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Winkopp und die Endzeit des Kurfürstentums Mainz
07.06.2016, 07:53
Beitrag: #1
Winkopp und die Endzeit des Kurfürstentums Mainz
Hier will unser zaphod uns Wissbegierigen etliches aufdecken

Zitat:Och sorry,aber ich hab da leider nicht mitgerätselt,das wär mein Thema gewesen
Natürlich kennt man Friedrich Karl Joseph von Erthal,Peter Adolf Winkopp, Johann Baptist von Bentzel-Sternau und die story dahinter
Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthals "Vertraute" war übrigens jene Sophie von Couenhoven,der ich hier mal ein Rätsel gewidmet hatte.
zitat zaphod

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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08.06.2016, 23:57
Beitrag: #2
RE: Winkopp und die Endzeit des Kurfürstentums Mainz
was willst Du den wissen,oh suebischer Padavan Big Grin
Die Endzeit des Churfürstentums Mainz war gekennzeichnet durch ein ständiges Schwanken zwischen konservativen und reformerischen Strömungen nach innen und einer Politik nach außen,die versuchte an die alte Bedeutung des Mainzer Churfürstenstuhls anzuknüpfen.
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09.06.2016, 20:24
Beitrag: #3
RE: Winkopp und die Endzeit des Kurfürstentums Mainz
alles will ich wissen, du Sohn jener Weinlaub umschlungener Gefilde.

Bei mir, der ich der Sonne näher bin, gedeiht lediglich der Apfel und die Birne, aus denen kundige Hand ein meist trinkbares Produkt zu kreieren versteht.
Sind wir gezwungen die edleren Säfte für schweres Geld zu importieren. Denn, das bißle Württemberger Wein, den saufet mir am oazechte Morga Devil

Wein dagegen ist allen Getränken vorzuziehen.
Schrieb einst ein schwäbischer Richter, der damit höhere Sitzungsgelder durchzudrücken versuchte.
Sein Vorgesetzter bestätigte dies im Grundsatz, befürwortete das Gesuch aber dennoch nocht, der Antragsteller hätte bisher seine Urteile weniger mit dem Kopf eher mit dem Gegenteil verfasst....
maW Perlen vor die Säue

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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09.06.2016, 22:19
Beitrag: #4
RE: Winkopp und die Endzeit des Kurfürstentums Mainz
Nun,wenn Du klagest,dass ihr gezwungen seid edlen Wein gegen teures Geld zu importieren,so gebe ich dir Recht,dass dies den Schwaben an sich und als solchen besonders schmerzt, ist es ihm doch in die Wiege gelegt,sich höchst ungern von Barem zu trennen und erst Recht nicht wegen eines profanen Luschdgewinns, wie er neben Weib und Gesang auch dem Weine nachgesagt wird-doch folgen wir als Klios Verehrer wieder dem Pfad der Ersten der Mnemoniden statt den Spuren des Bacchus:
Peter Adolph Winkopp, ein Sachse und ehemaliger Mönch der Benediktiner auf dem Petersberg zu Erfurt rückte aus dem Kloster aus und wurde Schriftsteller.Anfangs verfaßte er eine große Zahl von Romanen (u.a. über Faustin und die Päpstin Johanna ), die dem Genre des damals populären klösterlichen Schauerromans zuzuordnen waren . Diese entsprachen dem Zeitgeist, da damals besonders unter den Mainzer Erzbischöfen Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim und Friedrich KarlJoseph von Erthal, , eine Klosterreform mit schärferer Visitation eingeführt worden war,die allerlei Misstände aufdeckte. Neben diesen literarischen Wirrungen war er aber Herausgeber der Zeitschrift -Der deutsche Zuschauer- (Zürich 1785—1789),die sich der Besprechung politischer und religiöser Vorgänge widmete , mit denen sie am Mainzer Hof Anstoss erregte. dort erschien unter anderem der von dem Mainzer Hof- und Regierungsrat Johann v. Benzel geschriebene Artikel, der den Einfluss der "femmes électorales à Mayence" mit der Geliebten des Kurfürsten Sophie von Coudenhoven an der Spitze auf die Churmaintzische Politik aufs Korn nahm Derhalben geriet Friedrich Karl Joseph von Erthal etwas in Rage und ließ Winkopp am 8. März 1786 in Basel kidnappen , nach Mainz bringen und dort bis Ende September in Haft halten. Nach seiner Entlassung und einer kurzen aber erfolglosen Karriere als Buchhändler in Frankfurt fand man Winkopp dann plötzlich als churmaintzischen Hofkammerassessor (1791) und dann als Hofkammerrat in Erfurt (1796) wieder.
Ferner war er Mitherausgeber des "Magazin für Geschichte, Statistik, Litteratur und Topographie der sämmtlichen deutschen geistlichen Staaten" und Autor einer "Geschichte der französischen . Eroberungen und Revolution am Rheinstrome, vorzüglich in Hinsicht auf Mainz". Verleger und Herausgeber der Zeitschriften: "Der deutsche Zuschauer oder Archiv aller merkwürdigen Vorfälle, welche auf die Vollziehung des Lüneviller Friedens Bezug haben", "Der Rheinische Bund" und der "Allgemeinen Staatscorrespondenz mit besonderer und beständiger Hinweisung auf die Staaten des rhein. Bundes" sowie einer " Geschichte des Großherzogthums Frankfurt"
Winkopp starb. in Aschaffenburg am 26. Oktober 1813 als churmaintzisch und großherzoglich frankfurtischer Hofkammerrat im Dienste des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg .

Im Gegensatz zu anderen aufklärerischen Geistern in Mainz ,wie Forster,Blau,Metternich,Dorsch,Wedekind, etc,hatte Winkopp sich mit seinem Fürsten arrangiert und sein Schäflein ins Trockene gebracht.
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