Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertungen - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Soldatenhandel dt. Fürsten
08.04.2018, 20:04
Beitrag: #21
RE: Soldatenhandel dt. Fürsten
(07.04.2018 16:00)Suebe schrieb:  Dass das Ende des Ordensstaates mit der verlorenen Schlacht bei Tannenberg eingeläutet wurde, ist auch eine Mär des 19. Jahrhunderts, das hat den Orden nicht groß gekratzt.
Der Anfang vom Ende kam im Preußischen Städtekrieg, als, sind wir wieder beim Thema, geworbene Landsknechte wegen Soldrückständen die Marienburg verkauften.

Der Preußische Städtekrieg oder Dreizehnjährige Krieg von 1454 bis 1466 war aber eine Folge des um 1409 ausgebrochenen Konflikts zwischen dem Deutschen Orden und der polnisch-litauischen Union. Die Niederlage bei Tannenberg löste eine Krise beim Deutschen Orden aus. Dies zeigte sich vor allem darin, dass 1413 der Hochmeister Heinrich von Plauen abgesetzt wurde, obwohl er 1410 die Verteidigung der Marienburg erfolgreich leitete. Sein Gegner und Nachfolger Michael Küchmeister nahm ihm wohl die Gebietsabtretungen an Polen-Litauen übel. Die Gründung des Preußischen Bundes im Jahr 1440 und dessen Bündnis mit polnischen König Kasimir IV. verschärften sicher den Konflikt, der wohl dann nur noch militärisch entschieden werden konnte.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
08.04.2018, 21:44
Beitrag: #22
RE: Soldatenhandel dt. Fürsten
Der Orden kam in die Breduille, als zuerst der Kaiser, und dann auch der Papst 1405 die "Heiden-Reisen" verboten.
Dem Orden fehlten da die "abenteuerreisenden" aus dem Reich und dem übrigen Europa, die bis dato auch noch auf eigene Rechnung angereist kamen.
Man musste Landsknechte werben, die Kosten über höhere Steuern versuchen einzutreiben, was zur Gründung des "Preußischen Städtebundes" führte, mit den bekannten Folgen.
Als man dann auch noch den Kaiser Sigismund um eine respektable Summe zu "bescheißen" versuchte. Sogar die Kaiserin Barbara hat sich eingeschaltet.
Ohne Ergebnis.
Sigismund soll sich an den Deutschmeister wenden, schrieb man aus der Marienburg, der Deutschmeister weigerte sich zu zahlen, der Hochmeister soll zahlen....
So macht man sich bis heute als Schuldner die Gläubiger zu Todfeinden.
Sigismund wurde zum Verbündeten Polens gegen den Orden.
und als man dann die Landsknechte nicht mehr bezahlte, haben die s.o. die Marienburg verkauft.
und wir sind wieder beim ThemaIdea

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Kontakt    |     Startseite    |     Nach oben    |     Zum Inhalt    |     SiteMap    |     RSS-Feeds