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Die Schönheit der Natur
19.09.2016, 20:38
Beitrag: #1
Die Schönheit der Natur
Auf dieses Thema komme ich deshalb.
(18.09.2016 21:58)Bunbury schrieb:  
(18.09.2016 21:12)Suebe schrieb:  Perönlich hat sich heute bei mir der Eindruck verfestigt, dass die Meinung, der Mensch würde sich erst seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert einen Blick für die Schönheiten der Natur angeschafft6 haben, falsch ist.

Die Heuneburg kenne ich zwar nicht, aber das Gefühl kenne ich von den Orkneys....

(18.09.2016 23:24)Triton schrieb:  Für den Sueben nur ein heimatliches Beispiel: Schon im 16.Jahrhundert nannten seine Vorfahren ein Waldgebiet Schönbuch und zwar schön weil schön.

Der Blick von der Heuneburg über das dort sehr weite Donautal hinweg, auf die Hügel des schwäbischen Oberlandes ist einfach schön.
Und ich vermute mal, dass auch dies für die entstehung des Ortes dort mit von Bedeutung war.

Wer die Villa Rustica in Hechingen-Stein kennt, wird sich vermutlich auch an den tollen Blick auf die Alb, auf den Hohenzollern erinnern, den man insbesondere vom Portikus aus genießen kann. Ja ich weiß, die Burg gab es damals noch nicht, den prägnanten Berg aber sehr wohl.
Das kann kein Zufall sein. Der Platz für die Villa wurde bewusst ausgesucht!

Nun ist zu lesen, dass sich der "Blick" für die Schönheit der Landschaft eigentlich erst mit der Entstehung des Bildungsbürgertums im 18. Jahrhundert entwickelt hat.
Was ich hiermit in Zweifel ziehe.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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20.09.2016, 10:30
Beitrag: #2
RE: Die Schönheit der Natur
Nun, das kann ja durchaus sein- dass die Schönheit der Landschaft für eine gewisse Zeitlang keine Bedeutung hatte.
Ich bin mir auch nicht sicher, dass die Erbauer steinzeitlicher und Bronzezeitlicher bauwerke den gleichen Schönheitssinn hatten wie er im 18. und 19. Jahrhundert aufkam, aber wenn man die örtlichen Gegebenheiten auf sich wirken läßt, ist schon nachvollziebar, dass die Athmosphäre auch auf frühere Generationen wirkte- ob sie sie nun "Schön" nannten oder "Magisch" oder wie auch immer...
Es ist wohl eher eine Frage davon, wie man "Schön" zu einer bestimmten Zeit definiert...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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20.09.2016, 10:58
Beitrag: #3
RE: Die Schönheit der Natur
Der tolle Ausblick von der Heuneburg aus mag uns heute schön erscheinen, damals dürfte wohl eher der strategische Vorteil eines solch weiten Blickfeldes entscheidend gewesen sein, da stimm ich Bunbury durchaus zu Wink
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20.09.2016, 11:09
Beitrag: #4
RE: Die Schönheit der Natur
Alles auch früher schon dagewesen...
https://de.wikipedia.org/wiki/Mosella_(Ausonius)

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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20.09.2016, 12:19
Beitrag: #5
RE: Die Schönheit der Natur
Da habt ihr natürlich völlig recht, was "schön" ist, liegt im Auge des Betrachters.
Es gibt auch irgendwo eine Reisebeschreibung des Hochmittelalters, der die weitflächig angebauten Agrargebiete der Poebene in den leuchtendsten Farben beschreibt. Nach dem Motto, da braucht keiner Hunger zu ledien.
Während wir uns heute mehr für das vermeintlich unberührte begeistern.

Die strategische Lage spielt mit Sicherheit die größere Rolle. Wie es aber der Zufall will, habe ich heute Nacht weitere Teile meiner vor Ort erworbenen Literatur durchgesehen.
Und da wird beschrieben, dass die Anlage der Großgrabhügel im Bereich Gießübel/Talhau
nach Landschaftsbezogenen Gesichtspunkten geschah.
Durchblick zwischen den Hügeln zur "Alten Burg" bei Langenenslingen, ca. 9 km entfernt.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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20.09.2016, 12:19
Beitrag: #6
RE: Die Schönheit der Natur
(20.09.2016 10:58)913Chris schrieb:  Der tolle Ausblick von der Heuneburg aus mag uns heute schön erscheinen, damals dürfte wohl eher der strategische Vorteil eines solch weiten Blickfeldes entscheidend gewesen sein, da stimm ich Bunbury durchaus zu Wink

Ich glaube, du hast mich missverstanden....
Ich dachte dabei eigentlich nicht ans strategische, was bei der Heuneburg wahrscheinlich auch eine große Rolle gespielt hat.
ich dachte eher daran, dass "Schönheit" eigentlich kulturdefiniert ist, bestimmte Orte aber etwas zeitloses an sich haben. Es wird nicht immer als "schön" empfunden werden, aber bei dem einen oder anderen Ort spürt man doch, dass dieser Ort etwas besonderes ist. Unabhängig, warum und wie man ihn bebaut hat...

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