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Weltmächte der Zukunft:
22.10.2016, 10:10
Beitrag: #81
RE: Weltmächte der Zukunft:
(21.10.2016 16:09)Bunbury schrieb:  
(21.10.2016 14:01)WDPG schrieb:  Muss sagen ich kenne beide Länder dann doch zu wenig um zu beurteilen ob es da wirklich so wenige Unterschiede gibt. Was ich mich erinnern kann hat Kanada ein strengeres Waffengesetz.
Laut dem Dokumentarfilm "Bowling for Columbine" von Michael Moore nicht. Zugegeben, Moore ist ziemlich populistisch, aber der Film ging der Frage nach, warum es solche Amokläufe häufig in den USA, aber wenige in Kanada gibt, obwohl aucb jeder Kanadier seine Waffe im Nachtschrank hat. Moore kam in seinem Film zu dem Schluss, dass die Kanadier einfach sehr viel weniger paranoid sind, dass es aber nicht an der Waffengesetzgebung liegt.

OK, dann hatte ich das falsch in Erinnerung.
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22.10.2016, 12:24
Beitrag: #82
RE: Weltmächte der Zukunft:
(22.10.2016 10:10)WDPG schrieb:  
(21.10.2016 16:09)Bunbury schrieb:  Laut dem Dokumentarfilm "Bowling for Columbine" von Michael Moore nicht. Zugegeben, Moore ist ziemlich populistisch, aber der Film ging der Frage nach, warum es solche Amokläufe häufig in den USA, aber wenige in Kanada gibt, obwohl aucb jeder Kanadier seine Waffe im Nachtschrank hat. Moore kam in seinem Film zu dem Schluss, dass die Kanadier einfach sehr viel weniger paranoid sind, dass es aber nicht an der Waffengesetzgebung liegt.

OK, dann hatte ich das falsch in Erinnerung.

oder meine Informationen sind veraltet.... Mir fällt gerade ein, der Film hat ja etliche Jahre auf dem Buckel und ist vielleicht gar nicht mehr so aktuell....

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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20.03.2018, 23:07
Beitrag: #83
Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
Hat des koloniale Schüren von Angst im 19. und 20 Jahrhundert gegen über einer Gelben Gefahr einen neuenen Stellenwert erhalten, mit den neuen Tönen aus China?
https://www.tagesschau.de/ausland/volksk...a-125.html

Ist der Nationalismus der aktuellen Zeit, neue Zündschnur für einen neuen weltweiten Konflikt ungeahnten Ausmaßes zwischen Mächten, die bis heute noch keiner so wirklich auf dem Schirm hatte?

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken....
Erich Kästner
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21.03.2018, 11:49
Beitrag: #84
RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(20.03.2018 23:07)Flora_Sommerfeld schrieb:  Hat des koloniale Schüren von Angst im 19. und 20 Jahrhundert gegen über einer Gelben Gefahr einen neuenen Stellenwert erhalten, mit den neuen Tönen aus China?
https://www.tagesschau.de/ausland/volksk...a-125.html

Experten sprechen davon, dass wir es in Zukunft mit einer multipolaren Weltordnung zu tun haben werden. Das bedeutet, dass nach Amerikas partiellem Rückzug aus Spannungsgebieten andere Mächte das Vakuum zu füllen versuchen. Dabei steht die künftige Weltmacht China an erster Stelle, welche anderen Mächte hinzukommen - auch jeweils starke regionale Mächte wie z.B. die Türkei, der Iran, Indien, Russland - bleibt ungewiss.

(20.03.2018 23:07)Flora_Sommerfeld schrieb:  Ist der Nationalismus der aktuellen Zeit, neue Zündschnur für einen neuen weltweiten Konflikt ungeahnten Ausmaßes zwischen Mächten, die bis heute noch keiner so wirklich auf dem Schirm hatte?

Die Gefahr internationaler Konflikte ist nach Amerikas Rückzug aus einstigen Interessegebieten - z.B. Nahost - größer geworden. Wenn künftig niemand mehr als Ordnungsmacht auftritt, können sich kleine regionale Konflikte zu gefährlichen Brandherden hochschaukeln.
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21.03.2018, 20:25
Beitrag: #85
RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(20.03.2018 23:07)Flora_Sommerfeld schrieb:  Hat des koloniale Schüren von Angst im 19. und 20 Jahrhundert gegen über einer Gelben Gefahr einen neuenen Stellenwert erhalten, mit den neuen Tönen aus China?
https://www.tagesschau.de/ausland/volksk...a-125.html

China befand sich seit ca. 1840 - also dem Beginn des 1. Opiumkriegs - bis zum Tod von Mao bzw. der Entmachtung der Viererbande 1976/78 in einer Krise. Die Reformen von Deng leiteten den bis heute andauernden Aufstieg von China ein. Dass Xi vor einigen Tagen die Grundlagen schuf, mehrmals als Staatspräsident wiedergewählt zu werden, sehe ich als innerchinesische Sache an. Xi möchte sich (und seiner Politikergeneration - der sogenannten 5. Generation) die Macht über das Jahr 2023 absichern. Wahrscheinlich fürchtet er interne Abrechnungen, ähnlich nach dem Abtreten der 3. bzw. 4. Generation in den Jahren 2003 bzw. 2013.

Wir müssen uns halt an den Global Player China gewöhnen. Vor 1840 hatte China mehr oder weniger bedeutende Epochen, ein stetes Auf und Ab. Krisen wurden gemeistert und wir erlebten in den letzten Jahrzehnten die Überwindung einer Krise.

(20.03.2018 23:07)Flora_Sommerfeld schrieb:  Ist der Nationalismus der aktuellen Zeit, neue Zündschnur für einen neuen weltweiten Konflikt ungeahnten Ausmaßes zwischen Mächten, die bis heute noch keiner so wirklich auf dem Schirm hatte?

Das ist keine einfache Frage. Ich sehe genauso wie Dietrich im Rückzug der USA auch eine Gefahr. Einerseits weil regionale Mächte wie Saudi-Arabien, Türkei oder der Iran aktiver ihre politischen, wirtschaftlichen und geostrategischen Ziele umsetzen werden. Andererseits sehe ich auch die Gefahr, dass die USA selbst nationalistischer wird.

Die Politik Russlands schätze ich so ein, dass Putin zur Politik der Zaren seit Nikolaus I. bzw. zur Politik der Sowjetunion zurückgekehrt ist. Russland wird nie zulassen, dass Staaten wie die Ukraine, Weißrussland, Georgien, Kasachstan usw. sich anderen Staatenbündnissen, Militärpakten oder Wirtschaftsorganisationen anschließen wird.

Weiterhin muss man auch berücksichtigen, dass nicht nur der zunehmende Nationalismus eine Gefahr ist, sondern auch der Zerfall von Nationen. Das Scheitern der Bildung von Nationen bzw. Nationalstaaten erleben wir gerade in Syrien, im Irak, in Libyen, im Jemen oder in Somalia, um nur einige Beispiele zu nennen.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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22.03.2018, 20:43
Beitrag: #86
RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
Q
(21.03.2018 11:49)Dietrich schrieb:  Experten sprechen davon, dass wir es in Zukunft mit einer multipolaren Weltordnung zu tun haben werden. Das bedeutet, dass nach Amerikas partiellem Rückzug aus Spannungsgebieten andere Mächte das Vakuum zu füllen versuchen. Dabei steht die künftige Weltmacht China an erster Stelle, welche anderen Mächte hinzukommen - auch jeweils starke regionale Mächte wie z.B. die Türkei, der Iran, Indien, Russland.....

Für mich stellt sich hier aber noch eine Frage: Zieht sich die USA wirklich dauerhaft als "Weltpolizist" zurück? Ok, das ist Trumps Linie, aber der ist ja auch nicht auf ewig Präsident, danach könnte es wieder einen Richtungswechsel geben.
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22.03.2018, 21:11
Beitrag: #87
RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(21.03.2018 20:25)Sansavoir schrieb:  ......
Weiterhin muss man auch berücksichtigen, dass nicht nur der zunehmende Nationalismus eine Gefahr ist, sondern auch der Zerfall von Nationen. Das Scheitern der Bildung von Nationen bzw. Nationalstaaten erleben wir gerade in Syrien, im Irak, in Libyen, im Jemen oder in Somalia, um nur einige Beispiele zu nennen.

Stimmt viele der von dir genannten Staaten wurden über lange Zeit durch mächtige Diktatoren zusammengehalten. Als die Weg waren, was wohl oft zurecht, anfangs bejubelt wurde, zeigte sich die Instabilität dieser Staaten.

Staaten bei denen ein Zerfall zu befürchten ist findet man nicht nur im Nahen Osten sondern z.B. im Raum Afrika sehr viele. Leider verlaufen diese Spaltungen selten friedlich.
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23.03.2018, 04:14
Beitrag: #88
RE: Weltmächte der Zukunft:
In Syrien scheitert kein Nationalstaat. Es gibt religiöse u. nationale Probleme und das Aufbegehren gegen eine Diktatur, sowie die Einmischung von außen, z.B. das die Türkei syrisches Land anektieren will.
Viele Staaten die auseinanderfallen sind Vielvölkerstaaten, also keine Nationen. Allerdings findet man jetzt auch das auseinanderfallen von relativ ähnlichen Bevölkerungen, die eigentlich eher Dialektgruppen sind.
Tschechen und Slowaken
Südslawen
Russen-Ukrainer
Kastilier-Katalanen

viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)
in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt
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24.03.2018, 00:12
Beitrag: #89
RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(21.03.2018 20:25)Sansavoir schrieb:  [...]

Weiterhin muss man auch berücksichtigen, dass nicht nur der zunehmende Nationalismus eine Gefahr ist, sondern auch der Zerfall von Nationen. Das Scheitern der Bildung von Nationen bzw. Nationalstaaten erleben wir gerade in Syrien, im Irak, in Libyen, im Jemen oder in Somalia, um nur einige Beispiele zu nennen.

Wären die Staaten im Nahen Osten Nationalstaaten oder wenigstens ethnisch halbwegs homogen, wäre die Region politisch wesentlich stabiler.
Das Problem geht letzten Endes auf die vermurkste Grenzziehung von Sevres zurück.

MfG, Titus Feuerfuchs
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24.03.2018, 00:46
Beitrag: #90
RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(24.03.2018 00:12)Titus Feuerfuchs schrieb:  Wären die Staaten im Nahen Osten Nationalstaaten oder wenigstens ethnisch halbwegs homogen, wäre die Region politisch wesentlich stabiler.
Das Problem geht letzten Endes auf die vermurkste Grenzziehung von Sevres zurück.

In der Tat, die Westmächte Europas, vor allem damals Frankreich und Großbritannien, haben durch ihre willkürliche Grenzziehung Staaten kreiert, die so nicht wirklich Bestand haben sollten. Jedenfalls nicht über den Kolonialstatus hinaus.

Aber die Andere Frage dich mich mir bei deiner Antwort stelle, wo willst du mit homogener ethnischer Zusammenstellung der Bevölkerung anfangen. Von Dorf zu Dorf, oder von Region zu Region oder noch weiter?
Diese Sortierung von Menschen nach angeblicher Ethnie und Herkunft ist doch nur ein nationalistisches Gehirngespinst.

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken....
Erich Kästner
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24.03.2018, 01:55
Beitrag: #91
RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(24.03.2018 00:46)Flora_Sommerfeld schrieb:  Aber die Andere Frage dich mich mir bei deiner Antwort stelle, wo willst du mit homogener ethnischer Zusammenstellung der Bevölkerung anfangen. Von Dorf zu Dorf, oder von Region zu Region oder noch weiter?
Diese Sortierung von Menschen nach angeblicher Ethnie und Herkunft ist doch nur ein nationalistisches Gehirngespinst.

Hast Du andere Ideen, wie man den Nahen Osten politisch organisieren kann? In Syrien sind schon einige politische Experimente gescheitert. Beginnend mit dem Königtum von Feisal I., dem späteren irakischen König, dem Auseinanderfallen von Großsyrien in Syrien und Libanon oder die kurze Dauer der ägyptisch-Syrischen Einheit als Vereinigte Arabische Republik. Der Panarabismus von Nasser und Gaddafi oder der arabische Sozialismus der Bath-Partei unter dem Hafiz Assad funktionierten nicht, die syrische Einheit wurde nur durch Gewalt aufrechterhalten. Ein Staat kann doch nur funktionieren, wenn die Bevölkerung wohlhabend ist und/oder kulturelle, soziale, nationale, religiöse oder ideologische Gemeinsamkeiten hat. Der Großteil der Bevölkerung muss auch gleiche Vorstellungen über das Recht, über das Wirtschaftssystem und die Zukunft des Staates haben. In Syrien und im Irak treffen zu viele unterschiedliche, zum Teil antagonistische Ziele der Bevölkerungsgruppen aufeinander. Offensichtlich bestand das Konfliktpotential schon sehr lange, aber die Diktatoren "kehrten dies nur unterm Teppich".

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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24.03.2018, 02:25
Beitrag: #92
RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(24.03.2018 01:55)Sansavoir schrieb:  
(24.03.2018 00:46)Flora_Sommerfeld schrieb:  Aber die Andere Frage dich mich mir bei deiner Antwort stelle, wo willst du mit homogener ethnischer Zusammenstellung der Bevölkerung anfangen. Von Dorf zu Dorf, oder von Region zu Region oder noch weiter?
Diese Sortierung von Menschen nach angeblicher Ethnie und Herkunft ist doch nur ein nationalistisches Gehirngespinst.

Hast Du andere Ideen, wie man den Nahen Osten politisch organisieren kann?

Nein und wie kommst du auf die Frage?
Meiner Meinung nach, sollten erst einmal die Großmächte USA, Russland und Europas einen Krieg Gegeneinander unterbinden und wieder in Verhandlungen ohne Kampf gehen. Das wird aber nur Funktionieren, wenn die Regionalmächte sprich Nachbarstaaten beteiligen werden und den offen Konflikt einstellen oder die weitere Unterstützung von Terroristischen Vereinigungen in Syrien stoppen.
Wir Mächte in Europa, USA oder Russland könnten z.B. damit anzufangen, keine Waffen mehr zu liefern, weder an Gruppen die im direkten Konflikt stehen oder deren Nachbarländer oder unmittelbaren Nachbarländer oder selbsternannte Hegemonialmächte, wie die Saudis oder die Türkei ... z.b.

Das sind aber nur einfache Überlegungen, die natürlich so sicherlich nicht einfach umzusetzen sind, aber dass letzte Problem, was die Leute in Syren haben, ist zu zuordnen, welche Stamm zu welchem gehört um es dann zu sortieren. Blödsinn, sowas.

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Erich Kästner
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25.03.2018, 21:24
Beitrag: #93
RE: Weltmächte der Zukunft:
Da gebe ich Dir recht.

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