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Innovationsschub Kriegsentwicklungen
31.01.2014, 09:20
Beitrag: #1
Innovationsschub Kriegsentwicklungen
(30.01.2014 22:23)Arkona schrieb:  
(30.01.2014 09:39)Suebe schrieb:  Aber nochmals, vor 1908 konnte eigentlich keiner fliegen! Zehn Jahre später hingen tausende von Flugzeugen am Himmel.

OT: Eigentlich einen eigenen Tread wert. Wer weiß wie die Welt von heute - 2014 - aussehen würde, ganz ohne die Technologieschübe beider Weltkriege. War das eigentlich hier oder im Nirwana, wo ich mal "Schnapsideen" der Techniker gesammelt habe?

(31.01.2014 00:20)Avicenna schrieb:  Es war im Nirwana ...

Wobei insgesamt gesagt werden muss, dass in den Kriegen oder allgemein durch militärische Nutzung, eine Reihe von Erfindungen und Anwendungen technisch verfeinert und perfektioniert wurden, diese aber ihren Ursprung zumeist außerhalb und unabhängig einer militärischen Verwendbarkeit hatten.

Wenn eine Erfindung oder technische Anordnung erstmal als militärisch relevant eingestuft wurde - was ja auch oft einiger Überzeugungsarbeit bedurfte -, dann wurde die Entwicklung dieser Projekte zeitlich stark forciert. Ja, das ist wohl so - gekommen wären sie aber auch so, dann halt eben mit einer gewissen Zeitverzögerung.


Ich bin mir zZ nicht sicher. Fortschritt oder eher Stagnation?
Wenn man zB denkt, was für einen Quatsch man im 2.WK "Nazi-Technik" versucht hat zu entwickeln...

Was meint ihr?
Fortschritt oder Stagnation?

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31.01.2014, 09:41
Beitrag: #2
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
Die Erfindungen an sich sind natürlich schon vorher gemacht worden. Aber ohne Krieg, das ist meine Meinung, wären sie nie so schnell massenhaft zur Serienreife gelangt, wenn überhaupt.

1914-18: Flugzeuge, Verbrennungsmotor, Kfz, Funk

1939-45: Radar, Raketentechnik, Kernspaltung

Das sind nur die bekanntesten Beispiele.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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31.01.2014, 13:27
Beitrag: #3
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
(31.01.2014 09:41)Arkona schrieb:  Die Erfindungen an sich sind natürlich schon vorher gemacht worden. Aber ohne Krieg, das ist meine Meinung, wären sie nie so schnell massenhaft zur Serienreife gelangt, wenn überhaupt.

1914-18: Flugzeuge, Verbrennungsmotor, Kfz, Funk

1939-45: Radar, Raketentechnik, Kernspaltung

Das sind nur die bekanntesten Beispiele.

Aber überwiegend Militärechnik. Das ist dann ja auch nicht verwunderlich.

Nehmen wir mal so etwas ziviles wie das Fernsehen.
In Deutschland Großberlin regelmäßiger Sendebetrieb von 1935 bis Mitte des Krieges.
Dann "Sendepause" bis 1952

Wären die Frauen nicht 10 Jahre früher in "Perlon/Nylon-Strümpfen" rumgelaufen?

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31.01.2014, 16:24
Beitrag: #4
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
(31.01.2014 15:48)Köbis17 schrieb:  Anfang der 30iger nimmt die Arbeit an einem Einheitsantrieb der bekannte Herr Walter wieder auf, doch auch hier zählt bald nicht mehr Innovativität, sondern spätesns mit beginn des 2.WK, zählt nur noch die Quanität eine Rolle.
Nach dem 2.WK konnten auf Basis der Formgebungen der Walterboote der Ubootbau nachhaltig beeinflußt werden, doch würde ein Einheitsantrieb noch viele Jahrzehnte keine Rolle spielen, da die Kernkraft diese Rolle in der sauerstoffunabhängigen Antriebseinhait übernahm.
Aktuell fahren deutsche Uboot Konstruktionen mit konventionellen Einheitsantrieb, also ein Antrieb der ohne zufuhr von Aussenluft betrieben werden kann.

Der "Walther-Antrieb" ist bei "Schleichfahrt" so laut wie ein Airbus beim Start.
MaW, wenn ein Walther-U-Boot in Wilhelmshaven in See gegangen wäre, hätte man es in Newcastle schon angepeilt und die Bomber schicken können.
Dies haben nach dem Krieg die Briten, Franzosen, Sowjetrussen und die US-Amerikaner, überall haben sie Versuche mit dem "Walther-antrieb" gemacht, dieser Unterwasserturbine nicht auszutreiben vermocht. Und Lärm ist für ein U-Boot absolut tödlich.
Ein typischer Irrweg.

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31.01.2014, 21:18
Beitrag: #5
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
Ein anderer Irrweg aus der Not heraus war die Holzvergasung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Holzvergasung
und da
http://www.holzgas.ch/594/


Während des 2. WK insbesondere im Zivilverkehr verwendet. PKWs, Busse und LKWs wurden damit in Betrieb gehalten.
Natürlich in Deutschland, aber auch in Schweden und in der Schweiz war die überwiegende Masse der Privat-Fahrzeuge mit diesen Dingern ausgestattet.
Wobei die Großdeutsche Wehrmacht auch Panzer, allerdings nur zu Übungszwecken damit betrieben hat.
Die alten Kämpen haben fürchterliche Horrorstories über die Dinger erzählt, die immer nicht gelaufen sind, wenn man sie am nötigsten brauchte.

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01.02.2014, 00:21
Beitrag: #6
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
(31.01.2014 21:18)Suebe schrieb:  Ein anderer Irrweg aus der Not heraus war die Holzvergasung.

du bist immer ziemlich schnell mit deinen Pauschalurteilen. Schon wieder ein "Irrweg" ...

Köbis hat es schon ganz gut herausgearbeitet - das allgemeine Interesse, speziell bei einem U-Boot Antrieb, liegt darin begründet, einen autarken und außenluftunabhängigen Antrieb zu entwickeln. Dafür gab und gibt es unterschiedliche Konzepte und eines davon ist die Verwendung von Brennstoffzellen, wie es z.B. ziemlich ausgereift in den deutschen U-Booten der 212 A Klasse genutzt wird und auf die Köbis schon verwiesen hat.

Hierbei wäre es möglicherweise interessant zu erfahren, ob der Antrieb zur Perfektionierung der eigentlichen Innovation, militärischen oder mehr zivilen Ursprungs ist.
Da Deutschland immer noch führend ist bei der Entwicklung von kommerziell nutzbaren, umeltfreundlichen alternativen Energieerzeugungs- u. Speicherungssystemen, tippe ich mal auf auf den zivilen Sektor ...


Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon, wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's! Dich hab ich vernommen!

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01.02.2014, 09:44
Beitrag: #7
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
(01.02.2014 00:21)Avicenna schrieb:  
(31.01.2014 21:18)Suebe schrieb:  Ein anderer Irrweg aus der Not heraus war die Holzvergasung.

./.

Köbis hat es schon ganz gut herausgearbeitet - das allgemeine Interesse, speziell bei einem U-Boot Antrieb, liegt darin begründet, einen autarken und außenluftunabhängigen Antrieb zu entwickeln. Dafür gab und gibt es unterschiedliche Konzepte und eines davon ist die Verwendung von Brennstoffzellen, wie es z.B. ziemlich ausgereift in den deutschen U-Booten der 212 A Klasse genutzt wird und auf die Köbis schon verwiesen hat.

Hierbei wäre es möglicherweise interessant zu erfahren, ob der Antrieb zur Perfektionierung der eigentlichen Innovation, militärischen oder mehr zivilen Ursprungs ist.
Da Deutschland immer noch führend ist bei der Entwicklung von kommerziell nutzbaren, umeltfreundlichen alternativen Energieerzeugungs- u. Speicherungssystemen, tippe ich mal auf auf den zivilen Sektor ...

Das ist etwas anderes. Es ist auch zweifellos richtig, dass solche vielversprechenden Dinge untersucht und, wenn man so will, Langzeittests unterzogen werden.
Für das militärische Unterseeboot kann man es wohl als gelungen bezeichnen. Inwieweit sich dies aber kommerziell Umsetzen und Nutzen lässt, kann man heute noch nicht sagen.
Ich erinnere hier an den deutschen Atomfrachter "Otto Hahn".
Zitat:Seit kurzem zugängliche geheime Akten der deutschen Regierung aus den Jahren 1959 bis 1962 legen einen zusätzlichen militärischen Nutzen der Forschung am Atomantrieb nahe. Verteidigungsminister Franz Josef Strauß betrieb zu dieser Zeit den Bau von U-Booten mit atomarem Antrieb, konnte sich jedoch mit den Plänen innerhalb der Regierung und bei den internationalen Bündnispartnern nicht durchsetzen. Der Atomantrieb der 1962 in Auftrag gegebenen Otto Hahn war für ein Frachtschiff klein und so dimensioniert, dass er in ein großes U-Boot gepasst hätte. Die Ernennung des früheren U-Boot-Kommandanten und Flottillenkommandeurs Lehmann-Willenbrock zum Kapitän des Schiffs wird in diesem Zusammenhang gesehen.[2] Eine wissenschaftliche Sichtung und Auswertung der fraglichen Archivalien steht noch aus
aus Wiki

Zum Walther-Antrieb: Es ist der Hoffnungsträger der Neuschwabenlandszene. Und es ist nichts, gar nichts dran.
Kein Mensch auf der ganzen Welt wird ein schnelles UBoot (bis zu 40 Knoten) bauen, das laut ist wie ein Überschalljet. Natürlich war es richtig, dass da versucht, entwickelt und getestet wurde. Aber am Ende war es halt ein Irrweg.

Die Holzvergasung ist, wie die Kohleverflüssigung (Benzin aus Kohle) oder auch der Kohlenstaubmotor eine Innovation die den Labormasstab lediglich aus einer regionalen Mangelsituation heraus überschritten hat.
Bei offenen Weltmärkten ist Erdöl als Energieträger nach wie vor und wie 1940, konkurrenzlos billig.


Zitat:du bist immer ziemlich schnell mit deinen Pauschalurteilen. Schon wieder ein "Irrweg" ...du bist immer ziemlich schnell mit deinen Pauschalurteilen. Schon wieder ein "Irrweg" ...

Jeh nun, da ich beruflich mein ganzes Leben mit Vermarktung und Instandsetzung von Kraftmaschinen zu tun hatte und habe, traue ich mir da schon ein "schnelles" Urteil zu.

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01.02.2014, 15:34
Beitrag: #8
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
(01.02.2014 09:44)Suebe schrieb:  
(01.02.2014 00:21)Avicenna schrieb:  ..

Da Deutschland immer noch führend ist bei der Entwicklung von kommerziell nutzbaren, umeltfreundlichen alternativen Energieerzeugungs- u. Speicherungssystemen, tippe ich mal auf auf den zivilen Sektor ...

Das ist etwas anderes. Es ist auch zweifellos richtig, dass solche vielversprechenden Dinge untersucht und, wenn man so will, Langzeittests unterzogen werden.
Für das militärische Unterseeboot kann man es wohl als gelungen bezeichnen. Inwieweit sich dies aber kommerziell Umsetzen und Nutzen lässt, kann man heute noch nicht sagen.

Diese Technologie wird bereits sehr erfolgreich z.B. in der Aotomobilindustrie eingesetzt - und das weißt du, auch wenn du es vielleicht nicht so ganz ernstnimmst und immer wieder auf das konkurrenzlos billige Öl verweist.

Der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle, vor allem aber die Kosten des Gesamtantriebssystems sind noch nicht in dem Bereich, die Großserien oder Massenfertigung rechtfertigen würden, da diese Fahrzeuge im Vergleich zu KFZ mit konventionellen Antrieb für den Normalnutzer einfach noch zu teuer sind. Noch.

Es ist aber nur eine Frage der Zeit, dass sich das ändern bzw. umschlagen wird. Spätestens dann, wenn das Gesamtkonzept einer auf regenerierbaren Ressourcen basierenden Energiewirtschaft zur Realität geworden ist.
Einer der wichtigsten Punkte bei der Brennstoffzellentechnolgie ist es, sicherzustellen, dass der verwendete Wasserstoff als primärer Energieträger, nicht aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird. Alles andere würde auf Dauer keinen Sinn machen und wäre in keiner Weise nachhaltig zu nennen.

Eine konkurrierende Technologie ist übrigens in der effektiveren und kostengünstigen direkten Speicherung von Elektroenergie zu sehen. In dieser Richtung wird auch sehr intensiv geforscht.
Die Brennstoffzelle, unter Nutzung von Wasserstoff, stellt an der Stelle ja nur eine thermodynamisch nicht optimale Energiespeicherungsform dar, die dann über einen Zwischenschritt wieder freigesetzt wird.

Da bleibt die Entwicklung abzuwarten - momentan läuft die ingenieurtechnische Forschung da ziemlich parallel und z.T. auch in Kombination miteinander.

(01.02.2014 09:44)Suebe schrieb:  
(01.02.2014 00:21)Avicenna schrieb:  ...du bist immer ziemlich schnell mit deinen Pauschalurteilen. Schon wieder ein "Irrweg" ...
Jeh nun, da ich beruflich mein ganzes Leben mit Vermarktung und Instandsetzung von Kraftmaschinen zu tun hatte und habe, traue ich mir da schon ein "schnelles" Urteil zu.

Na gut, das ist deine Sicht der Dinge - gehen wir einfach mal davon aus, dass deine Selbsteinschätzung fundiert ist ...Wink


Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.
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Frühling, ja du bist's! Dich hab ich vernommen!

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01.02.2014, 19:02
Beitrag: #9
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
(01.02.2014 15:34)Avicenna schrieb:  Diese Technologie wird bereits sehr erfolgreich z.B. in der Aotomobilindustrie eingesetzt - und das weißt du, auch wenn du es vielleicht nicht so ganz ernstnimmst und immer wieder auf das konkurrenzlos billige Öl verweist.

Der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle, vor allem aber die Kosten des Gesamtantriebssystems sind noch nicht in dem Bereich, die Großserien oder Massenfertigung rechtfertigen würden, da diese Fahrzeuge im Vergleich zu KFZ mit konventionellen Antrieb für den Normalnutzer einfach noch zu teuer sind. Noch.

Es ist aber nur eine Frage der Zeit, dass sich das ändern bzw. umschlagen wird. Spätestens dann, wenn das Gesamtkonzept einer auf regenerierbaren Ressourcen basierenden Energiewirtschaft zur Realität geworden ist.
Einer der wichtigsten Punkte bei der Brennstoffzellentechnolgie ist es, sicherzustellen, dass der verwendete Wasserstoff als primärer Energieträger, nicht aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird. Alles andere würde auf Dauer keinen Sinn machen und wäre in keiner Weise nachhaltig zu nennen.

Eine konkurrierende Technologie ist übrigens in der effektiveren und kostengünstigen direkten Speicherung von Elektroenergie zu sehen. In dieser Richtung wird auch sehr intensiv geforscht.
Die Brennstoffzelle, unter Nutzung von Wasserstoff, stellt an der Stelle ja nur eine thermodynamisch nicht optimale Energiespeicherungsform dar, die dann über einen Zwischenschritt wieder freigesetzt wird.

Da bleibt die Entwicklung abzuwarten - momentan läuft die ingenieurtechnische Forschung da ziemlich parallel und z.T. auch in Kombination miteinander.

Zur Brennstoffzelle:
Ich muss irgendwo in meinem Bücherregal ein "Das Neue Universum" http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Neue_Universum
von 1959 oder 1960 stehen haben. Darin ist eine Nachttischlampe bestromt von einer Brennstoffzelle abgebildet.
Ergo: Technisch schon lange machbar, aber die Kosten! Und ein Durchbruch ist, allen Kurspflegeberichten zuwider, noch nicht in Sicht.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/brenn...43252.html

Man muss es sich immer wieder verdeutlichen: Es sprechen alle denkbaren Faktoren für den Elektro-Antrieb im Kfz., alle bis auf einen die Energie-Speicherung.


Notabene:
Im Verbrennungsmotor stecken heute 150 Jahre Ingenieurskunst. Und das ist ein sehr großes Wort.


Edit: den Halbsatz hat mein PC gefressen: Faktoren für den Elektro-Antrieb im Kfz., alle bis auf einen die Energie-Speicherung.

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02.02.2014, 00:26
Beitrag: #10
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
(01.02.2014 19:02)Suebe schrieb:  
(01.02.2014 15:34)Avicenna schrieb:  ...

Es ist aber nur eine Frage der Zeit, dass sich das ändern bzw. umschlagen wird. Spätestens dann, wenn das Gesamtkonzept einer auf regenerierbaren Ressourcen basierenden Energiewirtschaft zur Realität geworden ist.

...

Ergo: Technisch schon lange machbar, aber die Kosten! Und ein Durchbruch ist, allen Kurspflegeberichten zuwider, noch nicht in Sicht.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/brenn...43252.html

Man muss es sich immer wieder verdeutlichen: Es sprechen alle denkbaren


Notabene:
Im Verbrennungsmotor stecken heute 150 Jahre Ingenieurskunst. Und das ist ein sehr großes Wort.

...ist halt auch 'ne Einstellungssache.Sleepy
wenn uns nicht gerade das Brennholz ausgegangen wäre und unsere Frauen und Kinder gefroren hätten, würden wir heute noch in Höhlen leben, uns ums Feuer scharen und den Geschichten der Alten lauschen ...

Wer etwas verändern will, sucht und findet Wege - wer es nicht will, zu bequem ist und dem gestrigen nicht entsagen möchte, der findet Ausreden, um gar nicht erst beginnen zu müssen, sich auf die Suche nach neuen Wegen zu machen ...


Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.
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02.02.2014, 14:28
Beitrag: #11
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
(02.02.2014 00:26)Avicenna schrieb:  [


Notabene:
Im Verbrennungsmotor stecken heute 150 Jahre Ingenieurskunst. Und das ist ein sehr großes Wort.

Zitat:...ist halt auch 'ne Einstellungssache.Sleepy
wenn uns nicht gerade das Brennholz ausgegangen wäre und unsere Frauen und Kinder gefroren hätten, würden wir heute noch in Höhlen leben, uns ums Feuer scharen und den Geschichten der Alten lauschen ...

Wer etwas verändern will, sucht und findet Wege - wer es nicht will, zu bequem ist und dem gestrigen nicht entsagen möchte, der findet Ausreden, um gar nicht erst beginnen zu müssen, sich auf die Suche nach neuen Wegen zu machen ...


Da machst du es die aber ein bißchen einfach? Nicht?

Nachstehendes sind lauter profane Punkte, aber vuielleicht muss man dies halt im Zusammenhang sehen.

Woher kommt eigentlich die Energie, die deine Bremse betätigt?
Unterdruck, den der Verbrennungsmotor ohne Auswirkung auf die Energiebilanz liefert.

Wer heizt dein Auto auf, bei 10 Grad Kälte? Die Abwärme des Verbrennungsmotors, Ohne Auswirkung auf die Energiebilanz.
Plus einige weitere angenehme Funktionen am Auto, die nicht sooo ins Gewicht fallen. Die Zentralverriegelung zB.

Woher kommt die Kraft, die die Lenkung deines mit 235er Reifen Smile bestückten Autos in der verkehrsberuhigten Zone beim rangieren dreht?
Abtrieb vom Verbrennungsmotor, belastet die Energiebilanz mit max. 5%.

Wer kühlt das Autoinnere auf kommode 22 Grad runter, im Sommer bei Hitze? Abtrieb vom Verbrennungsmotor, belastet die Energiebilanz mit max 7%.
Woher kommt die Energie für Blinker, Bremslicht, Rücklicht, Scheinwerfer, coming home, Pfützenbeleuchtung, Innenbeleuchtung, Zündenergie für den Airbag?
Woher kommt die Energie für ABS, ESP, EDS????

Wer befeuert deine Stereo-Anlage mit Booster, 4mal 15 Watt Hochtöner, 2mal 75 Watt Tieftöner und 2 25 Watt Mitteltönern??????

Wenn du die genannten Punkte auf ein Elektro-Auto umsetzt, erreichst du mit den derzeitigen Stromspeichern eine Reichweite von maximal 20 km.
Bätsch bumm aus die Maus.

Daher die ganzen Hybrid-Entwicklungen die außer dem Toyota bisher alle ein Nischendasein führen.



Hier OT, trotzdem: Moderne Dieselmotoren erreichen schon lange einen Wirkunsgrad, dass die Abwärme nicht mehr ausreicht um den Innenraum ausreichend aufzuheizen. Deshalb haben diese Autos einen elektrischen Zusatzheizer, Großraum-PKWs eine kleine Standheizung.
Der Stromhaushalt eines modernen PKW ist inzwischen so weit ausgereizt, dass eine Autobatterie ledilich noch einen Lebensdauer von 3-5 Jahren hat. Die inflationsartig gestiegene Anzahl der Ladezyklen ist dafür verantwortlich.
Die Erhöhung des Bordnetzes auf, wie angedacht, 48 Volt ist nicht möglich, da in dem Fall extreme Korrosionsprobleme auftreten. Wenn, dann müsste eine "Minus-Verkabelung" eingebaut werden, was zu einem Mehrgewicht von ca. 200 kg führen würde.

ein kleiner Ausriss aus 150 Jahren Ingenieurskunst.Thumbs_up

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02.02.2014, 16:01
Beitrag: #12
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
Ich gehe auf deine Ausführungen und die durchaus berechtigten Einwände später nochmal ein.
Nur ganz kurz - all das, was du aufgezählt hast, muss natürlich von der Brennstoffzelle gestemmt werden. In dem System Wasserstoff/Sauerstoff steckt dafür genügend Energie, und aus chemischer Sicht - so ziemlich konkurrenzlos ... sie muss nur effizient genug, rausgekitzelt werden.

Das passt aber gar nicht mehr, zu dem von dir gerade erst neu erstellten Thema. Das müßte irgendwo anders hin ... sonst kommen wir da durcheinander.


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03.02.2014, 12:39
Beitrag: #13
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
(02.02.2014 16:01)Avicenna schrieb:  ./.

Das passt aber gar nicht mehr, zu dem von dir gerade erst neu erstellten Thema. Das müßte irgendwo anders hin ... sonst kommen wir da durcheinander.


Habe ich gemacht.
Der Interessierte möge da
http://www.forum-geschichte.at/Forum/sho...p?tid=6059
weitermachen.

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03.02.2014, 13:28
Beitrag: #14
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
Kommen wir hier wieder zum Thema zurück.

Operations research


Der Begriff ist sicher allgemein bekannt.
ein Verfahren/Technik zur Entscheidungsfindung, vereinfacht ausgedrückt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Operations_Research

Lese ich heute Nacht, dass dies im Angelsächsischen Raum im Zusammenhang mit der Radar- und Atom-Forschung in den 30er-40ern entstanden ist.

Ich habe natürlich weiter nachgeschaut, und in der Prophyläen-Technikgeschichte Band 5 wird die Meinung vertreten, dass "Operations Research" in Deutschland damals nicht übernommen wurde, da damit sofort die chancenlose Unterlegenheit Nazi-Deutschlands im 2. WK offensichtlich geworden wäre.

Interessante These, und da sie aus jenem Standartwerk kommt, auch ernstzunehmen.

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19.07.2014, 07:43
Beitrag: #15
RE: Innovationsschub Kriegsentwicklungen
Innovationen, ohne jetzt der große Experte zu sein:

- Düsentriebwerke bei Jägern und Bombern (Arado)
- Deutsche Super-U-Boote gegen Ende des Krieges, die aber nicht mehr zum Einsatz kamen
- V1 und V2
- Natter (erster bemannter Raketenflug der Weltgeschichte)
- Lenkbomben, durch Drähte ins Ziel gelenkt (Vorläufer der "Stinger", von den Deutschen in Italien erfolgreich eingesetzt, gingen aber nicht in Serie, wie so viele deutsche Kriegs-Innovationen)
- Schießen mittels Infrarot (einige deutsche Panzer während der Ardennen-Offensive hatten dies)
- Do 335 (Vorläufer der "Fairchild A 10 A), ebenfalls mit 2 Mann Besatzung, Pilot und Waffentechniker), schnellstes je gebautes Flugzeug mit Kolbenmotoren m. W.
- Automatik-Pistole C 96 von Mauser, erste Maschinenpistole)
- Deutscher Weltkriegs II-Stahlhelm? Zumindest für den heutigen Stahlhelm vieler Länder, bei den Amis wg. der Ähnlichkeit "Fritz" genannt
- Sturmgewehr 44 (Vorbild der russischen AK 47 Kalaschnikow??)
- MG 42, heute bei der Bundeswehr nahezu unverändert noch im Einsatz, allerdings leicht reduzierte Schussfolge, damit der Lauf nicht so oft gewechselt werden muss)

... und sicher noch einiges mehr
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