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Starkregen und Flutkatastrophen
10.06.2016, 20:01
Beitrag: #1
Starkregen und Flutkatastrophen
In den letzten Tagen wurde die Repubik an allerlei Ecken überflutet, und so mancher Eigenheimbesitzer steht vor Trümmern.
Und das Geschrei nach Regierung und Staat und und und ist groß

Da hat der württ. Herzog Karl Eugen in den 1770er Jahren eine obligatorische Brandschadenskasse eingeführt, die im Laufe der Zeit alle Elementarschäden in die Deckung nahm. So waren in Baden-Württemberg 100 Prozent der Gebäude in dieser versicherung . Anno 1996 ist diese Pflichtversicherung "dank" EU gefallen, aber auch heute noch sind 95% der Gebäude gegen eEementarschaden versichert.
In anderen Teilen der Republik ist es genau anders herum, da sind 95% nicht versichert. Und die lamentieren jetzt....

Ja Himmel Allerwertesten und Zwirn, jedes Jahr im Januar bucht mir die Gebäudeversicherung einen Haufen Geld ab.
Wenn da die Regierung jetzt tatsächlich einspringt, spare ich die Kohle in Zukunft auch.............

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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10.06.2016, 20:15
Beitrag: #2
RE: Starkregen und Flutkatastrophen
(10.06.2016 20:01)Suebe schrieb:  Ja Himmel Allerwertesten und Zwirn, jedes Jahr im Januar bucht mir die Gebäudeversicherung einen Haufen Geld ab.
Wenn da die Regierung jetzt tatsächlich einspringt, spare ich die Kohle in Zukunft auch.............

Da Überrollt die Politik die Panikmache der AfD bzw. der neue Fremdenhass, der für alles, was gegen das Volk gerichtet werden kann, genutzt wird im kausalen Zusammenhang mit den Flüchtlingen des letzten Jahres.

Getreu dem Motto, " ... den Flüchtlingen werden schicke Unterkünfte gebaut und Sofortgelder gewährt, die eigene Bevölkerung in der Not bleibt sich selbst überlassen ..."

Grundsätzlich ist es schlimm, daß unsere Politik sich von dieser neuen Stufe von Aufrechnung der Wertigkeit eines Menschen über die Hasstiraden der neuen rechten konservativen beeinflussen lässt und somit die Spirale des Neid mit antreibt ...

Wenn das so bleibt, wird zum Schluß bei einem Ausscheiden der NT noch so manch ein "Nichtvölkischer" Spieler wohl verantwortlich gemacht ...

Leider hat der Fremdenhass und Rassismus mit den Mutbürgern seine öffentliche Fratze gezeigt und Instrumentalisiert alles, wie ein kleines Bockiges Kind ... Ich hoffe die Gesellschaft wird wieder erwachsen.

Und Suebe, auf sich selbst verlassen, als ständig nach dem Staat zu schreien, halte ich für ein höheres Gut.

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken....
Erich Kästner
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10.06.2016, 23:24
Beitrag: #3
RE: Starkregen und Flutkatastrophen
(10.06.2016 20:01)Suebe schrieb:  In den letzten Tagen wurde die Repubik an allerlei Ecken überflutet, und so mancher Eigenheimbesitzer steht vor Trümmern.
Und das Geschrei nach Regierung und Staat und und und ist groß
....

In anderen Teilen der Republik ist es genau anders herum, da sind 95% nicht versichert. Und die lamentieren jetzt....

Ja Himmel Allerwertesten und Zwirn, jedes Jahr im Januar bucht mir die Gebäudeversicherung einen Haufen Geld ab.
Wenn da die Regierung jetzt tatsächlich einspringt, spare ich die Kohle in Zukunft auch.............

Dass viele nicht versichert sind, liegt aber nicht daran, dass sie nicht wollen. Es liegt eher daran, dass die Versicherungen eigentlich nur noch dann gegen Überschwemmungen versichern, wenn das Gebäude auf einem Berggipfel liegt und gegen Lawinen wird nur noch in Schleswig-Holstein versichert
Nein, im Ernst. Es reicht ein Bach in einer Entfernung von 200 m und die Versicherung lehnt es ab, das Gebäude gegen den Elementarschaden Wasser zu versichern. Das war früher anders, aber nachdem zu beginn der 90 er die großen Überschwemmungen kamen, haben die Versicherungen Karten erstellt, in denen Risikogebiete eingeteilt waren. Da gibt es Gebiete, die gar keine Versicherung bekommen, andere, die einen Selbstbehalt von ein paar tausend Euro pro Schaden haben und der Rest... also wirklich auf einer leichten Anhöhe im Landesinnern von Schleswig Holstein, die weit vom nächsten Wasserlauf entfernt ist... die zahlen ganz, ganz viel....

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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11.06.2016, 10:04
Beitrag: #4
RE: Starkregen und Flutkatastrophen
(10.06.2016 23:24)Bunbury schrieb:  
(10.06.2016 20:01)Suebe schrieb:  In den letzten Tagen wurde die Repubik an allerlei Ecken überflutet, und so mancher Eigenheimbesitzer steht vor Trümmern.
Und das Geschrei nach Regierung und Staat und und und ist groß
....

In anderen Teilen der Republik ist es genau anders herum, da sind 95% nicht versichert. Und die lamentieren jetzt....

Ja Himmel Allerwertesten und Zwirn, jedes Jahr im Januar bucht mir die Gebäudeversicherung einen Haufen Geld ab.
Wenn da die Regierung jetzt tatsächlich einspringt, spare ich die Kohle in Zukunft auch.............

Dass viele nicht versichert sind, liegt aber nicht daran, dass sie nicht wollen. Es liegt eher daran, dass die Versicherungen eigentlich nur noch dann gegen Überschwemmungen versichern, wenn das Gebäude auf einem Berggipfel liegt und gegen Lawinen wird nur noch in Schleswig-Holstein versichert
Nein, im Ernst. Es reicht ein Bach in einer Entfernung von 200 m und die Versicherung lehnt es ab, das Gebäude gegen den Elementarschaden Wasser zu versichern. Das war früher anders, aber nachdem zu beginn der 90 er die großen Überschwemmungen kamen, haben die Versicherungen Karten erstellt, in denen Risikogebiete eingeteilt waren. Da gibt es Gebiete, die gar keine Versicherung bekommen, andere, die einen Selbstbehalt von ein paar tausend Euro pro Schaden haben und der Rest... also wirklich auf einer leichten Anhöhe im Landesinnern von Schleswig Holstein, die weit vom nächsten Wasserlauf entfernt ist... die zahlen ganz, ganz viel....


Das kann man höchstens bekräftigen.
So lange es bei uns die Württ. Gebäudebrandversicherung gab, war das eine tolle Sache. Es war eine Monopol-Pflicht-Versicherung.
Die Beiträge waren kommod, die Leistungen verlässlich, es war etwas versichert, oder nicht. Kein Versicherungstypisches rumgezicke.... bei dem man Wochenlang nicht weiß, an was man ist.

Und Anno 96 hat die EU angeblich dies für illegal erklärt, das Land hat die Gebäudebrand der Sparkassen-Versicherung verkauft - und seither haben wir auch die von dir genannten Verhältnisse.

Weitere Kommentare spare ich mir.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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11.06.2016, 14:57
Beitrag: #5
RE: Starkregen und Flutkatastrophen
Hessen hatte das auch... die Brandversicherung...

Ich habe das alles hautnah miterlebt, den Monopolwegfall und die "neuen" Bedingungen, unter denen versichert wurde- mein Ex war Versicherungsvertreter mit Schwerpunkt Gebäudeversicherung...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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16.06.2016, 19:15
Beitrag: #6
RE: Starkregen und Flutkatastrophen
Zitat:das Land hat die Gebäudebrand der Sparkassen-Versicherung verkauft

stimmt nicht ganz, auch wenn es immer so dargestellt wird-das Land sass als Gewährsträger bei beiden mit im Boot.
Die Gebäudemonopolisten- die Badische Brand-Assecurations-Societät, die Allgemeine Brand-Schadens-Versicherungs-Anstalt von Württemberg ,die Hessischen Brandversicherungsanstalt Kassel dier Hessischen Brandversicherungskammer Darmstadt und die Nassauischen Brandversicherungsanstalt Wiesbaden waren landesfürstliche Gründungen des 18.Jahrhunderts.Mit der Abschaffung der Monopol- und Pflichtversicherung im Zuge der Liberalisierung des Versicherungsmarktes im Jahre 1994 mussten die in Länderbesitz befindlichen Gebäudeversicherungsanstalten ebenso wie die öffentlichen Versicherer , die Hessen-Nassauische Versicherungsanstalt,die Badische Öffentliche Versicherungsanstalt (ÖVA) und die Deutsche VersorgungsAnstalt (DVA) privatisiert werden.
Sowohl in Baden-Württemberg als auch in Hessen wurden die Gebäudeversicherungsanstalten und Öffentlichen Versicherungsanstalten in mehreren Stufen miteinander verschmolzen und in Sparkassenversicherung Hessen-Nassau-Thüringen und Sparkassenversicherung Gebäudeversicherung BadenWürttemberg umbenannt, Dabei schieden die Länder als Gewährsträger aus und die Sparkassen und Sparkassenverbände wurden alleinige Gewährsträger.
2004 fusionierten dann die beiden Sparkassenversicherungen von Hessen und Baden-Württemberg.

Die Abschaffung der Elementarschaden- und Feuermonopolversicherer ist im Prinzip eine Folge des neoliberalen Privatisierungswahns der 90er, dessen Doktrin, dass auch Aufgaben der elementaren Daseinsvorsorge,die zuvor in staatlicher Hand waren, im privaten Bereich besser und effizienter gestalten zu können-
ein Trugschluss wie sich heute mehr und mehr herausstellt.
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16.06.2016, 19:51
Beitrag: #7
RE: Starkregen und Flutkatastrophen
Zustimmung zaphod

Erinnern möchte ich noch an die "Gleitende Neuwertklausel" in Mark 1914
eingeführt, um eine Unterdeckung im Schadensfall durch steigende Baupreise zu verhindern.

Man kann nun keineswegs behaupten, dass eine Mark des Jahres 1914 heute etwas mehr als 17 € Wert wäre, stimmt nicht, kann nicht stimmen. Kommt auf schrägen Krücken daher...
Jedoch,
ein gewisses Gefühl gibt es damit dem einfachen Menschen des Jahres 2016 schon.

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16.03.2017, 07:27
Beitrag: #8
RE: Starkregen und Flutkatastrophen
(16.06.2016 19:15)zaphodB. schrieb:  
Zitat:das Land hat die Gebäudebrand der Sparkassen-Versicherung verkauft

stimmt nicht ganz, auch wenn es immer so dargestellt wird-das Land sass als Gewährsträger bei beiden mit im Boot.
Die Gebäudemonopolisten- die Badische Brand-Assecurations-Societät, die Allgemeine Brand-Schadens-Versicherungs-Anstalt von Württemberg ,die Hessischen Brandversicherungsanstalt Kassel dier Hessischen Brandversicherungskammer Darmstadt und die Nassauischen Brandversicherungsanstalt Wiesbaden waren landesfürstliche Gründungen des 18.Jahrhunderts.Mit der Abschaffung der Monopol- und Pflichtversicherung im Zuge der Liberalisierung des Versicherungsmarktes im Jahre 1994 mussten die in Länderbesitz befindlichen Gebäudeversicherungsanstalten ebenso wie die öffentlichen Versicherer , die Hessen-Nassauische Versicherungsanstalt,die Badische Öffentliche Versicherungsanstalt (ÖVA) und die Deutsche VersorgungsAnstalt (DVA) privatisiert werden.
Sowohl in Baden-Württemberg als auch in Hessen wurden die Gebäudeversicherungsanstalten und Öffentlichen Versicherungsanstalten in mehreren Stufen miteinander verschmolzen und in Sparkassenversicherung Hessen-Nassau-Thüringen und Sparkassenversicherung Gebäudeversicherung BadenWürttemberg umbenannt, Dabei schieden die Länder als Gewährsträger aus und die Sparkassen und Sparkassenverbände wurden alleinige Gewährsträger.
2004 fusionierten dann die beiden Sparkassenversicherungen von Hessen und Baden-Württemberg.

Die Abschaffung der Elementarschaden- und Feuermonopolversicherer ist im Prinzip eine Folge des neoliberalen Privatisierungswahns der 90er, dessen Doktrin, dass auch Aufgaben der elementaren Daseinsvorsorge,die zuvor in staatlicher Hand waren, im privaten Bereich besser und effizienter gestalten zu können-
ein Trugschluss wie sich heute mehr und mehr herausstellt.



Hallo zusammen,

wie kommt ihr eigentlich darauf, dass es bei der privatwirtschaftlichen Versicherung ein Monopol gibt....das nennt sich Wettkampf und es überlebt der, welcher die höchste Finanzkraft hat....das ist nun mal der Lauf der Dinge.
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16.03.2017, 13:37
Beitrag: #9
RE: Starkregen und Flutkatastrophen
(16.03.2017 07:27)Olanda per Jahre id='56247 schrieb:./.


Hallo zusammen,

wie kommt ihr eigentlich darauf, dass es bei der privatwirtschaftlichen Versicherung ein Monopol gibt....das nennt sich Wettkampf und es überlebt der, welcher die höchste Finanzkraft hat....das ist nun mal der Lauf der Dinge.


Moment,
da verwechselst du etwas.
Früher - bis in die 90er Jahre waren in einigen Bundesländern die Feuer- und Elementarschaden Gebäudeversicherungen mow "staatlich" hatten das Monopol, gleichzeitig war jedes Gebäude versichert. Was durchaus Vorteile hatte.
Aber seis drum, inzwischen ist es anders.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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