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Flüchtlings-/Asyldebatte - Hintergründe, globale Entwicklungen und Aussichten.
18.10.2014, 14:06
Beitrag: #1
Flüchtlings-/Asyldebatte - Hintergründe, globale Entwicklungen und Aussichten.
Fast täglich ist davon in der Tagespresse zu lesen und jedes Mal kommt mir früh um 6 schon die Galle hoch...

http://www.nzz.ch/panorama/australien-sa...1.18405369

Wie seht Ihr das? Hat Australien recht? Holen sich Länder, die Flüchtlinge aufnehmen, damit auch den Terror ins Land?

Oder trägt Australien als Profiteur der globalisierten Welt die gleiche moralische und humanitäre Verpflichtung wie alle anderen Staaten, denen es wirtschaftlich und sozial einigermaßen gut geht? Wie sind vor diesem Hintergrund Beziehungen wirtschaftlicher und politischer Natur mit Australien zu bewerten?

LG Uta

nicht ärgern, nur wundern...
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19.10.2014, 09:54
Beitrag: #2
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Ich stehe voll und ganz hinter Australien!

Ist ja logisch, daß wieder einmal Kleinkinder/Säuglinge in den Vordergrund geschoben werden, um die Menschheit auf diese "ungeheuerliche" australische Vorgehensweise aufmerksam zu machen.

In Deutschland werden Hinz und Kunz hereingelassen, von einer jeglichen Beschäftigung in Zukunft ganz zu schweigen. D hat selbst genügend unqualifizierte "Arbeitssuchende", gelinde ausgedrückt, die am Arbeitsmarkt aus Gründen wie auch immer nie in Erscheinung treten werden.

Wieviele Staaten gehören zur EU und wieviele Staaten nehmen Flüchtlinge auf -
Nach meiner Auffassung ist die Aufnahme von Flüchtlingen in D beendet, andere EU-Staaten sind am zug!

Einige Staaten auf dem afrik. Kontinent werden in den nächsten Jahrzehnten verwaist sein, weil es immer mehr Menschen in das reiche Europa zieht. D wird da mit Sicherheit als Einreiseland an vorderster Stelle stehen.

Fitzgerald
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19.10.2014, 10:09
Beitrag: #3
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
(19.10.2014 09:54)Fitzgerald schrieb:  In Deutschland werden Hinz und Kunz hereingelassen, von einer jeglichen Beschäftigung in Zukunft ganz zu schweigen. D hat selbst genügend unqualifizierte "Arbeitssuchende", gelinde ausgedrückt, die am Arbeitsmarkt aus Gründen wie auch immer nie in Erscheinung treten werden.

Netter Beitrag, aber bleib mal lieber bei Australien.
Für Deutschland oder andere völlig "überforderte" Weltgegenden kannst du ja 'nen separaten Gift3D aufmachen.


Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon, wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's! Dich hab ich vernommen!

Eduard F. Mörike (1804-1875)
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19.10.2014, 10:21
Beitrag: #4
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
(19.10.2014 09:54)Fitzgerald schrieb:  Wieviele Staaten gehören zur EU und wieviele Staaten nehmen Flüchtlinge auf -
Nach meiner Auffassung ist die Aufnahme von Flüchtlingen in D beendet, andere EU-Staaten sind am zug!

Einige Staaten auf dem afrik. Kontinent werden in den nächsten Jahrzehnten verwaist sein, weil es immer mehr Menschen in das reiche Europa zieht. D wird da mit Sicherheit als Einreiseland an vorderster Stelle stehen.

Fitzgerald

Wie wäre es mit ein paar Fakten?

Innerhalb der EU gibt es ein Abkommen, nachdem Flüchtlinge, die nach Europa kommen, in dem Land versorgt werden müssen, in das sie einreisen.
Da sich Flüchtlinge selten einen Platz in einem Flugzeug leisten können, ist es praktisch ausgeschlossen, daß Deutschland von Flüchtlingen aus Afrika überrannt wird.
Geographisch gesehen landen diese in den südlichen Mittelmeerländern. Vor allem Italien hat mit Bootsflüchtlingen aus Afrika zu kämpfen, auch Spanien und Frankreich dürften zu den Flüchtlingsländern gehören.

Deutschland bekäme es nach derzeitigem EU- Recht wohl vor allem mit Flüchtlingen aus Norwegen zu tun, obwohl die wahrscheinlich sogar noch von Dänemark aufgefangen werden würden. Hätten die Schotten das Referendum gewonnen und wären aus der EU geflogen, hätte Deutschland wohl auch mit schottischen Flüchtlingen rechnen müssen, und wenn die Briten ihre Drohung wahrmachen und aus der EU austreten, haben wir dann hier dann vermutlich gesamt-britische Flüchtlinge...

Es wäre vielleicht eher zu diskutieren, ob die Regelung okay ist, daß die ärmeren südlichen Länder das Flüchtlingsproblem zu lösen haben, als hier Befürchtungen zu äußern, Deutschland könne von Flüchtlingen aus Afrika überrannt werden...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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19.10.2014, 10:48
Beitrag: #5
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Seltsam ist das dann aber schon, daß in meiner Stadt unzählige Flüchtlinge, die von Italien "abgeschoben" wurden, nun eine Bleibe gefunden haben.

Afrikaner haben wir auch Hunderte ..., die gezielt nach Old Germany "auswanderten" (nichts mit Flüchtlinhgen aus Norwegen, Dänemark...), wie von einigen bestätigt, die der engl. Sprache halbwegs mächtig sind.

Fitzgerald
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19.10.2014, 10:53
Beitrag: #6
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Die Migration in die EU ist einen eigenen Thread wert, gab es noch keinen?
Auch über die Flüchtlinge aus den aktuellen Kriegsgebieten kann man diskutieren. Anders als Fitzgerald habe ich allerdings den Eindruck, dass die Mehrheit der Bevölkerung diesen Flüchtlingen sehr offen und verständnisvoll gegenübersteht, dazu gibt es auch Umfragen.

Zu Australien kann ich leider nichts sagen, obwohl ich Uta gern geantwortet hätte. Ich weiß einfach zu wenig über die politischen Verhältnisse in Australien. Das einzige, was mir dazu einfällt ist, dass Australien viele Migranten aus Südafrika aufgenommen haben soll, damals nach dem Ende der Apardheid. Aber die kamen wahrscheinlich nicht mit ganz leeren Händen.
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19.10.2014, 11:00
Beitrag: #7
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
(19.10.2014 10:48)Fitzgerald schrieb:  Seltsam ist das dann aber schon, daß in meiner Stadt unzählige Flüchtlinge, die von Italien "abgeschoben" wurden, nun eine Bleibe gefunden haben.

Afrikaner haben wir auch Hunderte ..., die gezielt nach Old Germany "auswanderten" (nichts mit Flüchtlinhgen aus Norwegen, Dänemark...), wie von einigen bestätigt, die der engl. Sprache halbwegs mächtig sind.

Fitzgerald, ich bitte dich - hier noch einmal das Stichwort: Australien


Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.
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19.10.2014, 11:06
Beitrag: #8
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
(19.10.2014 10:53)Renegat schrieb:  Anders als Fitzgerald habe ich allerdings den Eindruck, dass die Mehrheit der Bevölkerung diesen Flüchtlingen sehr offen und verständnisvoll gegenübersteht, dazu gibt es auch Umfragen.

Vollkommen richtig, Renegat!
Die Meinungen hierzu sind 50:50

Nicht das der Eindruck entsteht, ich hätte etwas gegen diese Flüchtlinge.
Herauszukristallisieren wären tastächliche Flüchtlinge/Asylanten und Mitläufer, die nur auf Kosten des Staates ihr Dasein bestreiten möchten.
Da gehört der Hebel angesetzt, was die Innenminister auch zu unterbinden versuchen.

Australien hat Proritäten gesetzt, was ich für richtig halte. Innerhalb 5 Jahren wäre Australien mit Flüchtlingen/Asylanten überlaufen, wie manch europ. Staat.

Die Aufnahmekapazitäten in D sind an ihre Grenzen gestoßen usw.

Fitzgerald
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19.10.2014, 11:07
Beitrag: #9
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
(19.10.2014 11:00)Avicenna schrieb:  
(19.10.2014 10:48)Fitzgerald schrieb:  Seltsam ist das dann aber schon, daß in meiner Stadt unzählige Flüchtlinge, die von Italien "abgeschoben" wurden, nun eine Bleibe gefunden haben.

Afrikaner haben wir auch Hunderte ..., die gezielt nach Old Germany "auswanderten" (nichts mit Flüchtlinhgen aus Norwegen, Dänemark...), wie von einigen bestätigt, die der engl. Sprache halbwegs mächtig sind.

Fitzgerald, ich bitte dich - hier noch einmal das Stichwort: Australien



Sorry - kommt nicht mehr vor!
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19.10.2014, 14:08
Beitrag: #10
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Wenn man derart rigoros gegen Flüchtlinge vorgeht, dann holt man sich den Terror ins Land.
Den Terror derjenigen nämlich, die sich ungerecht behandelt vorkommen.
Den Terror derjenigen auch, die fürderhin in Australien ein überhebliches, nur auf Eingenutz bedachtes "weißes" Land sehen, ein Land, das also (v.a. in den islamischen Ländern) so gesehen wird wie die USA.
Und den Terror derjenigen, denen die australischen Vorgehensweisen nicht weit genug gehen, die am liebsten auch alle, die schon im Land sind und nicht eindeutig "weiß" sind, rausschmeißen würden. Was (nichtweiße) Einwanderer aus der Vergangenheit ebenso einschließt wie die Aboriginies, bei denen sich ja auch bviele weiße Australier schwer tun, sie überhaupt als vollwertige Menschen zu akzeptieren...

VG
Christian
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19.10.2014, 15:10
Beitrag: #11
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Erst einmal Danke für Eure Beiträge.

Auch wenn ich inhaltlich nicht mit Fitzgerald konform gehe, finde ich seine Position als Ausgangsbasis für eine Diskussion gut. Wenn sich alle einig sind, ist nun mal schlecht diskutieren, also auch herzlichen Dank für seine Stellungnahme.

TT:
Wenn einzelne Länder oder Regionen (z.B. Lampedusa, oder aus der näheren Umgebung, der Landkreis Esslingen) aus nachvollziehbaren Gründen erst mal einen Aufnahmestopp verhängen, hat das m.M.n sehr wohl humanitäre Aspekte. Schließlich müssen die Menschen vernünftig und einigermaßen gut untergebracht und versorgt werden können.

Wenn ein Land wie Australien generell die Aufnahme von Flüchtlingen ablehnt, sollte es dafür ebenfalls sehr gute Gründe haben. Z.B. soziale, wirtschaftliche oder politische Not. Nichts davon ist in Australien meines Wissens gegeben. Der einzige Grund, den Australien angibt ist, dass dieses Problem sie nichts anginge.

Ich hab es zwar nicht so mit den alten Pietisten, aber in einem Punkt gebe ich ihnen unumwunden Recht. "Der Stärkere trägt die Verantwortung für die Schwächeren!" Australien gehört ganz klar zu den Stärkeren, mit einer funktionierenden Wirtschaft und einer stabilen Demokratie. Faktoren, die die wenigsten Länder der Welt wirklich vorweisen können. Darüber hinaus hat auch Australien in den vergangenen Jahrzehnten, genauso wie Europa oder Amerika von eben diesen Ländern profitiert, deren Bewohner jetzt in Not geraten. Man hat die Baumwolle, den Kaffee, den Pfeffer, das Öl usw. und billigste Arbeitskraft eingekauft. Jetzt, wo Zeit wäre, etwas wieder davon zurückzugeben, geht es einen plötzlich nichts mehr an. Und warum? Aus den gleichen Gründen, warum bei uns ein Teil der Bevölkerung Angst vor Zuwanderung hat - aus Sozialneid.

913Chris hat völlig Recht. Genau so holt man sich gegebenenfalls Unruhe und Terror ins Land, einfach indem man im Unverstand polarisiert.
Und wie man derzeit "schön" an der IS-Mördertruppe sehen kann, vom Polarisieren bis zum Radikalisieren ist je nach der Bereitschaft der Betreffenden, auch mal die eigenen Synapsen zu benutzen, kein weiter Weg. Allzu schnell lassen sich frustrierte und perspektivlose Leute aufhetzen (nicht nur im arabischen Raum...)

Ein ganz anderer Punkt, der mir bei den Flüchtlingsdebatten immer wieder in den Sinn kommt:
Mein Vater war eines der Flüchtlingskinder des WKII. Aus Ostpreußen kam er mit seinen Geschwistern und mich würde es wohl nicht geben, wären die Menschen hier nicht alle ein kleines Stück enger zusammengerückt und hätten Platz für die Heimatvertriebenen gemacht. Natürlich ging das auch damals nicht ohne Gemurre, Gezänke und offene Ablehnung bis hin zur Diskriminierung. Aber irgendwie hat es dann doch funktioniert und heute denkt niemand mehr darüber nach, dass er im Zweifelsfall auch einen "Migrationshintergrund" hat.
Wenn Fitzgerald mal in seinen Familienchroniken nachschaut, findet er vielleicht auch den ein oder anderen seiner Lieben, der dankbar war, eine neue Chance bekommen zu haben.

nicht ärgern, nur wundern...
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21.10.2014, 03:03
Beitrag: #12
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
(19.10.2014 10:21)Bunbury schrieb:  Wie wäre es mit ein paar Fakten?

Gute Idee, aber warum bringst du dann keine? Ich bin so frei, und schaffe diesem Mangel Abhilfe.

[Bild: 90.241.491]

http://kurier.at/politik/inland/asyl-deb...90.208.878



http://derstandard.at/2000005891935/Die-...-in-der-EU

(19.10.2014 10:21)Bunbury schrieb:  Innerhalb der EU gibt es ein Abkommen, nachdem Flüchtlinge, die nach Europa kommen, in dem Land versorgt werden müssen, in das sie einreisen.
Da sich Flüchtlinge selten einen Platz in einem Flugzeug leisten können, ist es praktisch ausgeschlossen, daß Deutschland von Flüchtlingen aus Afrika überrannt wird.[...]

Dublin II bzw Dublin III sind -wie viele ander EU-Gesetze- in der Praxis Schall und Rauch, da sich keiner daran hält.

Und Quoten, welche die Flüchtlinge aliquot auf alle EU-Staaten aufteilen, gibt's bis dato auch nicht. Also wird dorthin geflüchtet, wo die Versorgung am besten ist (Schweden, Deutschland,Österreich, Benelux, u.a.)

In Italien z.B.werden Flüchtlinge oft von den Behörden mit einem kleinen Geldbetrag nach kurzer Zeit auf die Straße gesetzt. Es wird ihnen dabei nahegelegt, sich nach Schweden oder Deutschland durchzuschlagen.

MfG, Titus Feuerfuchs
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21.10.2014, 09:31
Beitrag: #13
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Komisch Titus, Australien sieht irgendwie anders aus als die Karte, die du oben gepostet hast.
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21.10.2014, 14:56
Beitrag: #14
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Titus hat ganz offensichtlich generell Schwierigkeiten mit dem Lesen von Landkarten und dem Erfassen von räumlichen Strukturen. Nicht nur seine Karte von Australien sieht seltsam verzerrt aus, er ist offensichtlich auch der Meinung, alles, was nicht Europa ist, ist Afrika.

Ansonsten müßte man ja annehmen, er würde Zitate aus dem Zusammenhang reißen und sie dazu mißbrauchen, seine rechtspopulisitschen Ansichten unters Volk zu bringen. Und das tut er doch ganz sicher nicht...

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21.10.2014, 17:07
Beitrag: #15
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Hm, nö, passt eigentlich schon. Ist zwar hier im "AustralienThread" aber das Thema Flüchtlingspolitik lässt sich derzeit vermutlich nicht ohne (Mit-)Betrachtung anderer Kontinente und Staatengemeinschaften diskutieren. Außerdem war explizit die Frage nach Fakten - bezüglich "Aufnahme von Flüchtlingen in D" gestellt worden.

(19.10.2014 10:21)Bunbury schrieb:  
(19.10.2014 09:54)Fitzgerald schrieb:  Wieviele Staaten gehören zur EU und wieviele Staaten nehmen Flüchtlinge auf -
Nach meiner Auffassung ist die Aufnahme von Flüchtlingen in D beendet, andere EU-Staaten sind am zug!

Einige Staaten auf dem afrik. Kontinent werden in den nächsten Jahrzehnten verwaist sein, weil es immer mehr Menschen in das reiche Europa zieht. D wird da mit Sicherheit als Einreiseland an vorderster Stelle stehen.

Fitzgerald

Wie wäre es mit ein paar Fakten?

Ich finde es sogar recht interessant, was Titus da zeigt. Das rückt doch die ein oder andere "Berichterstattung", respektive Stammtischmeinung etwas gerader.

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21.10.2014, 18:47
Beitrag: #16
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Es geht nicht um die Frage, ob interessant oder nicht, sondern es geht um das korrekte Zitieren.
Fitzgerald hat behauptet, daß Deutschland für Flüchtlinge aus Afrika das Einwanderungsland Nummer 1 ist.
Das ist es defintiv nicht, weil dies durch die geltende EU Regelung verhindert wird. Die meisten afrikanischen Flüchtlinge landen in Italien und nicht in Deutschland.(Was durchaus diskussionswürdig wäre. Schließlich sind es deutsche Unternehmen, die mit ihren Geschäftsparktiken in Akrika dafür sorgen, daß die Lebensbedingugnen der Menschen sich vor Ort massiv verschlechtern. Stichworte z.B. Recycling oder Hühnerfleisch....)
Titus meinte daraufhin mal wieder, daß er nachweisen müßte, daß Deutschland die meisten Asylanten aufnimmt.
Das mag zwar sein, aber diese Asylanten kommen nicht aus Afrika.
Wenn Diskussionen jenseits jeglicher Stammtischparolen gewünscht werden, dann kann das nicht funktionieren, wenn munter Afrika mit Europa (wo die meisten deutschen Asylanten herkommen) in Punkto Asylbewerber, Flüchtlinge mir Asylanten und Europa mit Australien in Punkto Flüchtlingspolitik in einen Topf geworfen werden. Der Eintopf der dabei herauskommt, stinkt zum Himmel und wurde schon an die dreißigtausend mal durchgekaut...

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Volker Pispers
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21.10.2014, 19:14
Beitrag: #17
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
(21.10.2014 18:47)Bunbury schrieb:  Es geht nicht um die Frage, ob interessant oder nicht, sondern es geht um das korrekte Zitieren.
Ja, genau.
Fitzgerald hat diese Behauptung aufgestellt und du wolltest Fakten dafür.
Genau diese hat dann Titus vorgelegt, die im übrigen Deine Meinung stützen und nicht die Behauptung von Fitzgerald...


(21.10.2014 18:47)Bunbury schrieb:  Titus meinte daraufhin mal wieder, daß er nachweisen müßte, daß Deutschland die meisten Asylanten aufnimmt.

...

(21.10.2014 18:47)Bunbury schrieb:  Wenn Diskussionen jenseits jeglicher Stammtischparolen gewünscht werden, dann kann das nicht funktionieren, [...] stinkt zum Himmel und wurde schon an die dreißigtausend mal durchgekaut...

Bunbury, ehrlich, ich weiß nicht welche Laus dir heute über die Leber gelaufen ist, aber lass es nicht an mir aus.

Ich weiß, dass die Flüchtlingsthematik ein brisantes Thema ist, weswegen ich mich betont um einen neutralen und respektvollen Diskussionsstil bemüht habe...

Schade drum

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21.10.2014, 19:25
Beitrag: #18
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Guten Abend Bundbury,

Titus kann man nur Recht geben, sowie meiner Festellung mit den afrik. Haupeinwanderern nach D.

Wenn Du meinst, daß von mir Eintopf serviert wird und dieser vom Stammtisch kommt, dann bin ich hier im falschen Forum.

Du müßtest Dich erst einmal näher mit diesen Flüchtlingsströmen vor Ort befassen, dann würdest nicht so einen Einheitsbrei von Dir geben.

Im Gegensatz zu Dir bin ich direkt vor Ort.

Weiter verbitte ich mir Deine Unterstellungen!

Fitzgerald
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22.10.2014, 04:15
Beitrag: #19
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
(21.10.2014 18:47)Bunbury schrieb:  Es geht nicht um die Frage, ob interessant oder nicht, sondern es geht um das korrekte Zitieren.
Fitzgerald hat behauptet, daß Deutschland für Flüchtlinge aus Afrika das Einwanderungsland Nummer 1 ist.
Das ist es defintiv nicht, weil dies durch die geltende EU Regelung verhindert wird.

Wird es eben nicht. Dass das Dublinabkommen Schall und Rauch ist, ist doch offensichtlich.
Deutschland ist rundum von sicheren Drittstaaten umgeben und nimmt trotzdem die meisten Asylanten auf.





(21.10.2014 18:47)Bunbury schrieb:  Die meisten afrikanischen Flüchtlinge landen in Italien und nicht in Deutschland.

Logisch, schließlich grenzen weder Schweden noch Deutschland an das Mittelmeer. Allerdings bleiben sie dort nicht, da sich Italien nicht für die Dublin-Regeln interessiert.


Zitat: Wie Italien Flüchtlinge nach Deutschland umleitet

Die Zahl der Asylbewerber ist so hoch, dass Zelte als Unterkünfte dienen müssen. Italien nimmt die Verabredungen offenbar nicht ernst – de Maizière traf sich jetzt mit seinem italienischen Kollegen.[...]
http://www.welt.de/politik/deutschland/a...eitet.html




Zitat:Italien soll Flüchtlingen aus Afrika 500 Euro Bargeld gegeben und sie aus dem Land geschickt haben: Dieser Vorwurf sorgt für Spannungen zwischen Rom und Berlin. Viele der Betroffenen leben jetzt in Hamburg auf der Straße - und sie sind wütend auf Deutschland.
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...02958.html


Zitat: Italien schickt Asylbewerber nach Deutschland

Die steigenden Asylbewerberzahlen führen zu Streit: Bayern ist verärgert, weil Italien viele Migranten einfach weiter nach Deutschland reisen lässt. Zahlen der UN belegen das Fehlverhalten.[...]

http://www.welt.de/politik/deutschland/a...hland.html






(21.10.2014 18:47)Bunbury schrieb:  (Was durchaus diskussionswürdig wäre. Schließlich sind es deutsche Unternehmen, die mit ihren Geschäftsparktiken in Akrika dafür sorgen, daß die Lebensbedingugnen der Menschen sich vor Ort massiv verschlechtern. Stichworte z.B. Recycling oder Hühnerfleisch....)

Das machen sicher nur die bösen deutschen Unternehmen, denen aus anderen Staaten sind derartige Vorgehensweisen wohl gänzlich fremd....







(21.10.2014 18:47)Bunbury schrieb:  Titus meinte daraufhin mal wieder, daß er nachweisen müßte, daß Deutschland die meisten Asylanten aufnimmt.[...]

Das ist ja auch Tatsache.
[Bild: DWO-IP-Asylanten-bn-Aufm.jpg]

http://www.welt.de/politik/deutschland/a...ropas.html

Zitat: Deutschland ist das Flüchtlingsheim Europas

So viele Flüchtlinge in Europa gab es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Viele EU-Länder lassen Schutzsuchende nach Deutschland weiterziehen. Eine Quote für die Verteilung lehnen die meisten ab.

http://www.welt.de/politik/deutschland/a...ropas.html

[...]

MfG, Titus Feuerfuchs
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22.10.2014, 16:13
Beitrag: #20
RE: "No way" - Australiens Flüchtlingspolitik
Australien jedenfalls (hr-hm...) könnte sich viel mehr Flüchtlinge "leisten" als es aufnimmt. Anders als z.B. Italien, das mit der eintreffenden Masse an Flüchtlingen einfach nicht klar kommt - nicht klar kommen kann - ist Australien ein reicher Staat, ähnlich wie Deutschland. Aber in Australien will man einfach nicht, basta. Wer´s auszubaden hat, sind die Flüchtlinge, die behandelt werden wie Verbrecher. Deutschland handelt da humaner...

VG
Christian
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