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Die Großreiche Afrikas:
06.08.2017, 10:06
Beitrag: #41
RE: Die Großreiche Afrikas:
(05.08.2017 16:41)Suebe schrieb:  Der "Khedive" Karl Mays.
Doch, ich denke schon, bis zum Mahdi-Aufstand spielte Ägypten unter deren Herrschaft im östlichen Mittelmeer schon eine Großmachtrolle

Auch ich würde sagen, man konnte sich durchaus in die vorher präsentierte Reihe einreihen. Für das Ende der Großmachtsstellung würde ich allerdings nicht unbedingt den Mahdi-Aufstand verantwortlich machen, sondern den kurz davor liegenden Staatsbankrott. Der den Kolonialmächten bestimmenden Einfluss verschaffte.
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07.08.2017, 12:14
Beitrag: #42
RE: Die Großreiche Afrikas:
Ich würde Ägypten unter Mehmed Ali auch eine Großmachtrolle zugestehen. Die osmanische Herrschaft war nur noch nominell. Mehmed Ali unterstützte zwar Mahmud II. gegen die Wahhabiten, aber in Ägypten bestimmte nur er die Politik.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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16.08.2017, 15:04
Beitrag: #43
RE: Die Großreiche Afrikas:
Für alle Leser der Serie: Es sind noch weitere Beiträge über Afrikanische Großreiche geplant - leider brauche ich aber noch etwas.
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16.08.2017, 23:10
Beitrag: #44
RE: Die Großreiche Afrikas:
Lass Dir Zeit, Qualität ist wichtiger.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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17.08.2017, 20:53
Beitrag: #45
Das Großreich - Kanem-Bornu:
(05.08.2017 11:45)WDPG schrieb:  Bevor ich in der Serie wieder Großreiche südlich des Mittelmeerraums behandeln werde, ......

Fortsetzung folgt........


Wann das Großreich von Kanem gegründet wurde, ist nicht ganz klar, vermutet wird das, die Herrscherdynastie einst zugewandert ist - eventuell vom Nahen Osten gekommen ist. Schon um 600 existiere das Reich von Kanem. In dieser Zeit gelang es das Gebiet einzunehmen das ursprünglich den Garamanten gehört hatte, schon zuvor hatte Kanem seinen Ursprung am Tschadsee.

Einige Jahre nach der Mitte des 11. Jahrhunderts wechselte die Herrscherdynastie von den Duguwa zu den Sefuwa. Die neue Dynastie herrschte auch über Bornu. Das neue Doppelreich Kanem-Bornu verfügte über gewaltigen Einfluss auf den Transsaharahandel, es beherrschte, kann man sagen, große Teile der Handelsstraßen die sich zwischen dem heutigen Sudan und dem bereits beschriebenen Gebiet in dem Großreiche wie jenes von Mali befanden.

Im Jahr 1381 gelang es den Bulala im Zuge eines Bürgerkriegs die Sefuwa nach Bornu abzudrängen. Nun herrschte die Bulala bis 1577 über Kanem. Bornu existierte schon lange (die Anfänge dürften auch hier im Dunkeln liegen), immer wieder war es verbunden mit Kanem. Nun gelang es den Sefuwa von Bornu aus, Kanem zurück zu erobern. Doch sie beschlossen es nicht direkt zu verwalten, sondern zum Vasallen zu machen, Bornu war nun das stärkere Reich.

Dieser Zustand hielt bis Anfang des 19. Jahrhunderts an, dann machten verschiedene äußere Entwicklungen dem Reich zu schaffen. Es wurde zunehmend bedroht und setzte auf Hilfe von außen, diese kam vom Lybier Al-Kanemi, dessen Nachfolger nun die Herrschaft der Sefuwa beendeten. Gegen Ende des Jahrhunderts fiel das Gebiet von Bornu zuerst einem "Sklavenjägerreich" zu, dann wurde es zur französischen Kolonie, auch das von Bornu immer wieder abhängige Kanem wurde zur Kolonie.

Kanem-Bornu war nicht nur ein extrem langlebiger Staat in der Gegend des Tschadsees, es war auch eine bedeutende Handelsmacht, die immer wieder vom Saharahandel profitierte.


Fortsetzung folgt......
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18.08.2017, 14:02
Beitrag: #46
Kalifat von Sokoto:
(17.08.2017 20:53)WDPG schrieb:  .....Dieser Zustand hielt bis Anfang des 19. Jahrhunderts an, dann machten verschiedene äußere Entwicklungen dem Reich zu schaffen. Es wurde zunehmend bedroht und setzte auf Hilfe von außen, diese kam vom Lybier Al-Kanemi, dessen Nachfolger nun die Herrschaft der Sefuwa beendeten. Gegen Ende des Jahrhunderts fiel das Gebiet von Bornu zuerst einem "Sklavenjägerreich" zu, dann wurde es zur französischen Kolonie, auch das von Bornu immer wieder abhängige Kanem wurde zur Kolonie.

Kanem-Bornu war nicht nur ein extrem langlebiger Staat in der Gegend des Tschadsees, es war auch eine bedeutende Handelsmacht, die immer wieder vom Saharahandel profitierte.


Fortsetzung folgt......


Ein Reich das erst im 19. Jahrhundert entstand war das Kalifat von Sokoto. Dieses mit der Hauptstadt Sokoto, wirbelte die politische Landschaft im Umfeld, gewaltig durcheinander.

In einm religiös motivierten jahrelangen Kampf besiegte Usman dan Fodio den Hausafürst der seine Tätigkeit unterbinden wollte. Doch damit nicht genug, er eroberte auch die restlichen Hausastaaten. Doch das Reich expandierte weiter. Diese Expansion wirkte sich auch auf Kanem-Bornus Geschichte aus. Man konnte Sokoto zwar zurückschlagen, aber das hatte (wie bereits in der Serie erwähnt) einen hohen Preis und führte zum Sturz der Herrscherdynastie in Bornu.

Einerseits gab es unter diesem Reich große Kulturleistungen, andererseits zerstörte man auch etliches von der Hausa-Kultur. Allzu lange bestand das Großreich nicht, denn es wurde nach nicht einmal 100 Jahren vom Britisch-Empire besiegt. Auch heute existiert noch ein Kalif von Sokoto. Sokoto gehört aber zu Nigeria.

Fortsetzung folgt........
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21.08.2018, 10:42
Beitrag: #47
RE: Großreiche im Raum von Tunisen/mit Zentrum in Tunesien:
(19.07.2017 12:44)Aguyar schrieb:  Siehst Du einen Zusammenhang zwischen dem Untergang des Aghlabidenreichs und den im 10. Jahrhundert aufkommenden Plünderungszüge der sarazenischen Piraten ?

Ob der Untetgang der Aghlabiden damit was zu tun hat, da bin ich mir nicht sicher. Vermute die Hauptrolle spielte die politische Großwetterlage in Europa, das Königreich Italien hatte keinen starken Machthaber. Der Süden war zwischen mehreren Mächten umkämpft, die Ost- und Westfranken waren keine Seemacht. Byzanz hatte zwar eine starke Flotte, musste aber immer wieder, auch an anderen Fronten kämpfen.

Alles in allem, also sehr gute Bedingugen für Piraterie und diese wurden eben von den Arabern ausgenutzt. Kann die Rolle des Niedergangs der Aghlabiden hier schwer einschätzen, aber Piaterie hätte es ohne diesen wohl auch verstärkt gegeben.
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