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Nordkorea:
30.03.2013, 22:13
Beitrag: #1
Nordkorea:
Aus aktuellem Anlass möchte ich ein Thema über Nordkorea eröffnen. Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein, kann es tatsächlich zu einem Krieg kommen und wenn ja wie stark würde er sich ausweiten?
Wie lange denkt ihr kann sich ein Regime, wie dort, das ein System führt, das schon längst nicht mehr funktioniert noch halten? Und wenn es einmal zusammenbricht, muss es dann auf eine vereinigtes Korea hinauslaufen oder würde es 2 eigenständige Staaten geben?

Freue mich auf eure Meinungen und hoffe es kommt zu einer interessanten Diskussion die etwas Licht ins Dunkel bringt.
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30.03.2013, 23:47
Beitrag: #2
RE: Nordkorea:
Sorry, WDPG

ich würde mich an dieser Diskussion gerne beteiligen, aber ich fürchte ehrlich gesagt, daß ich mich mit Nordkorea nicht wirklich gut auskenne.
Die Mentalität ist mir zu fremd (auch schon die der Südkoreaner), da würde ich nur ungern Prognosen abgeben, was eine etwaige Wiedervereinigung anbetrifft...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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31.03.2013, 10:18
Beitrag: #3
RE: Nordkorea:
Sollte sich Korea friedlich wieder vereinigen, müßte Südkorea eine Herkulesaufgabe stemmen, um den Norden wieder auf die Beine zu bringen. Sowas kann m.E. nicht einmal ein Industriestaat wie Südkorea meistern.
Sollte sich Korea militärisch wiedervereinigen, würde das vom Norden aus geschehen und könnte von den USA, aber wohl auch von Rußland und wahrscheinlich auch mittlerweile von China nicht hingenommen werden. Ist also für den aufstrebenden Jungdiktator Kim keine Alternative.
Nordkorea kündigte an, seine Langstreckenraketen in Einsatzbereitschaft zu bringen, sollten die US-Bomber weiter an dem südkoreanisch-amerikanischen Manöver teilnehmen (das Manöver hat übrigens schon Tradition und findet jedes Jahr statt...). Nachdem das Manöver am Karsamstag beendet war, kann Kim seine Raketen wohl wieder einmotten und das Ganze seinen Leuten als Sieg über die USA verkaufen, die ja schließlich ihre Bomber wieder abgezogen hätten. Die Amerikaner haben zwar angekündigt, ihre Raketenabwehr an der Westküste zu verstärken, aber das war eine Reaktion auf Kims stufenweise eskalierenden Drohungen; ansonsten haben sich die USA m.W. nicht herabgelassen, näher auf Kims Drohungen einzugehen - was deeskalierend wirkte und wohl auch so gedacht war.
Ich denke, mit dem Ende des Manövers wird auch die Krise friedlich entschlafen. Bis Kim den nächsten Rappel bekommt...

VG
Christian
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31.03.2013, 10:33
Beitrag: #4
RE: Nordkorea:
Irgendwer - ich glaube, es war Urban Priol- hat sich mal darüber lustig gemacht, daß von Nordkorea eh keiner Notiz nehmen würde. Also wird an der kaffeetafel mal wieder das Tischtuch runtergezogen, und wenn alles Geschirr zerdeppert, dann ist die Aufmerksamkeit halt groß.

Das ist vielleicht ein bißchen verharmlost, aber dennoch... würde Nordkorea nicht hin und wieder mit dem Säbel rasseln, würde sich doch wohl keine Sau für das Land interessieren.

Wie lange wird das eignetlich noch gut gehen? Mit der bitteren Armut einerseits undden irrsiniigen Militärausgaben andererseits?

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Volker Pispers
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01.04.2013, 17:18
Beitrag: #5
RE: Nordkorea:
(30.03.2013 22:13)WDPG schrieb:  Aus aktuellem Anlass möchte ich ein Thema über Nordkorea eröffnen. Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein, kann es tatsächlich zu einem Krieg kommen und wenn ja wie stark würde er sich ausweiten?
Ich halte einen Krieg für ziemlich unwahrscheinlich. Auch wenn Kim Jong-un jetzt dem Süden und der USA droht, wird er keinen Krieg auslösen. Dafür ist die nordkoreanische Armee einfach zu schwach und einen Krieg würde das Land nicht überstehen.
(30.03.2013 22:13)WDPG schrieb:  Wie lange denkt ihr kann sich ein Regime, wie dort, das ein System führt, das schon längst nicht mehr funktioniert noch halten?
Lange, wenn es weiter von China oder einem andern Staat gestützt wird. Sobald diese Hilfe wegfällt, bircht Nordkorea zusammen.
(30.03.2013 22:13)WDPG schrieb:  Und wenn es einmal zusammenbricht, muss es dann auf eine vereinigtes Korea hinauslaufen oder würde es 2 eigenständige Staaten geben?
Keine Ahnung, denn die Idee der Wiedervereinigung ist in Südkorea nicht populär. Eine Wiedervereinung wäre für den Süden eine kaum zu bewältigende Mammutaufgabe. Der Norden ist sowas von rückständig, dass selbst nordkoreanische Flüchtlinge mehrere Monate in einem Lager verbringen müssen, damit sie lernen in Südkorea zu Recht zu kommen und selbst danach kommen viele nicht klar.
Falls es jemals zu einer Wiedervereinigung unter südkoreanischer Herrschaft kommen sollte, so müsste sie ein langer Prozess sein, indem Nordkorea langsam dem Süden angeglichen wird. Eine hauruck Wiedervereinigung, wie in Deutschland wäre eine Katastrophe für den Süden.

Ein gutes Buch über Nodkorea ist "Flucht aus Lager 14" von Blaine Harden.
Das Buch enthält neben dem erschreckenden Bericht des Flüchtlings Shin Dong-hyuk viele Informationen über das Leben in Nordkorea.

"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
Marquis de La Fayette
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01.04.2013, 17:21
Beitrag: #6
RE: Nordkorea:
(31.03.2013 10:33)Bunbury schrieb:  Irgendwer - ich glaube, es war Urban Priol- hat sich mal darüber lustig gemacht, daß von Nordkorea eh keiner Notiz nehmen würde. Also wird an der kaffeetafel mal wieder das Tischtuch runtergezogen, und wenn alles Geschirr zerdeppert, dann ist die Aufmerksamkeit halt groß.

Das ist vielleicht ein bißchen verharmlost, aber dennoch... würde Nordkorea nicht hin und wieder mit dem Säbel rasseln, würde sich doch wohl keine Sau für das Land interessieren.
Das stimmt aber. Ohne das Säbel rasseln wäre selbst in Südkorea der Norden kein Thema.
(31.03.2013 10:33)Bunbury schrieb:  Wie lange wird das eignetlich noch gut gehen? Mit der bitteren Armut einerseits undden irrsiniigen Militärausgaben andererseits?
Das kommt ganz drauf an. Zum einen, ob sich die Bevölkerung weiter einlullen lässt von der Propaganda des Regiemes und zum anderen, ob die VR China Nordkorea weiterhin unterstützen wird.

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