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Wahlen-Allgemein 2015:
08.06.2015, 07:03
Beitrag: #61
RE: Wahlen-Allgemein 2015:
Die Frage ist ja, ob eine weitere Große Koalition nicht noch schlechter wäre...soll die FPÖ doch mal wieder beweisen, wie regierungsunfähig sie ist bzw. wie weit sie in der Regierung noch zu ihren "Versprechen" steht. Gibt´s im Burgenland überhaupt Moscheen, die man verhindern könnte?!?
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08.06.2015, 13:41
Beitrag: #62
RE: Wahlen-Allgemein 2015:
(08.06.2015 07:03)913Chris schrieb:  Die Frage ist ja, ob eine weitere Große Koalition nicht noch schlechter wäre...soll die FPÖ doch mal wieder beweisen, wie regierungsunfähig sie ist bzw. wie weit sie in der Regierung noch zu ihren "Versprechen" steht. Gibt´s im Burgenland überhaupt Moscheen, die man verhindern könnte?!?

Das mit den Moscheen kann ich leider nicht beantworten. Ich kenne keine, kenne aber auch weite Teile des Burgenlands nicht (Südburgenland). Ich persönlich halte das ganze für eine Taktik. Denke Niesl möchte eben zeigen das die FPÖ in einer Regierung auch keine Wunder herbeiführen kann. Gar so neu ist die FPÖ Regierungsbeteiligung nicht, in Oberösterreich stellt man mit Hainbucher ja auch den Wohnbaulandesrat (durch das Proporzsystem stellt außerdem die SPÖ Landesräte, die Regierungskoalition ist aber ÖVP-Grüne). Es heißt das die FPÖ im Burgenland gemäßigter ist, als im Bund - kann ich mir gut vorstellen, da ich denke das es schwer ist alleine mit den typischen FPÖ-Themen zu punkten.
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09.06.2015, 19:52
Beitrag: #63
RE: Wahlen-Allgemein 2015:
Auf die beiden Großparteien hatten die Wahlen personell schon auswirkungen. SPÖ Bundesgeschäftsführer Darabos wechselt ins Burgenland, wird dort Landesrat. Die Sozialdemokraten suchen nun einen neuen Bundesgeschäftsführer.

Die ÖVP im Nationalrat ist sogar größer geworden. 2 Abgeordnete von Team Stronach wechselten nun zur Volkspartei. Bei dem einen (Vetter) gab es Streit nach der Steiermarkwahl, der andere (Franz) war bereits Generalsekretär der Partei und machte mit zahlreichen oft skurilen Aussagen auf sich aufmerksam.

Bin gespannt ob das Team Stronach weiter zerfällt oder wie man weitermacht.
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11.06.2015, 15:44
Beitrag: #64
Knalleffekt in der Steiermark:
Einen Knalleffekt gab es in der Steiermark. Landeshauptmann Voves von der SPÖ trat gestern zurück. Neuer Landeshauptmann wird sein bisherige Stellvertreter Schützenhöfer von der ÖVP. Damit stellt die ÖVP obwohl sie hinter der SPÖ zweiter ist nun den Landeshauptmann. Die Sozialdemokraten verzichten also freiwillig auf den Posten des Landeshauptmanns um weiter in der Regierung zu sein.

Es wird also weiterhin SPÖ/ÖVP geben, doch nun hat die Volkspartei den Landeshauptmann. Etwas seltsame Sache, bei der man auch beachten muss das die beiden Parteien relativ gleich stark sind.
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30.06.2015, 23:51
Beitrag: #65
RE: Wahlen-Allgemein 2015:
Mal zur Abwechslung was lustiges: Hier eine Parodie eines österreichischen Parteichefs. Genauer genommen von Frank Stronach, zugegeben es ist ein Video das nicht ganz neu ist und das nicht ganz zur Zeit passt. Aber ich finde selten wird Stronach so gut parodiert und getroffen wie in diesen:

https://www.youtube.com/watch?v=-71ssRKWoqo


Also viel Spaß beim Ansehen.
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01.07.2015, 11:26
Beitrag: #66
RE: Wahlen-Allgemein 2015:
Was mir in letzter Zeit oft auffällt. In der AfD kracht es scheinbar immer wieder gewaltig.

Was denkt ihr wird das den Aufstieg der AfD stoppen?
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02.07.2015, 18:25
Beitrag: #67
RE: Wahlen-Allgemein 2015:
Der absolute Hammer an "Wahlen" wird das Referendum in Griechenland werden.

Innerhalb einer Woche eine Volksbefragung durchziehen?????

Nach meiner völlig unmaßgeblichen Meinung schlicht ein Ding der Unmöglichkeit.
Wenn die das schaffen, unter streng demokratischen Regeln, fresse ich mal wieder einen Besen samt der dranhängenden Raumpflegerin.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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02.07.2015, 19:58
Beitrag: #68
RE: Wahlen-Allgemein 2015:
(01.07.2015 11:26)WDPG schrieb:  Was mir in letzter Zeit oft auffällt. In der AfD kracht es scheinbar immer wieder gewaltig.

Was denkt ihr wird das den Aufstieg der AfD stoppen?

Ich behaupte mal, dass Frau Petry in Sachsen nicht zu stoppen ist. Wenn ja, wird etwas Ähnliches wie der AfD neu entstehen. Die meisten Wähler finden der AfD, aber auch PEGIDA und einst auch NPD im Raum Dresden.

Wie es in anderen Bundesländern ist, weiß ich nicht. Habe auch keine Ahnung, wer im AfD für welche Politikauslegung steht.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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04.07.2015, 15:52
Beitrag: #69
RE: Wahlen-Allgemein 2015:
Für äußerst undemokratisch halte ich das Vorgehen der Medien und der Politik in Österreich bezüglich eines kürzlich stattgefundenen Volksbegehrens. Das Thema des Volksbegehrens war der "Austritt aus der EU", konkret wird eine Volksabstimmung zu diesem gefordert.

Obwohl das Volksbegehren in den Medien fast totgeschwiegen wurde, bekam es weit über 200.000 Stimmen. Dennoch sorgte das ganze für keine weiteren Diskussionen. OK, ein Austritt aus der EU wirkt wohl fast unrealistisch und undurchführbar. Aber ich finde es auch nicht richtig das sich über 200.000 Unterschriften einfach so hinweggesetzt wird. Man könnte zumindest darüber Diskutieren, was eine so große Ablehnung der EU hervorbringt.

Wenn ein Volksbegehren die Hürde von 100.000 schafft, muss es im Nationalrat diskutiert werden. Da es aber außer von der FPÖ von keiner Partei unterstützt wird (und diese war auch nicht gerade der Initiator) wirkt das ganze wie ein offizieller Akt, nicht mehr.

Wie gesagt es geht mir gar nicht so um den unrealistischen Inhalt, aber ich finde es schade das mit der totalen Nichtbeachtung (also nicht mal irgendwelche Diskussionsrunden im Fernsehen oder so) die direkte Demokratie wieder mal total geschwächt wird.
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04.07.2015, 16:00
Beitrag: #70
Anti EU-Volksbegehren erfolgreich gescheitert:
Für äußerst undemokratisch halte ich das Vorgehen der Medien und der Politik in Österreich bezüglich eines kürzlich stattgefundenen Volksbegehrens. Das Thema des Volksbegehrens war der "Austritt aus der EU", konkret wird eine Volksabstimmung zu diesem gefordert.

Obwohl das Volksbegehren in den Medien fast totgeschwiegen wurde, bekam es weit über 200.000 Stimmen. Dennoch sorgte das ganze für keine weiteren Diskussionen. OK, ein Austritt aus der EU wirkt wohl fast unrealistisch und undurchführbar. Aber ich finde es auch nicht richtig das sich über 200.000 Unterschriften einfach so hinweggesetzt wird. Man könnte zumindest darüber Diskutieren, was eine so große Ablehnung der EU hervorbringt.

Wenn ein Volksbegehren die Hürde von 100.000 schafft, muss es im Nationalrat diskutiert werden. Da es aber außer von der FPÖ von keiner Partei unterstützt wird (und diese war auch nicht gerade der Initiator) wirkt das ganze wie ein offizieller Akt, nicht mehr.

Wie gesagt es geht mir gar nicht so um den unrealistischen Inhalt, aber ich finde es schade das mit der totalen Nichtbeachtung (also nicht mal irgendwelche Diskussionsrunden im Fernsehen oder so) die direkte Demokratie wieder mal total geschwächt wird.
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06.07.2015, 14:32
Beitrag: #71
Lage der Parteien - zwischen den Landtagswahlen 2015:
Was die Lage der Parteien betrifft, wirkten sich die Landtagswahlen im Burgenland und der Steiermark stark aus. Aber nicht nur diese auch Stimmung und Verhandlungslage wirkten sich aus. Deshalb beleuchte ich nochmals die Situation der einzelnen Parteien nach den Landtagswahlen im Frühjahr und vor dem Intensivwahlkampf in Wien und Oberösterreich:

-SPÖ: Die SPÖ fuhr im Burgenland und in der Steiermark stark Verluste ein. Nicht nur das auch die Verhandlungen um die Koalitionen in den Bundesländern wirkten sich nicht unbedingt positiv auf die Stimmung nicht unbedingt positiv aus. Im Burgenland gibt’s nun eine SPÖ-FPÖ-Koalition. Von Landeshauptmann Niesel vermutlich eine Strategie, die zeigen soll das die FPÖ in einer Regierung auch keine Wunder wirken kann. Doch das ganze hat für ziemlichen Wirbel in der SPÖ gesorgt. Ebenfalls Wirbel gab es in der Steiermark. Hier wurde man zwar stärkste Partei, doch nach dem Rückzug von Landeshauptmann Voves wurde nun niemand von der SPÖ, sondern ÖVP-Landeschef Schützenhöfer Landeshauptmann der Steiermark. Strategisch gesehen eine unverständliche Entscheidung der SPÖ. Also, alles in allem 2 Wahlniederlagen plus eine Verhandlungsniederlage plus Wirbel nach Verhandlungen in einem Bundesland. Bisher wurde nur der Bundesgeschäftsführer ausgetauscht. Faymann wirkt strategisch eher Ratlos und auch ohne großen Einfluss in der eigenen Partei. Sein Vorteil ist das sich nach wie vor kaum eine Alternative zu ihm abzeichnet.
Für die SPÖ werden Erfolge bei der Wienwahl und Oberösterreichwahl wohl nur sehr schwer zu holen sein. Im Falle von Niederlagen wird die Stimmung in der SPÖ wohl noch schlechter und der Druck auf den Bundeskanzler noch größer.


-ÖVP: Die Volkspartei verlor ebenfalls bei beiden Wahlen. Man verlor auch die Regierungsbeteiligung im Burgenland, hier wurde der Bürgermeister von Eisenstadt zum neuen Landesparteichef. Steiner kam statt Steindl. Und man gewann einen Landeshauptmann dazu und das trotz Platz 2. Auch die ÖVP wirkt gegenüber der FPÖ ratlos. Ein Thema das in Österreich im Moment heftig Diskutiert wird ist die verstärkte Anzahl von Asylwerbern und deren Unterbringung. Die verantwortliche Innenministerin kommt von der ÖVP und hat hier eine sehr schwierige Position. Dennoch wirkt die ÖVP im Moment gefestigter als ihr Koalitionspartner. Gründe dafür gibt’s wohl einige. Man war zumindest bei den Verhandlungen erfolgreicher, stellt nun 6 Landeshauptmänner, man hat sich erst im Vorjahr personell verändert und man täte sich wohl leichter als die SPÖ mit der FPÖ zu koalieren. Im Nationalrat ist die ÖVP sogar stärker geworden, da 2 Abgeordnete (Franz, Vetter) des Team Stronach zur ÖVP gewechselt sind.


FPÖ: Die FPÖ war der große Wahlgewinner, so etwas bringt einer Partei sehr schnell einen Hype. Die Bäume scheinen in den Himmel zu wachsen, wie die Medien berichten. Ähnlich wirkte es 2014 bei den Grünen und 2013 bei den Neos.
Doch noch etwas hat sich durch die Landtagswahlen ergeben. Die FPÖ ist zum potentiellen Koalitionspartner geworden zumindest mal bei manchen auf Landesebene. Man hat im Moment den Eindruck das sich die FPÖ gar nicht groß anzustrengen braucht um stärker zu werden. Man setzt auf ein paar wenige, aber sehr stark emotional besetzte Themen und hat es im Moment geschafft als „die Alternative“ für Protestwähler zu gelten.
Die FPÖ wurde also durch die beiden Wahlen enorm gestärkt. Außerhalb der Wahlen gibt es Streitigkeiten in Salzburg, wo der Langjährige Parteichef Schnell, nach Ausschluss aus der FPÖ eine eigene Partei bilden möchte.
Sicher eine kleine Schwächung, die aber nicht gerade extrem viel Beachtung fand. Denke die FPÖ hat sehr gute Chancen, eben wegen der Stimmungslage und auch den aktuelle Themen, bei den Landtagswahlen in Wien und Oberösterreich weiter dazu zu gewinnen.

Fortsetzung folgt……………
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06.07.2015, 15:35
Beitrag: #72
Lage der Parteien - zwischen den Landtagswahlen 2015 Teil 2::
(06.07.2015 14:32)WDPG schrieb:  Stimmungslage und auch den aktuelle Themen, bei den Landtagswahlen in Wien und Oberösterreich weiter dazu zu gewinnen.

Fortsetzung folgt……………

-Die Grünen: Haben es geschafft bei 2 Wahlen auf für sie schwierigen Boden, jeweils ein leichtes Plus zu holen. Eigentlich müsste man damit klar sagen, sie sind Wahlgewinner. Aber beobachtet man die Medien im Moment hat man den Eindruck nicht. SPÖ, ÖVP, FPÖ das sind die großen Player, die Grünen werden hier im Moment bei Diskussionen usw. kaum beachtet.

Letztes Jahr sah es so aus als können die Grünen sehr viel erreichen, doch dieser Hype ist wieder weg. Die nächsten Landtagswahlen sind aus der Sicht der Grünen sehr wichtig. Einerseits eben um diesen Hype wieder zu entfachen, andererseits um Regierungsbeteiligungen zu erhalten. Weder in Wien, noch in Oberösterreich ist man fix in der Regierungskoalition.

Ein Tipp an die Grünen: Ich würde die Vermarktung über „witzige“ Plakate weglassen. Das zieht denke ich nicht mehr.

-Das Team Stronach: Das man mit der Unterstützung der Liste Burgenland erfolgreich war, wirkt sich kaum aus. Das man in der Steiermark gescheitert ist, war spätestens mit den Streitigkeiten dort klar und hat sich mit dem Wahlergebnis bestätigt. Man ist eine Partei ohne Chef fürs Tagesgeschäft. Dietrich der Klubobfrau des Team Stronach im Nationalrat, gelingt es nicht wirklich in den Vordergrund zu treten. Frank Stronach ist kaum präsent und ein neuer Chef fürs Tagesgeschäft ist auch nicht wirklich in Sicht. 2 Abgeordnete sind zur ÖVP übergetreten. Ob weitere mit Übertritten folgen ist schwer zu sagen. Man muss aber sagen, das Team Stronach ist noch weniger Stabil als einst das BZÖ. Ob man heuer noch wo antritt ist noch nicht fix.

-Neos: Das bei keiner der beiden Wahlen der Einzug in den Landtag gelang war für die Neos ein herber Rückschlag. Personell gab es dennoch keine wirklichen Konsequenzen, im Moment setzt man hauptsächlich auf die Wahlen in Wien und hofft das Beate Meinl-Reisinger in der ehemaligen LiF-Hochburg einen Erfolg verbuchen kann und ev. auf Einzüge auf den Gemeinderat in manchen Gemeinden in Oberösterreich.

Denke man muss aufpassen, den Aufbau von Strukturen nicht zu verpassen, diese haben einst auch dem LiF gefehlt. Das geht denke ich mit der momentanen Positionierung aber nur schwer.



Nun noch kurz zu den Kleinparteien:

-Das BZÖ trat heuer noch bei keinen Landtagswahlen an, auch in Oberösterreich wird man nur auf der Gemeindeebene antreten. In Wien ist, meines Wissens, noch nichts fix. Das BZÖ hätte wohl keine besonders gute Chancen, aber immerhin ist man in diesen Bundesländern noch halbwegs gut aufgestellt. Insgesamt wird das BZÖ kaum noch wahrgenommen. Ein bisschen wundert es mich das man nicht versucht hat Karl Schnell von der Salzburger FPÖ an Bord zu holen. Gerade weil Parteichefin Trodt-Limpl eigentlich Bündnisspartnern gegenüber sehr offen ist.

-KPÖ: Der KPÖ gelang es in der Steiermark weiterhin im Landtag zu bleiben. In Oberösterreich wird man, denke ich antreten und versuchen zumindest auf Gemeindeebene den einen oder anderen Erfolg zu holen (etwas den Verbleib im Gemeinderat von Linz), in Wien setzt man auf das linke Wahlbündnis „Wien-Andas“ das bisher nur sehr wenig Beachtung findet.

-Andere: Auch wenn der Liste Burgenland ein Plus gelang, Nachahmer oder Strukturen im Bund sind nicht abzusehen. Was die Piratenpartei betrifft sind die Zeiten größerer Chancen scheinbar vorbei. In Wien tritt man beim Wahlbündnis „Wien Andas“ an. Der CPÖ ist ein Antreten zuzutrauen, Chancen auf mehr als 1% zu kommen sind aber meist gering. Ähnlich sehe ich es bei der SLP, wenn sie bei der Wienwahl antreten sollte. Spannender ist es da schon wie stark EU-Stopp wird, wenn es in Wien antritt.
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29.07.2015, 14:45
Beitrag: #73
RE: Wahlen-Allgemein 2015:
Im ORF finden seit dieser Woche jeden Montag die Sommergespräche statt, werde darüber berichten, sobald es mir möglich ist. Im Moment habe ich leider größere technische Probleme (der Grund warum ich im Moment kaum schreibe).
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30.07.2015, 20:41
Beitrag: #74
Sommergespräch 2015: Matthias Strolz - Neos:
So nun habe ich wieder eine funktionierende Internetverbindung: Nun werde ich also das Sommergespräche analysieren. Dazu möchte ich auch noch kurz die Stärke der einzelnen Parteien beschreiben.

Den Start machte die kleinste der Parteien im Nationalrat, die Neos. Sie sitzen seit der Nationalratswahl 2013 im Nationalrat. Außerdem sind sie noch im EU-Parlament mit einem Sitz, sie sind im Vorarlberger Landtag und von den Hauptstädten her ist man im Stadtrat von Salzburg.

Matthias Strolz (Sommergespräch): Der Parteichef der Neos ist nach wie vor ein Energiebündel. Eines das offen ist für neue Vorschläge und Idee. Muss sagen er kam, finde ich, sehr sympathisch rüber. Aber was ihm nicht gelang, meiner Meinung nach, aber wichtig gewesen wäre, war das er zeigt wofür die Neos stehen, das sie mehr sind als das alte LiF, sondern eben eine moderne Bürgerbewegung. Ich zumindest sehe hier einen Grund warum die Neos im Moment gar nicht so gut dastehen wie es anfangs ausgesehen hat.
Das Gespräch selbst verlief ungefähr so: Zuerst wurden die großen Themen der momentanen Zeit (Flüchtlingsdebatte, Griechenland) behandelt, danach ging es verstärkt um die Neos und zuletzt um Strolz persönlich. Wie gesagt er kam sehr sympatisch und menschlich rüber, oft kam er weg von der üblichen Politikersprache. Doch er war auch permanent in der Situation sich verteidigen zu müssen, anstatt auf Attacke zu gehen.

Was das Gespräch gesamt betrifft muss ich sagen, ich weiß nicht warum, aber letztes Jahr fand ichs besser. Vielleicht wars das Neue. Dennoch fand es war ein Gespräch das viele Themen umfasste, das sehr lebendig war und das einem auch einige neue Infos brachte.

Nächste Woche wird’s wohl turbolent, da kommt Frank Stronach.
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06.08.2015, 00:39
Beitrag: #75
Sommergespräch 2015 - Frank Stronach/Team Stronach:
Dem Team Stronach gelang der Einzug in 3 Landtage. Niederösterreich, Kärnten und Salzburg. In den beiden letztgenannten Bundesländern sitzt man außerdem in der Landesregierung. Das Team Stronach in Kärnten betont gerne seine Eigenständigkeit. Außerdem sitzt man im Nationalrat. Dort sprangen zuletzt 4 Abgeordnete (zur ÖVP) ab.

Frank Stronach (Sommergespräch): Heuer kam wieder Parteichef Stronach selbst zu den Sommergesprächen. Das Sommergespräch war das mit den höchsten Zuschauerquoten bisher, höher als die mit Jörg Haider. Das zeigt wie unterhaltsam Frank Stronach ist. Das war er auch bei diesem Sommergespräch, er ging nur teilweise auf Fragen ein, versuchte immer wieder seine wirtschaftlichen Erfolge vor diverse gefragte Themen zu setzen und seine Wirtschaftskompetenz zu präsentieren.

Mit einigen Aussagen sorgte er für Aufsehen, etwa umstrittenen Wortwahlen, mit manchen was er versuchte als Überraschung zu präsentieren setzte er sich kaum durch und die Themen die ein jeder erwartet hätte das bearbeitet werden würden, beachtete er kaum.

Für Aufsehen sorgende Aussagen und ein Mann der teilweise sogar Sympathie ausstrahlt, normalerweise würde ich sagen eine gute Mischung. Doch Stronach gelang es absolut nicht zu zeigen warum jemand seine Partei wählen sollte und auch Inhalte brachte er kaum rüber. Außerdem wirkte er wesentlich älter als noch vor 2 Jahren.

Kurz gesagt: Der Moderator (Hans Bürger) wirkte souverän, was nicht immer so einfach war. Teilweise war er auch amüsiert. Insgesamt kann man sagen: Der ORF war der Gewinner des Sommergesprächs, Stronachs Team eher weniger.
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12.08.2015, 13:03
Beitrag: #76
Sommergespräche 2015 - Glawischnig (Grüne):
Die Stärke der Grünen:
Die Grünen sind in allen 9 Landtagen drinnen, im Nationalrat und im EU-Parlament auch. In Salzburg ist man sogar zweitstärkste Kraft. In gleich 6 Bundesländern regieren die Grünen im Moment mit.


Eva Glawischnigs Sommergespräch-meine Analyse: Von den bisherigen Sommergesprächen war das mit Eva Glawischnig bisher mit Abstand das langweiligste. Strolz wirkte menschlich sehr sympatisch, Stronach hatte einen hohen Unterhaltungsfaktor. Glawischnig hingegen kaute das was man über sie und die Grünen eh schon weiß in gewohnter Politikermanier runter. Was mir auch auffiel, vielleicht lag es an der Tagesverfassung oder ähnliches, war das sie rhetorisch schon mal stärker war. Immer wieder wurde sie in die Richtung „warum kommen die Grünen nicht weiter“ gedrängt und kam nicht raus. Dabei muss man als neutraler Beobachter sagen, das man in den letzten Jahren doch etliche Erfolge verzeichnen konnte (Regierungsbeteiligungen, meist ein Plus bei den Wahlen). Auch bei anderen eigentlich einfachen Fragen dachte ich mir „warum findet die keine überzeugendere Antwort“ etwa bei der Frage „warum man meist hinter der FPÖ ist“. Teilweise wollte sie witzig rüberkommen was aber auch kaum gelang. Dazwischen kam ein Video, über Glawischnig früher als Juristin einem NGO im Umweltbereich. Muss sagen in diese Rolle passt sie irgendwie besser, als in die heutige. Ich kaufe ihr den engagierten Kampf für ihre Inhalte schon ab, sie ist sicherlich eine Idealistin. Aber auch eine die frustriert Oberlehrerhaft wirkt und dann noch glaubt damit bei der Jugend angesagt zu sein.
Was mich wunderte ist das sie Wien oft weit zurückstellte und dafür die Rolle der Grünen in der Landesregierung in Oberösterreich hervorhob.

Insgesamt: Von der Moderation wieder passend, aber von der befragten Spitzenkandidatin her eine sehr langeweilige und langwierige Sache das Ganze, ohne viel neues oder bewegendes.
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12.08.2015, 13:14
Beitrag: #77
Landtagswahlen in Oberösterreich - Wer tritt an:
Ende September finden in Oberösterreich Landtagswahlen statt, jetzt ist bekannt wer zur Wahl antritt.

Die ÖVP tritt mit Landeshauptmann Pühringer an, das sie Nummer 1 bleiben wird, ist unbestritten, die Frage ist jedoch wie stark man wird. Die SPÖ hat es da schon schwerer, ihr Spitzenkandidat Entholzer ist Verkehrslandesrat, im Moment sieht es sogar so aus als würde man auf Platz 3 zurückfallen. Die FPÖ tritt mit Wohnbaulandesrat Haimbuchner zur Wahl an, ein Plus scheint der FPÖ sicher, vielleicht sogar Platz 2. Umweltlandesrat Anschober wird auch dieses Mal wieder Spitzkandidat der Grünen sein, bisher koalierte man mit der ÖVP, Anschober möchte das wohl gerne fortsetzen.

Neu dabei sind die Neos, sie treten mit der bisher kaum bekannten Julia Raab an. Von den kleinen Parteien haben die Neos wohl noch die besseren Chancen für einen Landtagseinzug, aber einfach wird es für sie nicht. Die KPÖ tritt erneut mit Leo Furthlehner an, sehr viel mehr als 1-2% werden vermute ich kaum drinnen sein. Auch die CPÖ tritt zur Wahl an.

Nicht antreten wird das BZÖ, dieses ist in Oberösterreich zumindest auf Gemeindeebene noch vorhanden, die Landesparteichefin ist Jörg Haiders Schwester Ursula Haubner. Ebenfalls nicht dabei ist das Team Stronach, hier wollte Nationalratsabgeordneter Steinbichler mit eigener Liste (Kompetenzplattform) antreten, was aber nicht gelang. Die Piratenpartei tritt auch nicht an.
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19.08.2015, 10:39
Beitrag: #78
Sommergespräch 2015 - FPÖ/Strache:
Die FPÖ ist in allen 9 Landtagen drinnen. In Vorarlberg, Kärnten und Wien ist man die zweitstärkste Kraft. In einer Regierungskoalition befindet man sich seit heuer im Burgenland mit der SPÖ.

Strache (FPÖ) – Sommergespräch/Meine Analyse: Strolz und Stronach gelang es, abseits vom üblichen Politikergerede menschlich sympatisch rüberzukommen, außerdem gabs bei den Interviews doch das eine oder andere neue. Beides war weder bei Glawischnig noch bei Strache der Fall. Genauso wie die Grünen-Chefin wirkte auch Strache finde ich sehr angespannt. Dafür wesentlich energischer als die Grünen-Chefin vor einer Woche.
Strache ließ sich kaum in eine Position drängen, brachte wohl das rüber was er rüberbringen wollte. Inhaltlich überraschte er kaum, oft hätte ich mir gewünscht das Moderator Bürger (der übrigens teilweise wieder einen guten Humor bewies) mehr nachgefragt hätte. So präsentierte Strache für Wien ein Konzept bei dem ich mich gefragt habe „wer soll das, dann bezahlen“? Und beim Klimawandel agierte er sehr fragwürdig (fand es aber mal erfreulich das die FPÖ hier auch gefragt wird). Sehr groß herausgestrichen von beiden Seiten wurde wieder mal das Thema „Zuwanderer“.

Persönliches kam im Gegensatz zu den ersten beiden Gesprächen weniger zur Sprache, hier betonte Strache gerne das er im Grund ein offener Mensch ist. Wie so oft bei der FPÖ hätte man mehr Themen ansprechen können, aber es fehlte teilweise die Zeit.

Insgesamt: Wenig neues und kaum großartige Konzepte von Strache, der wieder mal zeigte das er retorisch sehr gut ist. Vom Unterhaltungswert war das Gespräch um einiges interessanter als das mit Glawischnig letzte Woche. Wahltechnisch wurde meist Wien behandelt, Oberösterreich kam so gut wie gar nicht zur Sprache.

Nächste Woche ist Reinhold Mitterlehner von der ÖVP bei den ORF-Sommergesprächen.
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31.08.2015, 22:11
Beitrag: #79
Sommergespräch 2015 - ÖVP/Mitterlehner:
Die ÖVP stellt 6 Landeshauptleute und ist in 5 Bundesländern die stärkste Partei (in der Steiermark stellt man als zweitstärkste Partei den Landeshauptmann). In 7 Bundesländern ist die ÖVP insgesamt an der Regierung beteiligt. Außerdem ist die Volkspartei die zweitstärkte Partei im Nationalrat und die stärkste Delegation Österreichs im EU-Parlament.

Sommergespräch von Mitterlehner: Muss sagen das Sommergespräch fand ich wieder etwas weniger spannender und weniger langwierig als das von Glawischnig oder Strache. Was mich überraschte war das Mitterlehner durchaus auf einen kritischen Kurs gegen die Medien ging, so nach dem Motto „sie stellen vieles falsch da“. Was manche präsentierte Konzepte betrifft fand ich die Antworten häufig schwach, nicht wirklich gut durchdacht und teils sogar wiedersprüchlich. Muss sagen da hätte ich mir von Mitterlehner mehr erwartet, da er doch eher der Typ „Sachpolitiker“ ist. Was mir auffiel das in manchen Fragen die Rolle der EU stark betont wurde und was typisch für Mitterlehner ist, ein teils sehr wirtschaftsfreundlicher Kurs. Was die FPÖ betrifft fielen mir 2 Sachen auf: Erstens sah Mitterlehner das ganze relativ relaxt (meinte z.B. das man bei deren Aufstieg auch die Probleme des Team Stronach sehen muss), zweitens grenzte man sich schon mal stärker ab, als bei diesem Interview. Was die Wienwahl betrifft stellte Mitterlehner die Wirtschaftskompetenz seiner Partei in den Vordergrund.

Der Moderator wirkte zum Teil sehr nervös, macht finde ich insgesamt einen guten Job, bei diesem Interview fand ich aber, das er schon bessere Tage hatte.
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05.09.2015, 23:56
Beitrag: #80
Wien: 8 Listen treten Landesweit an:
Am 11. Oktober 2015 findet in Wien die Landtagswahl statt. Nun ist klar wer antritt und wer nicht:

-Die SPÖ tritt mit dem mächtigen Landeschef Michael Häupl an. Die Umfragen sagen einen Absturz voraus.

-Die FPÖ tritt mit Parteichef Strache als Spitzenkandidat an (genauso wie 2005 und 2010 auch schon), in Wien hat damals der Wiederaufstieg der Partei nach der Spaltung in FPÖ und BZÖ begonnen. Damals rief man zum Duell um Wien auf, das Duell Häupl gegen Strache ist wohl auch dieses mal das große Thema der Wahl.

-Die ÖVP hat mit Juracka einen anderen Spitzenkandidaten als 2010 (damals war es Christine Marek). Wien ist ein Bundesland bei der die Volkspartei eher mit 10-15% rechnen muss und fürchten muss auf Platz 4 abzustürzen. Punkten möchte man mit Wirtschaftskompetenz und wohl auch mit Außenminister Kurz. Man ist neben den Grünen ein möglicher Koalitionspartner für die SPÖ.

-Die Grünen mit Maria Vasilakou regieren in Wien mit. Das ganze verlief nicht immer harmonisch. Man hat Chance auf Platz 3.

Das waren die 4 Parteien die bereits im Rathaus sitzen. Daneben werden noch folgende Parteien Landesweit antreten:

-Neos: Die Neos haben von den kleinen Parteien am ehesten die Chance den Einzug zu schaffen. Schon das Liberale Forum hatte hier seine Hochburg. Spitzenkandidatin Meinl Reisinger ist eine der bedeutendsten Politikerinnen der Partei.

-WWW: Diese Liste wird von einem bekannten Gastronom angeführt. Das Team Stronach und auch das BZÖ (meines Wissens steht der BZÖ-Landesparteichef auf der Liste) unterstützen die Liste, die Direkte Demokratie in den Vordergrund stellen möchte.

-Gemeinsam für Wien: Die Liste Gemeinsam für Wien wird vom türkischstämmigen Arzt Turgay Taskiran angeführt, Migration und Integration sind wichtige Themen. Auf der Liste findet man viele Leute mit Migrationshintergrund. Auch die Rumän/innenpartei und eine Abspaltung der Piratenpartei (Liste Robin-Hood) gehören der Liste an.

-Wien-Andas: Das Wien ein extrem wichtiger Boden ist, zeigt sich auch bei den Kleinparteien. Um stärker zu sein versucht man etliches, z.B. Parteienbündnisse. Das trifft auch auf die linken Parteien zu. Die KPÖ-Wien, die Piratenpartei, die Liste „Echt Grün“ und weitere treten als Wien Andas an, eine Art Nachfolger für Europa-Anders. Spitzenkandidatin Okropiridse kommt von der Piratenpartei.

Nicht in allen Wahlkreisen treten die Freidemokraten, die SLP, die Männerpartei und „Wir für Floridsdorf an“. Die EU-Austrittspartei konzentriert sich auf die Bezirkswahlen.
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