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Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
31.07.2013, 20:11
Beitrag: #21
Erinnerungskultur Regional
(31.07.2013 16:22)Suebe schrieb:  OK,

dann will ich dies einfach mal als gegeben annehmen.

Muss ich jetzt allen BW-Landesregierungen seit Adam und Eva Abbitte leisten?

./.


Der o.g. Ausriß hat mich veranlasst.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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04.08.2013, 12:46
Beitrag: #22
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Nun ,nix für ungut,suebe,aber nicht nur die Hohenloher und BadMergentheimer hatten so ihre Probleme mit der "Zwangsheirat" mit den Schwaben, auch und besonders die Badener,wie die immer wieder gern gesungenen inoffiziellen Strophen des Badener Lieds beweisen :
http://www.badnerlied.badnerland2000.de/

Hier einige Kostproben:


.Ein Badner möcht ich auch gern sein,
denkt sich so mancher Schwob -
und weint dann leis in sich hinein.
Er wird es nie - gottlob.

Man merkt, daß wir kei' Schwabe sind,
Und wißt ihr auch warum?
Mir denke erst und schaffe dann,
beim Schwoab isch's andersrum.

Der Feldberg ist der schönste Berg,
Im ganzen Badnerland,
die schwäbsche Alb dagegen ist
die allergrößte Schand !


In Maxau ist der Rhein noch blau,
in Mannheim wird er grau -
da fließt der Neckar in den Rhein,
die alte Schwabensau!

.Bei Sipplingen ist Pumpstation,
da pumpet's Wasser 'naus,
doch vorher brunsle Badner nei,
und Schwabe saufet's aus.

Die Donau, Deutschland längster Strom,
bei uns ist sie noch rein,
bei Immendingen sie versinkt,
sie möcht halt Badisch sein.

Der Badner trinkt den edlen Wein,
der Schwob der sauft de Moscht,
den schütt der Geizhals in sich nei,
weil der halt fast nix koscht.

Der bad'sche Stiefel reichte stets
vom Bodensee zum Main
und wer ihn schwäbisch machen will,
kann uns gestohlen sein

Ein Landsmann den man Hecker nennt,
der hat es uns gezeigt,
wie man das schöne Badnerland,
vom Schwabenpack befreit.

Alternativ-Refrain
Drum grüß ich dich,mein Badnerland
Du edle Perl im deutschen Land
Der Schwob muss raus,
Der Schwob muss raus,
Der Schwob muss raus ausm Badnerland!
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04.08.2013, 13:27
Beitrag: #23
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Du enttäuschst mich, zaphod.
Wie kann man auch dieses Kloakenmachwerk irgendwelcher Vorderösterreichischen Hinterwäldler abkopieren und hier reinsetzen.

Die Baden-Württembergische Verfassung bietet, im Gegensatz zu denjenigen der meisten anderen Bundesländer, die Möglichkeit der Volksbefragung.
Und 2mal hatten die Badener die Möglichkeit über BW abzustimmen, 1951 mit knapper Mehrheit Pro.
1970 mit roundabout 82% Pro.

Was sollen also solche Machwerke die, abgesehen von der Fäkalsprache auch noch von historischen Fehlern nur so strotzen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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04.08.2013, 20:53
Beitrag: #24
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Nun ja,lieber Suebe,als Hegemonialmacht muß man nun mal Spott ertragen könnenWink
Und die Verse,wie der von der Donau sind eher lustig ,da hab ich noch ganz andere,deftigere gehört Big Grin.
Ich wollte ja damit nur aufzeigen,daß Vorbehalte gegen eine Vereinigung mit dem ehemaligen Königreich Württemberg kein regionales Problem war

Und ich kenne Ecken im rot-goldnen Teil vom Musterland wo diese Strophen inclusive des Refrains bis heute mit Imbrunst gesungen werden-aber das weißt Du auch-ebenso wie den Vorwurf von badischer Seite ,bei der Abstimmung von 1951 sei Manipulation im Spiel gewesen.Das die Abstimmung von 1970,wenn sie drei Jahre später stattgefunden hätte auch anders ausgegangen wäre ist Dir natürlich auch klar.
Aber und das soll hier auch mal gesagt werden,zwischenzeitlich hat das,was einstmals durchaus ernst gemeint war eher den Status landsmannschaftlicher Neckerei und das ist auch gut so.
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05.08.2013, 10:16
Beitrag: #25
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(04.08.2013 20:53)zaphodB. schrieb:  Nun ja,lieber Suebe,als Hegemonialmacht muß man nun mal Spott ertragen könnenWink
Und die Verse,wie der von der Donau sind eher lustig ,da hab ich noch ganz andere,deftigere gehört Big Grin.
Ich wollte ja damit nur aufzeigen,daß Vorbehalte gegen eine Vereinigung mit dem ehemaligen Königreich Württemberg kein regionales Problem war

Und ich kenne Ecken im rot-goldnen Teil vom Musterland wo diese Strophen inclusive des Refrains bis heute mit Imbrunst gesungen werden-aber das weißt Du auch-ebenso wie den Vorwurf von badischer Seite ,bei der Abstimmung von 1951 sei Manipulation im Spiel gewesen.Das die Abstimmung von 1970,wenn sie drei Jahre später stattgefunden hätte auch anders ausgegangen wäre ist Dir natürlich auch klar.
Aber und das soll hier auch mal gesagt werden,zwischenzeitlich hat das,was einstmals durchaus ernst gemeint war eher den Status landsmannschaftlicher Neckerei und das ist auch gut so.

Zitat:wie den Vorwurf von badischer Seite ,bei der Abstimmung von 1951 sei Manipulation im Spiel gewesen.

Wenn ich richtig informiert bin,
man hat sich im Voraus auf einen Modus geeinigt, um im Nachhinein festzustellen, wenn der Modus anders gewesen wäre, wäre das Ergebnis anders gewesen.
Was nach jeder knappen Abstimmung zum "ewigen Thema" wird.
Um am Ergebnis halt nichts zu ändern.

Zitat:Das die Abstimmung von 1970,wenn sie drei Jahre später stattgefunden hätte auch anders ausgegangen wäre ist Dir natürlich auch klar

Die 1970er Abstimmung, an die ich mich noch sehr gut erinnern kann, stand eigentlich eher unter der Kritik, dass sie "viel zu spät" gewesen wäre.
Auf alle Fälle eine beeindruckende Zustimmung.

Woher du deine Vermutung nimmst, dass 3 Jahre später 33% der ehemals badischen Bevölkerung konträr abgestimmt hätten, will sich mir nicht erschließen.

Meinst du die Kommunalreform?
Die wurde damals mit Zustimmung der jeweiligen demokratisch gewählten Gremien, bei den Gemeinderäten angefangen, durchgezogen.

OT:
Wie das in dieser unserer Republik so ist, geregelt wird so etwas über Zuschüsse, resp. keine Zuschüsse.
Da ist der Föderalismus längst den Bach runter gegangen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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05.08.2013, 22:12
Beitrag: #26
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Woher du deine Vermutung nimmst, dass 3 Jahre später 33% der ehemals badischen Bevölkerung konträr abgestimmt hätten, will sich mir nicht erschließen.

Nein ich meine nicht die Kommunalreform,obwohl das auch regelmäßig Krawall gibt,egal wo die angepackt wird.Aber 3 Jahre später war Wyhl und die Kernkraftdebatte (Filbinger wollte im Rheintal zwischen Mannheim und Basel 5 AKWs bauen), . und da war ganz Baden von Lörrach bis Mosbach mal wieder rebellisch-insbesondere erlebten da auch die separatistischen Ressentiments wieder eine Renaissance-und Stuttgart war das Feindbild Nr.1 - da wäre die Zustimmung deutlich geringer ausgefallen.
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06.08.2013, 12:04
Beitrag: #27
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(05.08.2013 22:12)zaphodB. schrieb:  ./.
Aber 3 Jahre später war Wyhl und die Kernkraftdebatte (Filbinger wollte im Rheintal zwischen Mannheim und Basel 5 AKWs bauen), . und da war ganz Baden von Lörrach bis Mosbach mal wieder rebellisch-insbesondere erlebten da auch die separatistischen Ressentiments wieder eine Renaissance-und Stuttgart war das Feindbild Nr.1 - da wäre die Zustimmung deutlich geringer ausgefallen.


Da war Wyhl, das ist richtig.
Dass da aber "separatistisches" Gedankengut hochgekommen wär, abseits vom Stammtisch und ähnlichen Parolen, wäre mir neu.

Der Filbinger war zweifellos ein engagierter Verfechter der Kernkraft, aber Filbinger war gebürtiger Mannheimer und Wahl-Freiburger. Ausgerechnet ihn zum "Schwob" zu machen.... warum nicht auch den Wohlleb und den Wirth?

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09.08.2013, 22:17
Beitrag: #28
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Nun,zum einen sollte man die Stammtische nicht unterschätzen, mit der Lufthoheit über selbigen regiert die CSU seit Jahren Bayern Wink und grade auf dem Land und in Kleinstädten waren und sind die durchaus meinungsbildend.
Aber ich bin ja kurz hinter der badischen Nordgrenze aufgewachsen und habe auch viele Bekanne (und eingeheiratete Verwandtschaft) aus dem Südbadischen- da kochte die Volksseele schon hoch und den Unmut machte man nicht allein an Filbinger fest sondern an der "Zentrale" Stuttgart..auch mit der Parole "Die Schwaben setzen uns die AKWs vor die Nase,damit sie Strom bekommen." Und da kam auch kurzzeitig wieder Separatismus hoch.-War vielleicht auch einer der (inoffiziellen )Gründe ,warum heute nur Phillipsburg am badischen Rhein steht statt der geplanten 5 AKW.
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10.08.2013, 15:41
Beitrag: #29
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(09.08.2013 22:17)zaphodB. schrieb:  Nun,zum einen sollte man die Stammtische nicht unterschätzen, mit der Lufthoheit über selbigen regiert die CSU seit Jahren Bayern Wink und grade auf dem Land und in Kleinstädten waren und sind die durchaus meinungsbildend.
Aber ich bin ja kurz hinter der badischen Nordgrenze aufgewachsen und habe auch viele Bekanne (und eingeheiratete Verwandtschaft) aus dem Südbadischen- da kochte die Volksseele schon hoch und den Unmut machte man nicht allein an Filbinger fest sondern an der "Zentrale" Stuttgart..auch mit der Parole "Die Schwaben setzen uns die AKWs vor die Nase,damit sie Strom bekommen." Und da kam auch kurzzeitig wieder Separatismus hoch.-War vielleicht auch einer der (inoffiziellen )Gründe ,warum heute nur Phillipsburg am badischen Rhein steht statt der geplanten 5 AKW.

Mag ja sein, dass mich die Erinnerung täuscht, aber die Dame die mir seit 40 Jahren das Leben versüsst Heart
hat damals in den gesegneten Gefilden des Badner Landes studiert,
und so kam ich öfter mal hin,
aber diese Töne habe ich nie gehört.

Eher, dass der Filbingschäär Baden zu einem riesigen Industrierevier machen wolle, und die Abgase und Rückstände dem badischen Wein den Gar aus machen würden.
Was allerdings und unbestritten ein todeswürdiges Verbrechen wäre.

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10.08.2013, 16:14
Beitrag: #30
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Der 3nd heißt:
Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien

und ist den geschätzten Damen und Herren hier etwas aufgefallen?
Die erfolgreichen Proteste in Wyhl waren die mit gewaltlosesten in dem Bereich überhaupt.
Analog ein paar Jahre später in Mutlangen. Bei der Nachrüstungsdebatte.

Die "Partizipation" in der Politik hat im Südwesten eine sehr lange Tradition, die sich zB während der 48er Revolution in Württemberg sehr bewährte.

Keineswegs immer kommt sie zum tragen, so manchesmal gibt es Regierungschefs die mit dem Kopf durch die Wand wollen, erst jüngst hatten wir so ein Rialo,
aber bei der Volksbefragung zu Stgt. 21 hat sich die Partizipation doch wieder bewährt.

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10.08.2013, 22:20
Beitrag: #31
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
da magst Du recht haben -woanders ging es da heftiger ab
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11.08.2013, 13:09
Beitrag: #32
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(10.08.2013 22:20)zaphodB. schrieb:  da magst Du recht haben -woanders ging es da heftiger ab


Auch sonst.

Am 18. März 1848 tobten in Berlin Barrikadenkämpfe zwischen Militär und Bürgern.

In Stuttgart wurde am selben Tag das Militär auf die Württembergische Verfassung vereidigt.

Sieht man den Unterschied?

Der württ. König, Wilhelm I. keineswegs der Gutmensch als den ihn die Historienschreiberei des 19. Jahrhunderts darstellt, hatte aber ein Gespür für die politischen Realitäten.
So hatte sich in Württemberg in den 1830er Jahren schon ein ganzes Geflecht von Gesetzentwürfen gebildet, blockiert von der Adelskammer, auf die man im März 1848 zurückgreifen konnte, als die Ständekammer nix mehr zu blockieren wagte.

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17.08.2013, 23:22
Beitrag: #33
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Das lag wohl an der ausgesprochen frühen parlamentarischen und vordemokratischen Tradition,die Landschaft und Ehrbarkeit bereits im Mittelalter begründeten und die bereits ab 1457 zu einer Aufteilung der Macht zwischen ´Herzog und "Parlament " führte.So hatten die Vertreter der Landschaft politische Mitsprache über Krieg und Frieden und Steuern sowie ein Recht auf Widerstand gegenüber dem Herrscher im Falle von Vertragsbrüche.
Hinzu kam,daß es keine getrennten Ständekammern gab.
Ausgebaut wurde dieses System noch durch den Tübinger Vertrag von 1514 ,der in dieser Form schon einzigartig ist und auch Mitsprache bei Gesetzgebung, Steuerbewilligung, Führung von Kriegen und Friedenschlüssen durch die Landschaft sowie Rechtssicherheit vor Gericht und Freizügigkeitder Bürger verbriefte.
Und diese Tradition überstand auch den Absolutismus
Das alles führte m.E zu einer öffentlichen Streitkultur, die weniger auf obrigkeitsstaatliche Repression als auf bürgerschaftlichen Konsens setzte.Einer der Gründe ,warum ein Obrgkeitsstaat preußischer Provinienz hier so nie möglich gewesen war.
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18.08.2013, 14:07
Beitrag: #34
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(17.08.2013 23:22)zaphodB. schrieb:  Das lag wohl an der ausgesprochen frühen parlamentarischen und vordemokratischen Tradition,die Landschaft und Ehrbarkeit bereits im Mittelalter begründeten und die bereits ab 1457 zu einer Aufteilung der Macht zwischen ´Herzog und "Parlament " führte.So hatten die Vertreter der Landschaft politische Mitsprache über Krieg und Frieden und Steuern sowie ein Recht auf Widerstand gegenüber dem Herrscher im Falle von Vertragsbrüche.
Hinzu kam,daß es keine getrennten Ständekammern gab.
Ausgebaut wurde dieses System noch durch den Tübinger Vertrag von 1514 ,der in dieser Form schon einzigartig ist und auch Mitsprache bei Gesetzgebung, Steuerbewilligung, Führung von Kriegen und Friedenschlüssen durch die Landschaft sowie Rechtssicherheit vor Gericht und Freizügigkeitder Bürger verbriefte.
Und diese Tradition überstand auch den Absolutismus
Das alles führte m.E zu einer öffentlichen Streitkultur, die weniger auf obrigkeitsstaatliche Repression als auf bürgerschaftlichen Konsens setzte.Einer der Gründe ,warum ein Obrgkeitsstaat preußischer Provinienz hier so nie möglich gewesen war.


Eines der Lieblingsthemen des Sueben Smile
Der Tübinger Vertrag.

Die "Ehrbarkeit" hatte die überaus günstige Situation ausgenutzt. (ähnlich wie bei der englischen Magna Charta) Zuvor gab es einen Bauernaufstand (Armer Konrad) und eine Delegation der Bauern sass in Stuttgart und hat auf den Herzog gewartet, der sie hinhielt und solang in Tübingen mit der "Ehrbarkeit" verhandelte, und schließlich abschloss.
Um anschließend mit den Bauern blutig abzurechnen.

Es ist aber genau genommen für das alte Reich nichts soooo besonderes, ähnliches gab es zeilweilig in vielen Herrschaften des HRR.

Das Besondere ist, dass es ein relativ großes Territorium war. Und es der "Ehrbarkeit" gelang die Gültigkeit des Tübinger Vertrags bis zum Ende des HRR zu erhalten.

Nennenswert sind auch die Menschenrechte, zB Freizügigkeit auch der Leibeigenen! ein Württemberger konnte immer auswandern!
und die relative Unabhängigkeit der Judikative.
Aber in der Beziehung ging es den Bewohnern des HRR deutlich besser, als den Untertanen des franz. Königs, die sich diese Rechte erst 1789 erkämpfen mussten.
Was auch mal gesagt werden muss!

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07.10.2013, 20:04
Beitrag: #35
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Das Badkap
[Bild: 3501071.jpg]
soll um einen Campingplatz erweitert werden.
Und weil man in dem Gelände eigentlich schon lange "weiß" dass da römische Ruinen zu finden sein sollten, hat das Landesdenkmalamt nachgesehen.

Und jetzt weiß man es ganz gewiss, und Baden-Württemberg hat eine nachgewiesene Villa Rustica mehr.

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt...a6a49.html

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07.10.2013, 23:10
Beitrag: #36
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Hat man denn schon nachgeschaut, ob in den Brunnen die Knochen von Leuten liegen, die keine Alemannen werden wollten?
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08.10.2013, 08:08
Beitrag: #37
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
(07.10.2013 23:10)Harald schrieb:  Hat man denn schon nachgeschaut, ob in den Brunnen die Knochen von Leuten liegen, die keine Alemannen werden wollten?

HuhHuhHuh
Zitat:errain in der vergangenen Woche im Auftrag des Referats für archäologische Denkmalpflege mit elektromagnetischen Strahlen scannten, auf über 1800 Jahre alte Grundmauern

man hat lediglich nach Grundmauern gesucht.

Derweil es ja längst bekannt ist, Basics sozusagen, dass alle Alemannen sein wollten. Idea
Wie schon der Name sagt.

Mam hat dann Aufnahmebeschränkungen eingeführt, den Beitritt zum Alemannenvolk von diversen Kriterien abhängig gemacht.
Der aufrechte Gang zB, daran sind schon viele gescheitert.
Big Grin

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11.10.2013, 08:50
Beitrag: #38
Humor auf Schwäbisch
Die Frau eines Pfarrers unterhält sich mit dem Vikar ihres Mannes recht offen über ihre Eheprobleme:

"Ich ärgere mich schon lange nicht mehr. Manchmal denke ich, es wäre das beste, der liebe Gott würde einen von uns beiden zu sich nehmen. Ich würde dann nach Nürtingen ziehen."

Ottilie Wildermuth 1817-1877 in einer Reihe Kurzgeschichten über Schwäbische Pfarrhäuser


Der Humor der Frau Wildermuth ist aber damit nicht zu Ende, eine Seite weiter lässt sie Pfarrer und Pfarrersfrau am gleichen Tag das zeitliche segnen.

Fazit des Sueben: Wenn der Teufel irgendwo hinsch.... .Tongue

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20.10.2013, 17:12
Beitrag: #39
RE: Merkwürdiges und denkwürdiges aus Schwaben und Alemannien
Und deshalb ist Nürtingen bis heute keine Großstadt geworden Big Grin
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14.11.2013, 11:59
Beitrag: #40
Aftermontag
Der Dienstag ist ja aller Orten im Germanischen nach der "Ober-Gottheit" Ziu benannt. Exclamation

Dass diese Gottheit als Namenspadron eines Wochentags so netto 1,2 Jahrtausende überstanden hat, muss einen ja eigentlich sowieso wundern. Undecided

Jedenfalls haben die Kleriker im östlichen Schwaben, genauer der Diözese Augsburg, diesen Tag abgeschafft und statt dessen den "Aftermontag" eingeführt.
Innocent

Der Versuch scheint aber daneben gegangen zu sein.Teeth

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