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Das Horn von Afrika:
09.07.2015, 16:33
Beitrag: #21
RE: Das Horn von Afrika:
(09.07.2015 15:16)Paul schrieb:  Im Moment bestätigen die genetischen Analysen doch die Theorie der multiregionalen Entwicklung des Modernen Menschen.
Ich wüsste niemanden der maßgeblichen Wissenschaftler, der das so sieht. Sieht man von Milford Wolpoff ab, aber der ist nicht maßgeblich.
(09.07.2015 15:16)Paul schrieb:  Von Ostafrika fehlen solche Ergebnisse noch. Von der Logik her bin ich aber der Auffassung, das sich auch aus Afrika modernisierende Gene in andere Regionen der Welt ausgebreitet haben, nicht nur aus Europa, Sibirien und China.
Was sind denn "modernisierende" Gene? Man untersucht keineswegs nur die mitochondriale DNA, man ist inzwischen weiter. Und natürlich aus Afrika, es gibt verschiedene Verzweigungen des genetischen Stammbaums von Sapiens ab "Adam und Eva" und die sind bis auf einen einzigen alle auf Afrika beschränkt.

@Paul, deinen beharrlichen Standpunkt in Ehren - aber vielleicht solltest du einfach mal die harten Fakten zur Kenntnis nehmen.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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11.07.2015, 12:01
Beitrag: #22
RE: Das Horn von Afrika:
Es freut mich das hier schon so lebendig diskutiert wird. Was meine Serie betrifft, bin ich die letzten Tage dadurch das ich nun endlich einen neuen Computer gekauft habe (wegen Installationen von Programmen usw.) etwas aufgehalten worden.

Wenn ich vom Urlaub zurück bin möchte ich sie aber auf jeden Fall fortsetzen.
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12.07.2015, 22:16
Beitrag: #23
RE: Das Horn von Afrika:
(08.07.2015 08:00)913Chris schrieb:  Interessant auch, dass im alten Südarabien eine Religion herrschte, die Tendenzen zum Monotheismus aufwies (in manchen Reichen war der den Planeten Venus repräsentierende Gott die Basis für diese Tendenzen, in anderen der Mondgott). Insofern legten die Sabäer die Basis sowohl für die Entstehung des Islam in Arabien als auch für das christliche Äthiopien: Als dort christliche Missionare entrafen, war der Gedanke des Monotheismus den Äthiopiern nicht mehr fremd...und zwar seit Jahrhunderten. Es kann sein, dass das Reich Da´amot schon 1000 v.Chr. existierte!
In Südarabien kam noch der Einfluss der Juden hinzu, der seit 571 (n.Chr.) sogar dazu geführt hat, dass jüdische Könige den heutigen Jemen regierten.

Keine Ahnung, ob es da einen tatsächlichen Zusammenhang geben könnte. Bekannt sind auf alle Fälle der Kontakt und der kulturelle und materielle Austausch zwischen den äthiopischen Gebieten am oberen Nil und dem alten Ägypten ganz allgemein. Und ein nicht zu unterschätzender Einfluss auf die späteren abrahamitischen (monotheistischen) Religionen hatte zweifellos der Aton-Kult des Echnaton im 14. vorchristlichen Jahrhundert. Von daher wäre es durchaus denkbar, dass dieser grundsätzliche monotheistische Gedanke schon aus dieser Zeit rührt und über den Norden eingeflossen ist. Möglicherweise war es aber auch anders herum und Echnaton und schon sein Vater wurden von spirituellen Ideen aus dem Süden beeinflusst bzw. inspiriert. Natürlich alles nur Spekulation, denn auch die Kontakte zu den Hethitern im Norden könnten zu diesem Paradigmenwechsel beigetragen haben.


Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon, wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's! Dich hab ich vernommen!

Eduard F. Mörike (1804-1875)
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14.07.2015, 19:27
Beitrag: #24
RE: Das Horn von Afrika:
Glaub ich nicht. Der zeitliche Abstand ist zu groß.
Noch zu Zeiten des hypothetischen Mose waren die Israeliten keine Monotheisten, und noch Salomos Tempel diente auch der Verehrung von Aschera, einer schlangegestaltigen Göttin aus dem vor-monotheistischen israelitischen Pantheon. Jahwe war bis in die Zeit von König Joschija (640-609 v.Chr.) kein rein montheistischer Staat, erst dieser König setzte den bedingungslosen Montoheismus endgültig durch.
Echnaton war auch unter den Bewohnern Ägyptens zum Ende seiner Regierungszeit derart unbeliebt, dass nicht mehr als eine Handvoll überzeugter Aton-Anhänger übrig geblieben sein dürften, als Tutenchamun die Kehrtwende zurück zum Amun-Kult durchführte. Dass diese paar Anhänger 200 Jahre später ausgerechnet bei den Hebräern derartige Erfolge feiern konnten, dass die sich zu einem zumindest ansatzweisen Monotheismus durchringen, halte ich für unwahrscheinlich, noch dazu, wo der Jahwe-Glaube rein gar nichts mit dem Sonnengott Aton zu tun hat. Außer vielleicht der Verehrung unter freiem Himmel...
Aber - wie oben beschrieben - gerade in den ersten Jahrhunderten war der Jahwe-Glaubt bei weitem nicht so streng monotheistisch wie Echnatons Aton-Kult.
Viel eher glaube ich an eine direkte Beziehung zwischem dem sabäischen und dem hebräischen Glauben. Da passen die zeitlich Nähe und auch die räumliche Nähe viel besser zusammen.
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20.07.2015, 21:06
Beitrag: #25
RE: Das Horn von Afrika:
(14.07.2015 19:27)913Chris schrieb:  [..]
Noch zu Zeiten des hypothetischen Mose waren die Israeliten keine Monotheisten, und noch Salomos Tempel diente auch der Verehrung von Aschera
[..]

ich hatte eingangs geschrieben, dass meine Überlegungen rein spekulativen Charakters sind - soweit so gut oder auch schlecht - wobei, wenn man den entsprechenden ägyptischen Zeittafeln und Königslisten, aber auch archäologischen Erkenntnissen in etwa trauen darf, ist zumindest Echnaton eine historisch fest definierte Gestalt.
Etwas, was bei Mose bislang nicht zutrifft, und das du dankenswerter Weise auch schon eingeräumt bzw. relativiert hast und bei Salomo letztlich aber genauso zuträfe. Ähnliches gilt für das sabäische Königreich und die entsprechenden historischen Eckdaten.
Die verwertbaren Informationen, was das Saba zwischen 1000 - 400 v.Chr. betrifft, reichen einfach nicht aus, um Rückschlüsse auf eine monotheistische Grundidee zu ziehen, die dann auch noch in mehr oder weniger enger Verbindung zum damaligen Äthiopien/Eritrea oder den Hebräern steht.

Von daher sehe ich deine Überlegung bzw. Spekulation als (noch) wagemutiger und wackliger an als meine eigene, die sich an einer Freudschen Studie aus 1939 orientiert und die für mich einigermaßen plausibel klingt.


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Eduard F. Mörike (1804-1875)
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