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Wahlen-Allgemein 2014:
19.01.2014, 22:00
Beitrag: #21
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(19.01.2014 16:33)WDPG schrieb:  Wie sieht es eigentlich mit den Deutschen EU-Wahlen aus, bekommen die auch so viel Medienaufmerksamkeit wie bei uns.

In Bayern spielen die kommenden Kommunalwahlen eine weitaus größere Rolle. Sie sind der Grund, warum Seehofer momentan so große Töne spuckt...

VG
Christian
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19.01.2014, 22:12
Beitrag: #22
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
In bayern sind es die bevorstehenden Kommunalwahlen, in Hessen die neugebildete Regierung- sagt schon viel aus über den Stellenwert Europas hierzulande...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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20.01.2014, 08:01
Beitrag: #23
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
Ebenfalls aussagekräftig ist die Tatsache, dass es ausgerechnet die Bekanntgabe des FDP-Spitzenkandidaten ist, die die EU-Wahl als erstes nachhaltig ins Bewusstsein bringt, zumindest bei mir...

VG
Christian
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20.01.2014, 10:33
Beitrag: #24
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
Stimmt. Zumal bei dem Spitzenkandidaten...Big Grin

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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22.01.2014, 22:49
Beitrag: #25
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(19.01.2014 16:33)WDPG schrieb:  Wie sieht es eigentlich mit den Deutschen EU-Wahlen aus, bekommen die auch so viel Medienaufmerksamkeit wie bei uns. Gibts Umfragen? Wie stehen die Chancen für die AfD was den Einzug betrifft (meiner Beobachtung nach wird die Partei im Moment von den Medien nur wenig beachtet)? Wie sind die Chancen der FDP hier einen kleinen Erfolg zu erzielen?
Die Medienaufmerksamkeit liegt momentan bei ungefähr 0.
Es sind andere Themen wichtig, wie der Start der GroKo.
Die FDP könnte sicher einen Erfolg erringen, wenn sie sich schlau und laut genug positioniert.
Die AfD wird meiner Meinung nach keinen Erflog verbuchen, da sie im Moment dabei ist sich selbst zu zerfleischen.

(20.01.2014 10:33)Bunbury schrieb:  Stimmt. Zumal bei dem Spitzenkandidaten...Big Grin
Wer ist das überhaupt?? Ich meine, muss man den Kerl kennen??

"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
Marquis de La Fayette
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22.01.2014, 23:52
Beitrag: #26
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(22.01.2014 22:49)Annatar schrieb:  
(20.01.2014 10:33)Bunbury schrieb:  Stimmt. Zumal bei dem Spitzenkandidaten...Big Grin
Wer ist das überhaupt?? Ich meine, muss man den Kerl kennen??

Was mich auf folgende Frage bringt: Wie gut kennt man in Deutschland die EU-Abgeordneten des Landes? Zumindest in Österreich ist es meist so das sie bis auf ein paar wenige, die sich halbwegs positionieren können, kaum Beachtung finden, bis zur jeweils nächsten EU-Wahl.
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23.01.2014, 00:04
Beitrag: #27
Spitzenkandidaten der Österreichischen Parteien bei der EU-Wahl:
Gehe nochmals kurz auf die Spitzenkandidaten der Parteien in Österreich bei der EU-Wahl ein:

-SPÖ: Eugen Freund (vor kurzem noch ORF-Moderator), Delegationsleiter soll Jörg Leichtfried (bisher schon im EU-Parlament) werden. Richtung: Pro-EU.

-ÖVP: Othmar Karas (bisher schon Delegationsleiter, Vizepräsident des EU-Parlaments). Pro-EU.


-FPÖ: Doppelspitze mit Andreas Mölzer (EU-Abgeordneter) und Harald Vilimsky (bisher FPÖ Generalsekretär). EU-Kritische Partei.

-Grüne: Ulrike Lunacek (EU-Abgeordnete), Richtung Pro-EU.

-neos: Hier finden erst Vorwahlen statt, Favoritin dürfte Angelika Mlinar (Nationalratsabgeordnete und bisher Chefin des Liberalen Forum) sein. Richtung: Pro-EU.

-Liste Martin: Hans Peter Martin hat noch nicht bekannt gegeben ob er antritt.

-REKOS: Konservative Partei, Spitzenkandidat Ewald Stadler (EU-Abgeordneter früher für das BZÖ, zuvor unter anderem Volksanwalt). EU-Kritisch.

-Team Stronach: Antreten noch total unklar. EU-Kritisch.

-BZÖ: Hier gabs bisher nur Gerüchte,r antreten will man aber. Richtung EU-Kritisch.

-Wahlplattform KPÖ, Piratenpartei und der Wandel (dürfte fix sein), Spitzenkandidat noch unklar, Ehrenhauser wäre ein mögliche Wahl. Richtung schwer zu sagen Piraten eher Pro EU, KPÖ eher kritisch. Wohl insgesamt ja zur EU, nein zur jetzigen EU.
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24.01.2014, 17:10
Beitrag: #28
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(22.01.2014 22:49)Annatar schrieb:  Wer ist das überhaupt?? Ich meine, muss man den Kerl kennen??

Ein Graf Lambsdorff. Alexander, glaub ich.
(Ein Neffe des Otto Graf Lambsdorff.)

Hab den schon ein paar Mal auf dem Fernseher gesehen, z.B. als Wahlbeobachter in Kenia.

VG
Christian
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25.01.2014, 22:38
Beitrag: #29
LiF und neos Fusionieren, Auflösung des Liberalen Forums/Rückblick:
Heute fusionierte das Liberale Forum endgültig mit den neos. Künftig heißt man nur noch neos (mit dem Zusatz: für ein neues Österreich und liberales Forum).

Das LiF war eine jener wenigen Parteien, denen es gelungen ist in den Nationalrat zu kommen. Gegründet wurde es im Jahr 1993 unter der Führung von Heide Schmidt. Diese war zuvor unter anderem Bundespräsidentschaftskandidatin für die FPÖ. Im Prinzip entstand das Liberale Forum aus dem über den zunehmend vom rechtspopulistischen Kurs enttäuschten Liberalen Lager der Freiheitlichen. Aus diesem Grund gelang es auch mehrere FPÖ-Nationalräte für die neue Partei zu gewinnen, womit man schon vor der Nationalratswahl 1994 als Klub im Nationalrat war. Konkreter Anlass für die Parteigründung war damals das Volksbegehren „Österreich zuerst“, das die FPÖ veranstaltete und für die Parteiliberalen das Fass zum überkochen brachte.

1993 gelang die Generalprobe, der Einzug in den Niederösterreichischen Landtag, 1994 gelang mit 6% der Einzug in den Nationalrat. Ein nicht zu unterschätzendes Ergebnis, die Grünen waren bei ihrem Einzug nicht so stark. Auch das BZÖ, das Team Stronach oder die neos schafften bei ihrem Einzug keine 6%. 1995 gelang es bei den Nationalratswahlen trotz Verlustes von 0,5% die Grünen zu überholen. Im Jahr 1996 gelang es auch ins EU-Parlament einzuziehen, Ex-Verteidigungsminister Frischenschlager war für das LiF hier bis 1999 vertreten. Auch in Wien schaffte man 1996 den Einzug und das gleich mit 7,96%, in der Steiermark gelang der Einzug in den Landtag mittels Grundmandaten.

Aber es gelang nie wirklich eine breite Struktur aufzubauen. Für die Nationalratswahlen 1999 waren die Vorzeichen (aus LiF-Sicht) schlecht. Man scheiterte bei zahlreichen Landtagswahlen, die „grüne Konkurrenz“ erstarkte wieder (nachdem Van der Bellen die Partei übernommen hatte) und der Wahlkampf Regierungsparteien (SPÖ, ÖVP) gegen die FPÖ (unter Jörg Haider) standen im Vordergrund. Das LiF war also Themenmäßig abgedrängt und was ich mich noch schwach erinnern kann war auch die Meinung im großteil der Bevölkerung vom LiF damals nicht besonders gut.
Kann mich noch an eine Rede am Vorabend der Wahl von Heide Schmidt mit dem Motto „Österreich braucht uns doch“ erinnern. Sie brachte nichts, das LiF fiel aus dem Nationalrat. Schmidt trat den Parteichefsessel an Christian Köck ab, der jedoch nur kurz Parteichef war. Für das LiF sehr bedeutend war es damals sich wenigstens in der Hochburg Wien zu halten. Doch hier herrschte Streit und sehr viel Beachtung bekam man auch nicht. Der Verbleib im Landtag scheiterte.

Danach sah es nicht so aus als würde man bald wieder größer antreten können. Dennoch gelang es 2002 bei den Nationalratswahlen anzutreten. Man setzte in Spitzenkandidat Jesionek große Hoffnungen. Doch schließlich scheitete dieser Wiedereinzugsversuch total, man war weit schwächer als noch 1999.

Parteichef war seit 2001 Alexander Zach der auf Interimschef Frischenschlager gefolgt war. Zach gelang sogar der Einzug ins Parlament, jedoch nicht für das Liberale Forum sondern auf der SPÖ Liste. Dazu kam es nachdem man zuerst laut über einen Antritt zur Nationalratswahl nachdachte, dann aber abgesagt hatte. Danach kündigte man an das Zach auf der SPÖ-Liste stehen werde und dafür prominente Liberale wie Schmidt oder Haselsteiner eine Wahlempfehlung für die SPÖ unter Gusenbauer abgeben sollten. Zach saß 2006-2008 im Nationalrat. 2005 bis 2009 war man auch wieder im EU-Parlament vertreten, ohne das man bei Wahlen angetreten war. Karin Resetarits die auf der Liste von Hans-Peter Martin gestanden war und sich mit diesem dann zerstritt trat zu den EU-Liberalen und auch dem LiF bei. Viel Beachtung bekam man damals von den Medien dennoch nicht.
2008 versuchte man erneut ein Antreten bei der Nationalratswahl. Die Ausgangslage war gar nicht mal so schlecht, vielen Leuten reichte es mit den beiden streitenden Regierungsparteien (SPÖ und ÖVP), sie mussten mit hohen Verlusten rechnen. Doch das LiF war nicht der einzige Kandidat auf einen eventuellen Neueinzug in den Nationalrat, auch die Liste Dinkhauser hatte laut Umfragen Chancen. Damit man diese erhöhte suchte das Liberale Forum nach einer geeigneten Spitzenkandidatin. Einen Posten den schließlich Parteigründerin Heide Schmidt bekam. Hans Peter Haselsteiner (ehemaliger LiF Abgeordneter und Chef des Bauunternehmens Strabag) unterstützte das LiF finanziell, so das man für halbwegs Aufmerksamkeit sorgen konnte. Doch verschiedene Anschuldigungen machten der Partei zu schaffen, Zach trat kurz vor der Wahl zurück und aus dem erhofften Einzug wurde nichts. Man holte nur 2,1%, Schmidt (kurzzeitig Interimschefin) zog sich aus der Politik zurück.

Kurzzeitig sah es so aus als würde man sogar über eine Auflösung nachdenken, kein Wunder man hatte nochmals alles gemacht was eine Kleinpartei tun kann und war gescheitert. Aber schließlich wurde das LiF dennoch weitergeführt, Chef wurde Werner Becher der sich dem Strukturaufbau widmete. Nicht gelungen war damals ein Antritt bei der EU-Wahl, Resetarits unterstützte nun die JULIS (Junge Liberale). Becher übergab an Angelika Mlinar, bei Antrittsversuchen war man nicht besonders Erfolgreich. Mlinar war 2010 auch Spitzenkandidatin für das LiF bei der Wien-Wahl, doch knapp gelang kein landesweites Antreten, schließlich erreichte man nicht einmal 1% und das in der ehemaligen LiF Hochburg.

2013 dachte man laut über ein Antreten bei Landtagswahlen nach, wozu es schließlich nicht kam. Bei der Nationalratswahl überlegte man mit einem Partner anzutreten. Diesen fand man in den neos. Einer Partei die aus der Inititative Österreich Spricht hervorgegangen war. Beide Parteien profitierten voneineander. Den neos brachte das ganze erstmals Medienaufmerksamkeit und auch (zuerste nur finanzielle, später auch mediale) Wahlkampfhilfe durch Hans-Peter Haselsteiner. Dem LiF brachte das ganze eine neue Bewegung mit neuer Aufbruchsstimmung bei der man dabei sein konnte und Plätze auf der Liste von dieser. Für viele Überraschend gelang dieser dann der Einzug in den Nationalrat.

Nun fusioniert man, etwas was logisch erscheint. Weiß nicht mehr wer das von den prominenten Liberalen sagte (ich glaube Pareichefin Mlinar, die auch gute Chancen hat EU-Spitzenkandidatin der neos zu werden): Man geht in etwas größerem auf.
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29.01.2014, 22:19
Beitrag: #30
Frank Stronach zieht sich aus dem Nationalrat zurück:
Heute hat sich Frank Stronach nach einer sehr, sehr kurzen Zeit in der er im Nationalrat war wieder aus diesem zurückgezogen. Stronach war bei Nationalratswahlkampf der Spitzenkandidat seiner Partei gewesen. In dieser Rolle verhielt er sich oft nicht besonders geschickt, was wohl auch dazu beitrug das diese trotz guter Vorraussetzungen nur 5,73% erreichte. Nach der Wahl trat vor allem die zweite der Bundesliste Kathrin Nachbauer als eigentliche Chefin der Partei hervor (sie ist außerdem Klubobfrau). Nachbauer verdrängte damit auch Robert Lugar, der zuvor die Rolle der Nummer 2 nach Stronach in der Partei, inne hatte komplett. Von Stronach hörte man nur noch selten etwas, er war Großteils in Kanada.

In der Partei kriselt es längst, zahlreiche personelle Veränderungen und auch Streitigkeiten in den Landesgruppen, ein unspektakuläres Auftreten im Nationalrat und das nicht vorhanden sein des Parteigründers, der es sich bei vielen in der Bevölkerung schon vor der Wahl verscherzt hatte, sorgen schon jetzt für eine Krisensituation.

Stronach möchte nach seinem Rückzug zumindest vorerst noch Parteichef bleiben. Als Nationalratsabgeordneter folgt ihm Rouven Ertlschweiger aus dem Burgenland nach. Es wird schwer für die Partei sich aus der Krise rauszuholen und auch die Chancen für EU-Wahl und Vorarlbergwahl sind schlecht – bin gespannt ob man überhaupt antritt.
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09.02.2014, 05:28
Beitrag: #31
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
Ad EU-Wahl:

Freund und sein beratender Parteifreund Kalina leisten sich den nächsten Patzer.
Sie wollten die Diskussionsinhalte vorab festlegen (Wohl um Freunds Risiko für weitere Blamagen weiterhin niedrig zu halten Angel ), worauf Karas die Diskusion platzen ließ und Kalinas Methoden mit Nordkorea verglich.

Zitat:ÖVP-Spitzenkandidat Karas wirft Gastgeber Joe Kalina "Nordkorea"-Methoden vor und sagt ab
[...]
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/...reund.html

MfG, Titus Feuerfuchs
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09.02.2014, 11:29
Beitrag: #32
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(09.02.2014 05:28)Titus Feuerfuchs schrieb:  
Zitat:ÖVP-Spitzenkandidat Karas wirft Gastgeber Joe Kalina "Nordkorea"-Methoden vor und sagt ab
[...]
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/...reund.html
???

Dann hätte er auch die USA oder die BRD als Vergleich heranziehen können. In beiden Ländern ist es üblich, bei Kandidatenpodiumsdiskussionen in der ersten Runde eine Gruppe von Themen anzusprechen und sich den Rest auf die nächsten Runden aufzuheben.

VG
Christian
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09.02.2014, 22:05
Beitrag: #33
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(09.02.2014 05:28)Titus Feuerfuchs schrieb:  Ad EU-Wahl:

Freund und sein beratender Parteifreund Kalina leisten sich den nächsten Patzer.
Sie wollten die Diskussionsinhalte vorab festlegen (Wohl um Freunds Risiko für weitere Blamagen weiterhin niedrig zu halten Angel ), worauf Karas die Diskusion platzen ließ und Kalinas Methoden mit Nordkorea verglich.

Wusste ehrlich gesagt gar nicht das Kalina sein Berater ist. Muss sagen ich denke in gewissen Sachen hat Freund schon kompetenz, war immerhin langjähriger Beobachter, aber ein Vertreter der Arbeiter ist er nicht gerade.

Ob so Patzer wahlentscheidend sind ist schwer zu sagen. Ich denke eher nicht. Für die SPÖ sind die Chancen insgesamt nicht gerade hoch, die derzeitige SPÖ-ÖVP-Regierung ist unbeliebt und die Stimmung in Österreich meist nicht gerade Pro-EU (die SPÖ ist es aber schon). Profitierten könnte die SPÖ ausgerechnet davon das ihr Koalitionspartner im Moment noch viel schwächer auftritt.

Bin aber auch bezüglich der FPÖ gespannt, ich vermute das sie überschätzt wird. Nicht alle die EU-Skeptisch sind werden sich dieser zuwenden. Die Chance für andere Parteien.
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11.02.2014, 05:45
Beitrag: #34
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(09.02.2014 22:05)WDPG schrieb:  Wusste ehrlich gesagt gar nicht das Kalina sein Berater ist. Muss sagen ich denke in gewissen Sachen hat Freund schon kompetenz, war immerhin langjähriger Beobachter,

Dachte ich am Anfang auch, bin aber mittlerweile zur Ansicht gelangt, dass er maßlos überschätzt wird/wurde.

Aber immerhin weiß ich durch seinen Patzer, dass die SPÖ in ihrem Parteiprogramm immer noch eine klassenlose Gesellschaft als langfristiges Ziel sieht, was mich dann doch einigermaßen verblüfft hat...


(09.02.2014 22:05)WDPG schrieb:  aber ein Vertreter der Arbeiter ist er nicht gerade.

Ist aber für einen Repräsentanten der Sozialdemokratie nicht gerade unwichtig.


(09.02.2014 22:05)WDPG schrieb:  [...]
Bin aber auch bezüglich der FPÖ gespannt, ich vermute das sie überschätzt wird. Nicht alle die EU-Skeptisch sind werden sich dieser zuwenden. Die Chance für andere Parteien.

Naja, welche Möglichkeiten haben denn EU-Skeptiker abseits der FPÖ?

Team Stronach und Rekos.

Beim einen bekommt man Chaos und beim anderen Fundamentalkatholizismus dazu - beides nicht der Weisheit letzter Schluss.

Das BZÖ ist tot.

MfG, Titus Feuerfuchs
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11.02.2014, 14:04
Beitrag: #35
RE: Spitzenkandidaten der Österreichischen Parteien bei der EU-Wahl:
(23.01.2014 00:04)WDPG schrieb:  Gehe nochmals kurz auf die Spitzenkandidaten der Parteien in Österreich bei der EU-Wahl ein:

-neos: Hier finden erst Vorwahlen statt, Favoritin dürfte Angelika Mlinar (Nationalratsabgeordnete und bisher Chefin des Liberalen Forum) sein. Richtung: Pro-EU.


-Wahlplattform KPÖ, Piratenpartei und der Wandel (dürfte fix sein), Spitzenkandidat noch unklar, Ehrenhauser wäre ein mögliche Wahl. Richtung schwer zu sagen Piraten eher Pro EU, KPÖ eher kritisch. Wohl insgesamt ja zur EU, nein zur jetzigen EU.

-Die neos treten wie erwartet mit Angelika Mlinar als Spitzenkandidatin an. Mlinar war bis vor kurzem die Chefin des Liberalen Forums und trat bei der Nationalratswahl 2013 als Listenzweite hinter Parteichef Strolz an. Die Chancen auf den Einzug stehen laut Umfragen sehr gut.

-Europa Anders: So wird die Allianz zwischen KPÖ, Piratenpartei und Der Wandel heißen die zur Wahl antritt, Unterstützt wird die Linke Plattform von Martin Ehrenhauser, der bei letzten mal für die Liste von Hans Peter Martin angetreten ist, sich dann aber mit ihm zerstritten hat. Ob Ehrenhauser auch Spitzenkandidat wird, ist noch nicht klar.

-EU-Stop: Die EU-Austrittspartei die 2013 in Vorarlberg angetreten ist und die NFÖ die 2006 in mehreren Bundesländern angetreten ist, sind beide Anti-EU-Parteien. Sie wollen bei der Wahl heuer als Liste "EU-Stop" antreten. Im Falle eines Einzugs sollen die beiden Parteiobmänner Pamaroli und Marschall nach der Reihe einziehen. Große Chancen gebe ich der Partei nicht wirklich.
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11.02.2014, 14:14
Beitrag: #36
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(11.02.2014 05:45)Titus Feuerfuchs schrieb:  Naja, welche Möglichkeiten haben denn EU-Skeptiker abseits der FPÖ?

Team Stronach und Rekos.

Beim einen bekommt man Chaos und beim anderen Fundamentalkatholizismus dazu - beides nicht der Weisheit letzter Schluss.

Das BZÖ ist tot.

Ich weiß das du in der Regel den Kleinparteien wenig Chancen gibst, oft hast du damit auch schon recht gehabt. Aber bei der Einzug der neos bei der Nationalratswahl hat gezeigt das einigermaßen gut aufgestellte Alternativen aufgrund der Unzufriedenheit mit den anderen Parteien (die seit der Wahl nicht gerade weniger geworden ist) Chancen haben den Einzug bei Wahlen zu schaffen. Dieser Meinung sind wohl auch viele Kleinparteien, das sieht man auch an den zahlreichen Zusammenschlüssen von denen ich berichtet habe.

Dem Team Stronach gebe ich fast noch weniger Chance als die BZÖ. Für dieses wird es extrem schwer. Stadler hätte ich sogar Chancen gegeben, aber nicht so.

Wer bleibt also noch für EU-Kritiker:

-Wie stark diese Linke Plattform Europa Anders ist, ist schwer zu sagen, kommt auch darauf an, ob Ehrenhauser Spitzenkandidat wird und wie hoch die Medienaufmerksamkeit ist.

-Noch bessere Chancen hat die Liste Martin, wenn sie antritt. Bin keineswegs davon überzeugt das sie Chancenlos ist nicht wieder ein Ergebnis von bis zu 10% zu holen.

-EU-Stop gebe ich kaum Chancen.
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12.02.2014, 01:30
Beitrag: #37
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(11.02.2014 14:14)WDPG schrieb:  Ich weiß das du in der Regel den Kleinparteien wenig Chancen gibst, oft hast du damit auch schon recht gehabt. Aber bei der Einzug der neos bei der Nationalratswahl hat gezeigt das einigermaßen gut aufgestellte Alternativen aufgrund der Unzufriedenheit mit den anderen Parteien (die seit der Wahl nicht gerade weniger geworden ist) Chancen haben den Einzug bei Wahlen zu schaffen. [...]

Reinzukommen allein reicht ja nicht, man muss sich auch dauerhaft als Partei etablieren können -und das schafften in Ö bis dato nur die Grünen.

Bei den neos sind mehrere Punkte zusammengekommen:

- Sie sind ein Liebkind der Medien (Venetzung im Hintergrund)

- Sie verfügen über einen prominenten und großzügigen Großspender (Haselsteiner

- Sie haben einen guten, kompetenten, energiegeladenen und integer wirkenden Spitzenkandidaten und durchwegs ein recht kompetentes Personal (was innerhalb der Parteienlandschaft ein Spezifikum darstellt)

- Sie konnten wichtige Wählerschichten erschließen ( Protestwähler, frustrierte ÖVP- und Grünwähler)

MfG, Titus Feuerfuchs
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12.02.2014, 02:46
Beitrag: #38
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(12.02.2014 01:30)Titus Feuerfuchs schrieb:  Reinzukommen allein reicht ja nicht, man muss sich auch dauerhaft als Partei etablieren können -und das schafften in Ö bis dato nur die Grünen.

Bei den neos sind mehrere Punkte zusammengekommen:

- Sie sind ein Liebkind der Medien (Venetzung im Hintergrund)

- Sie verfügen über einen prominenten und großzügigen Großspender (Haselsteiner

- Sie haben einen guten, kompetenten, energiegeladenen und integer wirkenden Spitzenkandidaten und durchwegs ein recht kompetentes Personal (was innerhalb der Parteienlandschaft ein Spezifikum darstellt)

- Sie konnten wichtige Wählerschichten erschließen ( Protestwähler, frustrierte ÖVP- und Grünwähler)

Im großen und ganzen kann ich dir zustimmen. Beim ersten Punkt nicht ganz. Vor allem vor der Nationalratswahl wurden die neos keineswegs von allen Medien als Liebkind behandelt, manche sehr bestimmende Medien benachteiligten die neos genauso wie die anderen Kleinparteien auch.

Das du mit deiner Analyse im großen und ganzen recht hast, beweist aber nicht das es nicht andere Parteien auch schaffen können. Liebkinder der Medien kann eine andere Partei auch werden (wie gesagt die neos sind das im Moment wirklich etwas, war aber vor der Nationalratswahl bei weitem nicht überall so), Spitzenkandidaten mit Ausstrahlung gibt es andere als Strolz wohl auch noch. Was das mit den Wählerschichten betrifft, gibt es ein Potential, eben das der erwähnten EU-Kritiker und Skeptiker die nicht die FPÖ wählen möchten.
Einen Milliardär hat wohl nicht jede Alternative zur Hand, andererseits reicht bei EU-Wahlen wohl ein etwas geringeres Budget als bei den Nationalratswahlen wo die großen Parteien ja alles geben.

Wie gesagt ich sehe schon die Chancen für neue Alternativen, bin gespannt, ob da jemand der Einzug gelingt.
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12.02.2014, 02:54
Beitrag: #39
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(12.02.2014 01:30)Titus Feuerfuchs schrieb:  Reinzukommen allein reicht ja nicht, man muss sich auch dauerhaft als Partei etablieren können -und das schafften in Ö bis dato nur die Grünen.

Genauer genommen haben SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen es geschafft sich dauerhaft zu etablieren (diese Parteien waren ja auch nicht immer da, aber bin natürlich mit der Geschichte dieser Parteien vertraut und weiß was du meinst).

In Institutionen zu kommen ist erst mal die Voraussetzung um die Chance zu bekommen sich länger zu etablieren. Wobei hier der Nationalrat natürlich mal der wichtigere ist. Wie die Chancen der neos stehen ist noch schwer zu sagen, mal sehen. Für das Team Stronach siehts schlecht aus.

In Bundesländern gelang es, genauso wie beim EU-Parlament kleineren Parteien sich mehr als eine Wahl drinnen zu halten (wobei sich bei Martin meist die Mitstreiter von seiner Liste gelöst haben). Wie gesagt ich bin gespannt ob da jemand ein, meiner Meinung nach vorhandenes Potential nutzen kann.

Die besten Chancen dazu hat denke ich, trotz allem Hans Peter Martin. Bei anderen Listen muss man erst schauen wie sie sich aufstellen. REKOS bekommen im Moment verhältnismäßig viel Aufmerksamkeit, haben aber von der Richtung her eher wenige Chancen - bei EUROPA-ANDERS kommt es darauf an wer Spitzenkandidat wird und ob man es schafft in den Medien zu bleiben und damit als Alternative Wahrgenommen zu werden. Andere wie BZÖ oder Team Stronach haben wenige Chancen, ein bekannter und anerkannter Spitzenkandidat würde die schwierige Lage etwas verbessern).
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12.02.2014, 06:42
Beitrag: #40
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(12.02.2014 02:46)WDPG schrieb:  Im großen und ganzen kann ich dir zustimmen. Beim ersten Punkt nicht ganz. Vor allem vor der Nationalratswahl wurden die neos keineswegs von allen Medien als Liebkind behandelt, manche sehr bestimmende Medien benachteiligten die neos genauso wie die anderen Kleinparteien auch.

[...]

Die neos sind eine Partei, die in hohem Maße intellektuelle Eliten ansprechen und diese konsumieren Qualitätsmedien - das sind in Ö v.a.Presse und Standard. In beiden kamen die Neos toll weg, die Presse überschlug sich in manchen Kommentaren geradezu vor Lob.

Ein Mann wie Haselsteiner hat wichtige Kontakte; man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass er diese auch zum Vorteil seiner Partei genutzt hat...

MfG, Titus Feuerfuchs
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