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Länderschacher von Campo Formio bis nach Wien
31.12.2016, 11:34
Beitrag: #1
Länderschacher von Campo Formio bis nach Wien
Da sind wir beim Jux-Rätsel darauf gestossen.
Und ich denke mal, das wäre einen seperaren Thread wert.

(27.12.2016 19:15)Suebe schrieb:  Da gab es irgendwann einen Herkules,
das heißt es gab mehrere, der III. führt vielleicht zur Auflösung

(28.12.2016 00:42)zaphodB. schrieb:  Ah sooo wird ein Schuh draus-
Du spielst auf Ercole III d´Este den letzten Herzog von Modena an
Dessen Herzogtum ging in der Cisalpinischen Republik auf und daraufhin wurde er in Luneville kurzzeitig mit dem "Herzogtum Breisgau und Ortenau " entschädigt
Und in Modena, wo Maserati heute noch sitzt gründete Enzo Ferrari 1929 seinen Rennstall ,die Scuderia Ferrari, bevor man 1943 ins benachbarte Maranello umzog.

(28.12.2016 20:19)zaphodB. schrieb:  und Freiburg war die Residenz und Hauptstadt dieses Herzogtums Breisgau,das 1803-1805 existierte.
Weiß eigentlich jemand ob es in Freiburg noch Reste der Este oder von deren Herrschaft zu bestaunen gibt ?

(29.12.2016 17:47)Suebe schrieb:  
(28.12.2016 20:19)zaphodB. schrieb:  und Freiburg war die Residenz und Hauptstadt dieses Herzogtums Breisgau,das 1803-1805 existierte.
Weiß eigentlich jemand ob es in Freiburg noch Reste der Este oder von deren Herrschaft zu bestaunen gibt ?

Vermutlich nicht.
Der Herkules hat in Campo Formio "nur" den Breisgau versprochen bekommen, das war ihm zuwenig. So hat er noch schließlich die Ortenau, allerdings ohne die dortigen Reichsstädte bekommen.
Er hat aber sein ertauschtes Fürstentum wohl nie besucht, waren allerdings ja auch nur 2 Jahre bis zu seinem Tod. Seine Tochter war ja Habsburgisch verehelicht, so blieb "s Sach" beinand. Wink
1805 dann aber endgültig futsch und badisch.
Rotteck zB hat dieses Modenesische Zwischenspiel aber schon sehr verwirrt.
Jedenfalls ist Kaiser Franz 1814 überschwenglichst begrüsst worden in Freiburg. Man war sich sehr sicher, dass man wieder Habsburgisch würde, und hat sogar schon Münzen zur Feier des Ereignisses geprägt.

Nix wars, man hat in Wien auf Norditalien reflektiert, und seine über Jahrhunderte treuesten Untertanen "verraten".
Das ganze kann man heute noch als Metternischen Geniestreich nachlesen,
wobei negiert wird, dass dies letztlich zum Untergang des Habsburger Reiches geführt hat.
(Nicht der Verzicht auf Vorderösterreich, aber das dafür ertauschte Norditalien)

(31.12.2016 00:54)zaphodB. schrieb:  Umso verwunderlicher, als es sich bei der provincia Neomagensis sozusagen um habsburgisches Stmmland handelte das eine fast 500-jährigen Zugehörigkeit zu Habsburg aufwies
Was die Bedeutung unterstreicht ist u.a, dass die Freiburger Üni die zweite habsburgische Universitätsgründung nach Wien war.
Wenn sonst keiner dran ist,stell ich mal wieder ein Rätsel

Wenn man Beurteilungen des Winer kongresses liest, bgegnet einm bis heute die Meinung, von der überragenden Staatsklugheit Metternichs, der durchaus möglichen Landerwerb in Deutschland ausgeschlagen hätte, nd sich statt dessen auf Erwerbungen in Norditalien verlegt hätte.

Meiner Meinung ist das Gegenteil richtig.
Er hat damit den Anfang vom Untergang des Habsburger Reiches eingeleitet.
Das war vermutlich 1815 noch nicht absehbar, dass sich die italienischen Gebiete nun so gar nicht ins Habsburger Reich einfügen wollten, Metternich hats ja sogar noch erlebt,
aber die Verlegung des Schwerpunktes außerhalb von Reich und Bund ist ja 1815 schon durchaus klar gewesen, und gewollt!!!
Eine Entwicklung die Preußen genau umgekehrt vollzogen hat.
Polen lächelnd den Russen überlassen (die dort auch nicht glücklich wurden, wie Habsburg in Italien) dafür die Rheinlande und halb Sachsen eingeheimst.

Keine Metternichsche Staatsklugheit, sondern granatenmäßige Dummheit.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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02.01.2017, 09:05
Beitrag: #2
RE: Länderschacher von Campo Formio bis nach Wien
Baden spielte als Objekt im Schacher jener Jahre eine erhebliche Rolle.

http://www.forum-geschichte.at/Forum/sho...p?tid=4647

dieser Thread tangiert Baden ebenfalls. Einschließlich des "eigentlich" dynastisch ausgestorbenen Markgrafenhauses. Der reale Hintergrund des bis heute mehr oder weniger ungeklärten Dramas "Kaspar Hauser"

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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