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Sezessionskrieg - Gegen Sklaverei und Rassismus?
25.05.2017, 10:36
Beitrag: #1
Sezessionskrieg - Gegen Sklaverei und Rassismus?
Vor mehr als 150 Jahren verfügte US-Präsident Abraham Lincoln (1809–1865) die Abschaffung der Sklaverei – zum 1. Januar 1863.
Doch konnte damit die Spaltung der Gesellschaft, auch im Bezug auf verschiedene Rassen beseitigt werden?
Ich behaupte nein und das, weil der Mensch immer seines gleichen in der Gesellschaft sucht, somit kann es weder Integration zwischen den Rassen geben, noch zwischen ideologischen Ansichten oder gar Religionen und das wird eine Gesellschaft ständig begleiten.

Mit dem Sezessionskrieg im 19. Jahrhundert auf dem Gebiet der USA war es keineswegs sicher, daß der Grund für den Krieg, die Sklaverei und Rassismus, beseitigt werden würden. Im Gegenteil, die Lage der Schwarzen hatte sich als Vogelfreie im Strudel der Industrialisierung nicht verbessert, sondern verschlechtert und dieser Zustand hält bis heuer an.

Und was ist mit der Sklaverei? Abgeschafft? Keineswegs! Selbst heute ist sie allgegenwärtig und wir in der westlichen Welt profitieren noch davon, schaut man nur auf die Textilindustrie.

Also wozu diese Heuchelei, der Demokratischen Welt, wenn sie doch unterschwellig in ihrer Überflussgesellschaft auf kosten derer lebt, die sie vorgeben beschützen zu wollen.

Der Sezessionskrieg wurde vom Norden geführt, mit einer Begründung, die nie und nimmer Bestand hatte. Der Sieger hat seine Ideologie durchgesetzt und stellt sich als der Heilige Sieger dar, aber war das wirklich so?
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25.05.2017, 13:27
Beitrag: #2
RE: Sezessionskrieg - Gegen Sklaverei und Rassimus?
(25.05.2017 10:36)Südfeld schrieb:  sich als der Heilige Sieger dar, aber war das wirklich so?


der "Heilige Sieger"
Wow

In God we trust

fröhlichen Vatertag

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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25.05.2017, 19:24
Beitrag: #3
RE: Sezessionskrieg - Gegen Sklaverei und Rassimus?
(25.05.2017 10:36)Südfeld schrieb:  Vor mehr als 150 Jahren verfügte US-Präsident Abraham Lincoln (1809–1865) die Abschaffung der Sklaverei – zum 1. Januar 1863.
Doch konnte damit die Spaltung der Gesellschaft, auch im Bezug auf verschiedene Rassen beseitigt werden?
Ich behaupte nein und das, weil der Mensch immer seines gleichen in der Gesellschaft sucht, somit kann es weder Integration zwischen den Rassen geben, noch zwischen ideologischen Ansichten oder gar Religionen und das wird eine Gesellschaft ständig begleiten.

Mit dem Sezessionskrieg im 19. Jahrhundert auf dem Gebiet der USA war es keineswegs sicher, daß der Grund für den Krieg, die Sklaverei und Rassismus, beseitigt werden würden. Im Gegenteil, die Lage der Schwarzen hatte sich als Vogelfreie im Strudel der Industrialisierung nicht verbessert, sondern verschlechtert und dieser Zustand hält bis heuer an.

Und was ist mit der Sklaverei? Abgeschafft? Keineswegs! Selbst heute ist sie allgegenwärtig und wir in der westlichen Welt profitieren noch davon, schaut man nur auf die Textilindustrie.

Also wozu diese Heuchelei, der Demokratischen Welt, wenn sie doch unterschwellig in ihrer Überflussgesellschaft auf kosten derer lebt, die sie vorgeben beschützen zu wollen.

Der Sezessionskrieg wurde vom Norden geführt, mit einer Begründung, die nie und nimmer Bestand hatte. Der Sieger hat seine Ideologie durchgesetzt und stellt sich als der Heilige Sieger dar, aber war das wirklich so?



Staker Tobak, den du hier zum Besten gibst. Umso heftiger, weil er mit ein paar richtigen Ansätzen durchsetzt ist.

Ein paar Punkt picke ich mal raus:

Zitat:, die Lage der Schwarzen hatte sich als Vogelfreie im Strudel der Industrialisierung nicht verbessert, sondern verschlechtert und dieser Zustand hält bis heuer an.

Das kann ja wohl nicht dein Ernst sein. Willst du ernsthaft behaupten, den Schwarzen in den USA gehe heute nicht besser als im 19. Jh?? Wo ist der Barack Obama des 19. Jh?


Zitat:Selbst heute ist sie allgegenwärtig und wir in der westlichen Welt profitieren noch davon, schaut man nur auf die Textilindustrie.

Allgegenwertig ist sie nicht mehr. Denn sie findet nur mehr in Teilen der Welt statt. Und auch dort meist in anderer -milderer- Form als auf den Baumwollplantagen des 19. Jh.
Was kann der Westen dafür, wenn's in anderen Staaten schlecht läuft? Der Westen ist nicht für die Probleme der ganzen Welt zuständig. Wenn es den Südostasiatischen Staaten nicht passt, müssen sie selbt was ändern. Das ist nicht unser Bier.

Zitat: Also wozu diese Heuchelei, der Demokratischen Welt, wenn sie doch unterschwellig in ihrer Überflussgesellschaft auf kosten derer lebt, die sie vorgeben beschützen zu wollen.

Diese stetig wiedergekäute Phrase hat schon einen furchtbar langen Bart. Europa war diesen Staaten wirtschaftlich schon lang voraus, bevor man überhaupt was von Globalisierung gehört hatte.

Einige außereuropäische Länder wie Südkorea oder Japan sind reich geworden, obwohl sie bis Mitte des 20. Jh Armenhäuser waren. Durch Fleiß und Disziplin. In vielen anderen Staaten herrscht eine andere Mentalität. Die haben es nicht geschafft. Und das liegt nicht nur daran daran, dass sie vom bösen Westen ausgebeutet werden.
Den Kongolesen oder Nigerianern z.B. steht es frei, sich neu zu organisieren und die gigantischen Rohstoffe in ihrem Land für alle Staatsbürger gewinnbringend auszubeuten. Machen sie aber nicht. Sie beschäftigen sich lieber mit Religion, Kriegen und Stammesfehden. Es ist kein Zufall, dass alle Länder mit schwarzafrikanischer Mehrheitsbevölkerung Armenhäuser sind.
Wir - der Westen- sind nicht für das Wohl und Wehe der ganzen Welt zuständig. Die betroffenen Länder müssen Eigenverantwortung zeigen und sich selbst helfen.

Zitat:Ich behaupte nein und das, weil der Mensch immer seines gleichen in der Gesellschaft sucht, somit kann es weder Integration zwischen den Rassen geben, noch zwischen ideologischen Ansichten oder gar Religionen und das wird eine Gesellschaft ständig begleiten.

Das stimmt tendenziell aber keineswegs absolut.
"Rassen", also Hautfarben, spielen in aufgeklärten Gesellschaften glücklicherweise eine immer unwichtigere Rolle. Oder sind die Obamas deiner Meinung anch schlecht integrierte Amerikaner?Big GrinBig GrinBig Grin
Das Problem ist oft das aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen, die nicht zueinander passen.
Aber es gibt - auch wenn sie nicht die Regel sind- durchaus Beispiele für die gelungene Integration verschiedener Kulturen. Kommt auf die Kulturen an und wie sich die Mehrheitsgesellschft verhält.

MfG, Titus Feuerfuchs
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26.05.2017, 05:40
Beitrag: #4
RE: Sezessionskrieg - Gegen Sklaverei und Rassismus?
(25.05.2017 10:36)Südfeld schrieb:  Vor mehr als 150 Jahren verfügte US-Präsident Abraham Lincoln (1809–1865) die Abschaffung der Sklaverei – zum 1. Januar 1863.
Doch konnte damit die Spaltung der Gesellschaft, auch im Bezug auf verschiedene Rassen beseitigt werden?
Ich behaupte nein und das, weil der Mensch immer seines gleichen in der Gesellschaft sucht, somit kann es weder Integration zwischen den Rassen geben, noch zwischen ideologischen Ansichten oder gar Religionen und das wird eine Gesellschaft ständig begleiten.

Es ist schon richtig, dass sich nach 1865 die Lage für den Großteil der ehemaligen Sklaven in den Südstaaten nicht wirklich verbessert hat. Die Gründung des Ku-Klux-Klan im Jahr 1870 und seine Neugründung um 1915 belegen dies. Es ist aber zum Beispiel weniger bekannt, dass zwischen 1865 und 1900 ca. ein Drittel der Cowboys Schwarze waren. Viele Schwarze fanden Arbeit beim Gleisbau oder auf den Schlachthöfen in Chikago. Somit hat es für Schwarze Möglichkeiten gegeben den Süden zu verlassen, was ihnen vor 1863/65 nicht möglich war. Natürlich waren die Arbeiten hart und schlecht bezahlt, aber anderen Arbeitern erging es in dieser Zeit auch nicht besser.

Besonders nach dem 2. Weltkrieg konnte die schwarze(n) Bürgerrechtsbewegung(en) einige Verbesserungen zugunsten der Afro-Amerikaner erreichen. Es ist deshalb nicht richtig, zu behaupten, dass die Situation der Afro-Amerikaner noch genauso wie zur Zeit der Sklaverei oder in den Jahren nach 1865 wäre. Natürlich darf man trotz der eingetretenen Verbesserungen nicht außer Acht lassen, dass viele Afro-Amerikaner noch unter prekären Bedingungen leben. Ihnen stehen aber viele erfolgreiche Afro-Amerikaner aus Sport, Musik, Film, Armee, Polizei u.a. Sparten gegenüber. Über die Karrieren Colin Powell, Condoleeza Rice oder Michelle Obama brauchen wir nicht zu diskutieren. Barack Obama möchte ich nicht aufführen, da er kein Nachkomme ehemaliger Sklaven ist und bei seiner weißen Mutter in Indonesien bzw. bei seinen weißen Großeltern in Hawaii aufwuchs.

(25.05.2017 10:36)Südfeld schrieb:  Mit dem Sezessionskrieg im 19. Jahrhundert auf dem Gebiet der USA war es keineswegs sicher, daß der Grund für den Krieg, die Sklaverei und Rassismus, beseitigt werden würden. Im Gegenteil, die Lage der Schwarzen hatte sich als Vogelfreie im Strudel der Industrialisierung nicht verbessert, sondern verschlechtert und dieser Zustand hält bis heuer an.

Der Sezessionskrieg wurde von den Südstaaten begonnen, die sich nach der Wahl Abraham Lincolns zum US-Präsidenten von der Union abspalteten. Der Krieg begann mit dem Beschuss von Fort Sumter am 12. April 1861 durch konföderierte Truppen unter General Beauregard. Als Hauptkriegsgrund gelten die unterschiedlichen Wirtschaftssysteme und die Sklavenfrage. Dieser Konflikt schwelte bereits seit den 1830-er Jahren und verstärkte sich nach 1848, vor allem weil die ehemaligen mexikanischen Gebiete das Wirtschaftssystem des Nordens übernahmen.

Ein Geburtsfehler der USA war, dass ein Teil der Gründerväter wie Washington oder Jefferson selbst Sklavenhalter waren. Sklaven waren Eigentum und der Schutz des Eigentums wurde von der Verfassung garantiert. Es gab nicht nur schwarze, sondern auch zahlenmäßig wesentlich weniger weiße Sklaven. Die weißen Sklaven waren oft Schuldsklaven und nur befristet versklavt. Ein geflüchteter weißer Sklave konnte natürlich besser untertauchen, als ein schwarzer Sklave.

Washington und Jefferson ließen zwar ihre Sklaven frei - sie konnten ja mit ihrem Eigentum machen, was sie wollten und sie hofften deswegen, dass andere Sklavenhalter ihnen freiwillig folgten. Das war natürlich ziemlich naiv. Ein freigelassener schwarzer Sklave lebte stets in der Gefahr wieder versklavt zu werden. Seit den 1830er Jahren wurden sogar frei geborene Schwarze aus den Nordstaaten in den Süden verschleppt, wo sie als Sklaven verkauft wurden. Ein vielleicht gut gemeintes, aber für viele Betroffene katastrophales Projekt war die Ansiedlung von Schwarzen in Liberia.

Tragisch für die Sklaven war aber vor allem die Erfindung der Egreniermaschine (Cotton Gin) zum Ende des 18. Jahrhundert. Mit Hilfe dieser Maschine konnten die Baumwollfasern 10mal schneller von den Samenkapseln getrennt werden. Das heißt, der Anbau von Baumwolle wurde richtig lukrativ. Ebenso konnte ein Sklavenhalter um 1800 davon ausgehen, dass ein Sklave nach etwa 7 bis 12 Jahren seinen Einkaufspreis erwirtschaftet hat. Wenn man davon ausgeht, dass ein männlicher Sklave 60 Jahre alt wurde, bedeutet dies, dass beim Kauf eines 20-jährigen Mannes kalkuliert werden konnte, dass dieser etwa ab seinem 30. Geburtstag (also etwa 30 Jahre) nur noch für Kost und Logis arbeitet. Diese enormen Profitaussichten führten nach 1800/1810 zu einem Aufblühen der Sklaverei. Spätestens um 1830 hatte sich eine immens neureiche Baumwoll-Aristokratie im Süden etabliert, die nach politischen Einfluss drängte.

(25.05.2017 10:36)Südfeld schrieb:  Und was ist mit der Sklaverei? Abgeschafft? Keineswegs! Selbst heute ist sie allgegenwärtig und wir in der westlichen Welt profitieren noch davon, schaut man nur auf die Textilindustrie.

Also wozu diese Heuchelei, der Demokratischen Welt, wenn sie doch unterschwellig in ihrer Überflussgesellschaft auf kosten derer lebt, die sie vorgeben beschützen zu wollen.

Du vergisst, dass es z.B. in Europa auch genügend Verlierer der Globalisierung gibt. Man denke nur an den Niedergang der englischen oder deutschen Textilindustrie. Aber das hat nichts mit deinem Thema Sezessionskrieg zu tun.

(25.05.2017 10:36)Südfeld schrieb:  Der Sezessionskrieg wurde vom Norden geführt, mit einer Begründung, die nie und nimmer Bestand hatte. Der Sieger hat seine Ideologie durchgesetzt und stellt sich als der Heilige Sieger dar, aber war das wirklich so?

Was regst Du Dich auf? Die Abschaffung der Sklaverei zum 1. Januar 1863 war der richtige erste Schritt. Der Sezessionskrieg wurde vom Süden, nicht vom Norden begonnen. Die Niederlage der Konföderierten war unausweichlich und gerecht. Das heißt aber nicht, dass ich z.B. die 1864/65 unter General Sherman erfolgten Zerstörungen in den Staaten Georgia, North Carolina und South Carolina als notwendig erachte.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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