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Gedanken zur Deutschen Einheit
20.03.2017, 20:50
Beitrag: #41
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(20.03.2017 20:22)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(20.03.2017 16:24)Lucifer43 schrieb:  Das Herauspicken von einzelnen Slogans bringt nichts, absolut nichts. Wie man sich sicher war, daß der Russe nicht schießt, wie 1953 gabe es nur noch einen Weg: Das war die Einheit Deutschlands ! Die Lügen über das immerwährende Paradies, waren selbst unter den Genossen unglaubwürdig-- außer bei denen die direkt davon partizipierten.
Eines verstand Kohl, daß die Einheit so schnell wie möglich kommen muss, um ein totales Ausbluten zu verhindern.

Du schreibts aber komisches Zeug. Welche Lügen vom Paradies meinst du?
Und ich möchte daran erinnern, wie schnell die "naiven"Ossis über Tisch gezogen wurden, einmal mit dem Slogan der D-Mark und der Machterfüller der CDU mit dem dicken Kohl, der sich hier nur persönlich Profiliert mit der Einheit. Doch schon ein Jahr später ist er nicht mehr willkommen und wird mit Eiern beworfen, denn was nutzt der Bevölkerung die Freiheit und die D-Mark, die auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung austragen wurde und dem Ausverkauf des Ostens durch den Westen erkauft wurde? Ohne Moos nix los und dass merkten die Ossis schneller als den meisten Lieb war.

Ach was Flora,
Ausverkauf des Ostens............
keine Sau hat mehr Ostwaren gekauft. Kein Ungar kein Rumäne und gleich gar kein Russe. -und, man höre und staune, die Bürger der DDR gleich überhaupt gar nicht.
mal sehr drastisch ausgedrückt.
Wo man Anno 1970 noch '"Weltniveau" hatte, war man 1989 halt 20 Jahre dahinter.
Das ganze Land wurde dem Konsum geopfert. Aber von den Kommunisten.
Korruption im "Superniveau" die haben euch doch von morgens bis abends korrumpiert,
Von der Monatsmiete einer 3-Zimmerwohnung konnte nicht mal eine Klobrille ersetzt werden.
Brot wurde als Hühnerfutter eingesetzt, weils billiger war als Getreide....
Gummibärchen wurden zur Schweinemast verwendet aus dem selben Grund....

Am Ende, beim großen Umtausch Mark der DDR in DM, hat sich dann herausgestellt,
1/5 der DDR-Bürger besass 4/5 des Barvermögens hähä....

Jetzt stellt euch doch um Himmels willen nicht, als hättet ihr das alles nicht gewusst.
nee, im Neuen Deutschland stand es allerdings nicht.

kruzifixteufel nochmal

Edit:
und damit eines klar ist,
wenn hier gleich wieder "Glaubensfragen" in de Ring geschmissen werden...
ich kann das alles belegen

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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20.03.2017, 20:59
Beitrag: #42
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(20.03.2017 20:50)Suebe schrieb:  
(20.03.2017 20:22)Flora_Sommerfeld schrieb:  Du schreibts aber komisches Zeug. Welche Lügen vom Paradies meinst du?
Und ich möchte daran erinnern, wie schnell die "naiven"Ossis über Tisch gezogen wurden, einmal mit dem Slogan der D-Mark und der Machterfüller der CDU mit dem dicken Kohl, der sich hier nur persönlich Profiliert mit der Einheit. Doch schon ein Jahr später ist er nicht mehr willkommen und wird mit Eiern beworfen, denn was nutzt der Bevölkerung die Freiheit und die D-Mark, die auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung austragen wurde und dem Ausverkauf des Ostens durch den Westen erkauft wurde? Ohne Moos nix los und dass merkten die Ossis schneller als den meisten Lieb war.

Ach was Flora,
Ausverkauf des Ostens............
keine Sau hat mehr Ostwaren gekauft. Kein Ungar kein Rumäne und gleich gar kein Russe. -und, man höre und staune, die Bürger der DDR gleich überhaupt gar nicht.
mal sehr drastisch ausgedrückt.
Wo man Anno 1970 noch '"Weltniveau" hatte, war man 1989 halt 20 Jahre dahinter.
Das ganze Land wurde dem Konsum geopfert. Aber von den Kommunisten.
Korruption im "Superniveau" die haben euch doch von morgens bis abends korrumpiert,
Von der Monatsmiete einer 3-Zimmerwohnung konnte nicht mal eine Klobrille ersetzt werden.
Brot wurde als Hühnerfutter eingesetzt, weils billiger war als Getreide....
Gummibärchen wurden zur Schweinemast verwendet aus dem selben Grund....

Am Ende, beim großen Umtausch Mark der DDR in DM, hat sich dann herausgestellt,
1/5 der DDR-Bürger besass 4/5 des Barvermögens hähä....

Jetzt stellt euch doch um Himmels willen nicht, als hättet ihr das alles nicht gewusst.
nee, im Neuen Deutschland stand es allerdings nicht.

kruzifixteufel nochmal

Edit:
und damit eines klar ist,
wenn hier gleich wieder "Glaubensfragen" in de Ring geschmissen werden...
ich kann das alles belegen

Klar, die Ossis wussten auch wie D-Mark zu genieren war. Big Grin

Und ja, die DDR Wirtschaft war schon lang am Boden, ohne jeden zweifel.
Aber eben nicht alles. Es hätten auch die ein oder anderen Firmen sich über Wasser halten können und wenn man nicht einfach die D-Mark auf den Osten gestülpt hätte, wäre auch eine andere wirtschaftliche Situation möglich gewesen. Aber das ist von meiner Seite Spekulation und ich kann es nicht belegen. Ich könnte jetzt diverse www. Seiten suchen, die meine These unterstützen, aber ob das wissenschaftlich und fachlich korrekt ist, kann ich nicht verifizieren.

Aber einfach alles über die Treuhand verkloppen, aber der Bevölkerung Freiheit und D-Mark schenken, um sie danach zu Sozialhilfeempfänger zu machen, ist nachweislich der Grund für den tiefen Graben der heute noch besteht oder wieder neu wächst, jetzt mit politische Ideologie vermischt.

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken....
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20.03.2017, 21:13
Beitrag: #43
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(20.03.2017 20:59)Flora_Sommerfeld schrieb:  Und ja, die DDR Wirtschaft war schon lang am Boden, ohne jeden zweifel.
Aber eben nicht alles. Es hätten auch die ein oder anderen Firmen sich über Wasser halten können und wenn man nicht einfach die D-Mark auf den Osten gestülpt hätte, wäre auch eine andere wirtschaftliche Situation möglich gewesen. Aber das ist von meiner Seite Spekulation und ich kann es nicht belegen. Ich könnte jetzt diverse www. Seiten suchen, die meine These unterstützen, aber ob das wissenschaftlich und fachlich korrekt ist, kann ich nicht verifizieren.

Aber einfach alles über die Treuhand verkloppen, aber der Bevölkerung Freiheit und D-Mark schenken, um sie danach zu Sozialhilfeempfänger zu machen, ist nachweislich der Grund für den tiefen Graben der heute noch besteht oder wieder neu wächst, jetzt mit politische Ideologie vermischt.


Einfach alles über die Treuhand verkloppen....

Die Schulden die die DDR angehäuft hat, an direkten und noch viel vel höhere an indirekten in Form von zB Umweltschäden, werden noch unsere Enkel bezahlen!
Aber das können sie gut, immerhin haben sie ein aufgeräumtes wiedervereinigtes Deutschland bekommen!

In Eisenach werden auch 2017 Autos gebaut, wie 1988.
Aber in einem nagelneuen Werk
natürlich nicht in Anlagen die ein Dreivierteljahrhundert veraltet sind.
dito in Zwickau
und und und

Wismut, ein hochrentierliches Unternehmen oder wie oder was????
Scheibenkleister die größte Umweltsauerei der Weltgeschichte

hört doch bloß auf

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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20.03.2017, 21:24
Beitrag: #44
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(20.03.2017 21:13)Suebe schrieb:  hört doch bloß auf

Wie ich schon schrieb, die DDR Wirtschaft lag am Boden, kein Zweifel, vor allem die großen Unternehmen. Meinst du allen ernstes, daß alles in DDR Schrott war? Wenn das so war, wie konnte dann eine Treuhand irgendwas verkaufen und wozu brauchte man dann die Treuhand damals? Eine große Schrottfirma hätte es dann doch auch getan.

https://www.bpb.de/geschichte/deutsche-e...e-treuhand

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/pr...39388.html

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/r...338-2.html

usw.

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken....
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21.03.2017, 12:34
Beitrag: #45
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
--Wie konnte dann die Treuhand überhaupt irgendetwas verkaufen--- Eine große Schrottfirma hätte es auch getan-------

Das war eben der große Irtum. Der DDR- Bevölkerung wurde jahrelang eingeredet---die DDR-Volkswirtschaft wäre die zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt.Sogar die Schlapphüte aus dem Westen glaubten es.
Das Erwachen war umso brutaler. Das da kein fertiges Rezept vorlag ist nicht verwunderlich.

Werte Userin Flora, wenn du DDR-Bürgerin warst, dann weißt du auch, was er genug gab: Das war die Parteiliteratur der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands.
In der wurden die Fortschritte des sozialistischen System erläutert, was ohnehin niemand glaubte, nicht einmal die Genossen, die diese "Literatur" kaufen mussten.
Nun glaub auch weiterhin dran, wir verkraften es.
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21.03.2017, 14:24
Beitrag: #46
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(20.03.2017 20:22)Flora_Sommerfeld schrieb:  ... denn was nutzt der Bevölkerung die Freiheit und die D-Mark, die auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung austragen wurde und dem Ausverkauf des Ostens durch den Westen erkauft wurde? Ohne Moos nix los und dass merkten die Ossis schneller als den meisten Lieb war.

Auf dem "Rücken der arbeitenden Bevölkerung" trieb vor allem die Einparteienherrschaft der SED ihr Unwesen. Sie ließ die Infrastruktur verkommen, die Städte zerfallen, die Luft verpesten und die Betriebe verrotten. Als 1989 die SED-Regierung verjagt wurde, gab es in der EX-DDR nichts mehr zum "Ausverkaufen". Ganz im Gegenteil mussten hunderte Milliarden in die verlotterte Wirtschaft und Infrastruktur gepumpt werden, um die Schäden des sozialistischen Regimes zu beseitigen.
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21.03.2017, 15:53
Beitrag: #47
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
Vielleicht noch mal von vorn.

Das Fünftel, das Vierfünftel des Barvermögens besass, bezieht sich auf Mark der DDR.
MaW die Gleichheit gab es auch in der DDR nicht. Die Vermögen sind allem nach durch

Anno 1990 waren 3 % der DDR-Betriebe nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen rentierlich!
30 % hielt man für Sanierungsfähig und 60-70% waren nach damaligen Schätzungen ein Fall für den Abdecker.
Es kam nicht ganz so dramatisch.
Aber was heißt "sanierungsfähig"? zuallererst Personalabbau!
Die Produkvititätsrate der DDR-Industrie lag bei höchstens 30% der Westdeutschen!
Und - wann gab es 70% Arbeitslose in den neuen Ländern?

Die westdeutsche Industrie arbeitete zdZ mit einer Auslastungsquote von ca. 80%, maW wenn es gewesen wäre, wie hier unterstellt, hätte man mit 100% Arbeitslosen in Sachsen oder Sachsen-Anhalt etcetera pp rechnen müssen, denn die Westindustrie wäre bequem in der Lage gewesen, den Bedarf der neuen Länder mit zu produzieren.

Es macht keinen Sinn, es hätte keinen Sinn gemacht, in gesättigten Märkten Produkte zu produzieren, die es längst gab.
Neues musste entstehen, Marktnischen gefunden werden.
Das geht nicht von gestern auf heute, aber es hat doch geklappt.

Was wollt ihr denn überhaupt?
Es war doch letztlich wie beim vielberufenen Wirtschaftswunder. Findige Ingenieure, gut ausgebildete Facharbeiter haben sich durchgesetzt, setzen sich immer durch, wenn man sie nur lässt.


Edit: auch hier,
sorry für den Ausbruch gestern Abend.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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21.03.2017, 17:48
Beitrag: #48
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 15:53)Suebe schrieb:  Neues musste entstehen, Marktnischen gefunden werden.
Das geht nicht von gestern auf heute, aber es hat doch geklappt.

Das ist der entscheidende Satz. Etwa 70% der DDR-Betriebe waren nicht sanierungsfähig und mussten liquidiert werden. Das führte in einer Übergangsphase zu hoher Arbeitslosigkeit, da neue Wirtschaftszweige und Produkte erst entstehen mussten.

Heute liegt die Arbeitslosenquote im Osten bei rund 10% und damit immer noch etwas höher als im Westen. Doch der Abstand verringert sich ständig.
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21.03.2017, 19:13
Beitrag: #49
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 12:34)Lucifer43 schrieb:  --Wie konnte dann die Treuhand überhaupt irgendetwas verkaufen--- Eine große Schrottfirma hätte es auch getan-------

Das war eben der große Irtum. Der DDR- Bevölkerung wurde jahrelang eingeredet---die DDR-Volkswirtschaft wäre die zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt.Sogar die Schlapphüte aus dem Westen glaubten es.
Das Erwachen war umso brutaler. Das da kein fertiges Rezept vorlag ist nicht verwunderlich.

Werte Userin Flora, wenn du DDR-Bürgerin warst, dann weißt du auch, was er genug gab: Das war die Parteiliteratur der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands.
In der wurden die Fortschritte des sozialistischen System erläutert, was ohnehin niemand glaubte, nicht einmal die Genossen, die diese "Literatur" kaufen mussten.
Nun glaub auch weiterhin dran, wir verkraften es.

Ich versuche nur nicht jede allgemeine Meinung zu akzeptieren, daß müsste doch gerade von den -Mut zur Wahrheit Leuten- hier verstanden werden können, oder?
Nochmal, die DDR Wirtschaft war am Boden, ohne Zweifel und mir geht es auch dabei nicht um das wie, sondern um das Neue, was nach dem Sturz kam. Deine Parteibuch Philosophie spielt dabei keine Rolle mehr.

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21.03.2017, 19:14
Beitrag: #50
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 14:24)Dietrich schrieb:  
(20.03.2017 20:22)Flora_Sommerfeld schrieb:  ... denn was nutzt der Bevölkerung die Freiheit und die D-Mark, die auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung austragen wurde und dem Ausverkauf des Ostens durch den Westen erkauft wurde? Ohne Moos nix los und dass merkten die Ossis schneller als den meisten Lieb war.

Auf dem "Rücken der arbeitenden Bevölkerung" trieb vor allem die Einparteienherrschaft der SED ihr Unwesen. Sie ließ die Infrastruktur verkommen, die Städte zerfallen, die Luft verpesten und die Betriebe verrotten. Als 1989 die SED-Regierung verjagt wurde, gab es in der EX-DDR nichts mehr zum "Ausverkaufen". Ganz im Gegenteil mussten hunderte Milliarden in die verlotterte Wirtschaft und Infrastruktur gepumpt werden, um die Schäden des sozialistischen Regimes zu beseitigen.

Okay, daß sagts du jetzt so, aber kannst das auch mit Zahlen belegen? Was wurde investiert und was wurde durch Verkauf damit finanziert. Praktisch mal eine Gewinn und Verlust Rechnung.
Grundsätzlich habe ich auch immer so gedacht, der Westen hat den Osten aufgebaut und der Weg, wie er von 89-90 gegangen war, gab keine andere Alternative auf, aber ich habe mittlerweile meine Zweifel daran.

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21.03.2017, 19:30
Beitrag: #51
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 17:48)Dietrich schrieb:  
(21.03.2017 15:53)Suebe schrieb:  Neues musste entstehen, Marktnischen gefunden werden.
Das geht nicht von gestern auf heute, aber es hat doch geklappt.

Das ist der entscheidende Satz. Etwa 70% der DDR-Betriebe waren nicht sanierungsfähig und mussten liquidiert werden. Das führte in einer Übergangsphase zu hoher Arbeitslosigkeit, da neue Wirtschaftszweige und Produkte erst entstehen mussten.

Heute liegt die Arbeitslosenquote im Osten bei rund 10% und damit immer noch etwas höher als im Westen. Doch der Abstand verringert sich ständig.

Na überlege mal, nach über 27 Jahren ist immer noch das Gefälle zwischen Ost und West spürbar. Wäre das auch so gekommen, wenn der Teil an sanierungsfähigen Firmen zumindest versucht wurde zu privatisieren oder zu funktionieren, anstatt die Bevölkerung mit der D-Mark und Konsumgeilheit für die Einigung (bzw. Übernahme passt besser) bereitwillig zu machen um sie dann anschließend auf dem Arbeitsamt verrotten zu lassen?
Es wurde ja nicht mal der Versuch unternommen, es wurde einfach nur Platt gemacht.

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21.03.2017, 19:40
Beitrag: #52
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 19:14)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(21.03.2017 14:24)Dietrich schrieb:  Auf dem "Rücken der arbeitenden Bevölkerung" trieb vor allem die Einparteienherrschaft der SED ihr Unwesen. Sie ließ die Infrastruktur verkommen, die Städte zerfallen, die Luft verpesten und die Betriebe verrotten. Als 1989 die SED-Regierung verjagt wurde, gab es in der EX-DDR nichts mehr zum "Ausverkaufen". Ganz im Gegenteil mussten hunderte Milliarden in die verlotterte Wirtschaft und Infrastruktur gepumpt werden, um die Schäden des sozialistischen Regimes zu beseitigen.

Okay, daß sagts du jetzt so, aber kannst das auch mit Zahlen belegen? Was wurde investiert und was wurde durch Verkauf damit finanziert. Praktisch mal eine Gewinn und Verlust Rechnung.
Grundsätzlich habe ich auch immer so gedacht, der Westen hat den Osten aufgebaut und der Weg, wie er von 89-90 gegangen war, gab keine andere Alternative auf, aber ich habe mittlerweile meine Zweifel daran.


Woher denn, was wird auch der Westen den Osten aufgebaut haben. Wir haben doch den Gabitalismus, und da muss verdient werden.
Die Deutschen gemeinsam haben die neuen Länder aufgebaut, unter Anhäufung gewaltiger Schulden. Ich glaube allein die Wismut-Umweltschäden haben sich auf über 15 Milliarden DM-belaufen. Das sind aber genau genommen Reparationen, Kriegsfolgelasten, und die müssen halt bezahlt werden.
An den Schulden werden noch unsere Enkel zahlen, wobei ich schrieb es schon, die können ein wunderschön aufgebautes wiedervereinigtes Deutschland übernehmen.
Als wir "übernahmen" hat es doch wesentlich schlechter ausgesehen.
Thumbs_up

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21.03.2017, 19:45
Beitrag: #53
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 19:40)Suebe schrieb:  
(21.03.2017 19:14)Flora_Sommerfeld schrieb:  Okay, daß sagts du jetzt so, aber kannst das auch mit Zahlen belegen? Was wurde investiert und was wurde durch Verkauf damit finanziert. Praktisch mal eine Gewinn und Verlust Rechnung.
Grundsätzlich habe ich auch immer so gedacht, der Westen hat den Osten aufgebaut und der Weg, wie er von 89-90 gegangen war, gab keine andere Alternative auf, aber ich habe mittlerweile meine Zweifel daran.


Woher denn, was wird auch der Westen den Osten aufgebaut haben. Wir haben doch den Gabitalismus, und da muss verdient werden.
Die Deutschen gemeinsam haben die neuen Länder aufgebaut, unter Anhäufung gewaltiger Schulden. Ich glaube allein die Wismut-Umweltschäden haben sich auf über 15 Milliarden DM-belaufen. Das sind aber genau genommen Reparationen, Kriegsfolgelasten, und die müssen halt bezahlt werden.
An den Schulden werden noch unsere Enkel zahlen, wobei ich schrieb es schon, die können ein wunderschön aufgebautes wiedervereinigtes Deutschland übernehmen.
Als wir "übernahmen" hat es doch wesentlich schlechter ausgesehen.
Thumbs_up

Na du tust ja gerade so, als ob der Westen in Umweltsachen frei von Mängel war. Da gab es auch jede Menge Probleme, die in den 80er erfochten worden sind. Der Osten war natürlich total Versaut, ums mal drastisch auszudrücken, aber im Westen war nicht alles Gold, was glänzte.

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21.03.2017, 19:48
Beitrag: #54
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 19:14)Flora_Sommerfeld schrieb:  Okay, daß sagts du jetzt so, aber kannst das auch mit Zahlen belegen?

Für die Gesamtkosten (Stand 2014) der deutschen Einheit einschließlich des Sozialtransfers liegen die Schätzungen zwischen 1,3 und 2,0 Billionen Euro, jährlich um etwa 100 Milliarden Euro steigend. Ein großer Teil davon sind Sozialleistungen, die über Transfers in der Renten- und Arbeitslosenversicherung finanziert werden.

Die reinen Aufbauhilfen aus spezifischen Programmen zur Verbesserung der Infrastruktur und zur Förderung von Unternehmen im Bereich der neuen Länder, der Aufbau Ost, summieren sich auf etwa 300 Milliarden Euro.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kosten_der...en_Einheit
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21.03.2017, 19:53
Beitrag: #55
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 19:45)Dietrich schrieb:  
(21.03.2017 19:14)Flora_Sommerfeld schrieb:  Okay, daß sagts du jetzt so, aber kannst das auch mit Zahlen belegen?

Für die Gesamtkosten (Stand 2014) der deutschen Einheit einschließlich des Sozialtransfers liegen die Schätzungen zwischen 1,3 und 2,0 Billionen Euro, jährlich um etwa 100 Milliarden Euro steigend. Ein großer Teil davon sind Sozialleistungen, die über Transfers in der Renten- und Arbeitslosenversicherung finanziert werden.

Die reinen Aufbauhilfen aus spezifischen Programmen zur Verbesserung der Infrastruktur und zur Förderung von Unternehmen im Bereich der neuen Länder, der Aufbau Ost, summieren sich auf etwa 300 Milliarden Euro.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kosten_der...en_Einheit

Also Gut, die Weg zur Einheit oder Übernahme ist so wie er verlief die einzige Alternative gewesen und heute zahlt der Westen immer noch für den Osten, lt. deiner Aussage und politisch haben wir mit den Jammerheinis aus dem Osten auch noch den Nationalismus mit der AfD und Pegida am Hals. Ein Überbleibsel der Kohlschen Ostübernahme, sollte dich doch eigentlich rosig stimmen.
Das was du prognostizierst, spielt doch den den Häschern der AfD voll in die Hände und wird jeden noch so braven Ossi, der zweiten Generation nach dem Mauerfall auf die Schiene bringen, daß diese Verraten und Verkauf worden sind und heute die Abgehängten der Gesellschaft sind.

Das ist schon ein voller Widerspruch zu deiner sonstigen Politischen Haltung, aber gut, jeder macht es sich so zurecht, wie er es braucht.

So und jetzt kommen bestimmt gleich wieder die Unterstellungen als Anhänger der SED und so ein Diffamierungskram ...

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21.03.2017, 20:10
Beitrag: #56
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 19:53)Flora_Sommerfeld schrieb:  Das was du prognostizierst, spielt doch den den Häschern der AfD voll in die Hände und wird jeden noch so braven Ossi, der zweiten Generation nach dem Mauerfall auf die Schiene bringen, daß diese Verraten und Verkauf worden sind und heute die Abgehängten der Gesellschaft sind.

Die wirtschaftliche Lage im Osten hat sich inzwischen erheblich zum positiven gewendet. Die Arbeitslosenquote liegt nur noch bei 9-10% und hat sich damit im Vergleich zu 1995 halbiert. Kein Ossi ist somit abgehängt, ganz abgesehen vom inzwischen guten Lebensstandard.
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21.03.2017, 20:16
Beitrag: #57
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 20:10)Dietrich schrieb:  Kein Ossi ist somit abgehängt, ganz abgesehen vom inzwischen guten Lebensstandard.

Komisch, aber genau das ist doch das Hauptzugpferd der nationalistischen Politik der AfD und Pegida im Osten. Die Bürger wurden von der Regierung seit Jahrzehnten im Stich gelassen, sie sind die "Volksverräter", die die Bevölkerung im Osten verraten haben und quasi vergammeln lassen.
Und das ist jetzt nicht mehr richtig?

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21.03.2017, 20:19
Beitrag: #58
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 19:30)Flora_Sommerfeld schrieb:  ./.

Na überlege mal, nach über 27 Jahren ist immer noch das Gefälle zwischen Ost und West spürbar. Wäre das auch so gekommen, wenn der Teil an sanierungsfähigen Firmen zumindest versucht wurde zu privatisieren oder zu funktionieren, anstatt die Bevölkerung mit der D-Mark und Konsumgeilheit für die Einigung (bzw. Übernahme passt besser) bereitwillig zu machen um sie dann anschließend auf dem Arbeitsamt verrotten zu lassen?
Es wurde ja nicht mal der Versuch unternommen, es wurde einfach nur Platt gemacht.


Jetzt schreibe ich bestimmt schon 10 Beiträge lang, dass das Mythen sind, Wunschdenken ist.

Die Abnehmer der DDR-Waren sassen im RGW-Raum, und die haben fast sofort 1990 nichts mehr gekauft. Das ist Fakt!
Was in den Westen verkauft wurde, war weit unter Gestehungspreis. Wie soll denn das gehen? Das heißt, natürlich geht das, bis zur Insolvenz. Und die Insolvenz, Flora, die hat die DDR eintreten lassen und daher auch zu verantworten. (sonst täte Honnie und Co noch heute in der Datsche sitzen Krimsekt saufen und Wildsauen schießen)
Nur, wenn die Insolvenz eingetreten ist, muss der Insolvenzverwalter alles was Verluste bringt umgehend schließen.

Hier mal das "Schürer-Gutachten" vom 30. Okt. 1989 von Egon Krenz (diesem Erz-Kapitalisten Devil) in Auftrag gegeben.

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGes..._text.html

aus dem Link
Zitat:Heute besteht diese Chance nicht mehr. Allein ein Stoppen der Verschuldung würde im Jahre 1990 eine Senkung des Lebensstandards um 25-30 Prozent erfordern und die DDR unregierbar machen. Selbst wenn das der Bevölkerung zugemutet würde, ist das erforderliche exportfähige Endprodukt in dieser Größenordnung nicht aufzubringen.
...
Der folgende, kursiv gesetzte Satz steht nur in der Vorlage. Er wurde aus der vom SED-Politbüro gebilligten Endfassung gestrichen:
Um der BRD den ernsthaften Willen der DDR zu unseren Vorschlägen bewusst zu machen, ist zu erklären, dass durch diese und weitergehende Maßnahmen der ökonomischen und wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit DDR - BRD noch in diesem Jahrhundert solche Bedingungen geschaffen werden könnten, die heute existierende Form der Grenze zwischen beiden deutschen Staaten überflüssig zu machen.]

pleite war man, und wie...

Krenz ging damit zu Gorbatschow, der meinte "es würde ihn überraschen, dass die Lage der DDR so schlecht wäre, aber die Sowjetunion könne nicht helfen, sie hätte selber Probleme genug..."


Edit: ist das eigentlich rüber gekommen? Schürer empfahl der DDR-Führung, der BRD die Mauer zu verkaufen!!!!!!!!!!!!!

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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21.03.2017, 20:20
Beitrag: #59
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 20:16)Flora_Sommerfeld schrieb:  Komisch, aber genau das ist doch das Hauptzugpferd der nationalistischen Politik der AfD und Pegida im Osten.

Unzufriedenheit mit der Regierung ist ein in Deutschland weit verbreitetes Phänomen.

Mit der Realität hat das oftmals wenig zu tun.
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21.03.2017, 20:22
Beitrag: #60
RE: Gedanken zur Deutschen Einheit
(21.03.2017 20:20)Dietrich schrieb:  
(21.03.2017 20:16)Flora_Sommerfeld schrieb:  Komisch, aber genau das ist doch das Hauptzugpferd der nationalistischen Politik der AfD und Pegida im Osten.

Unzufriedenheit mit der Regierung ist ein in Deutschland weit verbreitetes Phänomen.

Mit der Realität hat das oftmals wenig zu tun.

Stimmt, den Leuten in Deutschland geht es sooo schlecht, aber ja, daß ist ganz schön realitätsfremd ... Big Grin
Aber Zurück zur Einheit oder doch Übernahme?

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