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Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
16.01.2013, 16:07
Beitrag: #1
Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
Zitat: Unbekannte Kalter-Krieg-Episode Als die US-Armee gegen Strauß mobilmachte

[Bild: 86d0f242cc13af9f455236a9b7c736ff_image_d...erless.jpg]

Zitat:Die USA witterten eine "ernstzunehmende Bedrohungslage": Mit Straßensperren, schweren Maschinengewehren und hunderten Militärpolizisten sicherte das US-Militär 1962 ein Atomwaffendepot bei Frankfurt am Main gegen eine feindliche Übernahme - durch den deutschen Verteidigungsminister.

./.

Sanfords Geschichte handelt von der Angst der Amerikaner vor einem Überfall der Bundeswehr. Von der Furcht, dass Strauß Sanfords Waffen mit Gewalt hätte an sich bringen können. Von nichts Geringerem also, als dass sich die USA auf deutschem Boden vorbereiteten auf einen Angriff ihres Nato-Verbündeten. "Verrückt, nicht?", sagt Sanford.

./.

"Die Deutschen könnten versuchen, unsere Waffen zu stehlen"

Sanford erkundigte sich später über andere Kanäle. "Uns wurde gesagt, die Deutschen könnten versuchen, unsere Waffen zu stehlen", sagt er. Wirklich die Deutschen? Nicht geheime Sowjet-Kommandos? Nicht Terroristen? "Nein", sagt Sanford, "es ging ausdrücklich um deutsche Elemente, die im Auftrag des Verteidigungsministers handeln würden."

./.
Es sei Strauß zuzutrauen, die Waffen "einfach zu nehmen"

DER SPIEGEL hat versucht, Sanfords Angaben in Washingtoner Archiven zu prüfen – ohne konkretes Ergebnis. William Burr, Kernwaffenexperte im National Security Archive, hat von der Mobilisierung gegen Strauß zwar anekdotisch gehört, dafür aber nie Belege gefunden.

./.

Hugo Charles Sanford kann sich an der weiteren Aufarbeitung dieser Geschichte nicht mehr beteiligen. Auch den geplanten Fototermin mit ihm kann es nicht geben. Am Morgen des 1. Januar ist der Colonel gestorben. "Ganz plötzlich blieb sein Herz stehen", sagt Andree, seine Witwe.




zum weiterlesen
http://einestages.spiegel.de/external/Sh...turedEntry

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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16.01.2013, 16:28
Beitrag: #2
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
Kommentar des Sueben:
Na sowas, legt sich der Informant einfach hin und stirbt................

immerhin bleibt dem Spiegel auf die Art und Weise eine Neuauflage der sternschen Hitlertagebücher erspart.

Man mochte sich nicht, Strauß und Augstein, gar nicht.
Dass dies aber 51 Jahre später so ein "komisches Geschichtchen" gebären würde....
.

Lächerlich, dass ein Minister eines demokratischen Landes die "Schutzmacht" bestehlen lässt....

der Strauß hat den Posten verloren, weil er den Augstein und Ahlers einsperren ließ, auch damals hat der Rechtsstaat mehr oder weniger funktioniert.

Ach ja,
1957/58 gab es ernsthafte Überlegungen Atomwaffen anzuschaffen, Bundestagsbeschluss usw. was aber 1958 adacta gelegt wurde. Endgültig.
1960 gab es dann noch ein anerbieten der USA sich an einer Flotte mit Atomwaffen bestückten Korvetten zu beteiligen, man hat abgelehnt.

wenn die BRD ums verrecken Atomwaffen hätte haben müssen, man war 1962 durchaus in der Lage selbst welche zu bauen.
Auch der Lothringer Charles hätte die Bonner mit offenen Armen zur Force de Frappe aufgenommen.

Witz der Woche

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16.01.2013, 23:10
Beitrag: #3
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(16.01.2013 16:28)Suebe schrieb:  ...wenn die BRD ums verrecken Atomwaffen hätte haben müssen, man war 1962 durchaus in der Lage selbst welche zu bauen.
Auch der Lothringer Charles hätte die Bonner mit offenen Armen zur Force de Frappe aufgenommen.
Ganz bestimmt nicht. Eine atombewaffnete Bundeswehr hätte er nie geduldet. Auch die Russen waren vernünftig genug, im Kalten Krieg immer den Schlüssel selbst in der Hand zu halten.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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17.01.2013, 10:27
Beitrag: #4
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(16.01.2013 23:10)Arkona schrieb:  
(16.01.2013 16:28)Suebe schrieb:  ...wenn die BRD ums verrecken Atomwaffen hätte haben müssen, man war 1962 durchaus in der Lage selbst welche zu bauen.
Auch der Lothringer Charles hätte die Bonner mit offenen Armen zur Force de Frappe aufgenommen.
Ganz bestimmt nicht. Eine atombewaffnete Bundeswehr hätte er nie geduldet. Auch die Russen waren vernünftig genug, im Kalten Krieg immer den Schlüssel selbst in der Hand zu halten.

Ich habe es gestern Abend nachgelesen.
Schon im November 1958 hat De Gaulle Adenauer den expliziten Verzicht auf eine atomare bewaffnung der Bundeswehr als Voraussetzung der Aussöhnung genannt.
1962 waren dann die MLF Thema, multilaterale atomar bewaffnete Streitkräfte. Natürlich unter US-Kommando und Kontrolle. Wovon Frankreich, Force de frappe, nichts wissen wollte, die BRD jedoch wollte mitmachen.

Lachhaft was der Spiegel da ausgräbt.
Es ist überaus bemerkenswert wie 50 Jahre nach der Spiegelaffäre bei Nennung des Namen F.J. Strauss der Spiegel-Redakteuren der Verstand abhanden kommt.

eine überaus seriöse Zeitschrift dann so ein Saich...............

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17.01.2013, 12:47
Beitrag: #5
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(17.01.2013 10:27)Suebe schrieb:  Lachhaft was der Spiegel da ausgräbt.
Es ist überaus bemerkenswert wie 50 Jahre nach der Spiegelaffäre bei Nennung des Namen F.J. Strauss der Spiegel-Redakteuren der Verstand abhanden kommt.
Warum das nach über 50 Jahren immer noch so ist, wissen wir doch. Jammerschade, dass F.J.S. nicht die deutsche Einheit noch erlebt hat, was hätte er wohl aus München gesagt? Bayern separiert und sich krönen lassen?

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12.02.2013, 10:24
Beitrag: #6
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(17.01.2013 12:47)Arkona schrieb:  Bayern separiert und sich krönen lassen?
Nö. Die BRD übernommen und mit Stoiber als Kanzler unter ihm als bayerischer MP als Großbayern regiert... Smile

VG
Christian
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12.02.2013, 11:30
Beitrag: #7
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(12.02.2013 10:24)913Chris schrieb:  
(17.01.2013 12:47)Arkona schrieb:  Bayern separiert und sich krönen lassen?
Nö. Die BRD übernommen und mit Stoiber als Kanzler unter ihm als bayerischer MP als Großbayern regiert... Smile

VG
Christian


FJS war <> 1970 das Feindbild pur der politisch interessierten Jugend.
Seine Reden am Aschermittwoch, da ist einem regelmäßig der Zapfen raus.

Aber ich glaube der war ein verflucht schlauer Hund, man wird dem so nicht gerecht,
seine Rede vor dem Bundestag nach der Ratifizierung der Ostverträge, "Pacta sunt Servanta"
die Älteren werden sich erinnern, nach einer Niederlage,

er hat dagegen angekämpft mit Klauen und Zähnen, kaum mehr vorstellbar heute,

die Rede....
so spricht ein Staatsmann.

Als die DDR mal wieder in großer Not war, wer hat den Kredit vermittelt?
FJS.

Er war nie mein Freund, er vertrat eine konträre politische Linie, er wird auch posthum nicht mein Freund werden

aber ihn zum niederbairischen Aschermittwochsredner reduzieren trifft es auch nicht.

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12.02.2013, 12:10
Beitrag: #8
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
Als FJS Kanzlerkandidat 1980 war, wurden m.W. sogar bayrische Gymnasiasten von der Schule gefeuert, weil sie eine Plakette "Stoppt Strauß" trugen. Zustände wie in der DDR.

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12.02.2013, 14:08
Beitrag: #9
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(12.02.2013 12:10)Arkona schrieb:  Als FJS Kanzlerkandidat 1980 war, wurden m.W. sogar bayrische Gymnasiasten von der Schule gefeuert, weil sie eine Plakette "Stoppt Strauß" trugen. Zustände wie in der DDR.

Kam auf den Direktor an, aber davon hab ich auch gehört.
Die CSU war damals weitaus mächtiger als heute...auch dank Strauß.

VG
Christian
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12.02.2013, 15:36
Beitrag: #10
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
Das ist richtig,

aus Wiki:
Zitat: Schule

Christine Schanderl besuchte das Albertus-Magnus-Gymnasium Regensburg. Im Bundestagswahlkampf 1980 protestierte sie am Albertus-Magnus-Gymnasium mit einem „Stoppt Strauß“-Anstecker auch im Unterricht gegen den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Franz Josef Strauß, den Kanzlerkandidaten der CDU/CSU-Opposition. Die Schulleitung forderte sie auf, den Button abzulegen, doch Christine Schanderl weigerte sich. Innerhalb weniger Wochen flog sie von der Schule.

Christine Schanderl klagte dagegen. Am 21. Mai 1981 entschied der Bayerische Verfassungsgerichtshof [1], Schanderl habe das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung auch in der Schule ausüben dürfen, weil das Grundrecht der Meinungsfreiheit nicht durch eine Allgemeine Schulordnung, sondern nur durch ein Gesetz eingeschränkt werden dürfe. Das besondere Gewaltverhältnis in den Schulen könne Grundrechte nicht einschränken. Die Meinungsfreiheit zähle mehr als der Schulfrieden. Der Bayerische Landtag mußte infolgedessen nicht nur die Schulordnung, sondern auch das Bayerische Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) vom 10. September 1982 neu beschließen.

aber Christine Schanderl klagte dagegen und hat gewonnen.
In der DDR jedoch wäre sie im Tagebau gelandet.
Oder, wäre doch so gewesen?

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15.02.2013, 13:14
Beitrag: #11
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(12.02.2013 15:36)Suebe schrieb:  aber Christine Schanderl klagte dagegen und hat gewonnen.

Sie schon. Nur - die anderen Gymnasiasten, die den Button auch trugen, die wurden weiterhin von den Lehrern getriezt...

VG
Christian
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15.02.2013, 13:44
Beitrag: #12
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(15.02.2013 13:14)913Chris schrieb:  
(12.02.2013 15:36)Suebe schrieb:  aber Christine Schanderl klagte dagegen und hat gewonnen.

Sie schon. Nur - die anderen Gymnasiasten, die den Button auch trugen, die wurden weiterhin von den Lehrern getriezt...

VG
Christian

Na ja,
nachdem sie sozialliberale Koalition damals auch in Bayern kein soooo schlechtes Ergebnis eingefahren hat, können das nur so ca. 55% der Schulmeister gewesen sein. Es sei denn, man hätte damals die Pädagogen nach Parteibuch eingestellt. Wink

Das war übrigens ein Wahlkampf mit allem drum und dran. Wie Anno 1932 als der Mielke seinen Doppel-Mord beging.
Auch der Oktoberfestanschlag soll mit dazu gehört haben.
Zitat:Das Attentat in der politischen Diskussion
Der Bombenanschlag fiel in die letzten Tage des Bundestagswahlkampfs. Bereits am 27. September 1980, einen Tag nach dem Anschlag, griff CDU/CSU-Kanzlerkandidat Franz Josef Strauß in der Bild am Sonntag die regierende sozialliberale Koalition (Kabinett Schmidt II, SPD/FDP) scharf an. Vor allem Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) habe durch liberale Vorgaben an die Sicherheitsdienste effektive Ermittlungen behindert und so die ungestörte Vorbereitung des Attentats ermöglicht. Die Regierungsseite wiederum warf der Opposition vor, die rechtsextreme Gefahr unterschätzt zu haben, da der bayerische Ministerpräsident Strauß das Verbot der Wehrsportgruppe Hoffmann durch Bundesinnenminister Baum wenige Monate zuvor noch kritisiert hatte. Dem bayrischen Innenminister Gerold Tandler wurde die Verharmlosung rechtsextremer Umtriebe vorgeworfen
aus wiki

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15.02.2013, 15:24
Beitrag: #13
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(15.02.2013 13:44)Suebe schrieb:  Auch der Oktoberfestanschlag soll mit dazu gehört haben.

Mit Verlaub: Das is Quatsch. Der Anschlag wurde vielleicht für den Wahlkampf instrumentalisiert, aber du willst nicht im Ernst andeuten, die CSU habe dan Anschlag verüben lassen, aus Wahlkampfzwecken?!?

VG
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15.02.2013, 15:25
Beitrag: #14
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(15.02.2013 13:44)Suebe schrieb:  nachdem sie sozialliberale Koalition damals auch in Bayern kein soooo schlechtes Ergebnis eingefahren hat, können das nur so ca. 55% der Schulmeister gewesen sein. Es sei denn, man hätte damals die Pädagogen nach Parteibuch eingestellt. Wink

Im Gegenteil, damals waren die meisten Lehrer noch SPD-Wähler. Aber die Herren waren auch Beamte, und da war die Angst groß, den Beamtenstatus zu verlieren, wenn man nicht tat, was der "große Meister" befahl...

VG
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15.02.2013, 16:04
Beitrag: #15
RE: Presseschau Augstein - Strauß und die Atombombe
(15.02.2013 15:24)913Chris schrieb:  
(15.02.2013 13:44)Suebe schrieb:  Auch der Oktoberfestanschlag soll mit dazu gehört haben.

Mit Verlaub: Das is Quatsch. Der Anschlag wurde vielleicht für den Wahlkampf instrumentalisiert, aber du willst nicht im Ernst andeuten, die CSU habe dan Anschlag verüben lassen, aus Wahlkampfzwecken?!?

VG
Christian

So ein hartes Wort für mein Sätzchen. Dodgy
Wobei das natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen ist.
Der Verdacht, dass es sich hier um, natürlich unverlangte und keineswegs mit Wissen der Betroffenen, beabsichtigte Wahlhilfe für FJS handelte, wird immer mal wieder geäußert.
Bemühen wir nochmakls wiki:
Zitat:Im Jahr 2004 veröffentlichte Forschungsergebnisse des Historikers Daniele Ganser von der ETH Zürich haben der These einer Involvierung der 1990 aufgedeckten Geheimorganisation Gladio Nahrung gegeben.
→ Hauptartikel: Gladio#Anschlag auf das Münchner Oktoberfest_1980

Recherchen in den Stasi-Akten führten um ca. 2010 zu einer alternativen, veröffentlichten Sicht der Dinge: So gibt es von zwei Personen, die zur verbotenen Wehrsportgruppe Hoffmann zuzurechnen sind und zum wahrscheinlichen oder bewiesenen Umfeld Köhlers gehörten, Aussagen, in denen sie eine Beteiligung an den Attentaten behaupten. Die eine Person war ein gewisser Stefan Wagner. Dazu der Autor Tobias Heymann: "Am 2. August 1982 lieferte er sich nach einer Schießerei mit Geiselnahme eine stundenlange Verfolgungsjagd mit der Polizei. Dabei legte er gegenüber Geiseln eine Art Geständnis ab und bezichtigte sich selbst der Teilnahme am Münchner Attentat. Dann erschoss er sich - ähnlich wie bei einem Amoklauf."[6] Der andere Mann war Walter Ulrich Behle, ein V-Mann des Verfassungsschutzes NRW, der zur Zeit der Bombenexplosion an einer Überführung von Geländewagen in den Nahen Osten, allem Anschein nach für die PLO teil nahm. Dieser hatte sich im Oktober 1980 nach Damaskus abgesetzt und äußerte dort in einem glaubhaft bezeugten Gespräch gegenüber Karl-Heinz Hoffmann folgendes: "Ja, deswegen kann ich nicht mehr nach Deutschland zurück, wir waren das selbst." Als Motiv für den Anschlag kommt der recherchierende Autor Tobias Heymann, ebenso wie der Spiegel, zu dem Schluss, die Täter wollten den Anschlag linken Terroristen in die Schuhe schieben (eine sog. "False flag"-Aktion) und so die Politik der SPD bei der anstehenden Bundestagswahl angreifbar machen. Der Nutznießer wäre damit die Union und speziell die CSU gewesen. Entsprechende politische Reaktionen verebbten jedoch schnell, als im Zug der Ermittlungen klar wurde, dass Köhler als Täter gelten konnte und der rechten Szene zugehörig war.

Es ist natürlich "nachgeplappert" gehört aber doch auch zur Zeitgeschichte. Dass der vermutliche Einzeltäter Köhler so etwas beabsichtigte ist ja eventuell schon denkbar.

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