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"Haben Sie Juden erschossen?" Presseschau
24.09.2012, 11:07
Beitrag: #1
"Haben Sie Juden erschossen?" Presseschau
Zitat:Haben Sie Juden erschossen?, fragte Augstein

Zum 50. Jahrestag der "Spiegel"-Affäre erforscht das Magazin auf einer Konferenz seine Vergangenheit. Dabei geht es auch um offene Fragen zur Mitarbeit von Ex-Nazis bei dem linksliberalen Blatt

[Bild: Rudolf-Augstein-auf-freiem-Fuss.jpg]

Zitat:"Spiegel"-Herausgeber Rudolf Augstein (1963)

Zitat:Zu Einstellungsgesprächen gehören Fragen nach der beruflichen Erfahrung des Bewerbers. "Haben Sie Juden erschossen?", fragte 1950 "Spiegel"-Herausgeber Rudolf Augstein den damals 36-jährigen Georg Wolff. Über dessen Vergangenheit als SS-Hauptsturmführer unter anderem im besetzten Norwegen wusste der fast zehn Jahre jüngere Augstein Bescheid; sie störte aber offensichtlich nicht. Als Wolff mit "Nein" antwortete, sagte der Chef: "Dann sind Sie eingestellt."

So jedenfalls schilderte Wolff selbst die Umstände seiner Einstellung in seinen privaten, nie für die Publikation vorgesehenen Memoiren. Bei der Tagung des Hamburger Nachrichtenmagazins aus Anlass des 50. Jahrestages der "Spiegel"-Affäre 1962 stellte jetzt der Berliner Zeithistoriker und Filmemacher Lutz Hachmeister zum ersten Mal Passagen aus diesen Memoiren vor und kündigte an, dieses Dokument dem "Spiegel"-Verlag zu übergeben. .........

zum weiterlesen
http://www.welt.de/kultur/history/articl...stein.html
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24.09.2012, 11:12
Beitrag: #2
RE: "Haben Sie Juden erschossen?" Presseschau
Der Spiegel meldet sich natürlich auch selbst dazu:

Zitat: Ehemalige SS-Offiziere beim frühen SPIEGEL "Sehr intelligent, sehr gut vernetzt"

Zitat:Wie lässt sich der SPIEGEL in der Nachkriegszeit charakterisieren? Bei einer Debatte zum 50. Jahrestag der SPIEGEL-Affäre gingen Historiker und Journalisten dieser Frage nach. Beim Hamburger Magazin kamen einzelne ehemalige SS-Offiziere unter - doch nachhaltig geprägt haben sie es wohl nicht.

Zitat:Hamburg - Es ist inzwischen beinahe ein feststehender Begriff: "Sturmgeschütz der Demokratie", so nannte Rudolf Augstein seinen SPIEGEL, wenn auch mit einer gewissen Ironie. Doch traf das immer zu, gerade in der Anfangszeit? Oder gab es beim frühen SPIEGEL tatsächlich NS-Netzwerke, wie der Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister nahelegt? Und welche Rolle spielte der SPIEGEL in der Presselandschaft der jungen Bundesrepublik?

Das Hamburger Magazin begeht an diesem Wochenende den 50. Jahrestag der SPIEGEL-Affäre. Dazu gibt es keinen Festakt, keine große Feier - sondern eine Konferenz, besetzt mit namhaften Historikern und Zeitzeugen. Es geht dabei aber nicht nur um die Affäre und deren Folgen (mehr dazu auf der Themenseite hier), sondern auch um die Vorgeschichte des Magazins. "Wir wollen zuhören und lernen", sagte SPIEGEL-Chefredakteur Georg Mascolo, "und wir werden uns auch unangenehmen Tatsachen stellen."

Diese "unangenehmen Tatsachen" sind, dass unter den Mitarbeitern des frühen SPIEGEL auch eine Handvoll SS-Offiziere waren. Bekannt ist das zwar seit rund 20 Jahren, auch das Magazin selbst hat darüber bereits geschrieben, unter anderem in den Jahren 1997 und 2007. "Nicht allen war das ausreichend und umfassend genug", sagte Mascolo. "Aus heutiger Sicht - und das ist leicht einzuräumen - war es gewiss ein Fehler, sich dieser Leute mit brauner Vergangenheit zu bedienen." Auch in der aktuellen Ausgabe befasst sich der SPIEGEL mit der Thematik.


zum weiterlesen
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...57201.html
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