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Münzprägung im Mittelalter
20.02.2017, 02:13
Beitrag: #1
Münzprägung im Mittelalter
Im Mittelalter wurden alte römische Münzen weiter geprägt. Diese wurden dann als Pfennig bezeichnet. Es wurden auch in der Burg Kalsmunt in Wetzlar Pfennige geprägt.
In der Region wurden in der Eisenzeit zumindest auf dem Dünsberg die Münze Das Tanzende Männlein geprägt. Dabei könnte der Fruchtbarkeitsgott Freir dargestellt sein. Mich würde es nicht wundern, wenn auch in den Vorläuferburgen des Kalsmunt das tanzende Männlein und dann Pfennige geprägt worden wären.

viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)
in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt
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27.02.2017, 11:38
Beitrag: #2
RE: Münzprägung im Mittelalter
Soviel wie mir bekannt ist, sind Münzen des Mittelalters aus unterschiedlichen Regionen der Welt bekannt. Die Münzen, die im Mittelalter geprägt worden sind, fußten auf die römische Währung der Antike. Selbst die römischen Münzen lehnten sich an altgriechische Münzen. Aus diesen beiden Wurzeln sind im Frühmittelalter auch die byzantinischen Münzen hervorgegangen. Soviel ich weiß sind selbst islamische Münzen von den altgriechischen und römischen Münzen beeinflusst worden., wiesen aber als reine Schriftmünzen mit arabischer Schrift, aber ohne bildhafte Motive eine andere Erscheinung.

Von der Spätantike bis hin zum Frühmittelalter ging der Umlauf von Münzen in Europa stark zurück. Der Tauschhandel nahm zu und größere Geldgeschäfte wurden oft mit ungemünztem Metall beglichen. Die wenigen Münzen waren meist Kopien der römischen Vorbilder. Münzordnungen der verschiedenen Herrscher legten meist nur fest, wie schwer die einzelnen Münzen sein sollten, an der Gestaltung änderten sie nichts. Im fränkischen Reich und seinen Nachfolgereichen (Frankreich, Ostfrankenreich) war der Denar oder Pfennig die nahezu ausschließlich geprägte Münze. Allerdings weitete sich das ursprünglich königliche Münzrecht im Heiligen Römischen Reich zunehmend auf weitere weltliche und geistliche Herrscher aus, was eine Vielzahl an unterschiedlichen Versionen des Pfennigs (Regionaler Pfennig seit dem 12. Jahrhundert) und eine allgemeine Verringerung des Silbergehalts der Münzen zur Folge hatte. Im 10. und 11. Jahrhundert begann auch in Osteuropa eine eigenständige Münztradition.

Weiteres kannst du lesen bei Tante Wiki:

https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnze...ttelalters

Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben.

Marcus Tullius Cicero
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27.02.2017, 12:55
Beitrag: #3
RE: Münzprägung im Mittelalter
Interessant: Im Ostseeraum dominierten im Frühmittelalter zunächst arabische und persische Silbermünzen, erst ab ca. 800 kamen englische und fränkische Prägungen in Umlauf. Dabei zählte der reine Metallwert, weshalb die Stücke oft als Hacksilber vorliegen. Auf Gotland hat man das Zeug kiloweise ausgegraben.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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27.02.2017, 16:40
Beitrag: #4
RE: Münzprägung im Mittelalter
Mit Metallstücken wurde ja schon vor der Münzprägung bezahlt. ich vermute, das wurde nie ganz eingestellt und nahm manchmal größere o. kleinere Ausmaße an.
Die Frage ist, ob der Fränkische Herrscher wirklich und ab wann das Münzrecht zentralisierte. Er konnte den bisherigen Prägern natürlich auch das Recht lassen. Vielleicht waren das auch Verhandlungstatbestände, wenn über den Beitritt eines Gaus o. einer Stadt zum Fränkischen Reich verhandelt wurde. Wir wissen z.B. wenig über den Beitritt des heutigen westlichen Hessen zum fränkischen Reich. Die Archäologen haben keine Hinweise auf einen Krieg gefunden. Vielleicht machten sie auch gleich gemeinsame Sache mit den Sugambrern. Dann wird ihnen ja nicht gleich das Münzrecht entzogen worden sein.

viele Grüße

Paul

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27.02.2017, 20:33
Beitrag: #5
RE: Münzprägung im Mittelalter
Tante Wiki sagt hiezu etwas interessantes:

https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnzregal

Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben.

Marcus Tullius Cicero
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27.02.2017, 22:28
Beitrag: #6
RE: Münzprägung im Mittelalter
(27.02.2017 12:55)Arkona schrieb:  Interessant: Im Ostseeraum dominierten im Frühmittelalter zunächst arabische und persische Silbermünzen, erst ab ca. 800 kamen englische und fränkische Prägungen in Umlauf. Dabei zählte der reine Metallwert, weshalb die Stücke oft als Hacksilber vorliegen. Auf Gotland hat man das Zeug kiloweise ausgegraben.

Ich halte eine Prägelücke für unwahrscheinlich. Die Frage ist nur, welche Münzen wurden z.B. in Wetzlar geprägt? Wann hörte man mit dem Tanzenden Männlein auf und warum? Welche Münzen wurden dann im Anschluß geprägt o. konnten die Römer das Prägen verbieten außerhalb des direkten römischen Herrschaftsbereich? Gab es dafür überhaupt ein Interesse? Ab wann begann man in Wetzlar dann fränkische Pfennige zu prägen? Ich hoffe die weiteren Ausgrabungen werden Informationen bringen.

viele Grüße

Paul

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28.02.2017, 09:25
Beitrag: #7
RE: Münzprägung im Mittelalter
@Paul: hier kannst du etwas über Fränkische Pfennige nachlesen. Aber ich gebe keine Garantie, ob diese Quelle historisch belegt ist:

http://www.spasslernen.de/geschichte/gulden/gulden2.htm

und hier etwas zum "Tanzenden Männlein: mit Hinweis einiger Fachbücher, die du dann lesen könntest:

https://de.wikipedia.org/wiki/Tanzendes_M%C3%A4nnlein

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