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Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
05.04.2014, 11:50
Beitrag: #61
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(04.04.2014 18:39)Suebe schrieb:  Es gibt nur einen kleinen Wermutstropfen. Die Entdeckung datiert auf den 1. April. Schad, ewig schad.
Angel

Für einen Aprilscherz haben sich da viele Leute große Mühe gemacht...
Trotzdem: Es bleibt von hinten bis vorne ein Aprilscherz... http://dguf.de/index.php?id=328

Unlove

VG
Christian
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05.04.2014, 15:54
Beitrag: #62
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(05.04.2014 11:50)913Chris schrieb:  
(04.04.2014 18:39)Suebe schrieb:  Es gibt nur einen kleinen Wermutstropfen. Die Entdeckung datiert auf den 1. April. Schad, ewig schad.
Angel

Für einen Aprilscherz haben sich da viele Leute große Mühe gemacht...
Trotzdem: Es bleibt von hinten bis vorne ein Aprilscherz... http://dguf.de/index.php?id=328

Unlove

VG
Christian


Natürlich ist es ein Aprilscherz, aber einer von der besten Sorte.
Im Rundfunk muss sich dies noch viel toller angehört haben.
Ötzi verblasst förmlich neben der Spätzleschabenden Nesenbach-Frau. (Nesenbach, nicht Neckar! heißt das Gewässer Stuttgarts, schon längst kpl. unterirdisch)

Aber leider interessieren sich halt viel zu wenige für die Geschichte und Archäologie.
Wie das geringe Medienecho darauf wieder zeigt.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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05.04.2014, 20:36
Beitrag: #63
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Trotzdem genialer Aprilscherz. Ich erlebte leider nur einen Reifenplatzer als Aprilscherz ... Devil

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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06.04.2014, 12:21
Beitrag: #64
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Mein Kollege wurde mit dem Satz begrüßt: "Wo BIST du denn? Du hättest in der ersten Stunde Vertretung gehabt!! Hast net auf den Vertretungsplan geschaut?!?"

Der Arme - wie war ihm das zuerst peinlich. Bis zur Auflösung des Scherzes...



VG
Christian
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27.04.2014, 12:10
Beitrag: #65
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Das Früchtebrot ist ja eigentlich eine schwäbische Erfindung Big Grin wobei es auf schwäbisch Hutzelbrot heißt, und der Erfinder soll das "Stuttgarter Hutzelmännlein" gewesen sein.
In angemessene Literarische Form gebracht von Eduard Mörike.
http://gutenberg.spiegel.de/buch/5522/1

Wem das Märchen zu lange ist, hier die Info:
Hutzeln heißen auf schwäbisch unter anderem getrocknete Birnen, daher der Name Hutzelbrot das zu einem Teil daraus besteht, das Früchtebrot ist ja sehr lange haltbar, woraus vermutlich die Sage entstanden ist, "nie das ganze Früchtebrot aufessen, dann wächst es über Nacht nach"

und als ich dies vorhin las

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...66184.html

ist mir das "Stuttgarter Hutzelmännlein" und Eduard Mörike eingefallen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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29.04.2014, 17:55
Beitrag: #66
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(27.04.2014 12:10)Suebe schrieb:  Das Früchtebrot ist ja eigentlich eine schwäbische Erfindung

Dann hat Wiki also unrecht?
http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BCchtebrot

Tongue

Laut dem Artikel waren´s die Bayern... Angel

VG
Christian

PS: Meine Mutter bäckt ja in der Adventszeit viele Plätzchensorten, aber ein Kletzenbrot muss immer dabei sein...das hält zwar selten bis Fasching (manches Mal haben wir da noch schnell die letzten Reste verputzt - lag nicht am Geschmack der Plätzchen, sondern an der Menge, die meine Mutter manches Jahr fabriziert hat), aber das liegt dann nicht an der Haltbarkeit des Brotes... Smile
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29.04.2014, 19:59
Beitrag: #67
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(29.04.2014 17:55)913Chris schrieb:  ./.

Dann hat Wiki also unrecht?
http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BCchtebrot

Tongue

Laut dem Artikel waren´s die Bayern... Angel

VG
Christian

PS: Meine Mutter bäckt ja in der Adventszeit viele Plätzchensorten, aber ein Kletzenbrot muss immer dabei sein...das hält zwar selten bis Fasching (manches Mal haben wir da noch schnell die letzten Reste verputzt - lag nicht am Geschmack der Plätzchen, sondern an der Menge, die meine Mutter manches Jahr fabriziert hat), aber das liegt dann nicht an der Haltbarkeit des Brotes... Smile


Es bleibt jedenfalls festzuhalten:
1.) Das Hutzel- oder Kletzenbrot ist eine echte Delikatesse. (Ich vermute mal, sowas gibt es in Walhall zu essen)
2.) Das Märchen von Ed. Mörike ist echt lesenswert. Die Schöne Lau, die in Blaubeuren im Blautopf sitzt, ist ebenfalls darin literarisch verewigt.
3.) Mörike war ein Menschenkenner.
Etwas ausgeholt:
Dem Schustergesellen schenkt das Stuttgarter Hutzelmännle so ein Früchtebrot, ein ganz besonderes, denn über Nacht wächst das Früchtebrot immer wieder nach, (vorausgesetzt, es wird nicht ganz aufgegessen) so dass der Schustergeselle auf seiner Walz niemals Hunger leiden wird.
Und was passiert? der Schustergeselle verguckt sich in ein zweibeiniges Wesen, das nichts besseres zu tun hat als das Hutzelbrot komplett zu verputzen.
4.) Ich muss scheints mal wieder Mörike lesen. Thumbs_up

Edit: Die "Plätzchen" heißen bei uns übrigens "Gutsle"

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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30.04.2014, 16:00
Beitrag: #68
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(29.04.2014 19:59)Suebe schrieb:  Edit: Die "Plätzchen" heißen bei uns übrigens "Gutsle"

Bei uns "Guatl".

VG
Christian
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11.06.2014, 12:02
Beitrag: #69
Das Muckenseggele soll in den Duden
Wie SWR 4 vorhin meldet, soll das

Muckenseggele (oder Muggenseggele)

in den Duden.
SWR 4 hat eine Umfrage nach den Lieblingswörtern der Hörer gestartet, und das Muggenseggele wurde auserkoren.

Die Muck ist Standartdeutsch die Mücke und der Rest des Wortes ist das männliche Geschlechtsteil derselben.
also sehr wenig.

Das Wort wird im Schwäbischen relativ viel verwendet, immer wenn es um wenig geht, wenn man so will wird das Wort verwendet als schwäbisches "Jota".

Wobei, man kann es eigentlich in der Größe sehr genau definieren:
Zumindest etwas kleiner, als das Gegenstück. Big Grin
(Sollte der letzte Satz als anstößig empfunden werden, ist die Moderation berechtigt ihn zu löschen)

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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11.06.2014, 12:17
Beitrag: #70
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der hohenloher Dialekt: "Schau, schau, secht zum Mann die Frau, glei kommsch drau!" Als im Zuge der Neuordnung der deutschen Kleinstaaten durch Napoleon die hohenloher Fürstentümer zum neu gegründeten Königreich Württemberg kamen, wurde dieser Dialekt immer mehr ausgeprägt. Alte Hohenloher sagen heute noch: "Mir fahre hintere uf Schtugert." Die Chance, eine eigene Partei zu gründen, ließen die selbstbewussten Hohenloher leider ungenutzt.
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31.08.2014, 13:38
Beitrag: #71
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Es ist eine bekannte Tatsache, dass sehr viele Ortsnamen im schwäbisch/allemannischen Sprachbereich mehrfach vorkommen.
Die Orte wurden bei der Landnahme durch die Allemannen nach dem Sippenältesten benannt, und da auch schon damals manche den selben Namen trugen, ist das eigentlich unvermeidlich.
Eine andere These, dass ein Teil der Bevölkerung nach einer gewissen Zeit weiterzog, und den Namen "mitnahm".

Dies führt natürlich bis heute immer mal wieder zu Verwechslungen. Man ist natürlich bemüht, dies durch Namenssuffixe wie Schenningen/Baden, Ehingen/Donau usw. auszuschließen. Aber trotzdem.

1965, 20 Jahre nach Kriegsende war die Queen zm Staatsbesuch in Deutschland. Die 'Szenen der Begeisterung werden den Zeitzeugen noch präsent sein.
Die Deutschen sahen das, wie beabsichtigt als Geste der Verzeihung.

Nun hatte die Queen den Wunsch geäußert bei dem Teil ihres Besuchs in Baden-Württemberg auch "Marbach" zu besichtigen.
In Stuttgart brauchte man da keine Überlegung, die Queen wollte das Schiller Nationalmuseum in Marbach am Neckar besichtigen.
[Bild: images?q=tbn:ANd9GcTKsNTsBmOmF6-y9VTeOkq...uDuGRjJj-w]

In Marbach wurde sie an den Glaskästen und anderen Ausstellungsstücken vorbeigeführt, Höflich und bereitwillig zeigte sie ihr Interesse an allem.
Irgendwann sagte sie dann:
"Very nice, but where are the horses?"

Denn die Queen wollte nicht zu Schiller, die wollte zu den Trakehnern und Arabern.
[Bild: 220px-Marbach_Brunnen.jpg]

und dieses Marbach ist nicht am Neckar sondern auf den Höhen der Alb.
Das Haupt- und Landgestüt mit dem besten Ruf bei Pferdehaltern und Züchtern auf der ganzen Welt.
Aber zumindest 1965 nicht in Stuttgart. Lol


Die Geschchte ist authentisch, ob die Worte der Queen so oder anders gefallen sind, ist natürlich strittig.
Aber der Fakt ist.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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23.02.2018, 12:48
Beitrag: #72
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien



Da ist mir zuvor dieser schöne alte Thread untergekommen.



(26.04.2013 15:15)Suebe schrieb:  Napoleon III. weilte in seiner Jugend recht oft in Sigmaringen.
Nicht zuletzt deshalb und wegen des freundschaftlichen Verhältnisses zwischen Hohenzollern-Sigmaringen und dem Haus Bonaparte ging man in den späten 1860ern davon aus, dass die Kandidatur für den spanischen Thron in Paris Zustimmung finden würde.

Was vermutlich kaum einer heute weiß, Napoleon III. bekam seine Erstkommunion in dieser Kirche:
[Bild: sehens_michaels_kirche.jpg]

es ist die Michaelskirche in Veringendorf.

Die näheren Umstände des wieso und warum sind mir derzeit nicht präsent
Ich werde sie gelegentlich mal nachtragen.


und dazu muss ich gleich etwas korrigieren.
Dieses "Ereignis" ist nur durch einen handschriftlichen Vermerk eines Veringendorfer Pfarrer aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannt.
Weitere Nachweise sind absolut nicht zu finden.
Napolen III. Erstkommunion war im Kloster Einsiedeln in der Schweiz. Belegt und nachgewiesen.

In den 50ern schon ist dieser Vermerk einem Regionalforscher untergekommen und er ist ihm nachgegangen.
Bekannt und belegbar ist, dass Napoleon III. in Kinder- und Jugendjahren
mehrfach in Sigmaringen war, die Familien waren bekanntlich befreundet.
Ob er jedoch jemals nach Veringendorf kam, ist nicht nachzuweisen. Es kann sein, oder auch nicht.

Wie dieser Vermerk entstand, dieses Geheimnis hat jener Pfarrherr wohl mit ins Grab genommen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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