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Der Bär in Deutschland
25.01.2017, 18:29
Beitrag: #1
Der Bär in Deutschland
Das Wolfs-Thema hat ein für mich altes Rätsel wieder nach oben gespült.Wink

Bis ins 17. Jahrhundert hinein soll es Bären auch in weniger entlegenen Gegenden in Deutschland gegeben haben.

Nur, warum gibt es allüberall Flurnamen Wolfsgruben, Wolfstal, Geschichten über Wolfsjagden die Menge.
Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf, dem Wolf der Kreide gefressen hatte usw. usf.

Nix vom Bären, gar nichts.
Fragt sich ratlos der Suebe????

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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25.01.2017, 21:39
Beitrag: #2
RE: Der Bär in Deutschland
(25.01.2017 18:29)Suebe schrieb:  Nix vom Bären, gar nichts.
Fragt sich ratlos der Suebe????

Und was ist mit Bärlin oder Bärlauch? Wink

Aber Spaß beiseite, du als Urschwob kommst nicht auf die Bärenhöhle ? Nasowas ....


Und hier:
Tiere im Märchen: Der Bär
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25.01.2017, 23:05
Beitrag: #3
RE: Der Bär in Deutschland
Weil man wegen Wölfen, ich sagte es schon, einen Heidenaufwand zur "Bekämpfung" getrieben hat. Das blieb im geknechteten und zwangsverpflichteten Bauerngedächtnis. Bären sind immer seltener und unauffälliger gewesen, eigentlich haben die fast nie Ärger gemacht, bis Bruno nach Deutschland kam und ein paar Bienenstöcke plünderte. In Österreich sind die eingewanderten Bären neuerdings m.W. fast alle gewildert worden. Weil sie das Rapsöl aus über Nacht liegengelassenen Motorsägen ausgesoffen haben...?

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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26.01.2017, 03:07
Beitrag: #4
RE: Der Bär in Deutschland
(25.01.2017 18:29)Suebe schrieb:  Das Wolfs-Thema hat ein für mich altes Rätsel wieder nach oben gespült.Wink

Bis ins 17. Jahrhundert hinein soll es Bären auch in weniger entlegenen Gegenden in Deutschland gegeben haben.

Nur, warum gibt es allüberall Flurnamen Wolfsgruben, Wolfstal, Geschichten über Wolfsjagden die Menge.
Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf, dem Wolf der Kreide gefressen hatte usw. usf.

Nix vom Bären, gar nichts.
Fragt sich ratlos der Suebe????

In Schneeweißchen und Rosenrot kommt ein Bär vor. Meister Petz wird oft als ein etwas tolpatschiger, nicht so kluger, aber gutmütiger Zeitgenosse dargestellt. Warum der Wolf einen schlechten Ruf, der Bär (oder Luchs) aber nicht, liegt sicher daran, dass der Wolf häufiger Haustiere riss als andere Raubtiere.

Nix vom Bären? Schon mal etwas von Albrecht den Bären gehört? Wink

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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26.01.2017, 09:22
Beitrag: #5
RE: Der Bär in Deutschland
(25.01.2017 18:29)Suebe schrieb:  Das Wolfs-Thema hat ein für mich altes Rätsel wieder nach oben gespült.Wink

Bis ins 17. Jahrhundert hinein soll es Bären auch in weniger entlegenen Gegenden in Deutschland gegeben haben.

Nur, warum gibt es allüberall Flurnamen Wolfsgruben, Wolfstal, Geschichten über Wolfsjagden die Menge.
Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf, dem Wolf der Kreide gefressen hatte usw. usf.

Nix vom Bären, gar nichts.
Fragt sich ratlos der Suebe????

Ein Beispiel aus meiner Region Dreieckland: Bärental am Feldberg im Schwarzwald.
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26.01.2017, 10:15
Beitrag: #6
RE: Der Bär in Deutschland
(26.01.2017 09:22)Aguyar schrieb:  Nix vom Bären, gar nichts.
Fragt sich ratlos der Suebe????

Ein Beispiel aus meiner Region Dreieckland: Bärental am Feldberg im Schwarzwald.
[/quote]

haben wir natürlich auch

http://www.baerenthal.de/index.php/gemei...deportrait

liegt natürlich im Tal der Bära

Wobei die Namensherkunft "Bära" bis heute strittig ist.

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26.01.2017, 21:49
Beitrag: #7
RE: Der Bär in Deutschland
(25.01.2017 18:29)Suebe schrieb:  Bis ins 17. Jahrhundert hinein soll es Bären auch in weniger entlegenen Gegenden in Deutschland gegeben haben.

Bis ins 19.Jahrhundert genauer gesagt.
Der letzte wurde in den Chiemgauer Alpen 1835 erlegt, ich bin mal an einer Informationstafel darüber vorbeigewandert. Ich denke auf dem Rauschberg.

Ach ja, dann kam der Bruno natürlich, der an der Rotwand sein Leben lassen musste.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
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27.01.2017, 00:27
Beitrag: #8
RE: Der Bär in Deutschland
Im Taunus gibt es sogar den Ort Bärstadt- heute ein Ortsteil der Gemeinde Schlangenbad
Bärstadt wurde zum ersten Mal 1194 urkundlich erwähnt, allerdings war es zu dieser Zeit schon Hauptort eines ausgedehnten Kirchspiels und die dortige Martinskirche wurde bereits vom 6. bis 8. Jahrhundert erbaut . Das Gemeindewappen zeigt,in Anlehnung an frühe Gerichtssiegel in Silber auf blauem Dreiberg einen schreitenden, rotbewehrten schwarzen Bären.
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27.01.2017, 10:42
Beitrag: #9
RE: Der Bär in Deutschland
Die Heraldik muss nicht unbedingt eine Widerspiegelung früherer Bärenvorkommen anzeigen, ebensowenig alte Flurbezeichnungen. Schließlich war die Landschaft früher auch nicht von Löwen, Greifen und Drachen bevölkert.

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27.01.2017, 11:48
Beitrag: #10
RE: Der Bär in Deutschland
(26.01.2017 21:49)Triton schrieb:  
(25.01.2017 18:29)Suebe schrieb:  Bis ins 17. Jahrhundert hinein soll es Bären auch in weniger entlegenen Gegenden in Deutschland gegeben haben.

Bis ins 19.Jahrhundert genauer gesagt.
Der letzte wurde in den Chiemgauer Alpen 1835 erlegt, ich bin mal an einer Informationstafel darüber vorbeigewandert. Ich denke auf dem Rauschberg.

Ach ja, dann kam der Bruno natürlich, der an der Rotwand sein Leben lassen musste.

Jäh, bei Rupolding
zuvor soll der Bär einem anderen Jäger/Waldhüter vor die Flinte gelaufen sein, und dem sei der Schuss nicht losgegangen.
Ludwig Thoma berichtet ziemlich ausführlich.
Der gute Mann hätte tagelang nur noch geflucht....Teeth

Die Jagdflinten waren zdZ ja noch Vorderlader, und wenn das Pulver nass wird....

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27.01.2017, 11:55
Beitrag: #11
RE: Der Bär in Deutschland
nun ja,bei Löwen und Greifen geb ich Dir recht, aber Drachen sind zumindest am Rhein z,B. in Worms (heraldisch) und dem Drachenfels durch Sagen historisch verbürgt Big Grin
Aber Spass beiseite, Bärstadt liegt in den Taunuswäldern jenseits von Limes und Gebück ,da könnte es also durchaus noch im Mittelalter Bären gegeben haben -
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28.01.2017, 12:23
Beitrag: #12
RE: Der Bär in Deutschland
Mancher Ort, der Beziehungen zum Kloster St. Gallen hatte, führt heute einen Bären im Wappen.
Der Bär als Wappentier des Klosters geht auf die Sage zurück:
Zitat:Eine bekannte Legende über den heiligen Gallus berichtet über die folgende Nacht: Während Hiltibod schlief, war Gallus noch wach, als plötzlich ein Bär auftauchte. Gallus liess sich nicht einschüchtern, auch dann nicht, als der Bär sich aufrichtete. Gallus befahl dem Bären im Namen des Herrn, ein Stück Holz ins Feuer zu werfen. Der Bär gehorchte und trug das Holz zum Feuer. Anschliessend gab Gallus dem Bären ein Brot, unter der Bedingung, dass er sich nie mehr blicken lasse. Hiltibod, der mitgehört hatte, sagte zu Gallus: „Jetzt weiss ich, dass der Herr mit dir ist, wenn selbst die Tiere des Waldes deinem Wort gehorchen.“ Der Bär tauchte nie wieder auf und wurde später zum Wappentier der Stadt St. Gallen. (→ Geschichte der Stadt St. Gallen)

Das Tier ist auch Gallus’ wichtigstes Insignium, er wird fast immer mit einem Bären an seiner Seite dargestellt.

aus wiki

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28.01.2017, 15:10
Beitrag: #13
RE: Der Bär in Deutschland
(27.01.2017 11:48)Suebe schrieb:  Der gute Mann hätte tagelang nur noch geflucht....Teeth
Ja so geht es bekanntlich Menschen, die das Fell des Bären verteilen, bevor er erlegt ist. Wink

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