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EWG kontra EFTA
25.11.2015, 13:14
Beitrag: #1
EWG kontra EFTA
1960 wurde die EFTA als "Konkurrenz" zur seit 1958 bestehenden EWG gegründet.

Während die EWG von Anfang an eine politische Komponente hatte, fehlte die der EFTA bewusst.
Was zB dazu führte, dass Österreich nicht in die EWG durfte jedoch in die EFTA. Vom Staatsvertrag her machte die Sowjetunion von ihrem Vetorecht gebrauch.

Persönlich: Kam man nach Österreich, was fiel einem auf? Englische Autos, Ford Cortina, zB, den man in Deutschland gar nicht kannte.
Kam man nach Dänemark, Österreichische Mofas und Mopeds, Puch, die man in Deutschland zdZ nicht kannte.

Nun ist mir dieser Tage eine Rede Heinrich Nordhoffs von 1962 untergekommen, in der er sich gehörig über die seiner Meinung nach unsinnige politische Komponente der EWG negativ auslässt, andererseits die "funktionierede" EFTA sehr lobt. "Die Absätze der deutschen Autoindustrie in die EFTA-Länder wären viel größer als in die EWG-Länder, nur über "Manipulationen" wäre dies in den letzten Monaten geschönt worden. Wie geschrieben, Heinrich Nordhoff über VW Werksfunk 1962
https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Nordhoff

Ist die "politische Komponente" in die EWG-Verträge gekommen, da man Deutschland, damals der BRD, nicht so sehr traute?
Ähnlich wie der Euro nach der Wiedervereinigung?

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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26.11.2015, 20:04
Beitrag: #2
RE: EWG kontra EFTA
Zwischen 1958 und 1960 wurde eine Europäische Freihandels Zone EFZ angedacht. Insbesondere von den Staaten der "Peripherie" der 1958 gegründeten EWG. Wobei diese Staaten 1956,57 alle in der EWG willkommen gewesen wären, wenn sie gewollt, oder im Falle Österreichs und auch finnlands gedurft hätten.

Es gelang aber keine nähere Übereinstimmung so scheiterte die EFZ. Wobei insbesondere GB mit Macmillan allerlei drohende Worte gegen die BRD gebrauchte, Truppenabzug, Nato-Austritt usw. usf.
Adenauer jedoch hielt am "Kern-Europa" Deutschland-Frankreich fest, das er mehr oder weniger für sein Lebenswerk hielt.

Als die Gespräche zur EFZ endgültig gescheitert waren, konsolidierte sich die EFTA zur allgemeinen Überraschung sehr schnell, Auch die ersten Maßnahmen zur Zollsenkung zwischen den EFTA-Staaten wurden sehr schnell verwirklicht.

Insbesondere für die BRD, die einen erheblichen Teil des Außenhandels mit den EFTA-Ländern abwickelte führte dies zu fühlbaren Rückgängen im Handel mit diesen Ländern. (man beachte die o.g. Nordhoff-Rede)
Maxime der Politik der BRD war aber, dass politische Vorteile Vorrang vor wirtschftlichen hatten.
Kerneuropa mit Westintegration vor Freihandelszonen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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