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Thurn und Taxis und die Souveränität
15.10.2013, 11:40
Beitrag: #21
RE: Thurn und Taxis und die Souveränität
Mit der Tolerierung einer Gräfin Chotek als Kronprinzessin ging Franz Josef I. sicherlich an die Grenze des für ihn noch Vertretbaren. Ansonsten war er bei geplanten Heiraten von habsburger Prinzen mit bürgerlichen Frauen von gnadenloser Sturheit und bestand auf Ausscheiden aus dem Familienverband und Annahme eines bürgerlichen Namens.
Das Problem existiert heute nicht mehr. Alle Kronprinzen/prinzessinnen haben in den letzten Jahren Bürgerliche geheiratet. Einzige Ausnahme ist Georg von Preußen, der eine Frau aus einem mediatisierten Hause (Fürstin von Isenburg-Birstein) heiratete und dabei in Kauf nehmen mußte, daß sie Katholikin blieb.
Aber ich bleibe dabei, daß so etwas für Queen V. nicht in Frage gekommen wäre (ein Katholik war ihr sowieso gesetzlich verboten).
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15.10.2013, 12:46
Beitrag: #22
RE: Thurn und Taxis und die Souveränität
(15.10.2013 11:40)Harald schrieb:  Mit der Tolerierung einer Gräfin Chotek als Kronprinzessin ging Franz Josef I. sicherlich an die Grenze des für ihn noch Vertretbaren. Ansonsten war er bei geplanten Heiraten von habsburger Prinzen mit bürgerlichen Frauen von gnadenloser Sturheit und bestand auf Ausscheiden aus dem Familienverband und Annahme eines bürgerlichen Namens.
Das Problem existiert heute nicht mehr. Alle Kronprinzen/prinzessinnen haben in den letzten Jahren Bürgerliche geheiratet. Einzige Ausnahme ist Georg von Preußen, der eine Frau aus einem mediatisierten Hause (Fürstin von Isenburg-Birstein) heiratete und dabei in Kauf nehmen mußte, daß sie Katholikin blieb.
(ein Katholik war ihr sowieso gesetzlich verboten).


Die Gräfin Chotek war halt keine Bürgerliche sondern Adel.
Halt keine exReichsfürstin.

Und wenn dieser § nicht in der Bundesakte gestanden hätte, hätte es jedenfalls 1814/15 wesentlich größeren Krach gegeben.
Aber seis drum.

Zitat:Aber ich bleibe dabei, daß so etwas für Queen V. nicht in Frage gekommen wäre

Wäre, hätte, könnte, oder auch nicht.
Fakt ist aber, dass Queen Mary, (Großmutter der heutigen Queen) die sehr zur posthumen Freude ihrer Patentante Victoria Königin wurde,
zwar aus keinem mediatisiertem Haus stammte, aber aus einer morganatischen Ehe und deswegen nicht den Familienname "Württemberg" sondern "Teck" trug.
Und deswegen getrost als Gegenbeweis gelten kann.

aus Wiki
Zitat:Aufgrund der morganatischen Abstammung ihres Vaters war eine hochrangige Hochzeit für sie eigentlich ausgeschlossen, doch ihre Patentante Königin Victoria, die sie als künftige Königin Großbritanniens sehen wollte, unterstützte ihre Verlobung mit ihrem Enkel, dem präsumtiven Thronfolger Prinz Albert Victor, Duke of Clarence and Avondale. Nach dessen plötzlichem Tod im Januar 1892 infolge einer Lungenentzündung nur sechs Wochen nach der Verlobung heiratete sie, dem Wunsch Königin Victorias folgend, am 6. Juli 1893 dessen jüngeren Bruder Georg. Es war eine arrangierte Hochzeit, gleichwohl verliebten sich die beiden ineinander. Ihr Mann, der nie eine Geliebte hatte, schrieb ihr täglich. Nach der Hochzeit wurde sie Ihre Königliche Hoheit, die Herzogin von York, zog mit ihrem Mann in den St. James’s Palace und nutzte als Landsitz das York Cottage auf dem Anwesen von Sandringham House, wo fünf ihrer Kinder zur Welt kamen.
näheres
http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_von_Teck

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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