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Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
25.02.2017, 22:04
Beitrag: #1
Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
Neulich ist mir in einer Anzeige ein "Volks"-Computer untergekommen.

Da meinte ich diese interessante Seite Hitlerscher "DAF-Politik" mal hier vorzustellen.

Der Versuch über Massenproduktion den Lebensstandart der Deutschen auf ein internationales Mass anzuheben.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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25.02.2017, 22:08
Beitrag: #2
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(25.02.2017 22:04)Suebe schrieb:  Neulich ist mir in einer Anzeige ein "Volks"-Computer untergekommen.

Da meinte ich diese interessante Seite Hitlerscher "DAF-Politik" mal hier vorzustellen.

Der Versuch über Massenproduktion den Lebensstandart der Deutschen auf ein internationales Mass anzuheben.

Naja, das ist ja jetzt nichts besonderes für eine Diktatur, alles und jeden aus einer Individualität heraus zu holen und in einer gezielt gerichteten Gemeinschaft ein oder unterzuordnen.
Das suggeriert dann, daß alle innerhalb der Gemeinschaft etwas gleichwertiges als sein eigenen Nennen können. Das haben die Nazis versucht, daß haben die in der DDR mit der Mangelwirtschaft auch versucht, aber wie immer gilt, Neid und Hass sind des Menschen Untergang ... Tongue

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken....
Erich Kästner
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26.02.2017, 00:00
Beitrag: #3
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(25.02.2017 22:08)Flora_Sommerfeld schrieb:  Naja, das ist ja jetzt nichts besonderes für eine Diktatur, alles und jeden aus einer Individualität heraus zu holen und in einer gezielt gerichteten Gemeinschaft ein oder unterzuordnen.
Das suggeriert dann, daß alle innerhalb der Gemeinschaft etwas gleichwertiges als sein eigenen Nennen können. Das haben die Nazis versucht, daß haben die in der DDR mit der Mangelwirtschaft auch versucht, aber wie immer gilt, Neid und Hass sind des Menschen Untergang ... Tongue

Ein Beispiel dafür, dass der braune Sozialismus mit dem dunkelroten viel mehr Gemeinsamkeiten hat als manch einer glaubt.

MfG, Titus Feuerfuchs
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26.02.2017, 00:01
Beitrag: #4
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
Ist die Volksbank eigentlich ein Überbleibsel der 1000 Jahre?

Ich habe zwei mal einen "Volks"-Laufschuh gekauft, das erste und das letzte Mal. Als historisch gebildeter Mensch hätte ich den Betrug erahnen müssen.
Den gab es von Deichmann für eher bescheidenes Salär zu erwerben. Hielt vielleicht ein Drittel der Zeit wie doppelt so teure Markenware aus dem Fränkischen.

Mit dem Volksempfänger hörte dann die Volksgemeinschaft zuerst die Nachrichten und dann ausländische Sender - um nachzuprüfen, was davon halbwegs wahr war. Klassisches Eigentor.
Ob "die Wirtschaft" von all diesen Projekten so begeistert war? Zumindest der Volkswagen kann nicht beliebt gewesen sein, es wurde ein Staatsbetrieb aus dem Boden gestampft und der Privatwirtschaft drohten herbe Umsatzverluste und natürlich Chancenlosigkeit gegen die subventionierten KdF-Wagen.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
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26.02.2017, 00:17
Beitrag: #5
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 00:00)Titus Feuerfuchs schrieb:  
(25.02.2017 22:08)Flora_Sommerfeld schrieb:  Naja, das ist ja jetzt nichts besonderes für eine Diktatur, alles und jeden aus einer Individualität heraus zu holen und in einer gezielt gerichteten Gemeinschaft ein oder unterzuordnen.
Das suggeriert dann, daß alle innerhalb der Gemeinschaft etwas gleichwertiges als sein eigenen Nennen können. Das haben die Nazis versucht, daß haben die in der DDR mit der Mangelwirtschaft auch versucht, aber wie immer gilt, Neid und Hass sind des Menschen Untergang ... Tongue

Ein Beispiel dafür, dass der braune Sozialismus mit dem dunkelroten viel mehr Gemeinsamkeiten hat als manch einer glaubt.

Ein ganz falscher Trugschluss, daß einzigste, was hier die beiden Verbindet ist die Macht der Diktatur und der lächerliche Versuch, diesen Machtanspruch zu rechtfertigen, wobei sich der wirkliche Sozialismus mit den Idealen seines Ursprungs besser und länger durchgesetzt hat, bis auch hier der Kampf um den Erhalt der Macht den Mächtigen zu Kopf stieg.

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken....
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26.02.2017, 00:23
Beitrag: #6
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 00:01)Triton schrieb:  Ist die Volksbank eigentlich ein Überbleibsel der 1000 Jahre?

Nein, es handelt sich hierbei um Genossenschaftsbanken, die schon im 19. Jahrhundert gegründet worden sind.

Ein Überbleibsel aus dem 3. Reich ist z.B. der Volkswagen Konzern.

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken....
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26.02.2017, 04:33
Beitrag: #7
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 00:17)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(26.02.2017 00:00)Titus Feuerfuchs schrieb:  Ein Beispiel dafür, dass der braune Sozialismus mit dem dunkelroten viel mehr Gemeinsamkeiten hat als manch einer glaubt.

Ein ganz falscher Trugschluss, daß einzigste, was hier die beiden Verbindet ist die Macht der Diktatur und der lächerliche Versuch, diesen Machtanspruch zu rechtfertigen, wobei sich der wirkliche Sozialismus mit den Idealen seines Ursprungs besser und länger durchgesetzt hat, bis auch hier der Kampf um den Erhalt der Macht den Mächtigen zu Kopf stieg.

Die Diktatur ist keineswegs das "einzigste", das die beiden Ideologien verbindet. ("Einzig" kann man nicht steigern.Wink )
Beide Ideologien, sind u.a. totalitär, antidemokratisch, antiklerikal, antiliberal und kollektivistisch.
Rassenhass hier, Klassenhass dort.

Oder um es mit Joachim Fest zu sagen:

Zitat:[...]"Zeit seines Bestehens hatte er (der Nationalsozialismus, Anm.) mehr mit dem Totalitarismus Stalins gemein als mit dem Faschismus Mussolinis."[...]
http://www.taz.de/!703669/

MfG, Titus Feuerfuchs
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26.02.2017, 04:38
Beitrag: #8
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 00:23)Flora_Sommerfeld schrieb:  [...]
Ein Überbleibsel aus dem 3. Reich ist z.B. der Volkswagen Konzern.

Am besten gleich zusperren.Tongue

MfG, Titus Feuerfuchs
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26.02.2017, 12:43
Beitrag: #9
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 04:38)Titus Feuerfuchs schrieb:  
(26.02.2017 00:23)Flora_Sommerfeld schrieb:  [...]
Ein Überbleibsel aus dem 3. Reich ist z.B. der Volkswagen Konzern.

Am besten gleich zusperren.Tongue

Dafür sorgt der Konzert aus seiner Mitte heraus selbst ... obwohl ich persönlich sehr gern einen Volkswagen fahre, wenn ich mal so vergleiche, was alles auf dem Markt verkauft wird.

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26.02.2017, 12:47
Beitrag: #10
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 04:33)Titus Feuerfuchs schrieb:  Die Diktatur ist keineswegs das "einzigste", das die beiden Ideologien verbindet. ("Einzig" kann man nicht steigern.Wink ) [...]
Rassenhass hier, Klassenhass dort.

Ja, mein deutsch ist nicht immer das einzigste, was ich ganz besonders gut kann ...Tongue

Aber Rassismus mit dem Klassenunterschied innerhalb der Gesellschaft zu vergleichen, zeigt von sehr wenig historischer und gesellschaftspolitischer Kenntnis.

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26.02.2017, 13:27
Beitrag: #11
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 00:23)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(26.02.2017 00:01)Triton schrieb:  Ist die Volksbank eigentlich ein Überbleibsel der 1000 Jahre?

Nein, es handelt sich hierbei um Genossenschaftsbanken, die schon im 19. Jahrhundert gegründet worden sind.

Ein Überbleibsel aus dem 3. Reich ist z.B. der Volkswagen Konzern.


Das habe ich mir auch schon überlegt.
Nicht die Banken, die stammen aus den 1860er Jahren, aber der Name.
Zumindest "meine" Volksbank hieß einst Gewerbebank

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26.02.2017, 14:29
Beitrag: #12
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
Noch zu den Namen:

In den 70ern beschloss der Volkswagenkonzern, dass die Vetriebsorganisation die ja inzwischen außer Volkswagen auch Audis verkauften und reparierten, einen eigenen Namen haben müsste.

V.A.G

ist den Marketing und anderen Strategen eingefallen. Wohlgemerkt, mit zwei Punkten nicht mit dreien wie sie gleichzeitig die F.D.P. kreierte.
Der Konzern kreißte und gebar - zwei Punkte. wurde gelästert.

Jedoch, es gab niemals! eine offizielle Erläuterung für was diese Abkürzung eigentlich stehen sollte.

Inoffiziell, insbesondere in Neckarsulm und Ingolstadt war dies allerdings eh und sofort klar.
Die Geschichte des Volkswagen Konzerns, reduziert auf drei Buchstaben und zwei Punkte.
V.A.G = Von Adolf Gegründet
V.A.G = Von Audi Gerettet

darauf abhebend, dass alle modernen Typen nach dem 412 und ab K70 an Neckar und Donau entstanden sind.

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26.02.2017, 14:39
Beitrag: #13
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 12:47)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(26.02.2017 04:33)Titus Feuerfuchs schrieb:  Die Diktatur ist keineswegs das "einzigste", das die beiden Ideologien verbindet. ("Einzig" kann man nicht steigern.Wink ) [...]
Rassenhass hier, Klassenhass dort.

Ja, mein deutsch ist nicht immer das einzigste, was ich ganz besonders gut kann ...Tongue

Aber Rassismus mit dem Klassenunterschied innerhalb der Gesellschaft zu vergleichen, zeigt von sehr wenig historischer und gesellschaftspolitischer Kenntnis.

Deswegen macht das auch keiner.

Dass es unter Stalin, Mao, Pol Pot usw. Klassengenozide gegeben hat, wirst ja selbst du nicht leugnen, oder?

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26.02.2017, 14:43
Beitrag: #14
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 14:39)Titus Feuerfuchs schrieb:  Dass es unter Stalin, Mao, Pol Pot usw. Klassengenozide gegeben hat, wirst ja selbst du nicht leugnen, oder?

Und solche "Sauberungen" innerhalb der Gesellschaft zur Festigung der eigenen Macht gab es bei den Faschisten nicht?
Du hast den Rassismus und den Klassenkampf auf eine Stufe gestellt und das ist Nonsens.

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26.02.2017, 15:13
Beitrag: #15
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
Ich hab den Hass auf bestimmte ethnnische Gruppen und den Hass auf bestimmte Gesellschaftsklassen auf eine Stufe gestellt.
Deine Unterstellung (ohne die du ja bei deiner Argumentation nie auskommst Kiss) entbehrt wiedermal jeder Grundlage.

Bei den kommunistischen Regimes ging es bei den millionenfachen Morden an Besitzenden, Adeligen, Intellektuellen, etc... nicht bloß um die Festigung der eigenen Macht, sondern primär um die Umsetzung der marxistischen Ideologie.

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26.02.2017, 21:28
Beitrag: #16
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 14:29)Suebe schrieb:  V.A.G = Von Adolf Gegründet
V.A.G = Von Audi Gerettet
Beides richtig, der K70 war aber genauer gesagt ein NSU. Aber die folgenden Frontantriebsmodelle Passat (Audi 80 Schrägheck) und Polo waren Audi-Entwicklungen.

In Frankreich war Renault die Marke der Collaborateure, wurde deshalb nach dem Krieg verstaatlicht. Also gar nicht so einfach, Marken zu fahren, die dem Adolf nicht geholfen haben. So arg weit ist es ja mit der englischen und amerikanischen Autoindustrie nicht mehr....

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26.02.2017, 21:49
Beitrag: #17
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 21:28)Triton schrieb:  
(26.02.2017 14:29)Suebe schrieb:  V.A.G = Von Adolf Gegründet
V.A.G = Von Audi Gerettet
Beides richtig, der K70 war aber genauer gesagt ein NSU.
./.

Der k70 war ein NSU, und der Golf auch, zumindest in seinem Projektstadium.
Und wo ist des ehemalige NSUWerk? In Neckarsulm - dort wo die Sulm in den Neckar fließt.
Und ich schrieb oben, dass die modernen VW-Typen an Donau (=Ingolstadt) und Neckar (=Neckarsulm) entstanden sind.
Kann ich nichts falsches dabei entdecken.

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26.02.2017, 22:38
Beitrag: #18
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
Hitler war der Meinung, dass die liberale Grundauffassung der Weimarer Republik, die nur dem Bürgertum genutzt hätte, letztlich gehindert hätte, dass bei vielen Produkten ein zur Massenproduktion möglich geworden wäre.
Über Massenproduktion widerum, er war ein Bewunderer Henry Fords, soll eine solche Verbilligung möglich werden, dass auch der "einfache Volksgenosse" in der Lage wäre solche Luxusgüter zu erwerben.

Das erste dieser Produkte war dann der Volksemüfänger VE 301. Wobei die 301 an den 30. Januar erinnern sollte.
Ein Radiogerät kostete zu der Zeit deutlich über 100 RM. deutlich zuviel für den damaligen Arbeitethaushalt. So gab es Anfang 1933 bei 66 Millionen Bevölkerung gerade mal 4 Millionen Rundfunkgeräte.
Für den Volksemüfänger wurden 65 RM verlangt, erreicht tatsächlich über die Massenfertigung und neue Technologie. Wobei die Massenfertigung hier durchaus auch einen Pferdefuss hatte, denn mehrere kleinere Hersteller gngen Pleite, da sie mit dem vrogegebenen Verkaufspreis nicht hinkamen. Darunter die Fa. des Entwicklers des VE.

Vorgestellt wurde der VE auf der Funkausstellung im August 1933 in Berlin, und es soll sofort eine Stückzahl von über 100.000 verkauft worden sein.
Als der Verkauf in den Folgejahren zu stocken begann, wurde der Volksempfänger auf 59RM verbilligt, und auch eine Teilzahlungsmöglichkeit geschaffen. Mit einer Effektivverzinsung von 14%!!!!. (wie war das mit der Brechung der Zinsknechtschaft? Angel )
So richtig in Schwung kam dann der Verkauf 1938, als der DKE38 der "Deutsche Klein Empfänger" für 35 Reichsmark angeboten wurde.
Der VE 301 war in der Zwischenzeit mehrfach technisch verbessert worden. Irgendwann in den beginnenden Kriegsjahren hatte dann praktisch jeder deutsche Haushalt einen Rundfunkempfänger, und die meisten einen Volksempfänger.

Und man kann dies insgesamt durchaus als Erfolgsgeschichte bezeichnen.
Jedoch, und das blieb dem Volksgenossen der 30er Jahre auch nicht verborgen, für das gleiche Geld gab es jenseits der deutschen Grenzen wesentlich bessere "Superhet" Radios aus amerikanischer Produktion.
So hätte, bei weniger drastischer Devisen-Bewrtschaftung der deutsche Volksgenosse auf keinen Fall später in den Genuss von Rundfunkgeräten kommen müssen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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27.02.2017, 19:47
Beitrag: #19
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
(26.02.2017 13:27)Suebe schrieb:  
(26.02.2017 00:23)Flora_Sommerfeld schrieb:  Nein, es handelt sich hierbei um Genossenschaftsbanken, die schon im 19. Jahrhundert gegründet worden sind.

Ein Überbleibsel aus dem 3. Reich ist z.B. der Volkswagen Konzern.


Das habe ich mir auch schon überlegt.
Nicht die Banken, die stammen aus den 1860er Jahren, aber der Name.
Zumindest "meine" Volksbank hieß einst Gewerbebank


Ich habe mal nachgeschaut.
Für die Banken nach Schulze-Delitzsch wurde tatsächlich 1942 der Name "Volksbank" verbindlich. Wobei natürlich trotzdem die eine oder andere aus diesem oder jenem Grund bis in die 60er Jahre hinein unter "Gewerbebank" firmierte.
Aber eine gewisse Verbindung zum "Volksempfänger" und zum "Volkswagen" kann man schon ziehen.
Angel

Wobei, das Königreich Württemberg firmierte, als es seinen König losgeworden war ab 1919 als "Freier Volksstaat Württemberg" das "Volk" war anscheinend irgendwie en Vogue Idea

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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28.02.2017, 09:10
Beitrag: #20
RE: Volksempfänger, Volkswagen, Volksmotorrad, volkskühlschrank...
Kommen wir nun mal zum Volkswagen.
Wobei, so hieß er ja nur am Anfang, als die Realisierung in greifbare Nähe rückte, hieß er "KdF-Wagen".
Und hinterher, nach Adolfen als es ihn dann tatsächlich gab, hieß er dann auch wieder Volkswagen.
Wobei Wolfsburg die Barackensiedlung wo das Werk am entstehen war, hieß bis 1945 "Stadt des KdF-Wagens" und es gibt tatsächlich ein paar die dies als Geburtsort in ihrem Personalausweis stehen haben.

Gut, zurück zum Auto.
Hierzu wäre sehr viel zu schreiben, sogar sehr sehr viel und es wäre dann immer noch nicht erschöpfend,
darum will ich hier lediglich auf zwei Mythen eingehen, die anscheinend nie ausgerottet werden können.

Der erste ist der Preis. Der VW hätte 990 RM kosten sollen. Und dieser Preis soll keineswegs kostendeckend kalkuliert gewesen sein. Es werden Zahlen bis 2.000 Reichsmark genannt, die bei einer "realistischen" Kalkulation als Preis verlangt hätte werden müssen. Ergo: Nach dieser Sichtweise wäre der Volkswagen zum ganz großem Desaster geworden.
Was bei diesen hinterhereilenden Kalkulationen jedoch vergessen wird, beim KdF-Wagen wären keinerlei Vertriebskosten angefallen. Damals mit rund 30% des Kaufpreises angesetzt. Die billigsten in Serie produzierten Autos von Opel zB kosteten zu der Zeit 1.400 RM, womit die 990 RM fast schon erreicht sind.
Weiter war der VW im Voraus! bezahlt, und die Zins-Erträge blieben bei KdF!
Man darf getrost davon ausgehen, dass der Preis kostendeckend gewesen wäre.

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