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Wer hat das Rad erfunden?
17.08.2012, 10:56
Beitrag: #1
Wer hat das Rad erfunden?
In den Mooren Oberschwabens hat man vor ca. 10 Jahren schon ca, 5.000 Jahre alte Holzscheibenräder gefunden. Mit den zugehörigen befestigten Straßen und Zugtierställen.
Diese Räder hatten ein rechteckiges Achsloch, die Achse muss also mit rotiert sein.
Nachdem dies schon eine Sensation war, aus der gleichen Zeit sind bisher lediglich sumerische Abbildungen von Achsen und Rädern bekannt. Die sumerischen Räder haben ein rundes Achsloch die Achse war also fest am Wagen befestigt.

Inzwischen hat man in Oberschwaben bei Schussenried aber auch Räder mit runden Achslöchern gefunden, ergo beide Konsruktionen waren hier bekannt.

Zitat:Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg legten im September dieses Jahres mehrere hölzerne Scheibenräder frei, die in einem Moor bei Bad Schussenried (Lkr. Biberach, Oberschwaben) nahezu 5000 Jahre unter Grundwasser konserviert blieben. Insgesamt fanden sich drei große Scheibenräder aus Ahornholz (Dm. ca. 56 cm) mit rechteckigem Achsloch, deren Teile mit schwalbenschwanzförmigen Einschubleisten zusammengefügt sind. Zudem kam in der gleichen Kulturschicht ein kleines Modellrad (Dm. ca. 6 cm) mit rundem Achsloch zum Vorschein, ebenfalls aus Ahorn. Somit waren gleichzeitig beide technischen Prinzipien – Räder mit rechteckigem Achsloch auf rotierenden Achsen und Räder mit rundem Achsloch auf feststehenden Achsen – bekannt

Quelle:
http://www.aid-magazin.de/Raeder-aus-der...sword_list[0]=r%C3%A4der

Mit jeder Entdeckung steht man vor neuen Rätseln

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17.08.2012, 11:29
Beitrag: #2
RE: Wer hat das Rad erfunden?
Lieber Schwabe,
soviel ich weiß wurde das Rad von den Sumerern erfunden. Sogar die Indianer hatten Wägelchen mit Rädern für religiöse Bräuche, im täglichem Leben aber nicht.Shy

Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu
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17.08.2012, 11:47
Beitrag: #3
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(17.08.2012 11:29)dieter schrieb:  Lieber Schwabe,
soviel ich weiß wurde das Rad von den Sumerern erfunden. Sogar die Indianer hatten Wägelchen mit Rädern für religiöse Bräuche, im täglichem Leben aber nicht.Shy


Lieber Dieter,

genau davon ging man bisher aus.
Nun hat man aber in Oberschwaben, am Federsee und neu bei Schussenried im Moor Räder aus der selben Zeit ausgegraben, gleich die befestigten Straßen dazu.

Cool Nun müssen die Sumerer die Patenterträge mit den Schwaben teilen Big Grin

Spass beiseite, man hat auch bisher vermutet, dass das Rad an etlichen Orten der Welt erfunden wurde, und hier hat man nun zumindest einen 2. Ort gefunden
Außerdem:
Nachdem die gültige Erklärung für die "nichtverwendung das Rades" in Südamerika bisher die Topografie war, muss man da auch neue "Erklärungsmuster" suchen, denn ein Moorgebiet ist mit Sicherheit die letzte Stelle wo man von dem her Räder vermuten müsste.
Aber die Federseebewohner haben die Straße gleich dazu erfunden.
Braucht man für Amerika neue Theorien.

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17.08.2012, 14:08
Beitrag: #4
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(17.08.2012 11:47)Suebe schrieb:  Spass beiseite, man hat auch bisher vermutet, dass das Rad an etlichen Orten der Welt erfunden wurde, und hier hat man nun zumindest einen 2. Ort gefunden
Oder den 3. oder 4. Vor längerer Zeit, meine ich, etwas von weiter östlichen Funden gelesen zu haben.
Wenn das in Bayern war, waren die Schwaben selbstverständlich vorher dabei.Smile
Es ist etwas schwierig, eine Diskussion wieder aufzunehmen, die vor einigen Jahren an anderer Stelle bereits geführt wurde.

(17.08.2012 11:47)Suebe schrieb:  Nachdem die gültige Erklärung für die "nichtverwendung das Rades" in Südamerika bisher die Topografie war, muss man da auch neue "Erklärungsmuster" suchen, denn ein Moorgebiet ist mit Sicherheit die letzte Stelle wo man von dem her Räder vermuten müsste. Aber die Federseebewohner haben die Straße gleich dazu erfunden.
Feuchte Stelle wurden doch gern mit Blockbohlen überbrückt, darauf kann ich mir solche handgezogenen Wirtschaftskarren gut vorstellen. Mit Straßen sind wohl keine Überlandwege gemeint sondern Wege innerhalb des Hofes zum Acker oder zum Nachbarn.


(17.08.2012 11:47)Suebe schrieb:  Braucht man für Amerika neue Theorien.

Ein echter Konsens wurde seinerzeit ja nicht erzielt, wie war denn die alte Theorie für Amerika?
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17.08.2012, 17:27
Beitrag: #5
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(17.08.2012 14:08)Renegat schrieb:  
(17.08.2012 11:47)Suebe schrieb:  Spass beiseite, man hat auch bisher vermutet, dass das Rad an etlichen Orten der Welt erfunden wurde, und hier hat man nun zumindest einen 2. Ort gefunden
Oder den 3. oder 4. Vor längerer Zeit, meine ich, etwas von weiter östlichen Funden gelesen zu haben.
Wenn das in Bayern war, waren die Schwaben selbstverständlich vorher dabei.Smile
Es ist etwas schwierig, eine Diskussion wieder aufzunehmen, die vor einigen Jahren an anderer Stelle bereits geführt wurde.



(17.08.2012 11:47)Suebe schrieb:  Braucht man für Amerika neue Theorien.

Ein echter Konsens wurde seinerzeit ja nicht erzielt, wie war denn die alte Theorie für Amerika?

Mag sein, dass der Fundort "Federsee" inzwischen irgendwo noch getoppt wurde. Meine Info ist 3 Jahre alt.
Eine Diskussion darüber ist mir nicht erinnerlich, mindestens keine in die ich involviert gewesen wäre.

Zitat:
(17.08.2012 11:47)Suebe schrieb:  Nachdem die gültige Erklärung für die "nichtverwendung das Rades" in Südamerika bisher die Topografie war, muss man da auch neue "Erklärungsmuster" suchen, denn ein Moorgebiet ist mit Sicherheit die letzte Stelle wo man von dem her Räder vermuten müsste. Aber die Federseebewohner haben die Straße gleich dazu erfunden.
Feuchte Stelle wurden doch gern mit Blockbohlen überbrückt, darauf kann ich mir solche handgezogenen Wirtschaftskarren gut vorstellen. Mit Straßen sind wohl keine Überlandwege gemeint sondern Wege innerhalb des Hofes zum Acker oder zum Nachbarn.

Innerhalb der Siedlung zumindest. Die Straßen lassen sich (Holz!) für eine Nutzungszeit von mehr als einem Jahrhundert nachweisen. Aber keine "handgezogenen" Karren sondern mit Zugtieren.
Ob es außerhalb der Feuchtgebiete "Überlandwege" gab, kann man vermuten, aber natürlich nicht nachweisen.

Zitat:Ein echter Konsens wurde seinerzeit ja nicht erzielt, wie war denn die alte Theorie für Amerika?

Darüber kann ich mich an eine Diskussion erinnern.Wink

Die Topografie und fehlende Zugtiere.

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18.08.2012, 08:24
Beitrag: #6
RE: Wer hat das Rad erfunden?
Ochsen und vereinzelt Pferde sind im Federseegebiet seit ca. 3.700 vChr nachgewiesen.
Das Pflügen mit dem Hakenpflug muss den Pollenfunden nach wenig später losgegeangen sein.
Das Rad und die Holzbohlenstraßen ab 3.000 vChr.
(mindestens noch im Jahr 2003 waren das die ältesten in europa nachgewiesenen Räder)
Für die selbe Zeit ist im Federseemoor eine Siedlung gefunden worden, die sich lediglich mit Viehzucht und Textilfabrikation befasste. Aber definitiv Getreide konsumierte.
Es müssen sich also schon in der Jungsteinzeit Strukturen der Arbeitsteilung und des Handels entwickelt haben. Was bisher erst für die Bronzezeit angenommen wurde.

Was man betonen muss:
Am Federsee und in Oberschwaben war natürlich kein Mikrokosmos, die dort entdeckten Strukturen und gemachten Funde kann man getrost weiträumig in der selben Zeit für ebenso vorhanden annehmen.

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18.08.2012, 09:34
Beitrag: #7
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(17.08.2012 11:47)Suebe schrieb:  
(17.08.2012 11:29)dieter schrieb:  Lieber Schwabe,
soviel ich weiß wurde das Rad von den Sumerern erfunden. Sogar die Indianer hatten Wägelchen mit Rädern für religiöse Bräuche, im täglichem Leben aber nicht.Shy
Lieber Dieter,
genau davon ging man bisher aus.
Nun hat man aber in Oberschwaben, am Federsee und neu bei Schussenried im Moor Räder aus der selben Zeit ausgegraben, gleich die befestigten Straßen dazu.
Cool Nun müssen die Sumerer die Patenterträge mit den Schwaben teilen Big Grin
Spass beiseite, man hat auch bisher vermutet, dass das Rad an etlichen Orten der Welt erfunden wurde, und hier hat man nun zumindest einen 2. Ort gefunden
Außerdem:
Nachdem die gültige Erklärung für die "nichtverwendung das Rades" in Südamerika bisher die Topografie war, muss man da auch neue "Erklärungsmuster" suchen, denn ein Moorgebiet ist mit Sicherheit die letzte Stelle wo man von dem her Räder vermuten müsste.
Aber die Federseebewohner haben die Straße gleich dazu erfunden.
Braucht man für Amerika neue Theorien.
Lieber Schwabe,
für Amerika braucht man sicherlich neue Theorien. Ich nehme an , dass die Diskrepanz zwischen Priestern (Kalender der Mayas) und der einfachen bäuerlichen Gesellschaft bei den Indianern so groß war, dass Erfindungen nicht weitergegeben wurden.Shy

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18.08.2012, 10:24
Beitrag: #8
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(18.08.2012 09:34)dieter schrieb:  Lieber Schwabe,
für Amerika braucht man sicherlich neue Theorien. Ich nehme an , dass die Diskrepanz zwischen Priestern (Kalender der Mayas) und der einfachen bäuerlichen Gesellschaft bei den Indianern so groß war, dass Erfindungen nicht weitergegeben wurden.Shy

Ein interessanter Punkt.
Danke.

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18.08.2012, 18:25
Beitrag: #9
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(18.08.2012 10:24)Suebe schrieb:  
(18.08.2012 09:34)dieter schrieb:  Lieber Schwabe,
für Amerika braucht man sicherlich neue Theorien. Ich nehme an , dass die Diskrepanz zwischen Priestern (Kalender der Mayas) und der einfachen bäuerlichen Gesellschaft bei den Indianern so groß war, dass Erfindungen nicht weitergegeben wurden.Shy

Ein interessanter Punkt.
Danke.
Das leuchtet mir nicht ein. Doppelamerika ist ein riesiger Kontinent mit unterschiedlichsten Kulturen. Die Mayas stellen nur einen kleinen Ausschnitt dar.
Außerdem wäre gerade das Rad keine Gelehrten- oder Priestererfindung gewesen, sowas fällt jemandem ein, der Lasten transportiert und Praxiserfahrung hat.
Scheinbar überwogen die Vorteile nicht die Nachteile. Straßen- und Wegebau ist in Gebirgen und Wäldern aufwändiger, die Zugtiere fehlten. Bei einem holprigen Karren auf unebenen Pfaden kostet das Ziehen vielleicht genauso viel Kraft wie geschicktes Tragen.

In anderen Gegenden hat sich eine Tragekultur entwickelt und eingeübt.
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19.08.2012, 09:05
Beitrag: #10
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(18.08.2012 18:25)Renegat schrieb:  Das leuchtet mir nicht ein. Doppelamerika ist ein riesiger Kontinent mit unterschiedlichsten Kulturen. Die Mayas stellen nur einen kleinen Ausschnitt dar.
Stimmt, der Kontinent ist riesig. Da gibt es neben Bergen und Wäldern auch genügend flaches Land, auf dem es Sinn machen würde Wagen mit Rädern einzusetzen.
(18.08.2012 18:25)Renegat schrieb:  Außerdem wäre gerade das Rad keine Gelehrten- oder Priestererfindung gewesen, sowas fällt jemandem ein, der Lasten transportiert und Praxiserfahrung hat.
Das sehe ich genau so.
Hatten die unterschiedlchen Kulturen, über den Kontinent und die Zeit verteilt, eigentlich schon die Töpferscheibe erfunden?

In Eurasien soll diese höchstwahrscheinlich ursprünglich aus Indien stammen und ein Vorläufer des Rades sein. Was durchaus plausibel klingt.
(18.08.2012 18:25)Renegat schrieb:  Scheinbar überwogen die Vorteile nicht die Nachteile. Straßen- und Wegebau ist in Gebirgen und Wäldern aufwändiger, die Zugtiere fehlten. Bei einem holprigen Karren auf unebenen Pfaden kostet das Ziehen vielleicht genauso viel Kraft wie geschicktes Tragen.
Wie schon geschrieben, es gibt über den gesamten Kontinent gesehen, auch genügend flache und waldarme Gebiete.
Im bergigen Land hatten z.B. die Inka eine Infrastruktur mit qualitatv hochwertigen Strassen und Wegen aufgebaut, auf denen beräderte Karren durchaus Karriere hätten machen können.

Das mit den Zugtieren ist natürlich ein wichtiges Argument. Die haben in Amerika tatsächlich gefehlt. Aber selbst ohne, kann eine einzelne Person einen Karren mit Rädern ziehen, auf dem mit Sicherheit mehr Ware transportiert werden könnte, als wenn sie die gleiche Person tragen würde.

Für das Fehlen des Rades bzw. seine praktische Anwendung muss es eine andere Erklärung geben.

Und du warst schön. In deinem Auge schien
sich Nacht und Sonne sieghaft zu versöhnen.
...
So kam dich meine Liebe krönen.
Und meine nächteblasse Sehnsucht stand,
weißbindig wie der Vesta Priesterin,
an deines Seelentempels Säulenrand
und streute lächelnd weiße Blüten hin.

(Rainer Maria Rilke)
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19.08.2012, 09:46
Beitrag: #11
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(18.08.2012 18:25)Renegat schrieb:  
(18.08.2012 10:24)Suebe schrieb:  Ein interessanter Punkt.
Danke.
Das leuchtet mir nicht ein. Doppelamerika ist ein riesiger Kontinent mit unterschiedlichsten Kulturen. Die Mayas stellen nur einen kleinen Ausschnitt dar.
Außerdem wäre gerade das Rad keine Gelehrten- oder Priestererfindung gewesen, sowas fällt jemandem ein, der Lasten transportiert und Praxiserfahrung hat.
Scheinbar überwogen die Vorteile nicht die Nachteile. Straßen- und Wegebau ist in Gebirgen und Wäldern aufwändiger, die Zugtiere fehlten. Bei einem holprigen Karren auf unebenen Pfaden kostet das Ziehen vielleicht genauso viel Kraft wie geschicktes Tragen.
In anderen Gegenden hat sich eine Tragekultur entwickelt und eingeübt.
Natürlich ist Doppelamerika ein riesiger Kontinent, was für die Mmayas galt, galt natürlich nicht für die Indianer Nordamerikas oder für die Bewohner des Amazonas. Um auf die Maya zurückzukommen, die dortigen Bauern hatten ihre Herrscher- und Priesterschaft mit Lebensmitteln zu versorgen, deswegen auch die Aufstände der Bevölkerung, als der Boden ausgepowert war. Deswegen haben die heutigen Mayas, die in Guatemala und Yukatan leben auch nichts von ihren Vorgängern übernehmen können. Wissenschaftliche Erkenntnisse können deshalb nur von der Priesterschaft kommen und der war es herzlich egal, wie sich ihre Bauern abschuften mußten.Rolleyes

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19.08.2012, 09:50
Beitrag: #12
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(19.08.2012 09:05)Wallenstein schrieb:  Für das Fehlen des Rades bzw. seine praktische Anwendung muss es eine andere Erklärung geben.
Welche, lieber Wallenstein?Huh

Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu
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19.08.2012, 10:12
Beitrag: #13
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(19.08.2012 09:50)dieter schrieb:  
(19.08.2012 09:05)Wallenstein schrieb:  Für das Fehlen des Rades bzw. seine praktische Anwendung muss es eine andere Erklärung geben.
Welche, lieber Wallenstein?Huh
Ich dachte, da könntest du mir weiterhelfen.Idea

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19.08.2012, 10:17
Beitrag: #14
RE: Wer hat das Rad erfunden?
Bei Altamerika und dem Rad überfällt mich ein Déjà-vu, deshalb stichpunktartig die Einwände:
Azteken - Nahrungsmittelversorgung über Boote einfacher
Inkas - Gebirge, Wege mit Treppen für Räder ungeeignet
Bleiben nur die Mayas, zu deren Bedingungen Luki vielleicht was sagen kann.
Und die bereits bei Eintreffen der Conquistadoren untergegangenen Kulturen, über die noch weniger bekannt ist. http://de.wikipedia.org/wiki/Rad#Das_Rad...Neuen_Welt

Suebes Frage lautete aber, wer erfand das Rad und da können wir die Mayas als Miterfinder verbuchen, denn erfunden haben sie es ja, nur nicht für den Gütertransport verwendet.

Die gängigste These lautet, dass das Rad an vielen Stellen erfunden wurde, die Anwendung war nur unterschiedlich.
Wenn Wasserwege für den Transport von Massengütern, Nahrungsmitteln vorliegen, ist ein Boot immer die erste Wahl. In tropischen Regenwäldern ist Straßenpflege viel zu aufwändig, da trägt man selbst oder verwendet Lasttiere.
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19.08.2012, 11:04
Beitrag: #15
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(19.08.2012 10:17)Renegat schrieb:  Bei Altamerika und dem Rad überfällt mich ein Déjà-vu, deshalb stichpunktartig die Einwände:
Azteken - Nahrungsmittelversorgung über Boote einfacher
Inkas - Gebirge, Wege mit Treppen für Räder ungeeignet
Bleiben nur die Mayas, zu deren Bedingungen Luki vielleicht was sagen kann.
Luki ist in einem seiner Beiträge auch schon darauf eingegangen.

Aber es spricht doch nichts dagegen Wagen, Karren für die Kurzstrecke einzusetzen.
(19.08.2012 10:17)Renegat schrieb:  Suebes Frage lautete aber, wer erfand das Rad und da können wir die Mayas als Miterfinder verbuchen, denn erfunden haben sie es ja, nur nicht für den Gütertransport verwendet.
Stimmt. Genau wie ich schrieb - keine wirklich praktische Anwendung.
(19.08.2012 10:17)Renegat schrieb:  Wenn Wasserwege für den Transport von Massengütern, Nahrungsmitteln vorliegen, ist ein Boot immer die erste Wahl. In tropischen Regenwäldern ist Straßenpflege viel zu aufwändig, da trägt man selbst oder verwendet Lasttiere.
Das steht außer Frage.
Warum sollte aber auf der schon angesprochenen Kurzstrecke und geeignetem Unterboden, das handgezogene oder geschobene Wägelchen nicht zum Einsatz kommen?
Die Altamerikaner haben ja nicht einmal den Versuch unternommen. Zumindest ist darüber nichts bekannt.
Das ist das eigentlich Verwunderliche.

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19.08.2012, 11:28
Beitrag: #16
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(19.08.2012 11:04)Wallenstein schrieb:  Warum sollte aber auf der schon angesprochenen Kurzstrecke und geeignetem Unterboden, das handgezogene oder geschobene Wägelchen nicht zum Einsatz kommen?
Die Altamerikaner haben ja nicht einmal den Versuch unternommen. Zumindest ist darüber nichts bekannt.
Das ist das eigentlich Verwunderliche.
Mmh, das wäre nicht nur bei den Altamerikanern verwunderlich.
Wie ist es in Subsaharaafrika, in Australien?
In Afrika hätte sich sogar die Idee Rad/Wagen ausbreiten können, irgendein Pharao ist mit Streitwagen gegen numidische Gegner angetreten und Zugtiere hatten sie auch.
Trotzdem wurden im Alltag Lasten wie Erntegut und Feuerholz getragen, allerdings hat Afrika eine weit entwickelte Tragekultur, vielleicht ist die effizienter als ein holpriger Karren auf schlechten Wegen.
Vielleicht wissen wir aber auch nur nichts über die Verwendung von Karren dort, denn gerade das heutige Sahelgebiet hätte sich vor einigen Jahrtausenden angeboten. Savannen mit festem Untergrund und Ackerbau in feuchteren Gebieten, sowas führt zu Spezialisierung und Austausch und dazu sind Transportmittel nützlich.
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19.08.2012, 12:17
Beitrag: #17
RE: Wer hat das Rad erfunden?
Ich habe die Antwort auf diese allgemein wohl bewegende Frage nach dem Erfinder des Rades:
es war Freiherr von Drais.

----------------------

die "Erfindung" des Rades ist eher eine Entdeckung dessen, dass mit einem runden Gegenstand Dinge leichter zu transportieren sind WEIL runde Steine nun einmal schneller den Berg runterrollen als eckige und dass man selber auf einer Geröllhalde schneller ins rutschen kommt.
Und je größer eine Population wird, umso mehr Augen gibt es, mechanische Dinge zu erkennen.
Rollten nicht der Mond und die Sonne als Scheibe über den Himmel ?

Das Prinzip des Rades dürfte von vielen Völkern gleichzeitig entdeckt worden sein.
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19.08.2012, 21:07
Beitrag: #18
RE: Wer hat das Rad erfunden?
Mein lieber Suebe,
um Deine Frage nach der Erfindung des Rades abschließend zu beantworten- es waren die Vorfahren des Zaphod. Die waren nämlich von alters her Wagner von Beruf und haben sich ursprünglich im Südwesten rumgetrieben- vermutlich auch am Federsee Big Grin
Aber Spass beiseite: Parallelentwicklungen und -erfindungen kennen wir ja des öfteren aus der Geschichte und technische Probleme wurden vielfach in unterschiedlichen Kulturen mit den gleichen Ansätzen gelöst.
Was Amerika betrifft, so scheint mir der Verweis auf die Topographie eher praxisfremd.
Schwierige topographische Verhältnisse gab es auch in der alten Welt,
Die Problematik ergibt sich eher aus dem Fehlen von geeigneten Zugtieren.
So lange die nicht vorhanden sind macht der Bau von Karren mit Rädern und von karrentauglichen Strassen und Brücken keinen Sinnn.

Als Karrenzieher muß ich das Gewicht der Ladung und des Karrens bewegen, als Träger nur das der Ladung. Ich glaube ,das bleibt sich im Endeffekt gleich.
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19.08.2012, 22:02
Beitrag: #19
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(19.08.2012 21:07)zaphodB. schrieb:  Mein lieber Suebe,
um Deine Frage nach der Erfindung des Rades abschließend zu beantworten- es waren die Vorfahren des Zaphod. Die waren nämlich von alters her Wagner von Beruf und haben sich ursprünglich im Südwesten rumgetrieben- vermutlich auch am Federsee Big Grin
Aber Spass beiseite: Parallelentwicklungen und -erfindungen kennen wir ja des öfteren aus der Geschichte und technische Probleme wurden vielfach in unterschiedlichen Kulturen mit den gleichen Ansätzen gelöst.
Was Amerika betrifft, so scheint mir der Verweis auf die Topographie eher praxisfremd.
Schwierige topographische Verhältnisse gab es auch in der alten Welt,
Die Problematik ergibt sich eher aus dem Fehlen von geeigneten Zugtieren.
So lange die nicht vorhanden sind macht der Bau von Karren mit Rädern und von karrentauglichen Strassen und Brücken keinen Sinnn.


Das sensationelle an dem definitiven Nachweis des Rades am Federsee ist eben, dass damit fast sicher eine "Doppel-Erfindung" des Rades dokumentiert wird. Bei den Sumerern und in Oberschwaben.


Zitat:Als Karrenzieher muß ich das Gewicht der Ladung und des Karrens bewegen, als Träger nur das der Ladung. Ich glaube ,das bleibt sich im Endeffekt gleich.

Au ne zaphod,
da bist du auf dem Holzweg.
Du kannst ein Auto, das eine Tonne wiegt ohne weiteres ein Stück schieben.
An tragen ist nicht zu denken.

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19.08.2012, 22:15
Beitrag: #20
RE: Wer hat das Rad erfunden?
(19.08.2012 21:07)zaphodB. schrieb:  Als Karrenzieher muß ich das Gewicht der Ladung und des Karrens bewegen, als Träger nur das der Ladung. Ich glaube ,das bleibt sich im Endeffekt gleich.

(19.08.2012 22:02)Suebe schrieb:  Au ne zaphod,
da bist du auf dem Holzweg.
Du kannst ein Auto, das eine Tonne wiegt ohne weiteres ein Stück schieben.
An tragen ist nicht zu denken.
War auch mein erster Gedanke, geprägt von diesen unglaublich praktischen Rollkoffern. Einkaufstrolleys, Kinderwagen usw.
Aber dann mußte ich daran denken, wie ich den blöden Rollkoffer die Treppen hochschleppe. Bei unebenem Boden bringt das Ding keinen Vorteil. Auf Treppen ist der Rucksackträger klar im Vorteil.
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