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Deutsch eine Einwanderungssprache Presseschau
05.06.2016, 04:37
Beitrag: #41
RE: Deutsch eine Einwanderungssprache Presseschau
(25.06.2015 16:29)Arkona schrieb:  
(24.06.2015 23:38)Paul schrieb:  Sprachdenkmäler aus Ostpreußen zeigen eigentlich, das die Pruzzen eine Baltisch-germanische Mischsprache sprachen. Später kamen noch die Beiträge deutscher, dann Masowischer und litauischer Einwanderer dazu.


Diese Sprachdenkmäler stammen aus der Zeit kurz vorm Aussterben (18. Jahrhundert), als das Pruzzische kurz vorm Aussterben stand. Also kein Wunder, dass zu dieser Zeit schon viele deutsche Charakteristika eingedrungen waren. Das war ein paar Jahrhunderte vorher aber nicht so. Von einer germanisch-baltischen Mischsprache zu reden, ist daher irreführend.

Was zu beweisen wäre, entgegen den Sprachdenkmälern und nachweisbaren Substratworten. Wenn man einzelnen slawischen Worten nachgeht, entpuppen sich viele als germanisches Substrat.

viele Grüße

Paul

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06.06.2016, 05:11
Beitrag: #42
RE: Deutsch eine Einwanderungssprache Presseschau
(21.06.2015 15:56)Harald schrieb:  Vor langer langer Zeit suchte ich in Erfurt mal in einer menschenleeren Gegend den Weg zu einem Theater und eine alte Frau sagte mir: "Da müssen Sie die Motschedungstroße gehen......". Als ich weiterging kam ich zur Mao tse tung-Straße und wußte Bescheid.

Unglaublich, dass nach dem Straßen in D benannt sind.

MfG, Titus Feuerfuchs
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01.07.2016, 06:19
Beitrag: #43
RE: Deutsch eine Einwanderungssprache Presseschau
(25.06.2015 16:29)Arkona schrieb:  
(24.06.2015 23:38)Paul schrieb:  Sprachdenkmäler aus Ostpreußen zeigen eigentlich, das die Pruzzen eine Baltisch-germanische Mischsprache sprachen. Später kamen noch die Beiträge deutscher, dann Masowischer und litauischer Einwanderer dazu.


Diese Sprachdenkmäler stammen aus der Zeit kurz vorm Aussterben (18. Jahrhundert), als das Pruzzische kurz vorm Aussterben stand. Also kein Wunder, dass zu dieser Zeit schon viele deutsche Charakteristika eingedrungen waren. Das war ein paar Jahrhunderte vorher aber nicht so. Von einer germanisch-baltischen Mischsprache zu reden, ist daher irreführend.

Die Sprachdenkmäler stammen aus der Zeit vor dem Aussterben, also aus der Zeit zwischen 1300 und 1700. Viele Sprachdenlmäler sind sehr gemischt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Altpreußische_Sprache

viele Grüße

Paul

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11.07.2016, 04:33
Beitrag: #44
RE: Deutsch eine Einwanderungssprache Presseschau
Wenn man auf das ursprüngliche Thema zurückkommt. Sprache entsteht immer aus der Mischung aus einheimischen u. zugewanderten Sprachelementem. Wir können leider nicht genau datieren wann Indogermanen den Bug/Weichel überschritten haben. Sie trafen dort auf nichtindogermanische Alteuropäer, so das sich die westlichen von den östlichen Urindoeuropäern trennten. Die westlichen Urindoeuropäer waren die Basis für die Entwicklung zum Germanischen. Aus diesem Raum gab es Auswanderungen, die zur Bildung anderer Sprachen führte, wie die italischen, das Keltische und Illyrische. Die Auswanderer trafen auf andere Bevölkerungen und bildeten mit ihnen neue Sprachen.
Westliche Urindogermanen wanderten in die Gebiete der Ertebölleleute aus. Dieses Gebiet wurde in das entstehende germanische Sprachgebiet integriert. So kam ein neues Substrat ins Ur-Germanische. Dies beschleunigte wohl auch die Trennung vom Keltischen.

viele Grüße

Paul

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11.07.2016, 17:43
Beitrag: #45
RE: Deutsch eine Einwanderungssprache Presseschau
(11.07.2016 04:33)Paul schrieb:  Sie trafen dort auf nichtindogermanische Alteuropäer, so das sich die westlichen von den östlichen Urindoeuropäern trennten. Die westlichen Urindoeuropäer waren die Basis für die Entwicklung zum Germanischen. Aus diesem Raum gab es Auswanderungen, die zur Bildung anderer Sprachen führte, wie die italischen, das Keltische und Illyrische.

Wie kommst du nur immer auf diese Thesen? Wo´s doch viel logischer ist - und nachgewiesener - dass es neben dem nördlicheren Zweig der Indogermanen, der dann auch zur germanischen Sprachfamilie hinführt, mehrere südlichere Zweige gab. Einer davon wanderte den uralten, schon von den ersten Sapiens genutzten Donau-Weg hinauf.
Wo genau das Illyrische im indogermanischen Stammbaum steht und woher es beeinflusst wurde bzw. welche Sprachen es beeinflusst hat, ist ebenso unsicher wie die Entwicklung der italischen Sprachen. Inwiefern bei dieser Sprachengruppe das Etruskische und das Rätische - zwei nichtindogermanische sprachen - eine Rolle gespielt haben, ist noch nicht gesichert, weil beim Etruskischen und beim Rätischen die Überlieferungslage so schlecht ist...
Einen Kontakt zwischen Keltisch, Germanisch und Italisch hat es mal gegeben, aber wo und wie der war, das lässt sich nicht auf deine wohlfeile Wanderungshypothese reduzieren, das dürfte a) etwas früher gewesen sein, nämlich noch vor Aufspaltung der Zweige Germanisch, Keltisch und Italisch (also vor der Aufspaltung der jeweils in die späteren Siedlungsgebiete der Germanen, Kelten und Italiker wandernden Indogermanengruppen, die wohl miteinander unterwegs waren, sich aber irgendwo im ostmitteleuropäischen Raum nach und nach getrennt haben dürften, logischerweise erst in Protogermanen einerseits und Protokelten und Protoitaliker andererseits) und b) dürfte das auch um eniiges komplizierter abgelaufen sein als du voraussetzt, lieber Paul.

Das Germanische ist NICHT die "Muttersprache" der keltischen und italischen Sprachen, die ja dann "Tochtersprachen" wären, das sei noch einmal betont. Alle drei Sprachengruppen sind aus einer gemeinsamen Wurzel hervorgegangen und somit quasi "Schwestersprachen", sofern man das von solche großen Sprachengruppen überhaupt sagen kann...Wink
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11.07.2016, 20:05
Beitrag: #46
RE: Deutsch eine Einwanderungssprache Presseschau
(11.07.2016 17:43)913Chris schrieb:  Inwiefern bei dieser Sprachengruppe das Etruskische und das Rätische - zwei nichtindogermanische sprachen - eine Rolle gespielt haben, ist noch nicht gesichert, weil beim Etruskischen und beim Rätischen die Überlieferungslage so schlecht ist...

Es gab da in 90er Jahren mal eine Theorie, die vorschlug, aus dem etruskischen, rätischen und lemnischen eine sogenannte "Tyrsenische Sprachgruppe" zu machen. Dazu würden neben Etrusker, Räter und den Bewohnern der Ägäischen Inseln (Lemnos) und der kleinasiatischen Küsten auch die Pelasger gehören. Allerdings offenbar nicht die Minoier - von denen ich jetzt angenommen hätte, dass sie mit den Pelasgern verwandt wären.
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29.09.2018, 19:41
Beitrag: #47
RE: Deutsch eine Einwanderungssprache Presseschau
(11.07.2016 17:43)913Chris schrieb:  
(11.07.2016 04:33)Paul schrieb:  Sie trafen dort auf nichtindogermanische Alteuropäer, so das sich die westlichen von den östlichen Urindoeuropäern trennten. Die westlichen Urindoeuropäer waren die Basis für die Entwicklung zum Germanischen. Aus diesem Raum gab es Auswanderungen, die zur Bildung anderer Sprachen führte, wie die italischen, das Keltische und Illyrische.

Wie kommst du nur immer auf diese Thesen? Wo´s doch viel logischer ist - und nachgewiesener - dass es neben dem nördlicheren Zweig der Indogermanen, der dann auch zur germanischen Sprachfamilie hinführt, mehrere südlichere Zweige gab. Einer davon wanderte den uralten, schon von den ersten Sapiens genutzten Donau-Weg hinauf.
Wo genau das Illyrische im indogermanischen Stammbaum steht und woher es beeinflusst wurde bzw. welche Sprachen es beeinflusst hat, ist ebenso unsicher wie die Entwicklung der italischen Sprachen. Inwiefern bei dieser Sprachengruppe das Etruskische und das Rätische - zwei nichtindogermanische sprachen - eine Rolle gespielt haben, ist noch nicht gesichert, weil beim Etruskischen und beim Rätischen die Überlieferungslage so schlecht ist...
Einen Kontakt zwischen Keltisch, Germanisch und Italisch hat es mal gegeben, aber wo und wie der war, das lässt sich nicht auf deine wohlfeile Wanderungshypothese reduzieren, das dürfte a) etwas früher gewesen sein, nämlich noch vor Aufspaltung der Zweige Germanisch, Keltisch und Italisch (also vor der Aufspaltung der jeweils in die späteren Siedlungsgebiete der Germanen, Kelten und Italiker wandernden Indogermanengruppen, die wohl miteinander unterwegs waren, sich aber irgendwo im ostmitteleuropäischen Raum nach und nach getrennt haben dürften, logischerweise erst in Protogermanen einerseits und Protokelten und Protoitaliker andererseits) und b) dürfte das auch um eniiges komplizierter abgelaufen sein als du voraussetzt, lieber Paul.

Das Germanische ist NICHT die "Muttersprache" der keltischen und italischen Sprachen[/b], die ja dann "Tochtersprachen" wären, das sei noch einmal betont. Alle drei Sprachengruppen sind aus einer gemeinsamen Wurzel hervorgegangen und somit quasi "Schwestersprachen", sofern man das von solche großen Sprachengruppen überhaupt sagen kann...Wink

Ich habe ja auch vom westlichen Urindogermanisch als Vorläifersprache für das Germanische, Keltische, Italische und Ilyrische Geschrieben. Das Germanische nahm zusätzlich das Substrat aus dem Südskandinawischen Raum auf. Das Keltische vermutlich ein Rärtisches Substrat und Einflüsse südlicher Indogermanen.

viele Grüße

Paul

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