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Krim-Krieg
19.03.2017, 13:09
Beitrag: #1
Krim-Krieg
Ich besitze ein "schmales" Büchlin über den Krimkrieg aus den 1950ern, in das ich diese Nacht mal wieder reingeguckt habe.

Fazit des Buches:
Die Briten kommen in der Logistik und bei den Landtruppen sehr schlecht weg, die Franzosen bei der Logistik vernichtend, Marine und Heer am besten von allen.
"Der Russe hat die See nicht verstanden" Teile der Schwarzmeerflotte wurden ohne jede Notwendigkeit selbst versenkt. In Ostsee und Schwarzem Meer blieb die russische Flotte absolut untätig.

Grund und Anlass für den Krieg wäre nicht die Rettung der Türkei gewesen, sondern das Bestreben der Briten die Russen zu schwächen.

Weiter wird ausgeführt, dass der Krimkrieg im deutschsprachigen Raum "bisher" (1955) in der Wissenschaft so gut wie kene Beachtung gefunden hätte, wobei insbesondere die österreichischen Archive recht ergiebig wären, bisher (1955) aber leider zum Thema so gut wie unbearbeitet seien.

Der Krimkrieg spielt aber für die Entwicklung der Seestreitkräfte des 19. Jahrhundert die entscheidende Rolle.
Deshlab meine Frage, gibt es da neuere Arbeiten?

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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19.03.2017, 22:50
Beitrag: #2
RE: Krim-Krieg
(Wenn ich mich nicht irre, wurde etwa vor zwei bis drei Jahren von Simon Sebag Montefiori "Der Krimkrieg" herausgegeben. Ich kann Dir aber leider keine weiteren Informationen geben, da ich dieses Buch nicht gekauft habe. Vielleicht kann Dir ein Buchhändler weiterhelfen, über amazon oder ebay habe ich nichts gefunden. Der britische Historiker und Romanautor gilt als Kenner der Geschichte des Zarenreichs ab Katharina der Großen bis zum Ende der Romanows, aber auch der Stalinzeit.)

Sorry, ich irrte. Das Buch ist von Orlando Figes, ebenfalls ein britischer Historiker, der sich mit russischer und sowjetischer Geschichte beschäftigt ... Verwechsle die Beiden immer mal. Aber nun habe ich etwas für dich:

Orlando Figes, Krimkrieg. Der letzte Kreuzzug, Berlin Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8270-1028-5

Die englische Originalfassung wurde 2010 in London verlegt.

Dann gibt es noch das Buch von Brian Holden Reid "Der amerikanische Bürgerkrieg und die europäischen Einigungskriege", in dem sich im 1. Kapitel (ca. 30 Seiten von insgesamt 223 Seiten) mit dem Krimkrieg beschäftigt wird. In Deutschland gibt es die ungekürzte Lizenzausgabe der RM Buch und Medien Vertrieb GmbH (das ist im Prinzip Bertelsmann) und der angeschlossenen Buchgemeinschaften, Buch-Nr. 054023, herausgegeben im Jahr 2000

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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22.03.2017, 18:07
Beitrag: #3
RE: Krim-Krieg
(19.03.2017 13:09)Suebe schrieb:  Der Krimkrieg spielt aber für die Entwicklung der Seestreitkräfte des 19. Jahrhundert die entscheidende Rolle.
Deshlab meine Frage, gibt es da neuere Arbeiten?

Stimmt, hier beginnt die Ablösung der WoodenWalls hin zum Panzerschiff. Die Franzosen setzen zum ersten mal mit großen Erfolg gepanzerte schwimmende Batterien ein, die keinen Zweifel mehr daran lassen, daß es das Ende der hölzernen Kriegsschiffe bedeutet.

Aber wieso sollte sich hier neue Literatur ergeben haben, die Erkenntnis und Entwicklung der Kriegsschiffstechnik wird im historischen Kontext zu den 1850er nicht neu eingeordnet oder werden hier neue Entwicklungsabschnitte dokumentiert?
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27.03.2017, 20:13
Beitrag: #4
RE: Krim-Krieg
(19.03.2017 13:09)Suebe schrieb:  Der Krimkrieg spielt aber für die Entwicklung der Seestreitkräfte des 19. Jahrhundert die entscheidende Rolle.
Deshlab meine Frage, gibt es da neuere Arbeiten?

Aktuell bin ich auf der Suche nach Literatur zur Royal Navy bezogen auf die Jahre von 1820 - 1860. Habe in anderen Foren auch schon Literaturtipps bekommen. Dabei konnte ich auch schon mal rein lesen und hier spielt der Krimkrieg auch eine entscheidende Rolle.

Daher mal ein Literaturtipp:
  • British Warships in the Age of Sail 1817-1863: Design, Construction, Careers & Fates (Englisch) Gebundene Ausgabe – 5. Mai 2014 von Rif Winfield (Autor)
  • French Warships in the Age of Sail 1786 - 1861: Design, Construction, Careers and Fates (Englisch) Gebundene Ausgabe – 16. September 2015
  • Russian Warships in the Age of Sail 1696-1860: Design, Construction, Careers and Fates (Englisch) Gebundene Ausgabe – 30. April 2010
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31.03.2017, 20:11
Beitrag: #5
RE: Krim-Krieg
(19.03.2017 13:09)Suebe schrieb:  Der Krimkrieg spielt aber für die Entwicklung der Seestreitkräfte des 19. Jahrhundert die entscheidende Rolle.
Deshlab meine Frage, gibt es da neuere Arbeiten?

War deine Frage nur rhetorisch?
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01.04.2017, 10:56
Beitrag: #6
RE: Krim-Krieg
(31.03.2017 20:11)Köbis17 schrieb:  
(19.03.2017 13:09)Suebe schrieb:  Der Krimkrieg spielt aber für die Entwicklung der Seestreitkräfte des 19. Jahrhundert die entscheidende Rolle.
Deshlab meine Frage, gibt es da neuere Arbeiten?

War deine Frage nur rhetorisch?

Nein, natürlich nicht.
Ich danke dir auch für deine Hinweise.
Nur kommt mir zZt die Arbeit aus den Ohren und ich konnte mich noch nicht richtig kümmern.

Stichpunktartig was ich bsher schon recherchiert habe:
Die Franzosen haben allem nach maritim am schnellsten reagiert. Bei der Panzerung der Artillerieträger und auch bei der Weiterentwicklung, die Briten eine ganze Zeit abgehängt.
Die Russen haben ihre Flotten in den Häfen vor den Westmächten versteckt, kamen nicht raus. Und die Schwarzmeerflotte dann selbstversenkt.
Die einzige nennenswerte Seeschlacht des Krimkrieges haben sie nichtsdestotrotz geschlagen, gewonnen und aus der wurden nicht geringe Erkenntnisse gezogen. Die Seeschlacht bei Sinope, wo die Russen mit ihrer schweren Artillerie in kurzer Zeit das türkische Geschwader zerschlugen.
In der Ostsee war es den Westmächten mit ihren Hochseegeschwadern nicht möglich die Küstenschifffahrt zu unterbinden. Nicht mal zu stören.

Man kam zu den Erkenntnissen, dass 1. das Segelkriegsschiff inzwischen wertlos war, 2. dito Raddampfer, dem Schrauenantrieb dieZukunft gehörte.
3. die Kriegsschiffe mit wesentlich schwerer Artillerie bestückt werden mussten.
4. dass die Küstenartillerie der Schiffsartillerie deutlich überlegen war, Bekämpfung nur von See her keinen Erfolg bringen konnte.

Noch etwas mehr anekdotisches. Sardinien, das nachmalige Königreich Italien war auf Seiten der Westmächte Kregsteilnehmer. Und neulich erzählte mir ein Italiener, dass im Krimkrieg eine Steuer eingeführt wurde, die man heute noch zu bezahlen hätte.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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