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Militärische Blindgänger
06.02.2015, 12:50
Beitrag: #61
RE: Militärische Blindgänger
(06.02.2015 12:32)Arkona schrieb:  
(04.02.2015 13:48)Suebe schrieb:  Aber kann mir mal einer sagen, warum der Zufuhrkrieg über das Eismeer in der Wahrnehmung eine so Riesen-Rolle spielt, während sich anscheinend, zumindest der heutigen Wahrnehmung folgend, keine Sau um den Weitertransport dieser Güter ins innere Russlands gekümmert hat.

Folgt man Tante Wiki, wurden etwa 25% des vom Westen gelieferten Materials an die Sowjetunion über den Persischen Korridor gebracht. Ergo kamen die anderen 3/4 über Murmansk. Der einzige weitere eisfreie Hafen mit entsprechender Infrastruktur wäre Wladiwostok gewesen, aber da war die Achsenmacht Japan direkt vor der Haustür. Damit relativiert sich deine Aussage.


Aber nein, die relativiert sich keineswegs, über Wladiwostok kam viel! da heben die Japaner nichts, gar nicht verhindert. Da ist der lange Weg durch Sibirien das einzige Hindernis.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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06.02.2015, 13:01
Beitrag: #62
RE: Militärische Blindgänger
Zahlen was insgesamt geliefert wurden, bekommt man ohne weiteres, welche Mengen über welche Wege geliefert wurden, wesentlich schwerer.
Über Wladiwostok zumindest zeitweilig ca, 47%, über Persien 1941-42 ca. 25 % der Lieferungen. Aber ab 1943 "der größte Teil" wobei in Persien Montagehallen für Flugzeuge und LKWs gebaut wurden. Die LKWs für die Katjuscha-Stalinorgel wurden dort produziert.

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06.02.2015, 13:08
Beitrag: #63
RE: Militärische Blindgänger
(06.02.2015 12:50)Suebe schrieb:  Aber nein, die relativiert sich keineswegs, über Wladiwostok kam viel! da heben die Japaner nichts, gar nicht verhindert. Da ist der lange Weg durch Sibirien das einzige Hindernis.

Ähm, wie soll das gegangen sein - wenn ich mal flüchtig auf den Globus sehe. Da hätten die USA ja offen ganze Konvois durch die Meerengen der japanischen Inseln schleusen müssen.
Oder gab es da irgendwelche Geheimabkommen? Kann ich mir nicht vorstellen, Amerika und Japan haben sich ja rigoros im Pazifik bekämpft.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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06.02.2015, 15:45
Beitrag: #64
RE: Militärische Blindgänger
(06.02.2015 13:08)Arkona schrieb:  
(06.02.2015 12:50)Suebe schrieb:  Aber nein, die relativiert sich keineswegs, über Wladiwostok kam viel! da heben die Japaner nichts, gar nicht verhindert. Da ist der lange Weg durch Sibirien das einzige Hindernis.

Ähm, wie soll das gegangen sein - wenn ich mal flüchtig auf den Globus sehe. Da hätten die USA ja offen ganze Konvois durch die Meerengen der japanischen Inseln schleusen müssen.
Oder gab es da irgendwelche Geheimabkommen? Kann ich mir nicht vorstellen, Amerika und Japan haben sich ja rigoros im Pazifik bekämpft.


Das war die idiotische Kriegsführung der Achse.
Da gab es keine Geheimabkommen. Der Transport ist mW unter russischer Flagge gelaufen.

aus wiki lend-lease
Zitat:Während die Nordmeergeleitzüge den kürzesten Weg für alle Lend-Lease-Lieferungen darstellten, war die meistbefahrene Transportstrecke für das Leih- und Pachtmaterial für die nachteilig war die enorme Länge des Weges (sowohl des Seeweges als auch des Landweges: alle Waren mussten von Wladiwostok per Bahn durch den gesamten asiatischen Kontinent zum europäischen Kriegsschauplatz transportiert werden). Die Transsibirische Eisenbahn Wladiwostok-Moskau ist 9.288 km lang.[

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06.02.2015, 16:26
Beitrag: #65
RE: Militärische Blindgänger
Hm, Japan muss doch gewusst haben, was da für Konterbande auf russischen Schiffen aus Kalifornien abgeholt wurde. Nach Prisenordnung hätte man das auch ganz legal unterbinden können. Wollte man Stalin nicht unnötig reizen?

Auf jeden Fall erstaunlich das Ganze, ich würde mich sehr für die Hintergründe interessieren. Dönitz hat doch auch U-Boote in den Pazifik nach Japan geschickt. Hätte man da nicht ein paar davon vor Wladiwostok parken können, bei Versorgung der Boote in Japan. Die Russen hätten da kaum was entgegensetzen können.

In Europa hat man sich doch auch nicht einfach neutrale Schiffe, schon gar nicht mit strategischen Gütern, in Feindhäfen gelassen. Wer trotzdem den Törn riskierte, tat das auf eigene Gefahr. Die Briten holten sich ihren Lend-Lease-Krempel vor dem Kriegseintritt der USA deshalb m.W. selbst ab.

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06.02.2015, 16:38
Beitrag: #66
RE: Militärische Blindgänger
Japan hat peinlich darauf geachtet Stalin keinerlei Anlass zu geben, auch zu Zeiten wo es eher nach einer russischen Niederlage aussah.

So haben die Japaner alle Flüge die sowjetisches Territoium berührten konsequent untersagt. (das wären ja die einfachsten Routen gewesen)
Obwohl sie an einer Luftverbindung sehr interessiert waren.

Und am Schluss hat sie Väterchen Stalin dann doch in den Hintern getreten.

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06.02.2015, 23:02
Beitrag: #67
RE: Militärische Blindgänger
Der sichere Seeweg von GB nach Persien war um das Kap herum, dauerte viele Wochen. Und das gleiche wieder zurück. Also waren die Schiffe belegt, die Begleitschiffe auch. Der Seeweg nach Murmansk 10 Tage.
Es gab 1941 den Versuch, die Bahnstrecke zu sperren. Scheiterte an den widrigen Bedingungen, im Gelände ohne Straßen kamen die deutschen Truppen nur langsam voran und als sie die erste Straße erreichten, erwartete sie die ausgeruhte Rote Armee.
http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Silberfuchs

Die Kriegsmarine konzentrierte sich nach der Einführung von Radar auf die Nordkonvois, weil die Zugänge zum Atlantik überwacht waren und Brest/St.Nazaire luftgefährdet waren. Nach anfänglichen Erfolgen liefen die Konvois nur noch im Winter, als die Wetterbidungen für schwere Einheiten denkbar schlecht waren.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
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07.02.2015, 10:57
Beitrag: #68
RE: Militärische Blindgänger
Ich habe mich in der englischen Wiki nochmal kundig gemacht. http://en.wikipedia.org/wiki/Pacific_Route
Über die Pazifikroute wurden ausschließlich "nichtmilitärische Güter" wie Lebensmittel, Rohstoffe, Lokomotiven, Kraftwagen etc. pp. aus den USA mit sowjetischen Schiffen geliefert. Japan kontrollierte die Fracht. Was etwas heiklere Ladung hatte, lud man (im Sommer) in Petrosawodsk auf Kamtschatka aus und schaffte es mit kleineren Schiffen von da den Amur hinauf bis zur Transsibirischen Eisenbahn. Was für ein logistischer Aufwand! Dabei passierte es einige Male, dass amerikanischen U-Booten peinliche Verwechslungen unterliefen.

Das war mir bis dato unbekannt, danke für den Hinweis @Suebe.

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07.02.2015, 11:48
Beitrag: #69
RE: Militärische Blindgänger
Die Japanerwaren mit den Russen befreundet, die Finnen mit den USA, die Spanier haben aus Rücksicht auf USA und GB gleich gar nicht mitgemacht, dito die Bulgaren.
Und so weiter und so fort.

Aber einen Weltkrieg musste man anzetteln.

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