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High-Tech made in DDR
14.12.2015, 21:29
Beitrag: #1
High-Tech made in DDR
In anderem Zusammenhang ist hier die Rede vom 1. deutschen Passagier-Düsenflugzeug die Rede gewesenb.

Es war die Baade 152 "made in GDR"

Köbis schrieb von U-Boot-Entwicklungen (was er hier natürlich konkretisieren mussThumbs_up wir brauchen gute Beiträge! Idea )

Weiter ist mir bekannt, dass in der DDR, ohne jede West-Unterstützung ein Wankelmotor gebaut wurde.
Später hat man sich um die Lizenzen bemüht, der Wankel-Abgesandte Hutzenlaub und der Emissär von NSU haben nicht schlecht gestaunt, als man sie im Wankel-getriebenen Wartburg spazieren fuhr.
In der BRD hat die Presse sich aufgeführt, wie wenn NSU der DDR die Konstruktionspläne für alle Panzer der Bundeswehr verkauft hätte.... Tongue

ich denke mal, da können wir doch viele interessante Sachen "entdecken"
es ist anscheinend so, dass vieles in den neuen Ländern sogar unbekannt ist.
Und gleich zweimal in den "alten"

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15.12.2015, 23:02
Beitrag: #2
RE: High-Tech made in DDR
Kann mir nicht vorstellen, dass es da unübersichtlich wird, wenn man die technischen Genieblitze der DDR aufzählt.
In den 60ern gab es ein letztes Aufbäumen, den Anschluß ans "Weltniwoh" nicht in Gänze zu verlieren, aber die Anstrengungen wurden mit dem Tod Erich Apels begraben.

Nach der Wende übernahm die Bundesbahn die neuentwickelten Elektrolokomotiven der Reichsbahn, aber das war wohl mehr eine politische als eine betriebswirtschaftlich/technische Entscheidung.
https://de.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_243

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16.12.2015, 01:26
Beitrag: #3
RE: High-Tech made in DDR
Wenn es um DDR-High-Tech geht darf man "Optima Büromaschinen Erfurt" nicht vergessen, ein Unternehmen, das vor dem 2. WK schon gab und nach dem 2. WK Bestandteil einer sowjetischen Aktiengesellschaft war. Zuletzt gehörte Optima zum Robotron-Kombinat.

Optima-Schreibmaschinen war bis etwa in den 1980er weltmarktführend. Unsere PC-Tastatur besteht zum Teil aus Erfindungen der Optima-Ingenieure. Das Produkt war gut und wurde auch regelmäßig verbessert, in Australien besaß Optima fast eine Monopolstellung. Das Problem: Es kam die Zeit des PCs, der die Schreibmaschinen unnütz machte.

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16.12.2015, 22:32
Beitrag: #4
RE: High-Tech made in DDR
Bei der Luftwaffe der NVA war man auf die "Mig-Fanganlagen" stolz, die entwickelt und gebaut in der DDR, das beschädigungslose "Einfangen" eines Düsenjets ermöglichte, der zu schnell über die Landebahn donnerte-
Seit den 60er Jahren wurden mehrere Generationen dieser Anlagen entwickelt und gebaut.

hier ein Link zu den Anlaen
http://www.dr-peter-horn.homepage.t-onli...nf_ATU.htm

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16.12.2015, 22:43
Beitrag: #5
RE: High-Tech made in DDR
Sieht aus wie die Fangnetze auf den ersten Flugzeugträgern...

Was mir noch einfällt: Führend in der Welt war die DDR bekanntlich im Sport und damit auch im Bau von High-Tech-Sportgeräten. Bobsport fällt mir da ein, Radsport auch, wird noch mehr gegeben haben.
Aber das waren, wie so oft, im Grunde Prototypen in Handfertigung.

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16.12.2015, 23:27
Beitrag: #6
RE: High-Tech made in DDR
(16.12.2015 22:43)Triton schrieb:  Sieht aus wie die Fangnetze auf den ersten Flugzeugträgern...

Was mir noch einfällt: Führend in der Welt war die DDR bekanntlich im Sport und damit auch im Bau von High-Tech-Sportgeräten. Bobsport fällt mir da ein, Radsport auch, wird noch mehr gegeben haben.
Aber das waren, wie so oft, im Grunde Prototypen in Handfertigung.

Die DDR war nicht nur beim Bau von Sportgeräten führend, sondern auch in der Sportmedizin (inkl. Doping).

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17.12.2015, 13:27
Beitrag: #7
RE: High-Tech made in DDR
Von der SowjetAG "Simson" in suhl wurde 1948/49 ein kpl. neues 4-Takt-Motorrad mit Kardan-Antrieb entwickelt.
Der Typ mit 250ccm-Motor hat gewisse Ähnlickeiten mit damaligen BMW-Motorrädern, so dass "graue bis schwarze" Kanäle nach München, die vermutlich über des ehemalige BMW-Auto-Werk in Eisenach liefen, denkbar sind.
Jedenfalls wurde ohne Vorentwicklungen und ohne Vorgänger ein kpl. erfolgreiches Motorrad gebaut und produziert.
1958 war dann Schluss, .....

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17.12.2015, 19:34
Beitrag: #8
RE: High-Tech made in DDR
Mikro-Chips so groß wie die Tischplatte - wir haben die Grössten gehabt! Nein, im Ernst: Carl-Zeiss-Jena und Pentacon (Kameras) bauten gut. Ähnliches gilt für Motorräder (MZ) und Mopeds (Simson). Die DDR-LKWs (W50) waren in der Dritten Welt beliebt, dieweil der Motorblock direkt unter dem Fahrer saß und ihn so vor Minentreffern schützte. Die legendäre Schrott-Allee 1991 von Kuweit Richtung Irak, von den Amis zerbombt...

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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17.12.2015, 21:08
Beitrag: #9
RE: High-Tech made in DDR
Der Wartburg 353 von 1966 war, nüchtern betrachtet, ein modernes, fortschrittliches Auto auch im Vergleich zu den Produkten westlich der Mauer.
Wartburg 353: Frontantrieb, Einzelradaufhängung, Schraubenfedern
Ford P6: Frontantrieb, Starrachse hinten, Blattfedern
Opel Kadett B. Heckantrieb, anfangs noch Starrachse und Blattfedern hinten, später Schraubenfedern

Nur der 2Takter war natürlich schon 1966 nicht mehr Stand der Technik, nicht umsonst tauschte Saab beim ähnlich konstruierten 96 die eigenen Zweitakter gegen Ford-Motoren aus.

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18.12.2015, 09:24
Beitrag: #10
RE: High-Tech made in DDR
(17.12.2015 21:08)Triton schrieb:  Der Wartburg 353 von 1966 war, nüchtern betrachtet, ein modernes, fortschrittliches Auto auch im Vergleich zu den Produkten westlich der Mauer.
Wartburg 353: Frontantrieb, Einzelradaufhängung, Schraubenfedern
Ford P6: Frontantrieb, Starrachse hinten, Blattfedern
Opel Kadett B. Heckantrieb, anfangs noch Starrachse und Blattfedern hinten, später Schraubenfedern

Nur der 2Takter war natürlich schon 1966 nicht mehr Stand der Technik, nicht umsonst tauschte Saab beim ähnlich konstruierten 96 die eigenen Zweitakter gegen Ford-Motoren aus.

Dem kann man nur zustimmen.

Noch ein deutsch-deutsches Geschichtchen dazu. Arthur Westrup der legendäre Pressechef von NSU hat der Redaktion der "Auto Motor und Sport" ein Erlkönig-Bild des Wartburg zukommen lassen, mit dem Vermerk
"Ich weiß nicht was das ist, wisst ihr es?".
Wo man das Schlitzohr Westrup natürlich zu kennen glaubte.
Nächste "Auto Motor und Sport" mit Halbseitigem Bild des Wartburg.
Das wäre der neue NSU mit Wnkelmotor..... womit der spätere Ro 80 gemeint war.


Zitat:Nur der 2Takter war natürlich schon 1966 nicht mehr Stand der Technik, nicht umsonst tauschte Saab beim ähnlich konstruierten 96 die eigenen Zweitakter gegen Ford-Motoren aus.

Saab hat Lizenzen für den DKW f) erworben, da DKW in Schweden einen riesigen Marktanteil hatte, (wintertauglichkeit!) und 1948 nixcht abzusehen war, bis wann in Deutschland nennenswerte Stückzahlen produziert werden könnten.
Der Beginn des DKW-Automobilbau im Westen ist maßgeblich mit solchen Lizenzzahlungen in harter Währung finanziert worden.

Wobei die deutsch-schwedischen Verquichungen im Fall Saab älter sind, sie begannen zu Zeiten des Flugzeugbauverbots in den beginnenden 20er Jahren, hier aber OT

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18.12.2015, 10:37
Beitrag: #11
RE: High-Tech made in DDR
Ja, damals in den 1950/60ern gab es durchaus noch Spitzentechnologie auch im Osten. Das hat man irgendwie durch staatliche Planvorgaben und konstanten Stillstand ruiniert. 1990 waren Trabi und Co. international nur noch Lachnummern. Das war im eigenen Land durchaus bewusst und lieferte reichlich Stoff für Witze.

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22.12.2015, 12:58
Beitrag: #12
RE: High-Tech made in DDR
Die DDR hatte, Stand 1951, zu wenig Blech.
Der Weste, die BRD lieferte zu wenig, Lieferverträge wurden nicht eingehalten. Feinblech war auf der "Embargo-Liste".

Bereits vor dem Krieg gab es bei der Autounion Überlegungen und Versuche Karosserieblech durch Kunststoffe zu ersetzen.
Dem Autofan hier wird nicht unbekannt sein, dass Karosseriebau bis in die 50er Jahre sehr viel mit Holz zu tun hatte, iich will das hier im Detail nicht auswalzen, die Ganzstahlkarosserie wie wir sie heute kennen, beruht auf US-Amerikanischen Patenten des Edward Budd, der in Deutschland, Berlin-Johannisthal, ein Zweigwerk "Ambibudd" hatte, der Wehrmachtskanister zB war auch ain Ambibudd-Produkt.

OK, ich will nicht langweilen.
Die DDR hatte jedenfalls zu wenig Karosserieblech, und konnte die benötigten Mengen nicht beschaffen.
Daraufhin vergab man Forschungsaufträge zur Herstellung von Kunststoff-Karosserien. Die sich für die Großserie eigneten.
Es gab, natürlich, länger Entwicklungslinien, mit denen ich auch nicht langweilen will, Endprodukt war jedenfalls der Trabant.

Und bis heute, liebe Gemeinde, wurde auf der Welt kein Auto mit Kunststoff-Karosserie in diesen verhältnismäßig riesigen Stückzahlen gebaut!

Gut, letztlich war es ein Irrweg,
aber die einizegen die ihn mit Erfolg beschritten, war die DDR.

Ein kleines bemerkenswert am Rande: Die Autounion West, hatte in den 50ern ebenfalls ein Auto mit Kunststoffkarosserie entwickelt und wollte es in Großserie bauen.
Ein Fakt der Friedrich Flick um fürchterliche Angst um seine Walzwerke versetzte, so dass er die Autounion erwarb unnd den Kunststoff-Wagen einstampfen ließ. Statt dessen wurde dann der DKW Junior gebaut.
Wer weiß ob es Audi gäbe, wenn der Flick nicht Angst bekommen hätte. Idea

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22.12.2015, 21:19
Beitrag: #13
RE: High-Tech made in DDR
(22.12.2015 12:58)Suebe schrieb:  aber die einizegen die ihn mit Erfolg beschritten, war die DDR.
Da musste ich nachschauen, der als Leukoplastbomber bekannt gewordenen kleine Lloyd war in Wirklichkeit ein Holzauto mit Kunstlederbezug.

Später als Trabant verwendeten zahlreiche französische Hersteller teilweise oder auch ganz Kunststoff für die Karosserie. Mir fallen da diverse Matra-Sportcoupés, der Citroen Méhari, der Renault Rodeo und natürlich der Renault Espace ein (von Matra entwickelt). Ich selbst hatte einen Citroen mit Kunststoffhaube und Heckklappe, die aber trotzdem ziemlich schwer waren.

Als Irrweg würde ich den Trabant deshalb nicht sehen, eigentlich sogar ein Glück für die Mangelwirtschaft, denn so musste man nicht auf den schnellrostenden sowjetischen Importstahl der 70er zurückgreifen, der viele schöne Autos in wenigen Jahren in Staub verwandelte.

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23.12.2015, 18:17
Beitrag: #14
RE: High-Tech made in DDR
(22.12.2015 21:19)Triton schrieb:  
(22.12.2015 12:58)Suebe schrieb:  aber die einizegen die ihn mit Erfolg beschritten, war die DDR.
Da musste ich nachschauen, der als Leukoplastbomber bekannt gewordenen kleine Lloyd war in Wirklichkeit ein Holzauto mit Kunstlederbezug.

Später als Trabant verwendeten zahlreiche französische Hersteller teilweise oder auch ganz Kunststoff für die Karosserie. Mir fallen da diverse Matra-Sportcoupés, der Citroen Méhari, der Renault Rodeo und natürlich der Renault Espace ein (von Matra entwickelt). Ich selbst hatte einen Citroen mit Kunststoffhaube und Heckklappe, die aber trotzdem ziemlich schwer waren.

Als Irrweg würde ich den Trabant deshalb nicht sehen, eigentlich sogar ein Glück für die Mangelwirtschaft, denn so musste man nicht auf den schnellrostenden sowjetischen Importstahl der 70er zurückgreifen, der viele schöne Autos in wenigen Jahren in Staub verwandelte.


"Kunststoff"-Teile in den für eine Großserienfertigung erfolderlichen sehr geringen Toleranzen zu produzieren, ist auch heute noch eine Herausforderung. Für Kleinserien problemlos, da sind Nacharbeiten ja gut zu machen. Aber in der Großserie absolut unmöglich.
Es waren DDR-Ingenieure, Techniker und Wissenschaftler die dies erstmals erfolgreich gemschafft haben.

Das herablassende Grinsen, das manche Wessies aufsetzen, wenn die Rede vom Trabbi (sorry) Trabi ist, entbehrt jeder Grundlage! Idea

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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25.12.2015, 11:17
Beitrag: #15
RE: High-Tech made in DDR
Es gab übrigens auch DKW mit Kunststoffkarosse - die allerdings nicht von der Auto Union selber gebaut wurden, sondern der Auftrag ging "nach draußen" - ich rede vom DKW Monza, der aufgrund der Tatsache, dass die Auto Union parallel den "1000SP" entwickelte, nur zwei (drei?) Jahre gebaut wurde. Aber der Monza hatte eine Glasfiberkarossiere, was damals von einer Reihe Firmen in Frankreich und in den USA (die erste Corvette! Und noch vorher der Kaiser-Darrin...) ausprobiert wurde, und zwar erfolgreich. Nur große Serien waren damit natürlich nicht zu stemmen, die Technik war noch nicht ausgereift genug.

Der Wartburg beruhte übrigens wie auch die zeitgleichen Auto-Union-Modelle in der BRD, auf den Entwicklungen der Zwickauer Auto Union von 1939 (DKW/IFA F9). Nur hielten zum Erscheinungsdatum des ersten Wartburg 312 im Jahr 1965 die Ingolstädter Nachfahren noch immer an der Karosserieform fest, die 1939 entwickelt worden war (und damals topmodern war!), so dass die DDR-Nachfahren der alten Auto Union damals das wesentlich modernere Auto bauten - wenn auch die Technik immer noch zweitaktorientiert war, aber das war ja auch in Ingolstadt so...Wink
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25.12.2015, 19:29
Beitrag: #16
RE: High-Tech made in DDR
(25.12.2015 11:17)913Chris schrieb:  wenn auch die Technik immer noch zweitaktorientiert war, aber das war ja auch in Ingolstadt so...Wink
Als der Wartburg 353 erschien rollte die Auto-Union den Zweitakter gerade ins Museum.
Auch wenn Motorenentwicklung was kostet, mit einem brauchbaren Viertakter wäre der Wartburg auch international zu vermarkten gewesen. Aber ich nehme an, wegen der ausgelasteten Kapazitäten dachte niemand dran, das Auto besser zu machen. Das Werk zu vergrößern oder gar noch einen Wagen zu entwickeln überstieg wohl die Phantasie der Planwirtschaftler.

In der Militärtechnik müsste sich auch die ein oder andere Pretiose finden lassen.

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25.12.2015, 22:11
Beitrag: #17
RE: High-Tech made in DDR
Sorry, das war ein Fehler von mir: Ich meinte tatsächlich den 311/312, der von 1955 bis 1965 gebaut wurde, und nicht den 353, der tatsächlich 1965 erschien...und ein Jahr später trug die Auto Union tatsächlich den Zweitakter zu Grabe, steckte in die Karosse des DKW F102 einen unter Mercedes-Ägide entwickelten Viertakter und verkaufte das ganze schlicht als "Audi". Erst später kamen Numern hinzu, die sioch auf die PS-Zahlen bezogen....
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27.12.2015, 22:37
Beitrag: #18
RE: High-Tech made in DDR
(25.12.2015 19:29)Triton schrieb:  
(25.12.2015 11:17)913Chris schrieb:  wenn auch die Technik immer noch zweitaktorientiert war, aber das war ja auch in Ingolstadt so...Wink
Als der Wartburg 353 erschien rollte die Auto-Union den Zweitakter gerade ins Museum.
Auch wenn Motorenentwicklung was kostet, mit einem brauchbaren Viertakter wäre der Wartburg auch international zu vermarkten gewesen. Aber ich nehme an, wegen der ausgelasteten Kapazitäten dachte niemand dran, das Auto besser zu machen. Das Werk zu vergrößern oder gar noch einen Wagen zu entwickeln überstieg wohl die Phantasie der Planwirtschaftler.

In der Militärtechnik müsste sich auch die ein oder andere Pretiose finden lassen.


Der DKW F9 sollte ab 1940 als "Hohe Klasse" in Zwickau mit 3-Zylinder-Zweitakt produziert werden.
Er ging dann schon 1949 in Zwckau in Produktion, mit dem 3-Zylinder!
Mit genau 250 Stück im ersten Jahr! Insgesamt wurden bis zur Übernahme der Produktion nach Eisenach gerade mal 2.000 Stück produziert. Nicht zuletzt den fehlenden Blechen geschuldet.
Bei der Auto Union (West) hat man bis 1953 den F9 als F89 Meisterklasse mit dem 2-Zylindermotor gebaut. Erst dann hatte man den 3-Zylinder Serienreif! als F9 Sonderklasse.

Der DKW-Monza ist en typisches Beispiel der üblichen "Kunststoff-Karosserie-Produkte" es wurden ziemlich genau 110 Sück gebaut, in 3 Jahren! Das ist noch nicht mal Manufaktur-Maßstab.

OK, zurück zur DDR-Technik.
Der IFA-DKW F9 wurde dann in Eisenach gebaut, bei Wartbueg, dem EX-BMW-Autowerk.
Wo in den nächsten 2 Jahren die BMW-Typen ausliefen.
Und hier wirds ganz unverständlich, von den BMWs, Markenzeichen jetzt EMW wurdn nach dem Krieg in Eisenach ca. 25.000 Wagen produziert. Davon gingen mindestens 19.000 in den ExportExclamation
und das haben die sang und klanglos "eingestampft" Schalck und Honnie werden sich in den Hintern gebissen haben. 20 Jahre später. Solche Devisenbringer.

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28.12.2015, 11:14
Beitrag: #19
RE: High-Tech made in DDR
tja...die Planwirtschaft wollte eben keine Mittelklasselimousinen mit Viertakter, sondern Kleinwagen mit Zweitakter...dabei hatten die Eisenacher ja sogar noch den 340 entwickelt...
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28.12.2015, 11:20
Beitrag: #20
RE: High-Tech made in DDR
Die DDR hatte Anfang der 50er sogar mehrere 6-Zylinder-Modelle in Produktion bzw. in Planung. Der BMW (ab 1952 EMW) 340 hatte einen "Sechsender", aber auch der Horch P 240, der ironischerweise nach Einstellung des EMW 340 kam. Mit dem Horch/Sachsenring P 240 hab ich kürzlich einen Vergleichstest mit westdeutschen "Sechsern" gelesen, der schnitt da nicht schlecht ab...."Weltniwo" hatte man damals im Prinzip schon in der DDR, nur verzichtete man dann drauf...war wohl angesichts der wirtschaftlichen Lage der DDR (und der starken westlichen Konkurrenz plus der Konkurrenz / den Vorgaben durch den "Großen Bruder") im Endeffekt auch realistisch...trotzdem schade....Sad
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