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Kriegsdienstverweigerer
26.06.2014, 00:10
Beitrag: #21
RE: Kriegsdienstverweigerer
(25.06.2014 23:35)Regenbogensonne schrieb:  Was sagt Ihr denn eigentlich zu Rommel... hatte heute eine Doku angeguckt

=> http://www.youtube.com/watch?v=SvpPtAnl-Gs

Und da wird er dargestellt, dass er am Ende wahrscheinlich Mittäter zum 20 Juli. 44 war und so sozusagen Widerstandskämpfer..

Und dass sein Name auch in der Akte 20.Juli.. erwähnt wurde.
Stimmt es wirklich, dass er sich vergiftet hat, also freiwillig..

Bin auf Eure Meinungen gespannt!

LG

Regenbogen

Er war nur Mitwisser. Hatte eigentlich Vorbehalte, dass beim Attentat zuviele "Unschuldige" umkommen.

Freiwillig ist sehr relativ, siehe hier

http://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Romme....C3.A4bnis
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26.06.2014, 01:28
Beitrag: #22
RE: Kriegsdienstverweigerer
Er hat sich nicht freiwillig umgebracht. Er hat das "Angebot" Hitlers angenommen, dass wenn er sich selbst umbringt, seine Familie vor Strafverfolgungen verschont wird und Rommel selbst ein Staatsbegräbnis bekommt. Hätte Rommel das "Angebot" nicht angenommen, wäre er selbst vor dem Volksgerichtshof gestellt worden, bei seiner Familie wäre die Sippenhaft angewandt worden.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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26.06.2014, 09:41
Beitrag: #23
RE: Kriegsdienstverweigerer
(26.06.2014 01:28)Sansavoir schrieb:  Er hat sich nicht freiwillig umgebracht. Er hat das "Angebot" Hitlers angenommen, dass wenn er sich selbst umbringt, seine Familie vor Strafverfolgungen verschont wird und Rommel selbst ein Staatsbegräbnis bekommt. Hätte Rommel das "Angebot" nicht angenommen, wäre er selbst vor dem Volksgerichtshof gestellt worden, bei seiner Familie wäre die Sippenhaft angewandt worden.

Rommels Karriere, ohne Generalstabs-Ausbildung, ist nur in einem totalitären System möglich.
Rommel, ein Schwabe mit gehörigen Ecken und Kanten, hatte in der Reichswehr mehr Feinde als Freunde, die Karriere war ihm deshalb trotz Pour le Merite versperrt, er wäre vermutlich als Major aD gegangen.
Hitler war über Rommels Buch "Infanterie greift an" auf ihn aufmerksam geworden, unsd förderte ihn sehr.
Was bei Rommel wohl zu einer gewissen Dankbarkeit führte. Ihn die aktive 'Rolle im Widerstand nicht einnehmen ließ.

Hitler ließ ihm die Wahl, Volksgerichtshof mit "Sippenhaftung" man möge bei Stauffenberg und Co. nachlesen was das hieß, oder Selbstmord mit der Zusage, dass Frau und Sohn in Frieden gelassen werden.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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26.06.2014, 14:35
Beitrag: #24
RE: Kriegsdienstverweigerer
Rommel wollte unbedingt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe vor Gericht ausräumen, wobei Hitler es wohl schon als ausreichend ansah, dass er die Pläne der Attentäter nicht auffliegen ließ, obwohl er grob davon wusste. Soviel ich weiß, musste sogar ein Priester mit dem Leben dafür bezahlen, dass ihm ein Attentäter seine Tat vor Ausführung beichtete und er das Beichtgeheimnis nicht brach!

Politisch war Rommel mit Sicherheit etwas naiv.

Im Nachhinein muss man wenigstens froh sein, dass ihm der Tod am Wippgalgen erspart blieb.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
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26.06.2014, 14:56
Beitrag: #25
RE: Kriegsdienstverweigerer
Wenn er aber vor dem Gerichtshof gekommen wäre, müsste er doch sehr wahrscheinlich auch so mit dem Tod rechnen...

Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
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26.06.2014, 20:01
Beitrag: #26
RE: Kriegsdienstverweigerer
(26.06.2014 14:35)Triton schrieb:  Rommel wollte unbedingt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe vor Gericht ausräumen, wobei Hitler es wohl schon als ausreichend ansah, dass er die Pläne der Attentäter nicht auffliegen ließ, obwohl er grob davon wusste. Soviel ich weiß, musste sogar ein Priester mit dem Leben dafür bezahlen, dass ihm ein Attentäter seine Tat vor Ausführung beichtete und er das Beichtgeheimnis nicht brach!

Politisch war Rommel mit Sicherheit etwas naiv.

Im Nachhinein muss man wenigstens froh sein, dass ihm der Tod am Wippgalgen erspart blieb.

Naiv waren damals vermutlich so ziemlich alle.
Wobei Rommel bei Hitler intervenierte, ihn dazu bringen wollte den Krieg zu beenden.
Was ein Manstein, Guderian, Rundstedt und wie sie alle hießen, halt nicht machten.

(26.06.2014 14:56)Regenbogensonne schrieb:  Wenn er aber vor dem Gerichtshof gekommen wäre, müsste er doch sehr wahrscheinlich auch so mit dem Tod rechnen...

Volksgerichtshof mit Freisler als Richter.
wie Triton schrieb
und dann noch "die Sippe wird zur Verantwortung gezogen"
übrigens, der Kranz Hitlers zur Trauerfeier kam auf dem Ulmer Bahnhof an, da hat Rommel noch gelebt....

Vielleicht kennt der eine oder andere von euch Ulm.
Schaut euch mal die Bilder von Rommels Staatsbegräbnis an, die Häuser am Ulmer Münsterplatz ringsum waren da alle noch intakt..
Im Oktober 1944.
Als im April die Amis und Franzosen Ulm besetzten, stand kein einziges dieser Häuser mehr.

Hätte das Attentat am 20. Juli 44 Erfolg gehabt, wäre Deutschland sehr vieles erspart geblieben.
Es waren Helden und Freiheitskämpfer.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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26.06.2014, 21:14
Beitrag: #27
RE: Kriegsdienstverweigerer
Das ist ja richtig schlimm... Da lebte er noch, und der Trauerkranz wurde schon geliefert...
Ist alles ziemlich erschreckend!

Und ja, er sei der erste, der Hitler überreden wollte, den Krieg zu beenden.

Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
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26.06.2014, 22:20
Beitrag: #28
RE: Kriegsdienstverweigerer
War es nicht auch wieder naiv, wenn Rommel annahm, Hitler könne man zu einer Kapitulation bewegen?

Die Trauerfeier muss für die Frau und den Sohn Manfred der vollkommene Horror gewesen sein, man kann sich gar nicht vorstellen, was in ihnen vorgegangen sein muss...

Ich war dieses Jahr in Herrlingen und wollte zum Gedenkstein an dem Ort, an dem Rommel angeblich die Zyankali-Kapsel nahm. Bin aber dran vorbeigeschrammt. Immerhin habe ich die Rommel-"Villa" gesehen. Ein nettes Örtchen, die Wanderung entlang der kleinen Lauter kann man machen, wenn man Naturliebhaber ist.
http://www.planetoutdoor.de/de/touren/de...®ion=27

Die alliierten Bomberflotten haben die letzten Monate selbst unbedeutende Kleinstädte dem Erdboden gleich gemacht, vor allem weil die Bomber da waren und die Bomben verbraucht werden mussten. Wirklich wahr, kriegsentscheidend war da wenig bis auf wenige Ausnahmen.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
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15.12.2014, 15:49
Beitrag: #29
RE: Kriegsdienstverweigerer
(24.06.2014 19:44)Triton schrieb:  Das Knacken der Enigma-Codes war sehr nützlich, wenn auf der anderen Seite ein Sturkopp wie Dönitz gegenübersteht. Wenn in den riesigen Weiten des Atlantiks immer dann ein Kreuzer auftaucht, wenn ein U-Boot sich mit einem Überwasserschiff trifft, und man kommt nicht auf die Ursache, ja was soll man da noch sagen?
Dönitz hatte einfach nicht den Grips, die Informationsquelle der Briten durch Tests herauszufinden.
Im Spielfilm "Das Boot" thematisierte L.G.Buchheim das Misstrauen der U-Boot-Männer, der "Alte" läuft bewusst zu einem anderen Zeitpunkt aus dem Hafen von Vigo aus als im Befehl steht.

Rommel zeigte, wie man es richtig macht. Schön Angriffspläne funken, Ort und Zeit nennen, und dann genau das Gegenteil machen. Und zur Abwechslung dann auch mal wieder pünktlich wie die Eisenbahn am gesendeten Ort auftauchen.
Übrigens wusste Rommel immer über alles Bescheid, was der Gegner machte, die Briten hatten in Nordafrika viele Feinde, die nur allzu gerne den Deutschen halfen.

Meiner Meinung nach war es huffduff, das von den Briten erfundene Kurzwellen-Peilverfahren, womit man selbst ein U-Boot einpeilen konnte, das nur eine halbe Sekunde gefunkt hatte. huffduff läutete den Tod der U-Boote ein. Die viele Funkerei war der Tod der U-Boote. Einige U-Boot-Kommandanten ahnten dies, trugen Dönitz ihre Bedenken vor - und wurden von ihm abgekanzelt. "Ich habe das Weiße im Auge des Führers gesehen, was seid ihr nur für kleine Würstchen ..."
Durch huffduff konnten U-Boote auch bei Nacht zielgerichtet aus den Wolken heraus auf der Direttissima von britischen Catalinas angegriffen und zerstört werden. Mich wundert eines: die deutschen Ingenieure entwickelten viele revolutionäre Waffen, aber auf die Idee, auf den U-Booten Lenkraketen zu installieren sind sie nie gekommen.
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