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Kindheit und Jugend im Wandel:
13.12.2012, 21:19
Beitrag: #18
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
(13.12.2012 17:57)Suebe schrieb:  Ich habe keine Ahnung, davon aber sehr viel Big Grin

Nur soviel:
Meine Frau Gemahlin hat 3 Stück, und der Jüngste war kein einfacher, zum Abi getritzt. (ja, sie hatten alle viel bessere Noten als ich)
Aber OK, ich hatte damit weniger zu tun.

Womit ich mehr zu tun habe:
es ist heute einem Hauptschulabsolventen nicht mehr möglich eine Kfz-Mechaniker-Lehre zu schaffen! (ach ja, der heißt heute "Mechatroniker" und muss sich in der Kfz-Elektronik auch auskennen) Und da, my Dear, weiß ich sehr genau von was ich rede. Ich habe 3 (in Worten DREI) vergebliche Versuche hinter mir, keine Problemfälle, die haben von der Hauptschule sogar recht gute Zeugnisse dahergebracht.
Nein, es geht nicht, keine Chance. Die packen schon das 1. Jahr Vollzeitberufsschule nicht, der Kenntnisstand eines heutigen Hauptschulabsolventen ist höchstens noch mit der 7. Klasse Anno 1990 zu vergleichen.
Mir kommt unter Realschulabschluss keiner mehr in die Werkstatt.

Ergo: Realschule = Hauptschule von früher

Lieber Suebe, das überrascht mich nicht. Ich habe vor einigen Wochen einen sehr netten kleinen Artikel über ein bestimmtes Buch verfaßt, das sich mit gewissen Dingen auseindersetzt.
Daß die Kinder, die mit diesem System alleingelassen sind, was bei hauptschülern in der Regel der Fall ist, die grundlegensten Fähigkeiten nicht beherrschen, die am Arbetismarkt benötigt werden, überrascht mich da keineswegs. Wie gesagt, lies ruhig nach, was ich zu dem Buch "Die verkaufte Kindheit" geschrieben habe- vielleicht können wir da über die Fähigkeiten von Hauptschülern sprechen....

(13.12.2012 17:57)Suebe schrieb:  Und deiner Meinung nach Gymnasium = Grundstudium von früher.
Darf ich Zweifel anmelden?

Wenn ich das behauptet hätte, dürftest du sicherlich Zweifel anmelden.
Habe ich aber nicht.
Nun ist es eine Tatsache, daß die Kinder heute Dinge lernen müssen, die wir noch nicht gelernt haben- zum teil deshalb, weil man naturwissenschaftlich zu unserer Zeit noch nicht so weit war. Kontientalverschiebung war sicher nichts, was zu deiner Kindheit in Erdkunde unterrichtet wurde- das wurde ja erst Ende der 60 er Jahre anerkannt- und bis es Eingang in die Schule fand, war ich fast draußen. Heute gehört es natürlich dazu....

Nein, was ich behaupte, ist, daß Kinder aufgrund der verkürzten Schulzeit und den ungeheuren Erwartungen an das, was sie wissen sollen, zu oft mit Dingen konfrontiert werden, die sie aufgrund ihrer Hirnentwicklung noch nicht erfassen und verarbeiten können. Das führt dazu, daß sie bei einer Prüfung oder Klassenarbeit ein Wissen parat haben müssen, das sie auf den Punkt gelernt haben, aber eben nicht verstanden haben. Das erzeugt ein Gefühl von Überforderung, aber nicht das ungeheuer befriedigende Gefühl, etwas verstanden zu haben.
Leider stehen die Dinge dann, wenn die Kinder sie viel leichter begreifen würden, dann nicht mehr auf dem Plan, weil sie sie ja schon mal gelernt haben.

Und deswegen rechne ich eher damit, daß Abiturienten in Zukunft noch weniger wissen als vorher, und daß ihre sozialen Kompetenzen dann noch geringer sein werden.

Das sage ich.

Nicht, dß sie ein Grundstudium absolviert haben...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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