30.07.2012, 11:40
Beitrag: #18
RE: "Größe" eines Landes
(21.07.2012 08:00)Maxdorfer schrieb:  Bei den USA sind es wohl die politische Macht, die Kontrolle über UNO und NATO, der Status als Träger der "Weltleitwährung" und die Macht, die sich durch sehr lange Zeit nicht-angegriffen-worden-sein ergeben hat.
Stimmt. Wobei die politische Macht durch die Armee und die momentan noch starke Wirtschaft der USA abgesichert wird. Ohne diese beiden Faktoren wäre die USA, international gesehen, genau so bedeutend wie Bangladesch.
Was die Kontrolle der NATO angeht, so hast du leider recht. Die USA kontrolliert die NATO, auch wenn sich manche Europäer einbilden sie hätten eine Partnerschaft auf Augenhöhe mit der USA.
Bei der UNO hast du allerdings unrecht. Diese wird nicht von der USA kontrolliert.
Auch die Aussage über den Dollar kann ich nur noch teilweise zustimmen, denn so wie sich die jetzige Situation entwickelt wird er wohl nicht mehr lange Leitwährung bleiben.

"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
Marquis de La Fayette
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30.07.2012, 14:01
Beitrag: #19
RE: "Größe" eines Landes
(21.07.2012 08:00)Maxdorfer schrieb:  Auch die USA sind m.W. mit über 300 Mio EW. unter den Top ten der Welt, D ist -soweit ich's im Kopf habe- ca. auf Platz 15.
Ergo: Für die Größe eines Staates ist die Einwohnerzahl ausschlaggebend, nicht seine Fläche. Die Einwohnerzahl korreliert -oft aber nicht immer- mit Wirtschaftskraft und politischem Einfluss.

Bei den USA ist es nicht die Einwohnerzahl, sonst wäre ja Indien ja noch weiter vorne und würde mit China zusammen alles kontrollieren. Bei den USA sind es wohl die politische Macht, die Kontrolle über UNO und NATO, der Status als Träger der "Weltleitwährung" und die Macht, die sich durch sehr lange Zeit nicht-angegriffen-worden-sein ergeben hat.
[/quote]
Lieber Maxdorfer,
die USA kontrolliert nicht die UNO sonst sähen die Ergebnisse im Sicherheitsrat anders aus.Undecided Die amerik. Währung ist nicht stärker sondern sogar schwächer als der Euro.Rolleyes
Indien und China kommen noch, es ist nur eine Frage der Zeit. Siehe Olympiade in London.Wink

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30.07.2012, 16:08
Beitrag: #20
RE: "Größe" eines Landes
(23.07.2012 19:34)Dietrich schrieb:  
(23.07.2012 13:35)dieter schrieb:  Tatsache ist laut meiner unmaßgeblichen Meinung, dass kein europ. Land für sich allein in Zukunft noch eine Bedeutung in der Welt haben wird, auch D nicht, dass in zwei Weltkriegen versucht hatte, die Herrschaft in Europa zu erringen.Shy

Das ist völlig unstrittig![...]

Keineswegs.
M.E. ist dieser Punkt sehr wohl diskutabel.

Inwiefern soll D mit dieser EU an internationalem Gewicht gewinnen? Im Gegenteil, die Schuldenunion bremst und schadet D.

http://www.welt.de/wirtschaft/article108...glich.html

http://diepresse.com/home/wirtschaft/eur...-nicht-aus


Warum haben Thatcher und Mitterand die Abkehr von der DM zur Bedingung für die Wiedervereinigung gemacht, um D zu stärken?Rolleyes

Das Gegenteil ist der Fall, viele haben vor einem zu starken D immer noch die Hosen voll, weswegen es in der Schuldenunion eingebettet ist...

MfG, Titus Feuerfuchs
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