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Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
02.12.2012, 22:26
Beitrag: #61
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
Es muss ihnen nicht unbedingt schmecken, wenn sie wieder hinwollen. Mein Jüngerer steht nicht unbedingt auf das Essen da- eher auf das "Happy Meal" mit dem blöden Schnickschanck, der dann später irgendwo im Zimmer runfligt und mich ganz feste daran erinnert, was für eine Vergeudung von Ressourcen das ist...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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03.12.2012, 01:42
Beitrag: #62
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
ADHS dürfte wie z. B. auch Krebs, Alzheimer und Co. durchaus mehrere ursachen haben. Daher mag es kommen, dass es verschiedene Studien gibt, welche einen Einfluss kennzeichnen - auch von durchaus unterschiedlichen Ansätzen.
Will damit übrigens nicht ADHS als Krankheit in eine Reihe mit den anderen Stellen, aber um die Ursachen muss man sich nicht rüber streiten. es klingt nicht unrealistisch, dass Bewegungsmangel Einfluss hat, wie auch neuronale Fehlfunktionen.
Übrigens ist nachgewiesen, dass dies viel zu vielen Kindern diagnostiziert wird. Dabei ist die Ritalin-Bombe medizinisch schon ein ganz schönes Kaliber.


(30.11.2012 16:30)Suebe schrieb:  ADHS ist eine Erkrankung des Diagnostikers. wie die Kriegszitterer von 14-18, die es komischerweise 39-45 überhaupt nicht gab, oder das ominöse Schleudertrauma, das es nur im Bereich der dt. Haftpflichtversicherungen gibt, derweil die es bezahlen!
ADHS dürfte es durchaus auch damals gegeben haben. Fiel da aber wohl nicht so auf bzw. wurde nicht diagnostiziert. Wer rummuckt hatte damals wohl eine gewischt bekommen und war still bzw. es wurden radikale Möglichkeiten gewählt. Heute wo man etwas weiter ist, wird so etwas dann auffällig.[/quote]

Der vernetzte Mensch von heute gerät in Gefahr,
die globalisierte Welt als eine Ansammlung von Zitaten zu erleben.

Doug Mack
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03.12.2012, 10:27
Beitrag: #63
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
Soweit ich weiß, gilt als wahrscheinlich, daß die Geschichte des "Zappelphilipps" die Beschriebung eines ADHS- Kindes darstellt...
ADHS ist eine Krankheit, die es vermutlich schon lange gibt, die aber früher nicht so schwerwiegend war. Bei richtigen ADHS Kindern ist es so, daß die Reizverarbeitung im Gehirn nicht richtig funktioniert. Die Kinder "überreizen" sehr viel schneller als andere Kinder.
Ich denke, wir sind uns darüber einig, daß heute die Umweltreize sehr viel häufiger und stärker sind als früher.
Zum Teil werden heute auch "normale" Kinder reizüberflutet (lautes Spielzeug im Kinderzimmer, Terminhetze, Straßenverkehr, Blinklichter etc), so daß sie Zappelphilippsyndorme zeigen. Für Kinder, die tatsächlich ADHS haben, ist das natürlich erst recht die Hölle.
Früher war die Umwelt eines Kindes einfach reizärmer- und deswegen fiel ADHS nicht auf...

Ob das jetzt tatsächlich bedeutet, daß wir heute "weiter" sind- nun, darüber kann man geteilter Ansicht sein.
Insgesamt nehmen psychische Erkrankungen in der Bevölkerung stark zu- von daher zu sagen, wir wären heute generell "weiter"... nun ja...

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03.12.2012, 12:39
Beitrag: #64
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
(03.12.2012 01:42)Viriathus schrieb:  ADHS dürfte wie z. B. auch Krebs, Alzheimer und Co. durchaus mehrere ursachen haben. Daher mag es kommen, dass es verschiedene Studien gibt, welche einen Einfluss kennzeichnen - auch von durchaus unterschiedlichen Ansätzen.
Will damit übrigens nicht ADHS als Krankheit in eine Reihe mit den anderen Stellen, aber um die Ursachen muss man sich nicht rüber streiten. es klingt nicht unrealistisch, dass Bewegungsmangel Einfluss hat, wie auch neuronale Fehlfunktionen.
Übrigens ist nachgewiesen, dass dies viel zu vielen Kindern diagnostiziert wird. Dabei ist die Ritalin-Bombe medizinisch schon ein ganz schönes Kaliber.


(30.11.2012 16:30)Suebe schrieb:  ADHS ist eine Erkrankung des Diagnostikers. wie die Kriegszitterer von 14-18, die es komischerweise 39-45 überhaupt nicht gab, oder das ominöse Schleudertrauma, das es nur im Bereich der dt. Haftpflichtversicherungen gibt, derweil die es bezahlen!
ADHS dürfte es durchaus auch damals gegeben haben. Fiel da aber wohl nicht so auf bzw. wurde nicht diagnostiziert. Wer rummuckt hatte damals wohl eine gewischt bekommen und war still bzw. es wurden radikale Möglichkeiten gewählt. Heute wo man etwas weiter ist, wird so etwas dann auffällig.
[/quote]

(03.12.2012 10:27)Bunbury schrieb:  Soweit ich weiß, gilt als wahrscheinlich, daß die Geschichte des "Zappelphilipps" die Beschriebung eines ADHS- Kindes darstellt...
ADHS ist eine Krankheit, die es vermutlich schon lange gibt, die aber früher nicht so schwerwiegend war. Bei richtigen ADHS Kindern ist es so, daß die Reizverarbeitung im Gehirn nicht richtig funktioniert. Die Kinder "überreizen" sehr viel schneller als andere Kinder.
Ich denke, wir sind uns darüber einig, daß heute die Umweltreize sehr viel häufiger und stärker sind als früher.
Zum Teil werden heute auch "normale" Kinder reizüberflutet (lautes Spielzeug im Kinderzimmer, Terminhetze, Straßenverkehr, Blinklichter etc), so daß sie Zappelphilippsyndorme zeigen. Für Kinder, die tatsächlich ADHS haben, ist das natürlich erst recht die Hölle.
Früher war die Umwelt eines Kindes einfach reizärmer- und deswegen fiel ADHS nicht auf...

Ob das jetzt tatsächlich bedeutet, daß wir heute "weiter" sind- nun, darüber kann man geteilter Ansicht sein.
Insgesamt nehmen psychische Erkrankungen in der Bevölkerung stark zu- von daher zu sagen, wir wären heute generell "weiter"... nun ja...


Wenn man verallgemeinert, wie ich oben, liegt man natürlich im Einzelfall falsch.
Die generelle Linie würde ich aber schon so sehen.
Heute hat man halt das Ritalin und alles ist in Butter Dodgy

Wobei man früher mit den Zappelphilippen auch Fehler gemacht hat, aber die zwei drei die ich kannte/kenne sind heute Ottonormalverbraucher. Waren zur "aktiven" Zeit Ohrfeigenschwarmempfänger, ob sie als "Ritalinempfänger" aber auch Ottonormalverbraucher geworden wären, wage ich zumindest zu bezweifeln.


OT: Einer ist mal in der 1. oder 2. Klasse von der Lehrerin mit einer Hand festgehalten, wie ein Windmühlenflügel um sie rum gerannt, sie hat 10-12 Luftschläge mit der anderen Hand gelandet und ihn höchstens 1-2 mal getroffen. Die Klasse hat gejubelt vor Spass und Freude Blush
Er ist heute aber auch Normalo.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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03.12.2012, 12:57
Beitrag: #65
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
Ich kenne einen gar nicht mehr so jungne Mann, bei dem erst mit 40 festgestellt wurde, daß er eigentlich ADHS- ler ist. Die späte Diagnose hat ihm dann insofern Erleichterung gebracht, daß er sich selbst schon halbwegs verzweifelt fragte, welcher "Dämon" denn in ihm steckte.
Jetzt weiß er natürlich, wie er damit umzugehen hat und wie er diese enorme Reizüberflutung vermeiden kann, und er ist endlich einigermaßen ausgeglichen.
Aber er hat dann doch schon einen ganz schönne Leidensweg hinter sich.

Daß aber viel zu viele Kinder mit Ritalin ruhig gestellt werden, ist aber leider auch richtig. Es soll Schulen geben, die Kinder mit Hyperaktivität zur Auflage machen, Ritalin zu nehmen, damit sie am Unterricht teilnehmen können- wenn das wahr ist, ist es eigentlich ein Skandal. Nicht jede Hyperaktivität ist ADHS, sondern vieles ist wirklich auf BEwegungsmangel zurückzuführen.

Ritalin ist im übrigen ein Aufputsch- und Gehirndopingmittel. Studenten nehmen es wohl, um in Prüfungszeiten die Nerven nicht zu verlieren und ihr Gedächtnis zu stützen.

Ich habe dafür noch Haferflocken und Nüsse gegessen... (um den Bogen wieder ein Stück weit zurückzuschlagen)...

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03.12.2012, 13:01
Beitrag: #66
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
(03.12.2012 12:39)Suebe schrieb:  Die generelle Linie würde ich aber schon so sehen.
Heute hat man halt das Ritalin und alles ist in Butter Dodgy

Das trifft aber nicht nur auf Ritalin zu. Egal worum es geht- man braucht nur eine Pille und schon ist alles in Butter und der Mensch funktioniert wieder. Wer kuriert heute schon eine Erkältung normal aus? Man kann nicht schlafen? Nicht der Tagesablauf wird überprüft, es wird die Pille genommen.
Pillen schlucken gegen nicht gesundes Verhalten ist doch fester Bestandteil unserer Lebensweise. Warum sollte es da in Beziug auf die Kinder anders sein?

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08.12.2012, 21:52
Beitrag: #67
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
Mir sind noch so ein paar "Kinderessen" eingefallen.
Himmel und Erde zum Beispiel. Katroffelbrei (mit gerösteten Zwiebel) und entweder Apfelmus und Birnenkompott. Ich habe die Variante mit Apfelmus mal für meine Rabauken gekocht. Mit dem Ergebnis, daß der eine nur Kartoffelbrei, der andere nur Apfelmus aß...

Überhaupt beschleicht mich so das Gefühl, daß ein gewisser Zusammenhang zwischen "Reste"- und "Kinderessen" besteht.
Die "Armen Ritter-" Toasts sind bei den Kindern beliebt, sind aber typische "Brotrestverwerter", ebenso der Kirschenmichel. Auch ein typisches Kinderessen meiner Kindheit war die übrig gebliebenen Kartoffelklöße aufgeschnitten, in Butter gebacken mit Kompott aus Fallobst serviert...

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09.12.2012, 21:17
Beitrag: #68
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
(02.12.2012 22:26)Bunbury schrieb:  Es muss ihnen nicht unbedingt schmecken, wenn sie wieder hinwollen. Mein Jüngerer steht nicht unbedingt auf das Essen da- eher auf das "Happy Meal" mit dem blöden Schnickschanck, der dann später irgendwo im Zimmer runfligt und mich ganz feste daran erinnert, was für eine Vergeudung von Ressourcen das ist...

Peanuts....

MfG, Titus Feuerfuchs
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09.12.2012, 22:16
Beitrag: #69
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
Titus, bitte.

Und du warst schön. In deinem Auge schien
sich Nacht und Sonne sieghaft zu versöhnen.
...
So kam dich meine Liebe krönen.
Und meine nächteblasse Sehnsucht stand,
weißbindig wie der Vesta Priesterin,
an deines Seelentempels Säulenrand
und streute lächelnd weiße Blüten hin.

(Rainer Maria Rilke)
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09.12.2012, 23:09
Beitrag: #70
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
(09.12.2012 22:16)Wallenstein schrieb:  Titus, bitte.

Als was würdest du denn das Mc Donalds Plastikklumpert in Anbetracht des globalen Ressourcenverbrauchs bezeichnen, wenn nicht als Peanuts...?

M.E. gibt es da wirklich Wichtigeres, worüber man sich echauffieren kann...

MfG, Titus Feuerfuchs
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10.12.2012, 16:43
Beitrag: #71
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
(09.12.2012 23:09)Titus Feuerfuchs schrieb:  
(09.12.2012 22:16)Wallenstein schrieb:  Titus, bitte.

Als was würdest du denn das Mc Donalds Plastikklumpert in Anbetracht des globalen Ressourcenverbrauchs bezeichnen, wenn nicht als Peanuts...?

M.E. gibt es da wirklich Wichtigeres, worüber man sich echauffieren kann...


es gibt immer Wichtigeres.
Und im Ergebnis braucht man nie nix machen. Dodgy

Es fängt beim Kleinsten und Einfachsten an. Nur so kommern wier tatsächlich aus der Sackgasse,

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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02.01.2013, 19:54
Beitrag: #72
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
(08.12.2012 21:52)Bunbury schrieb:  Mir sind noch so ein paar "Kinderessen" eingefallen.(...)
Überhaupt beschleicht mich so das Gefühl, daß ein gewisser Zusammenhang zwischen "Reste"- und "Kinderessen" besteht.

Nee, der Zusammenhang besteht zwischen süßem Essen und Kinderessen. Resteverwertung war nämlich noch vor gar nicht allzu langer Zeit ganz normal. Etwa die übrigen Pfannkuchen als Pfannkuchensuppe. Oder die übrigen Knödel mit Pilzsoße. Oder kalter Braten. Wahlweise als Sülze.

VG
Christian
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02.01.2013, 23:12
Beitrag: #73
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
(02.01.2013 19:54)913Chris schrieb:  
(08.12.2012 21:52)Bunbury schrieb:  Mir sind noch so ein paar "Kinderessen" eingefallen.(...)
Überhaupt beschleicht mich so das Gefühl, daß ein gewisser Zusammenhang zwischen "Reste"- und "Kinderessen" besteht.

Nee, der Zusammenhang besteht zwischen süßem Essen und Kinderessen. Resteverwertung war nämlich noch vor gar nicht allzu langer Zeit ganz normal. Etwa die übrigen Pfannkuchen als Pfannkuchensuppe. Oder die übrigen Knödel mit Pilzsoße. Oder kalter Braten. Wahlweise als Sülze.

VG
Christian

Daß die Resteverwertung normal war, weiß ich.
Aber ich kenne tatsächlich viele Resteessen, die ursprünglich nicht süß waren und dann versüßt zum Kinderessen wurden. Übriggebliebene Klösse gab es bei meiner Tante gebacken mit Vanillesoße. Das Arme-Ritter-Toast ist nur das nächste. Der kartoffelbrei vom Vortag zum Kotelett wurde am nächsten Tag mit Apfelmus zu "Himmel und Erde". Altes Brot wurde der Kirschmichel, auch übriggebleibene Nudeln wurden mit Vanillesoße serviert (gruselig).
Das kalte Fleisch aß der Onkel zum Brot am Abend. Aber vielleicht war das auch nur so bei meiner Tante... Die schmiss die Reste in die Pfanne, gab Vanillesoße und/oder Kompott dazu und schon war es ein Mittagessen für die Kinder...

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Volker Pispers
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03.01.2013, 19:40
Beitrag: #74
RE: Ernährung von Babys, Kindern und Jugendlichen
(02.01.2013 23:12)Bunbury schrieb:  übriggebleibene Nudeln wurden mit Vanillesoße serviert (gruselig).

Mein Bruder aß die immer mit Unmengen Zucker...
die Geschmäcker sind verschieden.

VG
Christian
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