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Kleinkinderziehung + Kitas
20.06.2012, 11:14
Beitrag: #1
Kleinkinderziehung + Kitas
Auf Utas berechtigte Bitte hin.
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20.06.2012, 11:25
Beitrag: #2
RE: Kleinkinderziehung + Kitas
Danke schön ! Smile

nicht ärgern, nur wundern...
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20.06.2012, 12:19
Beitrag: #3
RE: Kleinkinderziehung + Kitas
(16.06.2012 20:35)Maxdorfer schrieb:  
(16.06.2012 17:13)Annatar schrieb:  Ein Zuhause hat man imme rnoch, auch wenn man in einer U3-Gruppe ist und auch seine Bezugspersonen bleiben erhlaten bzw. man bekommt sogar neue (Bezugserzieher). Schaden kann einem Kind vieles, auch zu langes zu Hause bleiben. Gerade die östlichen Bundesländer zeigen doch, dass die U3-Betreuung keine negativen Folgen für die Kinder hat:

Na ja, eine Mutter behält man, eine Kindergartenerzieherin hält da keinem Vergleich stand. War jedenfalls bei mir so, und ich hoffe (und wünsche dir), auch bei dir.
Das mit den östlichen Bundesländern kann man nicht so sagen, denn ich habe nicht gehört, dass da die Jugens so viel sozialer und netter sei sollte (ich sag nur Neonazis). Ich will natürlich nicht explizit sagen, dass man zum Neonazi wird, wenn man zu früh in die Kita geht, aber die östlichen Bundesländer kann man jetzt nicht als Erfolgsbeispiel heranziehen. Oder musst du mich da verbessern?
Sichtliche negative Folgen gibt es natürlich nicht, aber ich denke schon, dass es sich auf die Psyche und das Wesen eines Kindes auswirkt.

(17.06.2012 09:51)Bunbury schrieb:  
(16.06.2012 20:35)Maxdorfer schrieb:  Na ja, eine Mutter behält man, eine Kindergartenerzieherin hält da keinem Vergleich stand. War jedenfalls bei mir so, und ich hoffe (und wünsche dir), auch bei dir.

Kann doch gar nicht sein. Du siehst offenbar kein Fernsehen und liest keine Zeitung, Maxdorfer. Dort hörst du nämlich überall, daß eine Mutter ihrem Kind auf gar keinen Fall die frühkindliche Bildung bieten kann, die ein Kind haben muss, damit es im internationalen Wettbewerb besteht. Kinder müssen in die Kitas, sonst bleiben sie dumm. (ACHTUNG:Das ist natürlich Ironie.)

(16.06.2012 20:35)Maxdorfer schrieb:  Ich will natürlich nicht explizit sagen, dass man zum Neonazi wird, wenn man zu früh in die Kita geht, aber die östlichen Bundesländer kann man jetzt nicht als Erfolgsbeispiel heranziehen.

Das wäre auch ganz sicher nicht haltbar. Aus psychologischer Hinsicht sind es vor allem verwöhnte Menschen, die sich extremen Ideologien anschließen, weil sie da nämlich auch wieder verwöhnt werden, indem man ihnen eigenständiges Denken abnimmt.

(17.06.2012 11:17)Maxdorfer schrieb:  
(16.06.2012 19:30)Bunbury schrieb:  Das optimale wäre, wenn jedes Kind dann in den Kindergarten gehen könnte, wenn es soweit ist.

Stimmt, das wäre echt das beste.

(18.06.2012 19:43)Annatar schrieb:  
(16.06.2012 20:35)Maxdorfer schrieb:  Na ja, eine Mutter behält man, eine Kindergartenerzieherin hält da keinem Vergleich stand. War jedenfalls bei mir so, und ich hoffe (und wünsche dir), auch bei dir.
Das es schon eine Unterschied zwischen Erzieher/in und Eltern gibt ist klar, aber auch zu seiner Erzieherin, seinem Erzieher baut ein Kind eine Bindung auf.
(16.06.2012 20:35)Maxdorfer schrieb:  Das mit den östlichen Bundesländern kann man nicht so sagen, denn ich habe nicht gehört, dass da die Jugens so viel sozialer und netter sei sollte (ich sag nur Neonazis). Ich will natürlich nicht explizit sagen, dass man zum Neonazi wird, wenn man zu früh in die Kita geht, aber die östlichen Bundesländer kann man jetzt nicht als Erfolgsbeispiel heranziehen. Oder musst du mich da verbessern?
Also meine Mitschülerrin aus Sachsen-Anhalt schwärmt immer von der dortigen Kinderbeträuung und die vielen Neonazsi dort haben einen anderen Hintergrund.
(16.06.2012 20:35)Maxdorfer schrieb:  Sichtliche negative Folgen gibt es natürlich nicht, aber ich denke schon, dass es sich auf die Psyche und das Wesen eines Kindes auswirkt.
Das können aber auch andere Sachen haben.

(18.06.2012 19:45)Annatar schrieb:  
(17.06.2012 09:51)Bunbury schrieb:  Kann doch gar nicht sein. Du siehst offenbar kein Fernsehen und liest keine Zeitung, Maxdorfer. Dort hörst du nämlich überall, daß eine Mutter ihrem Kind auf gar keinen Fall die frühkindliche Bildung bieten kann, die ein Kind haben muss, damit es im internationalen Wettbewerb besteht. Kinder müssen in die Kitas, sonst bleiben sie dumm. (ACHTUNG:Das ist natürlich Ironie.)
Ganz ehrlich Bunbury, wenn ich so manche Geschichten von Erziher/innen höre, dann glaube ich sogar, dass diese Aussage stimmt.

(18.06.2012 20:47)Bunbury schrieb:  
(18.06.2012 19:45)Annatar schrieb:  Ganz ehrlich Bunbury, wenn ich so manche Geschichten von Erziher/innen höre, dann glaube ich sogar, dass diese Aussage stimmt.

Natürlich wirst du immer wieder Beispiele finden, für die es stimmt. Und manchmal haben die Erzieher/ Erzieherinnen sogar recht, wenn sie diese Meinung vertreten.
Wenn Eltern keine Zeit oder keine Energie haben, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen und sie schon mit einem Jahr vor dem Fernseher parken, damit sie ihre Ruhe haben, dann kann man ganz sicher davon ausgehen, daß ein Kind verdummt, wenn es einzig und alleine den Einflüssen des Elternhauses ausgesetzt wird.

Aber bist du wirklich der Meinung, daß das die Mehrheit der Eltern ist? Bist du wirklich der Meinung, daß bei einem Betreuungsschlüssel von 2 Erzieherinnen für 25 Kinder die Kinder mehr lernen können als in einem Elternhaus, in dem sich die Eltern Zeit für die Erziehung des Kindes nehmen?
Diese permanente Unterstellung, daß nur eine ausgebildete Erzieherinnen einem Kind die für seine gesunde Entwicklung angemessene Förderung geben kann, ist eigentlich eine Frechheit.
Auch Erzieherinnen (und Grundschullehrer) sind mitunter ausgeprochen narzisstisch und mißbrauchen ihre Zöglinge, um sich selbst aufzuwerten. Ebenso wie manche Mütter. Nur ist der Schaden, den eine narzisstische Erzieherin bei einem Kind anrichten kann, nicht ganz so groß wie der, den eine narzisstische Mutter anrichten kann. (Was wieder keiner bestreiten wird. Umgekehrt findet sich natürlich sofort jemand, der behaupten wird, daß eine engagierte Erzieherin einem Kind mehr nützt als eine engagierte Mutter.)

Man sollte endlich weg von den ganzen Generalisierungen. Das spaltet nur.
Die optimale Förderung eines Kindes wird letztendlich von den für dieses Kind realisitischen Bedingungen bestimmt. Es kommt auf die Persönlichkeit des Kindes, die Persönlichkeiten und Möglichkeiten der Eltern an aber auch auf die Persönlichkeiten und Möglichkeiten der Kitas und ihrer Erzieherinnen.
Ist es für ein bewegungsintensives Kind wirklich die optimale Föderung, wenn es statt mit seiner Mutter durch den Wald zu streifen, in der Kita musikalische Frühförderung und Frühenglisch im Sitzkreis erfährt?

Anstatt alle in die gleichen Bahnen zwingen zu wollen, damit jeder das gleiche für "Chancengleichheit" erhalten kann, sollten eher viele verschiedene Möglichkeiten angeboten werden, damit das optimale für jedes Kind herausgesucht werden kann. Denn starke und leistungsfähgie Kinder bekommt man nicht, in denen man ihnen irgendwelche Bildungsangebote überstülpt, sondern in dem man die natürlichen Vorlieben der KInder bedient und somit ihr Selbstvertrauen stärkt.
Und bei diesem Ansatz ist klar, daß eine Kita dann nur ergänzend wirken kann...

Aber das Betreuungsgeld bleibt trotzdem Schrott...

(19.06.2012 20:27)Annatar schrieb:  
(18.06.2012 20:47)Bunbury schrieb:  Natürlich wirst du immer wieder Beispiele finden, für die es stimmt. Und manchmal haben die Erzieher/ Erzieherinnen sogar recht, wenn sie diese Meinung vertreten.
Diese Meinugn vertreten die Erzieher vielfach gar nicht. Ich hab nur eine überspitze Aussage formuliert.
Und mal ganz ehrlich, wenn ein Erzieher mir sagt, dass von den 27 Kinder in seiner Gruppe 7 "normal" sind und die anderen 20 irgendeine Therapie bräuchten, dann verstehe ich auch, warum manche Menschen denken, dass Eltern sich nicht so gut wie eine Kita um ihre Kinder kümmern können.
(18.06.2012 20:47)Bunbury schrieb:  Wenn Eltern keine Zeit oder keine Energie haben, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen und sie schon mit einem Jahr vor dem Fernseher parken, damit sie ihre Ruhe haben, dann kann man ganz sicher davon ausgehen, daß ein Kind verdummt, wenn es einzig und alleine den Einflüssen des Elternhauses ausgesetzt wird.
Nein, du gehst aber von Eltern aus, die sich wirklich um ihre Kinder beschäftigen wollen, ich keine aber auch (leider) genug Beispiele, wo dem eben nicht so ist.
(18.06.2012 20:47)Bunbury schrieb:  Aber bist du wirklich der Meinung, daß das die Mehrheit der Eltern ist?
In machen Ort ja. Kommt aber auf den Ort an.
(18.06.2012 20:47)Bunbury schrieb:  Bist du wirklich der Meinung, daß bei einem Betreuungsschlüssel von 2 Erzieherinnen für 25 Kinder die Kinder mehr lernen können als in einem Elternhaus, in dem sich die Eltern Zeit für die Erziehung des Kindes nehmen?
In denen, wo sich die Eltern die Zeit nehmen sicher nicht.
(18.06.2012 20:47)Bunbury schrieb:  Diese permanente Unterstellung, daß nur eine ausgebildete Erzieherinnen einem Kind die für seine gesunde Entwicklung angemessene Förderung geben kann, ist eigentlich eine Frechheit.
Auch Erzieherinnen (und Grundschullehrer) sind mitunter ausgeprochen narzisstisch und mißbrauchen ihre Zöglinge, um sich selbst aufzuwerten. Ebenso wie manche Mütter. Nur ist der Schaden, den eine narzisstische Erzieherin bei einem Kind anrichten kann, nicht ganz so groß wie der, den eine narzisstische Mutter anrichten kann. (Was wieder keiner bestreiten wird. Umgekehrt findet sich natürlich sofort jemand, der behaupten wird, daß eine engagierte Erzieherin einem Kind mehr nützt als eine engagierte Mutter.)

Man sollte endlich weg von den ganzen Generalisierungen. Das spaltet nur.
Die optimale Förderung eines Kindes wird letztendlich von den für dieses Kind realisitischen Bedingungen bestimmt. Es kommt auf die Persönlichkeit des Kindes, die Persönlichkeiten und Möglichkeiten der Eltern an aber auch auf die Persönlichkeiten und Möglichkeiten der Kitas und ihrer Erzieherinnen.
Ist es für ein bewegungsintensives Kind wirklich die optimale Föderung, wenn es statt mit seiner Mutter durch den Wald zu streifen, in der Kita musikalische Frühförderung und Frühenglisch im Sitzkreis erfährt?

Anstatt alle in die gleichen Bahnen zwingen zu wollen, damit jeder das gleiche für "Chancengleichheit" erhalten kann, sollten eher viele verschiedene Möglichkeiten angeboten werden, damit das optimale für jedes Kind herausgesucht werden kann. Denn starke und leistungsfähgie Kinder bekommt man nicht, in denen man ihnen irgendwelche Bildungsangebote überstülpt, sondern in dem man die natürlichen Vorlieben der KInder bedient und somit ihr Selbstvertrauen stärkt.
Und bei diesem Ansatz ist klar, daß eine Kita dann nur ergänzend wirken kann...

Aber das Betreuungsgeld bleibt trotzdem Schrott...
Volltreffer. Big Grin
Du hast vollkommenr recht. Ich hab nur meinen subjektiven Eindruck wiedergegeben. Denn wenn ich so machne Geschichten höre, denke ich manchmal schon, dass die Eltern von Kinder im Kita-Alter immer unfähiger werden. Und das durch alle sozialen Schichten.

(19.06.2012 22:06)Bunbury schrieb:  
(19.06.2012 20:27)Annatar schrieb:  Diese Meinugn vertreten die Erzieher vielfach gar nicht. Ich hab nur eine überspitze Aussage formuliert.
Und mal ganz ehrlich, wenn ein Erzieher mir sagt, dass von den 27 Kinder in seiner Gruppe 7 "normal" sind und die anderen 20 irgendeine Therapie bräuchten, dann verstehe ich auch, warum manche Menschen denken, dass Eltern sich nicht so gut wie eine Kita um ihre Kinder kümmern können.

Ich bin mir nicht sicher, ob wirklich alle 20 eine Therapie bräuchten. Jan-Uwe Rogge, einer der führenden Pädagogen, sagte einmal, daß sich die Hälfte aller Kindertherapien in Luft auflösen würden, wenn man den Kindern nur wenigstens die Bewegungsräume lassen würde, die sie natürlicherweise bräuchten.
Wenn die Kinder aber mit dem Auto (weil Mama und/oder Papa auf dem Weg zur Arbeit snd) zur Kita gebracht und von der Kita abgeholt werden, und keine Möglichkeit mehr haben, sich richtig auszutoben und sich ihre Freiräume zu nehmen (die sie in der Kita auch nicht haben), dann ist es kein Wunder, daß die Anzahl hyperaktiver und unkonzentrierter Kinder steigt.
Dazu kommt, daß auch Erzieher heute lieber zu früh unterstellen, daß ein Kind eine Therapie braucht als zu spät. Man will ja schließlich nichts verpassen.
Ich erinnere mich daran, daß in einem Kindergarten die Leitung wechselte. Die alte Leiterin ging in Rente, eine neue mit fünf Jahre Berufserfahrung kam. Nach drei Monaten wurden 1/2 der Kinder eine Therapie empfohlen. Vorher waren es gerade mal zwei Kinder. Bewilligt wurden dann am Ende drei weitere Therapien, die anderen wurden ärztlich nicht unterstützt.
Mitunter scheint es, daß gerade jüngere Erzieherinnen dazu neigen, eine Therapie zu empfehlen, als sich selbst mit einem etwas schwierigeren Kind herumzuschlagen...

Wie gesagt, ich kenne alle Formen. Eltern, die es sich sehr einfach machen und Erzieherinnen, die sich bemühen.Aber genauso auch Eltern, die sich sehr bemühen und Erzieherinnen, die es sich sehr einfach machen.
Mir mißfällt im übrigen die Feindschaft, die sich da in den letzten Jahren in dem Bereich aufbaut. Eltern gegen Erzieher/ alternativ Eltern gegen Lehrer.

Ich denke, da tritt die ganze Misere unseres Bildungssystems offen zu tage. Wie soll das ganze funktionieren, wenn alle Bildugnsparteien nicht zusammen- sondern gegeneinander arbeiten?

(20.06.2012 08:55)Uta schrieb:  Die gesamte Diskussion, so wie sie in der Politik als auch in der Öffentlichkeit geführt wird, ist völlig verfehlt.
In der Sache sollte es ausschließlich darum gehen, ob einer jungen Familie die 100 Euro wirklich helfen können, oder ob das Geld sinnvoller für andere Bildungsmaßnahmen ausgegeben werden kann und wenn, dann wie. Das wird aber in aller Regel nur am Rande, wenn überhaupt, diskutiert.

Überall - wie auch hier - wird nur darüber gestritten, was angeblich das Beste für die Kinder ist - die liebevolle aber pädagogisch absolut unfähige Mutter oder die Erzieherin die je nach Position zum Übermenschen oder zur Kinderfresserin stilisiert wird. Das kann doch nicht wirklich sein, oder?

Fakt ist nun mal, dass es in jeder Familie andere Umstände, Sachzwänge, Lebensentwürfe und Wünsche gibt. Ob eine Mutter sich um ihr Kleinkind bis 3 Jahre selbst kümmern möchte oder ob sie die Erziehung ihres Kindes teilweise in andere/fremde Hände legt, liegt ausschließlich in der Entscheidungs- und Erziehungshoheit der Familie!

Da hat keiner reinzureden und auch keiner darüber zu urteilen. Wir als Gesellschaft haben die Entscheidung einer Familie zu akzeptieren und auch zu unterstützen.


OT und sehr persönlich:
Ich selbst finde es nicht erstrebenswert, dass so ein kleiner Knirps mit beispielsweise 18 Monaten zwischen 4 und 6 Stunden täglich in einer Kita abgestellt wird. Dass das einen besseren Menschen aus ihm machen wird, wage ich auch zu bezweifeln.
Für meine Entscheidung, meine Kinder nicht nur in die Welt zu setzen und die erzieherische Verantwortung anderen "kompetenteren" Leuten zu überlassen, sondern mich selbst um sie zu kümmern und auch heute noch für sie da zu sein, bekomme ich nur noch verächtliche Blicke und gemeine Kommentare - interessanterweise von Leuten, in deren Lebensentwürfen Kindern keinen Platz eingeräumt wird.

Nochmals OT und teilweise persönlich:
Das vermehrte Aufkommen von vermeintlich therapiebedürftigen Kindern liegt weder an den missratenenen (von der Mutter erzogenen?) Kindern noch an deren erziehungsunfähigen (auch von deren Müttern erzogenen?) Eltern. (Ironie off)

Es liegt einfach daran, dass sich die Bandbreite der Persönlichkeitsstrukturen in denen ein Kind heute als "normal" eingestuft wird, immer mehr verengt. Soll heißen, die Schublade F wird für Kinder immer kleiner, gleichzeitig steigen aber die Anforderungen an die Kinder immer mehr. Wann darf ein Kind heute noch Kind sein?
Beispiel "Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in Baden-Württemberg", flächendeckend implementiert seit 2010:
Es ist ein seitenlanges Pamphlet darüber, wie Kinder zwischen 2 und 6 Jahren gefördert, gefordert, bespaßt, bespielt, bebastelt, sprachgefördert, bewegungsgefördert, geschult, eingestuft.... werden sollen.
Nicht ein ein einziges Mal taucht in diesem Machwerk der Begriff "freies Spielen mit anderen Kindern" auf. Mich macht das mehr als nachdenklich, Euch nicht?

Uta

(20.06.2012 10:50)Uta schrieb:  Nachtrag, weil ich es mir einfach nicht verkneifen kann:

(19.06.2012 20:27)Annatar schrieb:  Und mal ganz ehrlich, wenn ein Erzieher mir sagt, dass von den 27 Kinder in seiner Gruppe 7 "normal" sind und die anderen 20 irgendeine Therapie bräuchten, dann verstehe ich auch, warum manche Menschen denken, dass Eltern sich nicht so gut wie eine Kita um ihre Kinder kümmern können.

Ein Pädagoge, der solch eine Aussage tätigt, hat seinen Beruf verfehlt - Punkt!
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20.06.2012, 14:29
Beitrag: #4
RE: Kleinkinderziehung + Kitas
Ihr Lieben,
es ist schon viel zu diesem Thema geschrieben worden, Da ich der Großvater von einem jetzt dreijähigen Enkel und einer noch fünfjährigen Enklin bin, kenne ich das Problem. Unsere clevere Schwiegertochter hat sich in den Beirat der Kita in Ffm.-Preungesheim wählen lassen, wo es schon fünf Kitas gibt, die aber alle überfüllt sind (Frankfurter Bogen) um eine Krippenplatz für unseren Nico, der da noch keine drei war und einen Hortplatz für Celina, die noch vor dem 1.7. sechs Jahre wird zu bekommen. Beides ist ihr gelungen.
Unser Sohn arbeitet ganztags auch mit Auslandsaufenthalt in einer Fa, die Brennöfen auch für Silizium herstellt und unsere Schwiegertochter halbtags als Sachbarbeiterin bei der Alten Leipziger in Oberursel.

Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu
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20.06.2012, 21:47
Beitrag: #5
RE: Kleinkinderziehung + Kitas
Wer vertritt eigentlich ernsthaft die Meinung eine KITA würde einer Mutter den Stellenwert als Erziehungsperson streitig machen?
Irgendwie klingt das an. Hat das irgendwer behauptet?

In einer KiTa ist man doch nur tagsüber, abends und am WE sind doch im Optimalfall Mutter und Vater anwesend.

Der vernetzte Mensch von heute gerät in Gefahr,
die globalisierte Welt als eine Ansammlung von Zitaten zu erleben.

Doug Mack
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20.06.2012, 21:54
Beitrag: #6
RE: Kleinkinderziehung + Kitas
(20.06.2012 21:47)Viriathus schrieb:  Wer vertritt eigentlich ernsthaft die Meinung eine KITA würde einer Mutter den Stellenwert als Erziehungsperson streitig machen?
Irgendwie klingt das an. Hat das irgendwer behauptet?

In einer KiTa ist man doch nur tagsüber, abends und am WE sind doch im Optimalfall Mutter und Vater anwesend.
Einge Politkier in Talkshows und Rohana hat im Forum von G/Geschichte mehrmals erwähnt, dass viele Politiker in Hessen so denken.
In Nordrhein-Westfalen ist das zum Glück anders.
So interpretiere ich zumindest das Kinderbildungsgesetz.
Kinderbildungsgesetz schrieb:
§ 3 (Fn 3)
Aufgaben und Ziele

[...]
(2) Die Förderung des Kindes in der Entwicklung seiner Persönlichkeit und die Beratung
und Information der Eltern insbesondere in Fragen der Bildung und Erziehung
sind Kernaufgaben der Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege. Das
pädagogische Personal in den Kindertageseinrichtungen und die Tagespflegepersonen
haben den Bildungs- und Erziehungsauftrag im regelmäßigen Dialog mit den
Eltern durchzuführen und deren erzieherische Entscheidungen zu achten.
http://www.mfkjks.nrw.de/web/media_get.p...sprachid=1

"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
Marquis de La Fayette
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20.06.2012, 22:26
Beitrag: #7
RE: Kleinkinderziehung + Kitas
(20.06.2012 21:47)Viriathus schrieb:  Wer vertritt eigentlich ernsthaft die Meinung eine KITA würde einer Mutter den Stellenwert als Erziehungsperson streitig machen?
Irgendwie klingt das an. Hat das irgendwer behauptet?

Jein. Es wird zumindest immer wieder behauptet, Kinder, die von der Mutter betreut würden und nicht durch die Kita, würden nicht die optimale Förderung erhalten.

Eine weniger schmeichelhafte Bezeichnung für "Betreuungsgeld" lautet dementsprechend "Verdummungsprämie". Dieser Name ist durchaus von mehreren Seiten genannt worden.

(20.06.2012 21:47)Viriathus schrieb:  In einer KiTa ist man doch nur tagsüber, abends und am WE sind doch im Optimalfall Mutter und Vater anwesend.

Wenn ein Kindergartenkind um 17.00 von der Kita kommt und gegen 19.30 Uhr ins Bett geht, dann ist es unter der Woche tatsächlich stärkeren Einflüssen durch die Kita als durch die Eltern ausgesetzt. Die Haupterziehungslast dürfte dann also tatsächlich auf der Kita ruhen, zumal Eltern, die den ganzen Tag arbeiten, abends nicht noch zu erzieherischen Höchstleistungen im Stande sein dürften.
In dem Fall bleibt letztendlich nur das Wochenende.
Und natürlich Tage, an denen das Kind krank ist...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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21.06.2012, 17:55
Beitrag: #8
RE: Kleinkinderziehung + Kitas
(20.06.2012 22:26)Bunbury schrieb:  Und natürlich Tage, an denen das Kind krank ist...

Da is man ja fast versucht, dem Kind viele Krankheiten zu wünschen...BlushBlush

VG
Christian
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21.06.2012, 21:33
Beitrag: #9
RE: Kleinkinderziehung + Kitas
(21.06.2012 17:55)913Chris schrieb:  
(20.06.2012 22:26)Bunbury schrieb:  Und natürlich Tage, an denen das Kind krank ist...

Da is man ja fast versucht, dem Kind viele Krankheiten zu wünschen...BlushBlush

VG
Christian

Du wirst lachen- Bücher wie z.B. "Dr. Mama" und derartige Werke sehen Krankheiten bei Kindern durchaus als etwas positives. Ich denke, die Sichtweise hat durchaus etwas für sich. Viele Kinder werden ja zu Beginn der Kitazeit häufig krank. Wahrscheinlich nicht nur wegen der erhöhten Infektionsgefahr, sondern auch, weil das Kind diese Auszeit braucht, um die neuen Reize zu verarbeiten. Krankheiten garantieren dieser Lehre zufolge Auszeiten und Reifezeiten... Und gerade bei Geschwisterkindern- ein Tag mit dem Elternteil ganz alleine für sich... naja, ein halber....
Das Problem ist halt nur, daß bei berufstätigen Eltern da ein enormer Druck dahinter steht. Frei nehmen, weil das Kind krank ist? Das ist wohl nur noch bei Grundschullehrerinnen so halbwegs akzeptabel... (Die auch so ungefähr einzigen Beruf haben, bei dem sich Familie und Beruf wirklich miteinander vereinbaren lassen...)
Was bei mir halt wieder mal zu der Erkenntnis führt, daß wir doch ein zutiefst kinderfeindliches Land sind...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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