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Biographien ungeordnet, wie sie geschrieben werden .
20.08.2016, 18:19
Beitrag: #81
RE: Biographien ungeordnet, wie sie geschrieben werden .
Publius Vergilius Maro (Vergil)

[Bild: Vergil.jpg]

geboren am 15. Oktober 70 v. Chr. bei Mantua war ein lateinischer Dichter und Epiker und gilt als hervorragender Dichter der klassischen Römischen Antike. Er gehörte zum Kreis der Maecenas (politischer Berater des römischen Kaisers Augustus) neben Horaz und Lucius Varius Rufus an.

Von Vigil ist soweit bekannt, das er als Sohn eines Töpfers bei Mantua (Norditalien) geboren wurde. Auf jeden Fall ist die Lokalisierung seines Geburtsortes umstritten. Sein Leben auf dem Lande spiegelt sich oft in seinen Werken nieder, wobei er sich oft in erster Zeit seines Schaffens auf Sueten bezog. Mit 15 Jahren erhielt er während seiner Rhetorenschule die Toga Virilis und wurde mit dem Eintritt des Mannesalter erklärt.

Im Jahr 53 v. Chr. ging er nach Rom und studierte Mathematik und Medizin. Trotz seines Studiums wendete er sich mehr der Dichtung zu. Man sagte ihm nach, das er in Hinsicht Rhetorik unbegabt gewesen sei; denn lt. Ovid, der eine praefatio aus den Controversiae des Rhetoriklehrers Seneca major stellte ihn als unbegabter Prosaiker und Redner dar. Lt. Sueton soll Vergil sehr langsam gesprochen haben und das erweckte den Eindruck, dass er ungebildet sei.
Dort in Rom und Neapel in den 40 Jahren des 1. Jh. v. Chr. begann er sein frühestes Werk, die Eklogen (ein Sammelwerk von zehn Hirtengedichten Vergils). Wahrscheinlich hatte Virgil engere Beziehungen zu den rennomierten Dichterkreisen aufgebaut. Auch nimmt man an, dass ihm eine Freundschaft mit den elegischen Dichtern Sextus Properitus und Cornelius Gallus verband.
Erst in den Eklogen war dann zu erkennen, das weitere Bekanntschaften Vergils sich offenbarten. So erfährt man Genaueres über seine Stellung als Dichter. Die sechste Ekloge nennt Varius Rufus und Gaius Helvius Cinna als großartige Dichter und Vorbilder. Die dritte Ekloge nennt Vergils damaligen Gönner Gaius Asinius Pollio.

Insgesamt hatte Virgil drei bemerkenswerte Werke geschaffen, bei denen er auch hohes Ansehen genießen konnte.

1) Die Eklogen

2) Georgica (Das erste Buch der Georgica behandelt hauptsächlich den Ackerbau, das zweite den Obst- und Weinbau, das dritte die Viehzucht und das vierte die Imkerei. Zwischen den eigentlichen landwirtschaftlichen Themen werden jedoch zahlreiche Mythen behandelt und poetische Reflexionen eingeflochten. Dies verdeutlicht, dass Vergil weniger eine sachliche Belehrung anstrebte, sondern seine Dichtung einerseits in den Dienst des Augustus stellte, um dessen kulturelle renovatio zu unterstützen. So dient die ausführliche und stark idealisierende Schilderung des Bienenstaates als Gleichnis für dessen Herrschaft.

3) Aeneas
Was Vergil veranlasste, dieses Werk zu schaffen, ist bemerkenswert und ist wohl zu heutiger Zeit das Berühmteste!
Einst hatte Octavian, der Markus Antonius in der Schlacht bei Actium 31. v. Chr. geschlagen hatte, bedrängte Virgil einen Epos zum Ruhm seiner Herrschaft zu schreiben. Die Antwort Verils war dann Aeneis - ein Projekt, an dem er dann rd. 10 Jahre gearbeitet hatte!

Doch schaffte es Vergil nicht das gewaltige Werk zu beenden. Er starb am 21. September 19 v. Chr. Augustus befahl seinen Nachlassverwaltern Varius und Tucca, die Aeneis so wenig bearbeitet wie möglich zu veröffentlichen.

Quelle: P.Vergilius Maro, Der Dichter der Römer, Von Karl Büchner

Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben.

Marcus Tullius Cicero
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