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Karl May in seiner Zeit und heute
08.09.2014, 21:08
Beitrag: #21
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(08.09.2014 12:56)Bunbury schrieb:  Unvollständig lass ich gelten, ich habe nicht jeden Karl May Band gelesen.

Da ich mich aber ausdrücklich auf die Romanze zwischen Old Shatterhand und N_Tscho-Tschi bezog ist "unrichtig" sachlich völlig daneben.
"Old Shatterhand" also Karl may als ich erzähler deutet die Schwieirgkeiten an, die ein Deutscher durch die Hochzeit mit einer Indianderin auf sich nehmen könnte. Und er läßt N-Tscho-Tschi sterben, was es ihm erspart, sich entweder als Feigling, der die öffentliche Meinung fürchtet, darzustellen oder eben die ANfeindungen und Probleme auf sich zu nehmen. Ein mutiger Schriftsteller hätte sich für eine der beiden Lösungen entschieden.

Daß es multinationale Beziehungen gegeben hat, ist kein Beleg Mut "Anderen" passieren schließlich ständig Dinge, mit dnene man sich nicht beschäftigen muss. Eine Hauptfigur, die nicht in der Ich-perspektive erzählt, kann man mit allem möglichen ausstatten, ohne sich wrklich mit der dazugehörogen Problematik zu stellen.
Ich bin allenfalls bereit, mein Urteil in dieser Hinsicht über Karl May zu revidieren, wenn er sich dieser Frage in einem Buch als Ich- Erzähler angenommen hat und die Konsequenzen seiner Handlung auch trägt.

Kann ich nicht ganz nachvollziehen, zumal es in den Bänden, die er als auktorialer Erzähler verfasst hatte, fast immer die Titelhelden waren, die Binationale Liebesbeziehungen eingingen und Binationale Liebschaften eher die Regel als die Ausnahme waren.

May als Ich-Erzähler hatte hingegen nie irgendwelche Liebschaften auch nicht mit Deutschen.

In einigen seiner Spätwerke ist er bereits verheiratet.



(08.09.2014 12:56)Bunbury schrieb:  Gibt es da ein Buch?

Nicht das ich wüsste, aber ich hab' schätzungsweise auch "nur" 70-80% seiner Werke gelesen.

MfG, Titus Feuerfuchs
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08.09.2014, 22:04
Beitrag: #22
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(08.09.2014 21:08)Titus Feuerfuchs schrieb:  
(08.09.2014 12:56)Bunbury schrieb:  Unvollständig lass ich gelten, ich habe nicht jeden Karl May Band gelesen.

Da ich mich aber ausdrücklich auf die Romanze zwischen Old Shatterhand und N_Tscho-Tschi bezog ist "unrichtig" sachlich völlig daneben.
"Old Shatterhand" also Karl may als ich erzähler deutet die Schwieirgkeiten an, die ein Deutscher durch die Hochzeit mit einer Indianderin auf sich nehmen könnte. Und er läßt N-Tscho-Tschi sterben, was es ihm erspart, sich entweder als Feigling, der die öffentliche Meinung fürchtet, darzustellen oder eben die ANfeindungen und Probleme auf sich zu nehmen. Ein mutiger Schriftsteller hätte sich für eine der beiden Lösungen entschieden.

Daß es multinationale Beziehungen gegeben hat, ist kein Beleg Mut "Anderen" passieren schließlich ständig Dinge, mit dnene man sich nicht beschäftigen muss. Eine Hauptfigur, die nicht in der Ich-perspektive erzählt, kann man mit allem möglichen ausstatten, ohne sich wrklich mit der dazugehörogen Problematik zu stellen.
Ich bin allenfalls bereit, mein Urteil in dieser Hinsicht über Karl May zu revidieren, wenn er sich dieser Frage in einem Buch als Ich- Erzähler angenommen hat und die Konsequenzen seiner Handlung auch trägt.

Kann ich nicht ganz nachvollziehen, zumal es in den Bänden, die er als auktorialer Erzähler verfasst hatte, fast immer die Titelhelden waren, die Binationale Liebesbeziehungen eingingen und Binationale Liebschaften eher die Regel als die Ausnahme waren.

Die in der Ehe mündeten? Als sein Alter Ego Old Shatterhand lebte er ja nicht dauerhaft im Wilden Westen und reiste immer wieder nach Deutschland zurück- Old Shatterhand dachte kurz darüber nach, wie es wäre, seine Apatschenliebe mit nach Deutschland zu nehmen, kam zum Schluss, daß es unmöglich wäre- aber bevor er eine Entscheidung treffen mußte, starb sie (praktischerweise.)

Eine binationale Beziehung in der Wahlheimat ist dann doch etwas anderes, als die fremdrassige Frau mit nach Deutschland in die Heimatstadt zu nehmen.

(08.09.2014 21:08)Titus Feuerfuchs schrieb:  May als Ich-Erzähler hatte hingegen nie irgendwelche Liebschaften auch nicht mit Deutschen.

Natürlich hatte er. Eben mit jener Schwester Winnetous, die so praktischerweise starb...Wink
Er spielte mit dem Gedanken, aber er hatte eben dann doch nicht den Mut, das ganze in der einen oder anderen Weise durchzuziehen. Hätte mit Sicherheit auch einen ziemlich Sturm der Entrüstung entfacht...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
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08.09.2014, 22:16
Beitrag: #23
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
@Bunbury, da war keine ernsthafte Liebschaft - jedenfalls keine beidseitige. Nicht mit der Verfilmung verwechseln! Die Apachin kam um, als sie auf dem Weg nach St. Louis war, um dort europäische Kultur und Erziehung zu erfahren. Dann, und nur dann, hätte Old Shatterhand eventuell nochmal nachgedacht.
Im Orient erwähnt Kara Ben Nemsi mal, dass er in der Heimat geheiratet hat.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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09.09.2014, 00:01
Beitrag: #24
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(08.09.2014 22:04)Bunbury schrieb:  
(08.09.2014 21:08)Titus Feuerfuchs schrieb:  Kann ich nicht ganz nachvollziehen, zumal es in den Bänden, die er als auktorialer Erzähler verfasst hatte, fast immer die Titelhelden waren, die Binationale Liebesbeziehungen eingingen und Binationale Liebschaften eher die Regel als die Ausnahme waren.

Die in der Ehe mündeten?

Ja natürlich.


(08.09.2014 22:04)Bunbury schrieb:  Eine binationale Beziehung in der Wahlheimat ist dann doch etwas anderes, als die fremdrassige Frau mit nach Deutschland in die Heimatstadt zu nehmen.

(08.09.2014 21:08)Titus Feuerfuchs schrieb:  May als Ich-Erzähler hatte hingegen nie irgendwelche Liebschaften auch nicht mit Deutschen.

Natürlich hatte er. Eben mit jener Schwester Winnetous, die so praktischerweise starb...Wink

Zwischen den beiden ist nie was Ernsthaftes gelaufen. Wink


(08.09.2014 22:04)Bunbury schrieb:  Er spielte mit dem Gedanken, aber er hatte eben dann doch nicht den Mut, das ganze in der einen oder anderen Weise durchzuziehen. Hätte mit Sicherheit auch einen ziemlich Sturm der Entrüstung entfacht...

Beim Leser? Glaub' ich gar nicht.

MfG, Titus Feuerfuchs
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09.09.2014, 09:02
Beitrag: #25
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
Mal ein Beispiel aus dem wahren Leben, wie sich vornehme Globetrotter damals "ihr exotisches Spielzeug" mit nach Hause nahmen: http://de.wikipedia.org/wiki/Machbuba

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09.09.2014, 18:26
Beitrag: #26
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(08.09.2014 22:16)Arkona schrieb:  @Bunbury, da war keine ernsthafte Liebschaft - jedenfalls keine beidseitige. Nicht mit der Verfilmung verwechseln! Die Apachin kam um, als sie auf dem Weg nach St. Louis war, um dort europäische Kultur und Erziehung zu erfahren. Dann, und nur dann, hätte Old Shatterhand eventuell nochmal nachgedacht.

Was ist schon ernsthaft? Karl May schrieb schließlich keine Liebesromane, also war es nicht wirklich ernsthaft.
Daß das Mädel (der Name ist mir dann doch zu anstrenged) noch auf eine Schule mußte, um überhuapt vielleicht auch nur iN Frage zu kommen, ist eben jene Andeutung, jene Spielerei mit dem Gedanken, die mit dem praktischen Tod beendet wird, bevor May sich ernsthaft damit beschäftigen muss.

Mutig als Schriftsteller wäre es gewesen, das ganze wirklich konsequent durchzuziehen in die eine oder andere Richtung. Das hätte man dann auch als Gesellschaftskritik auffassen können.
Für mich als damals junger Mensch auf der Suche nach Antworten war es jedenfalls eine dieser blöden Ausreden, die sich Erwachsene immer ausdenken, um keine richtigen Antworten geben zu können.

Mark Brandis war da viel, viel besser und hat deswegen auch folgerichtig Karl May bei mir abgelöst...

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09.09.2014, 19:36
Beitrag: #27
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
Mark Brandis repräsentiert eine ganz andere Epoche. Wem Karl May nicht passt und wer partout happy ends erwartet, sollte besser Barbara Wood oder Rosamunde Pilcher lesen, das ist jetzt bewusst etwas bösartig formuliert. Allen Schriftstellern um 1900 wäre es nicht im Traum eingefallen, den Protagonisten "fremdrassig" zu verkuppeln - man nehme nur Burroughs "Tarzan-Romane". May ging da schon, gemessen am damaligen Zeitgeist, sehr weit.

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09.09.2014, 22:20
Beitrag: #28
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
Sicherlich ging er für seine Zeit schon recht weit.
Aber geht es nicht bei den Schriftstellern, die gewissermaßen die Zeit überdauern, nicht auch darum. daß sie sich mit den ewigen Fragen des Lebens beschäftigen, die immer und immer wieder auftauchen? Happy Ends gibt es bei denen übrigens nie. Denn das ist eben das Problem daran- an solchen Konstellationen gibt es kein Happy End. Die wirklich großen Schriftsteller sind diesen Weg aber gegangen.
Vielleicht war also Mays mangelnder Mut auch ein Produkt seiner Zeit.

Von daher verschwindt Karl May heutzutage wohl zu recht aus den Büchereien. Seine Ideen von Gut und Böse sind zu einfach und haben sich längst überlebt. Sein Indianerbild entsprach nicht der Wirklichkeit. Unterm Strich gesagt- Karl May hat heute nichts mehr zu bieten.

Als was will man ihn also bewundern? Ein mutiger Schriftsteller war er nicht. Ein Visionär auch nicht.
Unterm Streich bleibt vor allem eines: Er hat sich eine Phantasiewelt erdacht und ist darin abgetaucht. Sein Vorteil war, daß er einen einigermaßen lesbaren Schreibstil hatte, und so konnte er an seinen Phantasien andere teilhaben lassen.
Aber diese Phantasien ... nun je, sie sind von gestern. Nein, von vorgestern.
Ja, ich kann auch nostalgisch sein und mich daran erinnern, wie es vor fast 40 Jahren war, als ich das Zeug gelesen habe, und als ich mit meinem Bruder und Freunden im Garten Winnetou nach gespielt habe. (Mein Bruder war immer Santer und mußte eines grauenvollen Todes sterben.) Ich habe mit 10 im Keller gesessen und stundenlang die Schallplatten gehört, und mich nur am Anfang gewundert, warum sie so anders waren als die Filme.

Aber irgendwann war man darüber hinausgewachsen, der eine früher, der andere später. Bedauern, daß die Kinder heute in der Schulbücherei den Karl May nicht mehr lesen und er nach Jahren der Nicht-Ausleihe auch endlich aus den Regalen verbannt wurde, kann ich es nicht.

@Arkona: Wer zum Teufel sind Barbara Wood oder Rosamunde Pilcher?

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09.09.2014, 22:35
Beitrag: #29
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
Nein, er schrieb billige Fortsetzungsromane in Zeitschriften. Später erst gab es sie in Buchform. Er kam also zu seiner Popularität wie die Jungfer zum Kinde.
Ob man es heute noch in der Ausleihe oder Schulbücherei haben sollte, darüber kann man diskutieren genauso ob dass Prinz-Eugen-Lied noch in die Zeit passt. Es ging in der Ausgangsfrage um den historischen Kontext, den wir nun mal zur Kenntnis nehmen müssen. Und es schadet unseren Blagen bestimmt nicht, wenn sie dass vernünftig eingenordet auch kennenlernen.

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10.09.2014, 10:12
Beitrag: #30
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
Der Thread- Titel lautet aber "Karl May in seiner Zeit und heute"...Wink.

Ob das "historische Einordnen" von Karl May Romanen wirklich zu den Dingen gehört, die man den "Blagen" heute vermitteln sollte,wage ich dann aber zu bezweifeln. Dazu ist Karl May viel zu unbedeutend als Schriftsteller.
Allenfalls kann man den "Blagen" mal aufzeigen, daß man auch auf andere Arten und Weisen in Phantasiewelten abtauchen kann als sich in irgendwelche Computerspiele zu flüchten.

Ich frage mich gerade, ob wir heute über Karl May überhaupt noch diskutieren würden, wenn es nicht die Karl- May Renaissance in den 60 ern gegeben hätte, angeregt durch die Filme, oder ob er nicht längst vergessen wäre.

Und das bringt mich wieder zu meiner Aussage zurück, daß Karl May das gleiche Weltbild bewegt hat, das auch den Herrn Marx umtrieb.
Der hart arbeitende Siedler (Arbeiter), der vom gierigen Schurken (Kapitalist) um alles gebracht wird. Oder aber direkt die gewinnorientierten Unternehmen, die imer irgendwelches Begehren auf Indianerland hatten... Aber zum Glück gab es dann bei Karl May die Rettung in Form von Winnetou, Old Shatterhand und diversen anderen guten. (Und Marx dachte sich den Kommunismus aus...)

Von daher waren gerade die Karl May Filme in den 60ern ja hervorragend geeignet, die politischen Botschaften der jeweiligen Systeme zu transportieren. (Die Ost-Verfilmungen kenne ich allerdings nicht- die liefen nicht im (West)- Fernsehen, als ich noch in dem Alter war, in dem mir Karl May etwas zu bieten hatte. )
Aber die West-Verfilmungen waren ein wunderschönes Spiegelbild der damaligen Weltsicht. Es gab entweder "gut" oder "böse". Gute konnten reich sein, wenn sie sich um andere kümmerten und Schwächere beschützten. Es gab die Beschützer, die über den Frieden wachten, und es gab immer wieder Bösewichter, die alle Seiten gegeneinander aufzuhetzen versuchten, um sich zu bereichern. Wir finden "Blutsbrüder" und auf politischer Ebene waren die Amerikander "der große Bruder".
Nach den Kriegen herrschte Aufbruchstimmung und der Wunsch, aus den Trümmern etwas aufzubauen, die sich trefflich in der Eroberung einer neuen Landschaft (Wilder Westen) widerspiegeln ließ.

Von daher behaupte ich mal, daß die Bedeutung von karl may nicht der zeit geschuldet ist, in der die Bücher geschrieben wurden, sondern vielmehr jener Zeit, in der er wiederentdeckt wurde...

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10.09.2014, 11:01
Beitrag: #31
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(09.09.2014 22:35)Arkona schrieb:  Es ging in der Ausgangsfrage um den historischen Kontext, den wir nun mal zur Kenntnis nehmen müssen.

Kein Autor ist völlig losgelöst von seiner Zeit zu betrachten. Das geht nicht. Andererseits- und deswegen ist Karl May für mich durchaus ein schriftstellerisches Leichtgewicht- gerade die Schaffung von Phantasiewelten erlaubt die Diskussion von Fragen, die man innerhalb des historischen Kontextes nicht diskutieren kann, weil sie mit zu vielen Tabus behaftet sind.
Nicht umsonst habe ich Mark Brandis als vergleichenden Jugendbuchautor genommen. Ich hätte auch mit z.B. Marion Zimmer Bradley nehmen können, die ihre Phantasiewelt Dakover regelmäßig dazu nutzte, sehr strittige Fragen zu diskutieren.
May hat das eine oder andere angedeutet, angerissen. Er hat eine Phantasiewelt geschaffen, aber er war nicht mutig genug, um seine Phantasiewelt wirklich zu verändern. Sie war dann zueltzt doch zu sehr in ihrer Zeit verhaftet.

Von daher, um auf das Zitat am Anfang zurückzukommen:

(06.09.2014 19:40)Arkona schrieb:  Ich möchte hier einfach nur mal versuchen, eine Diskussion anzustoßen. Wie soll man Karl May heute werten? Ein idealistischer Spinner? Oder der Lieblingsautor der Generation Auschwitz in deren Jugend (Hitler mochte ihn angeblich sehr)? Oder vielleicht doch nur ein überschätzter Trivialschreiberling, der trotzdem das deutsche Bild vom Orient und von Amerika lange prägte?

Definitv der überschätzte Trivialschreiberling, der einfach deswegen lange das deutsche Bild vom Orient und Amerika prägte, weil es zu wenig andere Informationen gab oder man sich auch nicht anders informieren wollte.

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10.09.2014, 12:34
Beitrag: #32
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(10.09.2014 11:01)Bunbury schrieb:  ./.

Definitv der überschätzte Trivialschreiberling, der einfach deswegen lange das deutsche Bild vom Orient und Amerika prägte, weil es zu wenig andere Informationen gab oder man sich auch nicht anders informieren wollte.

Täuscht euch nicht.
Die Deutschen des Jahres 1910 hatten überaus detaillierte Kenntnisse über die USA, zumindest detailliertere als heute!
Und ich wage die These, dass dies für 1880 ebenso zutrifft.
Dass ein Roman ein Roman ist, auch in der Ich-form war 1910 auch schon bekannt.

Karl May konnte schreiben. Hier liegt das Geheimnis seines Erfolgs.
Die Dinger sind echt spannend.
Ohne im Blut zu waten!

Hat schon mal einer den Bericht von Carl Peters gelesen, den er über seine Suche nach Emin Pascha schrieb? Der Gegensatz wird auffallen, und Peters Horrorstory ist vermutlich noch untertrieben.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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10.09.2014, 13:30
Beitrag: #33
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(10.09.2014 12:34)Suebe schrieb:  Täuscht euch nicht.
Die Deutschen des Jahres 1910 hatten überaus detaillierte Kenntnisse über die USA, zumindest detailliertere als heute!
Und ich wage die These, dass dies für 1880 ebenso zutrifft.

Kann ich mir nicht vorstellen- in der breiten Masse zumindest nicht. Das Bürgertum vielleicht- aber Menschen, die nicht lesen und schreiben konnten und 12 bis 14 Stunden für den täglichen Unterhalt arbeiten mussten, hatten nicht unbedingt die Muße sich mit Amerika zu beschäftigen ist....

(10.09.2014 12:34)Suebe schrieb:  Dass ein Roman ein Roman ist, auch in der Ich-form war 1910 auch schon bekannt..

Roman ist aber nicht gleich Roman, auch nicht zur gleichen Zeit. Oder ist ´ne Nele Neuhaus das gleiche wie Henning Mankell?


(10.09.2014 12:34)Suebe schrieb:  Karl May konnte schreiben. Hier liegt das Geheimnis seines Erfolgs.
Die Dinger sind echt spannend.

Und hier kommen wir in den Bereich des unterschiedlichen Geschmacks. Wink Ich habe vor zwei Jahren mal wieder versucht, das zeug zu lesen, als ich darüber mitentschieden habe, ob der Karl may in der Schulbücherei bleiben soll. Ich fands stinklangweilig, nur ein paar wenige Figuren originell (die Exzentriker Tante Droll und Hobbel- Frank) und ziemlich stereotyp. Und erst die unertäglichen Landschaftsbeschreibungen. Beim Ölprinz sind es 28 Seiten bevor auch nur irgendwas passiert....

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10.09.2014, 14:35
Beitrag: #34
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(10.09.2014 13:30)Bunbury schrieb:  ...als ich darüber mitentschieden habe, ob der Karl may in der Schulbücherei bleiben soll. Ich fands stinklangweilig...

Lass mich raten - ihr habt ihn gnadenlos "wegzensiert" und durch Pippi Langstrumpf (in bereinigter Fassung) ersetzt. Wink

(10.09.2014 13:30)Bunbury schrieb:  Das Bürgertum vielleicht- aber Menschen, die nicht lesen und schreiben konnten und 12 bis 14 Stunden für den täglichen Unterhalt arbeiten mussten, hatten nicht unbedingt die Muße sich mit Amerika zu beschäftigen ist....

Das überrascht mich bei deinem Beruf. Willst du allen Ernstes behaupten, am Ende des 19. Jahrhunderts waren die meisten Deutschen noch Analphabeten? Es gab auch damals schon die allgemeine Schulpflicht, je nach Staat (Preußen,Sachsen,Bayern etc.) 6-8 Jahre. 12-14 Stunden wurde vielleicht auf dem Lande während der Ernte gearbeitet, aber nicht (mehr) in der Industrie, da waren um 1890 eher 10 Stunden üblich.
Zudem wanderten gerade zu dieser Zeit Hunderttausende nach Amerika aus. Diese Leute haben sich vorher garantiert informiert. Und Millionen haben sich zumindest mit dem Gedanken an Auswanderung und mit ihrer möglichen neuen Heimat befasst und somit alles über Amerika gelesen,was sie in die Finger bekamen. Oft war das Karl May.

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10.09.2014, 14:44
Beitrag: #35
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(10.09.2014 13:30)Bunbury schrieb:  
(10.09.2014 12:34)Suebe schrieb:  Täuscht euch nicht.
Die Deutschen des Jahres 1910 hatten überaus detaillierte Kenntnisse über die USA, zumindest detailliertere als heute!
Und ich wage die These, dass dies für 1880 ebenso zutrifft.

Kann ich mir nicht vorstellen- in der breiten Masse zumindest nicht. Das Bürgertum vielleicht- aber Menschen, die nicht lesen und schreiben konnten und 12 bis 14 Stunden für den täglichen Unterhalt arbeiten mussten, hatten nicht unbedingt die Muße sich mit Amerika zu beschäftigen ist....

./.


Wie Analphabeten jetzt den Winnetou gelesen haben, müsste man auch gelegentlich mal untersuchen.... Wink

Spass beiseite,
hier unterschätzt du die deutsche Volksschule des 19. Jahrhunderts.
Lesen und schreiben konnten die Deutschen des Jahres 1880 gut und flächendeckend.

Aber seis drum.
Vermutlich, wie du schreibst, eine Sache des Geschmacks.
Ich habe ihn immer geliebt, den Karl May. Und mein Urteil ist deshalb natürlich gefärbt.
Speziell die Landschaftsschilderungen sind doch hochinteressant, und soweit ich weiß stimmen sie auch.

"Durchs wilde Kurdistan" war der erste Band, den ich mein eigen nannte. Heute von packender Aktualität.

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10.09.2014, 17:21
Beitrag: #36
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(10.09.2014 14:44)Suebe schrieb:  
(10.09.2014 13:30)Bunbury schrieb:  Kann ich mir nicht vorstellen- in der breiten Masse zumindest nicht. Das Bürgertum vielleicht- aber Menschen, die nicht lesen und schreiben konnten und 12 bis 14 Stunden für den täglichen Unterhalt arbeiten mussten, hatten nicht unbedingt die Muße sich mit Amerika zu beschäftigen ist....

./.


Wie Analphabeten jetzt den Winnetou gelesen haben, müsste man auch gelegentlich mal untersuchen.... Wink

Naja, ungefähr so wie die BILD Zeitung- es reicht doch, wenn einer lesen kann und den anderen erzählt, was er gelesen hat...Wink

(10.09.2014 14:44)Suebe schrieb:  Spass beiseite,
hier unterschätzt du die deutsche Volksschule des 19. Jahrhunderts.
Lesen und schreiben konnten die Deutschen des Jahres 1880 gut und flächendeckend.

Dumme Frage- auch die Frauen?

(10.09.2014 14:44)Suebe schrieb:  Vermutlich, wie du schreibst, eine Sache des Geschmacks.
Ich habe ihn immer geliebt, den Karl May. Und mein Urteil ist deshalb natürlich gefärbt.

Einfach mal interessehalber- wann hast du den karl may das letzte Mal zur Hand genommen? Ich frage deshalb, weil ich ihn eigentlich so schlecht auch nicht fand, bis wir in der Bücherei festgestellt haben, daß ihn keiner mehr ausleiht und ich ihn dann probegelesen habe, um zu sehen, woran es liegt... hat nicht lange gedauert, bis ich es wußteWink


(10.09.2014 14:44)Suebe schrieb:  Speziell die Landschaftsschilderungen sind doch hochinteressant, und soweit ich weiß stimmen sie auch.

Jetzt weiß ich, wo der Unterschied herkommt. Ich hasse Landschaftsbeschreibungen....
[/quote]

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10.09.2014, 17:37
Beitrag: #37
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(10.09.2014 14:35)Arkona schrieb:  Lass mich raten - ihr habt ihn gnadenlos "wegzensiert" und durch Pippi Langstrumpf (in bereinigter Fassung) ersetzt. Wink

Nein. Er wurde jahrelang nicht mehr ausgeliehen. Und so schade es auch ist- Pippi liest heute auch keiner mehr, auch nicht in bereinigter Form. Ich habe versucht, den Kindern Erich Kästner nahezubringen, aber auch das ist danebengegangen.

(10.09.2014 14:35)Arkona schrieb:  
(10.09.2014 13:30)Bunbury schrieb:  Das Bürgertum vielleicht- aber Menschen, die nicht lesen und schreiben konnten und 12 bis 14 Stunden für den täglichen Unterhalt arbeiten mussten, hatten nicht unbedingt die Muße sich mit Amerika zu beschäftigen ist....

Das überrascht mich bei deinem Beruf..

Hä?


(10.09.2014 14:35)Arkona schrieb:  Willst du allen Ernstes behaupten, am Ende des 19. Jahrhunderts waren die meisten Deutschen noch Analphabeten? Es gab auch damals schon die allgemeine Schulpflicht, je nach Staat (Preußen,Sachsen,Bayern etc.) 6-8 Jahre. 12-14 Stunden wurde vielleicht auf dem Lande während der Ernte gearbeitet, aber nicht (mehr) in der Industrie, da waren um 1890 eher 10 Stunden üblich.

Okay, vielleicht ein voreiliger Schluss. Meine ältesten Verwandten wurden um die Jahrhundertwende geboren. Zur Schule sind sie zwar gegangen, aber sie waren deswegen nicht im Stande, ein Buch zu lesen. Ein bißchen in der Bibel, mehr aber auch nicht. Und ich habe von dieser uralten Generation die Männer nicht gekannt, nur die Frauen. Und die waren nicht wirklich Analphabeten, aber ein längerer Text hat sie schon überfordert...

(10.09.2014 14:35)Arkona schrieb:  Zudem wanderten gerade zu dieser Zeit Hunderttausende nach Amerika aus. Diese Leute haben sich vorher garantiert informiert. Und Millionen haben sich zumindest mit dem Gedanken an Auswanderung und mit ihrer möglichen neuen Heimat befasst und somit alles über Amerika gelesen,was sie in die Finger bekamen. Oft war das Karl May.

Glaubst du das im Ernst? Daß die leute sich damals vor allem Bücher genommen haben, um sich ihrer geplanten Ausreise wegen über Amerika zu informieren? Ich habe ja keine Ahnung, aus welcher gesellschaftlichen Klasse deine Vorfahren stammen, aber für Arbeiter war ein Buch um die Jahrhundertwende etwas sehr exotisches. Da ist viel über Mund zu Mund Propaganda gelaufen, jeder hat erzählt, was er von irgendeinem Cousin 27 grades gehört hat, der vor drei Jahren ausgewandert ist. Und natürlich auch, was der Lehrer und der Pfarrer, die beiden Intellektuellen eines jeden Dorfes, aus dem Winnetou erzählt oder vorgelesen haben...

Es gab eine breite bürgerliche Bildungsschicht, das ist richtig. Aber sie stellte nicht die Mehrheit der Bevölkerung...

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10.09.2014, 18:54
Beitrag: #38
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(10.09.2014 17:21)Bunbury schrieb:  
(10.09.2014 14:44)Suebe schrieb:  Wie Analphabeten jetzt den Winnetou gelesen haben, müsste man auch gelegentlich mal untersuchen.... Wink

Naja, ungefähr so wie die BILD Zeitung- es reicht doch, wenn einer lesen kann und den anderen erzählt, was er gelesen hat...Wink

(10.09.2014 14:44)Suebe schrieb:  Spass beiseite,
hier unterschätzt du die deutsche Volksschule des 19. Jahrhunderts.
Lesen und schreiben konnten die Deutschen des Jahres 1880 gut und flächendeckend.

Dumme Frage- auch die Frauen?

(10.09.2014 14:44)Suebe schrieb:  Vermutlich, wie du schreibst, eine Sache des Geschmacks.
Ich habe ihn immer geliebt, den Karl May. Und mein Urteil ist deshalb natürlich gefärbt.

Einfach mal interessehalber- wann hast du den karl may das letzte Mal zur Hand genommen? Ich frage deshalb, weil ich ihn eigentlich so schlecht auch nicht fand, bis wir in der Bücherei festgestellt haben, daß ihn keiner mehr ausleiht und ich ihn dann probegelesen habe, um zu sehen, woran es liegt... hat nicht lange gedauert, bis ich es wußteWink


(10.09.2014 14:44)Suebe schrieb:  Speziell die Landschaftsschilderungen sind doch hochinteressant, und soweit ich weiß stimmen sie auch.

Jetzt weiß ich, wo der Unterschied herkommt. Ich hasse Landschaftsbeschreibungen....
[/quote]


Aber natürlich konnten Frauen auch lesen.
Kochrezepte .... Devil

Mal weiter ausholen.
Ich bin doch ein blitzgescheites Kerlchen, das weiß man ja ,und das willst du hoffentlich nicht bestreiten. Undecided
Und, beweisbar bin ich zu 50% weiblicher Abstammung.
Ergo: die Weibchen in meiner Ahnenreihe können auch nicht blöd gewesen sein.

Auch hier Spass beiseite: Es gab den Quellen nach im 19. Jahrhundert Vorbehalte gegen studierte Damen. OK.
Aber glaub bloß nicht, dass Frauen damals nicht auch eine solide Grundlage an theoretischen Kenntnissen vermittelt bekommen hätten.

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10.09.2014, 19:37
Beitrag: #39
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
Bei der Schulpflicht wurde kein Unterschied zwischen Mädchen und Jungen gemacht, lesen konnten sie also alle. Nur war Karl May sicher nicht die Jugendlektüre unserer Urgroßmütter. Für die gab es Hedwig Courths-Mahler.

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10.09.2014, 20:35
Beitrag: #40
RE: Karl May in seiner Zeit und heute
(10.09.2014 17:37)Bunbury schrieb:  Glaubst du das im Ernst? Daß die leute sich damals vor allem Bücher genommen haben, um sich ihrer geplanten Ausreise wegen über Amerika zu informieren? Ich habe ja keine Ahnung, aus welcher gesellschaftlichen Klasse deine Vorfahren stammen, aber für Arbeiter war ein Buch um die Jahrhundertwende etwas sehr exotisches. Da ist viel über Mund zu Mund Propaganda gelaufen, jeder hat erzählt, was er von irgendeinem Cousin 27 grades gehört hat, der vor drei Jahren ausgewandert ist. Und natürlich auch, was der Lehrer und der Pfarrer, die beiden Intellektuellen eines jeden Dorfes, aus dem Winnetou erzählt oder vorgelesen haben...

Es gab eine breite bürgerliche Bildungsschicht, das ist richtig. Aber sie stellte nicht die Mehrheit der Bevölkerung...


Es ist Fakt, und auch belegbar, dass speziell über die Zustände und Umstände in den USA ein reger Briefwechsel über den Ozean hin- und hergegangen ist.

Mein Großvater, Jahrgang 1874, besass etliches an Büchern. Aus seinem Besitz habe ich einen "Briefsteller" und ein Fremdwörterlexikon von 1899 in meinem Bücherschrank stehen.
Meine Großmutter, Jahrgang 1873, war Reformanhängerin, ihre umfangreiche Literatur zum Thema hat eine meiner Schwestern in ihrem Besitz.
Meine Mutter, Jahrgang 1903, hat das ganze Leben gelesen und gelesen. Allerdings, als sie über 90 war, konnte sie sich auf längere Geschichten nicht mehr konzentrieren, beließ sie es bei zwei regionalen Tageszeitungen und speziellen Sammlungen von Kurzgeschichten, mit denen sie sich eifrig versorgen ließ.

Ich habe erst neulich auf dem Erbgang die Feldpostkartensammlung von 14-18 meiner Großmutter bekommen,
die, die da schrieben, waren es gewöhnt,
gestochen scharfe Handschriften, trotz in der Regel Bleistift heute noch jederzeit lesbar.

Nö nö,
die haben vielleicht noch das Licht mit dem Hammer ausgemacht,
aber in der Schulbildung der großen Masse liegen wir heute eher hinter denen wie vor ihnen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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