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Zimmermann-Depesche
04.12.2015, 19:59
Beitrag: #1
Zimmermann-Depesche
Im Frühjahr 1917 hat der Versuch der dt. Reichsregierung Mexiko zu einem Bündnis gegen die USA zu gewinnen, eine sehr verhängnisvoll Rolle gespielt.

Die ganze Aktion verlief, zumindest nach meinem Kenntnisstand, so "ungeschickt" dass man sich wirklich fragen muss, ob Zimmermann und das AA tatsäclich so blöd waren.
Oder, steckt da einiges mehr dahinter als im "Schulbuch" steht?

Hier ein Spiegel Online Artikel zum Thema

http://www.spiegel.de/einestages/das-zim...48260.html

aus dem Link:
Zitat:Damit die mexikanische Regierung sein Bündnisangebot auf jeden Fall erhalten würde, ließ der deutsche Staatssekretär des Äußeren, Arthur Zimmermann, seine Depesche 1917 über drei Wege verschicken: per Kabel via Schweden und drahtlos über die Funkstation Nauen. Zusätzlich über ein Kabel, das die US-Regierung der deutschen Regierung zur Verfügung gestellt hatte, um Friedensgespräche anzubahnen, ohne die Offenlegung der darüber versandten chiffrierten Botschaften zu verlangen.

und wer war "Schuld" an der Dechiffrierung?
Zitat:Der Dechiffrierungsabteilung im sogenannten "Raum 40" gelang es nach wenigen Wochen, die Botschaft mit Hilfe eines deutschen Schlüsselbuches zu entziffern. Das Buch war der russischen Marine beim Verlust des Kreuzers "Magdeburg" in der Ostsee in die Hände gefallen und dem britischen Verbündeten übergeben worden
nach 3 Jahren immer noch nicht gemerkt, dass der Verschlüsselungscode längst bekannt war....

aus wiki:
Zitat:Die Russen fanden auch drei Exemplare des geheimen Signalbuchs der Kaiserlichen Marine (Codebuch). Eins davon hatten die Deutschen, als die russischen Schiffe überraschend aus dem Morgennebel auftauchten, mit Blei beschwert, über Bord geworfen. Russische Taucher fanden es und konnten es bergen. Zwei weitere Exemplare wurden an Bord entdeckt. Die Russen boten eins der Signalbücher ihren britischen Verbündeten an, die es am 13. Oktober 1914 dankbar annahmen. Es erwies sich in der Folge als ein äußerst wertvolles Geschenk, denn es gelang den Briten, durch ihren neu gegründeten Marinenachrichtendienst Room 40 und mithilfe des Signalbuches, die Entzifferung aller deutschen Marinefunksprüche, was sich für die Royal Navy als enormer strategischer und taktischer Vorteil im Seekrieg erwies. Auch die berühmte Zimmermann-Depesche, die letztendlich kriegsentscheidend zum Eintritt der Vereinigten Staaten in den Weltkrieg führte, konnte durch den Room 40 entziffert werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/SMS_Magdeburg_%281911%29

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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04.12.2015, 21:32
Beitrag: #2
RE: Zimmermann-Depesche
Die ganze Wahrheit wird wohl nie bekannt werden. Parallelen zur Lusitania-Versenkung (und den "aufgespießten Babies" in Belgien) tun sich auf. Die Entente kroch 1916/17 genauso auf dem Zahnfleisch wie die Mittelmächte und für einen Kriegseintritt Amerikas hätte man in London alles getan.
Wäre es von der Reichregierung nicht logischer gewesen, den USA die Offerte Mexiko oder Kanada zu machen und sich so wenigstens wohlwollende Neutralität zu erkaufen?

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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04.12.2015, 23:44
Beitrag: #3
RE: Zimmermann-Depesche
Die Neutralität der USA wäre sehr wertvoll gewesen, als Vorstufe für einen Verständigungsfrieden.
Wenn alle vernünftig gewesen wären, wäre es ja erst gar nicht zum 1. Weltkrieg gekommen.

viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)
in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt
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05.12.2015, 10:10
Beitrag: #4
RE: Zimmermann-Depesche
(04.12.2015 23:44)Paul schrieb:  Die Neutralität der USA wäre sehr wertvoll gewesen, als Vorstufe für einen Verständigungsfrieden.
Wenn alle vernünftig gewesen wären, wäre es ja erst gar nicht zum 1. Weltkrieg gekommen.


Das ist richtig. Täte sich die Menschheit endlich mal an die 10 Gebote halten, wäre alles besser.

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05.12.2015, 10:38
Beitrag: #5
RE: Zimmermann-Depesche
Ist das eigentlich rübergekommen?
Im Zuge der Friedensinitiativen vom Dez. 1916 haben die USA dem Deutschen Reich eine Telegrafenleitung zur Verfügung gestellt zur problemlosen wechselseitigen Kommunikation. Aber zur Einleitung von Friedensgesprächen.
Und genau über diese Leitung haben die das Bündnisangebot mit Kriegsaufforderung über Washington nach Mexico City geschickt.

Die Depesche Berlin-Washington konnten die Briten nur sehr rudimentär entschlüsseln.
In Washington wurde aber "neu" verschlüsselt, mit dem Signalbuch das 1914 mit der Magdeburg schon in russisch-britische Hände gelangt war,
und so war die Depesche Washingon-New Mexico für die britischen Entschlüsseler kein Problem mehr.

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05.12.2015, 15:22
Beitrag: #6
RE: Zimmermann-Depesche
(05.12.2015 10:38)Suebe schrieb:  Ist das eigentlich rübergekommen?
Im Zuge der Friedensinitiativen vom Dez. 1916 haben die USA dem Deutschen Reich eine Telegrafenleitung zur Verfügung gestellt zur problemlosen wechselseitigen Kommunikation. Aber zur Einleitung von Friedensgesprächen.
Und genau über diese Leitung haben die das Bündnisangebot mit Kriegsaufforderung über Washington nach Mexico City geschickt.

Die Depesche Berlin-Washington konnten die Briten nur sehr rudimentär entschlüsseln.
In Washington wurde aber "neu" verschlüsselt, mit dem Signalbuch das 1914 mit der Magdeburg schon in russisch-britische Hände gelangt war,
und so war die Depesche Washingon-New Mexico für die britischen Entschlüsseler kein Problem mehr.

Verschwörungstheorie? Ist die Depesche etwa fingiert?
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