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Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
27.06.2012, 21:25
Beitrag: #21
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
ich denke, dass sich niemand der anti-ddr-propaganda axel springers entziehen konnte, der mann hatte fachleute aus dem propaganda-ministeriums goebbels bzw. ribbentrops (carell) in seinem persönlichen umfeld, die bereits für ihren führer gegen den kommunismus gefochten haben , so etwas kann doch nicht brachliegen, in einer gesellschaft, in der, wie 20 jahre vorher, antikommunismus staatsdoktrin war..?
ich anfangs auch nicht, siehe meinen beitrag über klassenreise berlin.

ein dieb, bleibt natürlich immer ein täter , und der bestohlene der geschädigte, wobei auch eine andere sicht zulässig ist, dass der eigentliche täter derjenige ist, der den dieb verführt, durch werbung , durch apell an sein unterbewusstsein, ggf. zu lasche sicherung. so absurd ist das nicht. bei der bundeswehr wurden dieb wie auch bestohlener gleich behandelt, mit verführung zum kameradendiebstahl.

warum dieser auf den ersten blick zusammenhanglose einstand ?

ich bin davon überzeugt, dass die gründer der ddr wirklich ein neues, anderes und ein friedlicheres deutschland schaffen wollten als das wilhelms II und das weimars und hitlers. der kalte krieg, von wem auch immer initiiert, der topf, von wem auch immer am kochen gehalten, schufen dann diese ddr, diesen täter

geplant war diese ddr in der dann existierenden form auch nicht von der UdSSR.
im westen hatten die amerikaner das von ihnen als richtiges politisches system angesehene auf ihren machtbereich übertragen.

die UdSSR wollte einen sozialistischen staat, wollten das von ihr ebenfalls als richtig empfundene gesellschaftssystem auf die ddr übertragen, das aber verwerflich ?

berija hatte im april oder mai 1953 ernstlich molotov und malenkow auf einer zk-sitzung gefragt, ob man die ddr nicht preigeben solle. (quelle guido knoop,17. juni), wenn man sie nicht sozialistisch machen könne.
berija war im gegensatz zu vielen seiner genossen ein pragmatiker, errechnet worden war, dass die ddr der UdSSR in den nächsten jahren (auf heutiges Niveau hochgerechnet) einige hundert mrd euro kosten würde. (mrd, richtig gelesen)

2 x ergingen auforderungen an die führung der ddr, ihren neuen kurs mit den normenerhöhungen rückgängid zu machen.
der 17. juni 1953 änderte alles und von da an war der 13.8. 1961 kausal.

all das soll nicht die führung der ddr von ihrer schuld gegenüber ihrem volk reinwaschen, entsprechendes mir auch nicht unterstellt werden sollte.
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28.06.2012, 00:13
Beitrag: #22
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(27.06.2012 21:25)krasnaja schrieb:  ich denke, dass sich niemand der anti-ddr-propaganda axel springers entziehen konnte,
Außer der Ungeborene.

(27.06.2012 21:25)krasnaja schrieb:  ich bin davon überzeugt, dass die gründer der ddr wirklich ein neues, anderes und ein friedlicheres deutschland schaffen wollten als das wilhelms II und das weimars und hitlers. der kalte krieg, von wem auch immer initiiert, der topf, von wem auch immer am kochen gehalten, schufen dann diese ddr, diesen täter
Möglich. Dennoch bleibt der Täter der Täter. Man darf nicht vergessen, dass viele Jahre ins Land gingen nach '45. Ich würde da niemanden voreilig zum Opfer machen, auch wenn der Einfluss auf den Du anspielst sicher existierte.


P.S.
Stört es dich groß und klein zu schreiben? Ich persönlich finde das angenehmer zu lesen. Ist aber nur eine Bitte.

Der vernetzte Mensch von heute gerät in Gefahr,
die globalisierte Welt als eine Ansammlung von Zitaten zu erleben.

Doug Mack
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28.06.2012, 11:22
Beitrag: #23
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 00:13)Viriathus schrieb:  
(27.06.2012 21:25)krasnaja schrieb:  ich denke, dass sich niemand der anti-ddr-propaganda axel springers entziehen konnte,
Außer der Ungeborene.

(27.06.2012 21:25)krasnaja schrieb:  ich bin davon überzeugt, dass die gründer der ddr wirklich ein neues, anderes und ein friedlicheres deutschland schaffen wollten als das wilhelms II und das weimars und hitlers. der kalte krieg, von wem auch immer initiiert, der topf, von wem auch immer am kochen gehalten, schufen dann diese ddr, diesen täter
Möglich. Dennoch bleibt der Täter der Täter. Man darf nicht vergessen, dass viele Jahre ins Land gingen nach '45. Ich würde da niemanden voreilig zum Opfer machen, auch wenn der Einfluss auf den Du anspielst sicher existierte.


P.S.
Stört es dich groß und klein zu schreiben? Ich persönlich finde das angenehmer zu lesen. Ist aber nur eine Bitte.

Groß und Kleinschreibung stört mich nicht, ich verfasse aber oft, wie auch gestern, meine Beiträge im Liegen und nur mit einer Hand, werde mich aber zukünftig um bessere Lesbarkeit bemühen.

Natürlich die Ungeborenen.
Vieles von dem ist vergessen, was damals geschrieben wurde.
Ich kenne natürlich auch das, wie die DDR gegen die BRD hetzte, damit mir nicht Einseitigkeit virgeworfen wird. . dazu könnte vielleicht jemand anderes schreiben. Hier einige Beispiele von uns:

- Pankower - Machthaber
- Satellitenstaat
- SBZ (sowjetische Besatzungszone) noch Anfang 1980
- "der Spitzbart muss weg" gemeint war Ulbricht (siehe Bemerkung)
- "dreigeteilt, niemals " !
- Marionetten-Staat,- Regierung,
- jeden Weihnachten der Aufruf Springers, eine Kerze in die Fenster zu
stellen für "unsere Brüder und Schwestern im Osten"
- noch bis Anfang 1980 erschien die Bildzeitung auf der Frontseite mit
dem Hinweis: seit .... Tagen die Mauer in Berlin.

So und so ähnlich wurde tagaus, tagein in der "Frontstadt Berlin" trompetet. das war die Politik Adenauers, das es sogar den Westmächten peinlich wurde, sie an der Friedfertigkeit des Mannes am Rhein zweifelten, die BRD teilweise sogar drohend mit ihren Verbündeten redete.

War es bei Springer gar "nicht erwiderte Liebe" ? Ich erinnere an die eher peinliche Reise des Mannes nach Moskau, als er selber höhere Politik machen wollte, Moskau zu einem Deal mit Deutschland überreden wollte.
Sein Presse-Imperium hätte die BRD "reifgeschossen" für eine grenzenlose herzliche Freundschaft und Partnerschaft mit der voher von ihm als zu verhassend dargestellte UdSSR.
Springer wurde ja noch nicht einmal von einem höheren ZK-Mitglied empfangen.

Moralisierend und dass zweifelsfrei zurecht, den Finger zu heben, ist eine Sache, dem Gegner darf aber nicht "die Luft zum Atmen" genommen werden.
Das Verhalten der BRD, so nachvollziebar sie auch war, enthielt einen gravierenden Fehler und der bezog sich nicht nur auf die DDR sondern auch auf die UdSSR: Eine generelle Feind-Freund-Ausrichtung ist immer falsch. Es muss immer damit gerechnet werden, dass Gegener eines Tages zu Partnern werden können und auch umgekehrt, Partner zu Gegnern.

Jede Handlung muss nach 3 Kriterien abgewogen werden: cui bono, was ist dem anderen zuzumuten und was passiert, wenn der andere nicht will.

Bemerkung: Zitat: "Es gibt einen einzigen deutschen Politiker des 20 Jahrunderts, der vierzig Jahre lang seine Politik mit äußerster zäher Demut auf Tatsachen und nichts als Tatsachen gestellt hat, unter völliger, fast übertriebenen, fast schon wieder unsympathischer Zurückstellung persönlicher Vorlieben, Wünche und auch Loyalität . Er ist damit der erfolgreichste deutsche Politiker des Jahrunderts geworden und der bestgehaßte, sein Name ist Ulbricht" .
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28.06.2012, 12:28
Beitrag: #24
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
Erfolgreich kann nur der sein, der Erfolg hat.

Ansonsten interessante Ausführungen, kann ich zwar wieder nicht alles teilen, aber interessant wie gesagt immer.

Der vernetzte Mensch von heute gerät in Gefahr,
die globalisierte Welt als eine Ansammlung von Zitaten zu erleben.

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28.06.2012, 12:31
Beitrag: #25
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 11:22)krasnaja schrieb:  Bemerkung: Zitat: "Es gibt einen einzigen deutschen Politiker des 20 Jahrunderts, der vierzig Jahre lang seine Politik mit äußerster zäher Demut auf Tatsachen und nichts als Tatsachen gestellt hat, unter völliger, fast übertriebenen, fast schon wieder unsympathischer Zurückstellung persönlicher Vorlieben, Wünche und auch Loyalität . Er ist damit der erfolgreichste deutsche Politiker des Jahrunderts geworden und der bestgehaßte, sein Name ist Ulbricht" .

Wenn schon Zitat, dann bitte mit Quelle...

"Der Spitzbart muss weg" war übrigens der Slogan der Bauarbeiter in der Stalinallee am 17. Juni 1953.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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28.06.2012, 13:01
Beitrag: #26
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 12:31)Arkona schrieb:  
(28.06.2012 11:22)krasnaja schrieb:  Bemerkung: Zitat: "Es gibt einen einzigen deutschen Politiker des 20 Jahrunderts, der vierzig Jahre lang seine Politik mit äußerster zäher Demut auf Tatsachen und nichts als Tatsachen gestellt hat, unter völliger, fast übertriebenen, fast schon wieder unsympathischer Zurückstellung persönlicher Vorlieben, Wünche und auch Loyalität . Er ist damit der erfolgreichste deutsche Politiker des Jahrunderts geworden und der bestgehaßte, sein Name ist Ulbricht" .

Wenn schon Zitat, dann bitte mit Quelle...

"Der Spitzbart muss weg" war übrigens der Slogan der Bauarbeiter in der Stalinallee am 17. Juni 1953.

Haffner, Totsünden, Nachwort 1964

Mein Hinweis zu Berija: 27.5.1953, Knopp, der Aufstand 17. Juni, Hoffmann und Kampe, musste noch mal nachlesen.

Zur Propagande der BRD:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/...2004-1-156

Schwarzer Kanal von Karl Eduard v. Schnitzler und Gerhard Löwenthal mit dem ZDF-Magazin standen sich gegenüber.
Propaganda war es in beiden Fällen.
Was mir aufstieß war die Tatsache, dass sich , neben Axel Springer, auch westdeutsche staatliche Stellen ehemaliger Mitarbeitern aus dem Propaganda-Minsiterium bedienten.
Wie bei Hitler war nichts zu billig, wenn es gegen die Kommunisten ging.
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28.06.2012, 14:34
Beitrag: #27
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 13:01)krasnaja schrieb:  Schwarzer Kanal von Karl Eduard v. Schnitzler und Gerhard Löwenthal mit dem ZDF-Magazin standen sich gegenüber.
Propaganda war es in beiden Fällen.

Wir Jugendlichen in der DDR um 1980 haben uns genüßlich ausgemalt, wie eine Livediskussion der beiden Oberhetzer wohl aussehen würde. Manche meinten, man müsste sie in seperate Käfige sperren, damit es gewaltlos bleibt. Ich denke eher, die beiden waren im Grunde Kumpels im Geiste und wären danach noch auf ein Bier gemeinsam losgezogen.

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28.06.2012, 14:46
Beitrag: #28
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 14:34)Arkona schrieb:  Wir Jugendlichen in der DDR um 1980 haben uns genüßlich ausgemalt, wie eine Livediskussion der beiden Oberhetzer wohl aussehen würde. Manche meinten, man müsste sie in seperate Käfige sperren, damit es gewaltlos bleibt. Ich denke eher, die beiden waren im Grunde Kumpels im Geiste und wären danach noch auf ein Bier gemeinsam losgezogen.

Es handelte sich in beiden Fällen um TV-Moderatoren mit einer regelmäßigen Hetzsendung?

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28.06.2012, 16:43
Beitrag: #29
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 14:46)Viriathus schrieb:  Es handelte sich in beiden Fällen um TV-Moderatoren mit einer regelmäßigen Hetzsendung?
Hättest auch selbst mal Tante Wiki bemühen können...
http://de.wikipedia.org/wiki/ZDF-Magazin
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_schwarze_Kanal

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28.06.2012, 18:46
Beitrag: #30
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 16:43)Arkona schrieb:  
(28.06.2012 14:46)Viriathus schrieb:  Es handelte sich in beiden Fällen um TV-Moderatoren mit einer regelmäßigen Hetzsendung?
Hättest auch selbst mal Tante Wiki bemühen können...
http://de.wikipedia.org/wiki/ZDF-Magazin
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_schwarze_Kanal

Hätte ich, finde die Gespräche im Forum aber angenehmer.
Aber danke.

Der vernetzte Mensch von heute gerät in Gefahr,
die globalisierte Welt als eine Ansammlung von Zitaten zu erleben.

Doug Mack
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28.06.2012, 20:56
Beitrag: #31
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 12:28)Viriathus schrieb:  Erfolgreich kann nur der sein, der Erfolg hat.

Ansonsten interessante Ausführungen, kann ich zwar wieder nicht alles teilen, aber interessant wie gesagt immer.

Das Einzige, was daran interessant ist, ist die Art, wie krasnaja offensive Propaganda für eine totalitären Diktatur namens DDR betreibt, in der Menschen gegeneinander aufgehetzt und wegen ihrer Meinung bespitzelt und eingesperrt wurden. Wenn Menschen zu flüchten versuchten, wurden sie erschossen. Zusätzlich wurden sie gegen ihr eigenes Volk im Westen ("Klassenfeind") aufgehetzt, gehirngewaschen und mit pseudomarxistischem Müll indoktriniert.

Demokratie, Freiheit und Wohlstand waren Fremdwörter.

Das alles sollte man nie vergessen, wenn man vom System DDR (allein der Name dieses Unrechtsregimes ist eine an Zynismus nicht zu überbietende Groteske) spricht, welches zum Glück auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet ist.

MfG, Titus Feuerfuchs
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28.06.2012, 21:50
Beitrag: #32
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
Nun kommt mal wieder runter von euren Palmen. Rolleyes

Es geht um eigene Erlebnisse mit dem eisernen Vorhang. Hetzereien gab es auf beiden Seiten. Ich kann mich noch gut an die allgegenwärtige Antwort erinnern, wenn man Veränderungen anregte oder Kritik an der Politik der BRD übte: "Wenn es dir hier nicht paßt, dann geh doch rüber".
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28.06.2012, 22:06
Beitrag: #33
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
Krasnaja, bleib cool.
Titus, halte dich zurück. So, wie ich es von dir gewohnt bin.

Mit der Bitte an alle beiden.

Nobody is perfect!
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28.06.2012, 23:03
Beitrag: #34
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 22:06)Butterfly schrieb:  Krasnaja, bleib cool.
Titus, halte dich zurück. So, wie ich es von dir gewohnt bin.

Mit der Bitte an alle beiden.

Net bös sein, aber ich werde mich immer zu Wort melden, wenn ein totalitäres Unrechtsregime -was die DDR nunmal war- schöngeredet wird. Ich denke, das ist legitim.
Ich werde natürlich danach trachten, das in adäquater Weise zu tun.

MfG, Titus Feuerfuchs
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28.06.2012, 23:09
Beitrag: #35
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 23:03)Titus Feuerfuchs schrieb:  
(28.06.2012 22:06)Butterfly schrieb:  Krasnaja, bleib cool.
Titus, halte dich zurück. So, wie ich es von dir gewohnt bin.

Mit der Bitte an alle beiden.

Net bös sein, aber ich werde mich immer zu Wort melden, wenn ein totalitäres Unrechtsregime -was die DDR nunmal war- schöngeredet wird. Ich denke, das ist legitim.
Ich werde natürlich danach trachten, das in adäquater Weise zu tun.

Ich weise dich noch einmal unmissverständlich darauf hin, dass ich nicht die DDR schönrede, was du wieder insinuieren willst,
Es ist sicher nicht nur mir unverständlich, dass du immer noch mal nachlegen musst, obwohl dir butterfly deine grenzen klar aufzeigte.
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28.06.2012, 23:28
Beitrag: #36
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(27.06.2012 18:45)Viriathus schrieb:  
(27.06.2012 15:47)krasnaja schrieb:  Die DDR mit der NS-Zeit gleichzusetzen, halte ich für daneben.
Ich auch.
Man muss nicht alles immer vergleichen. Außerdem war das Dritte Reich in vielen Dingen beispiellos - glücklicherweise.


Vergleichen und Gleichsetzen ist nicht dasselbe.

MfG, Titus Feuerfuchs
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29.06.2012, 18:31
Beitrag: #37
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
(28.06.2012 23:28)Titus Feuerfuchs schrieb:  Vergleichen und Gleichsetzen ist nicht dasselbe.

Gleichsetzen setzt aber einen Vergleich vorraus Sleepy.

Der vernetzte Mensch von heute gerät in Gefahr,
die globalisierte Welt als eine Ansammlung von Zitaten zu erleben.

Doug Mack
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29.06.2012, 20:07
Beitrag: #38
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
Nun melde ich mich auch mal zu Wort.
Mein Großvater, ein Lehrer, brachte mir schon früh viel zu Geschichte und Geographie bei. Auch über den eisernen Vorhang erfuhr ich einiges. Natürlich war das noch nicht in Form wirklicher Bildung. Mittlerweile bin ich durch Bücher und den Geschichtsunterricht (und Geschichtsforen Wink) schon eher informiert.
Mein anderer Großvater erzählte mir desöfteren von seinem Erlebnis beim Mauerbau. Die privaten Details möchte ich hier nicht erläutern. Mein Großvater feierte gerade seinen 30. Geburtstag. Als zufällig während der Feier das Radio angemacht wurde, erfuhr man, dass der Mauerbau gestartet wurde. Die Stimmung war natürlich im Eimer, alle diskutierten nur noch über den Kalten Krieg.

Ansonsten kamen in meiner Familie wenige aufsehenerregende Episoden vor: Mein anderer Großvater, ein Vollweise, der in eine andere Familie aufgenommen wurde, floh über Schweden, wohin seine Schwester adoptiert worden war in die BRD und baute sich dort ein geregeltes Leben auf.
Sein einer Bruder blieb in der DDR und kann heute noch interessantes erzählen. Ich erinnere mich nicht an viel - nur noch an allbekanntes: Dass man heimlich Westradio hörte und von diesem Hausbuch, in dem alle Besuche und Reisen der Hausbewohner verzeichnet waren.

Für mich ist der eiserne Vorhang eine logische Konsequenz und die nötige Folge des kalten Krieges. Alternativen hätte es wohl nicht gegeben. Eigentlich kann ich nicht allzu viel erzählen.

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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29.06.2012, 20:15
Beitrag: #39
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
Kleine Sammlung an Original DDR – Flüsterwitzen

In einer Grundschule.
Lehrer: Hört mal Kinder, nächste Woche besucht uns der Genosse Erich Honecker, wer kann den zur Begrüßung ein Gedicht aufsagen?
Fritz: Unsere Katze hat Junge bekommen, sechs an der Zahl, fünf sind Kommunisten, eins ist noch neutral.
Lehrer: Prima, das sagst Du dann auf.
Dann bei Honeckers Besuch in der Schule:
Honecker: Na Kinder, wer kann mir denn mal ein Gedicht aufsagen?
Lehrer: Der Fritz, der kann ein tolles Gedicht. Sag mal auf.
Fritz: Unsere Katze hat Junge bekommen, sechs an der Zahl, fünf sind jetzt im Westen, eins ist nicht normal.
Der Lehrer ist entsetzt: Letzte Woche hast du doch das Gedicht noch ganz anders aufgesagt! Fritz: Vor einer Woche waren die Kätzchen ja auch noch blind.

Ein Genosse möchte aus der SED austreten.
Der Parteibeamte: Na, warum denn bloß?
Genosse: Da gibt es zwei Gründe. Erstens habe ich Angst davor, was mit den Genossen gemacht wird, wenn der Kapitalismus doch siegt.
Parteibeamter: Da brauchen Sie gar keine Angst zu haben, das wird nicht passieren.
Genosse: Und das ist der Hauptgrund…

In der Schule.
Lehrer: Der Kapitalismus rast unaufhaltsam dem Abgrund entgegen!
Schüler: Und warum will ihn der Kommunismus dann überholen?

In der Bahn.
Fahrgast: Diese verdammten Schweine, diese Mistkerle!!!
Schaffner: Mitkommen! Sie haben die Regierung beleidigt!
Fahrgast: Ich habe die Regierung doch mit keinem Wort erwähnt!
Schaffner: Aber Sie haben sie charakterisiert!

Im Gefängnis.
Häftling 1: Und, warum seit ihr hier?
Häftling 2: Ich kam zu früh zur Arbeit, da hat man mich wegen Spionage verhaftet.
Häftling 3: Ich kam zu spät zur Arbeit, da hat man mich wegen Sabotage verhaftet.
Häftling 1: Ich kam immer pünktlich zur Arbeit, da hat man mich verhaftet, weil ich eine Uhr aus dem Westen habe.

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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29.06.2012, 22:31
Beitrag: #40
RE: Wie haben wir den eisernen Vorhang erlebt ?
zwei habe ich auch:

In der Schule, die sozialistische Revolution in Angola wird behandelt, Bitte einer sächsischen Lehrerin an die Schüler, einen Satz mit Angola zu bilden.
Anwort: An Gola gann ich mich dotsaufen.

witze leben immer vom Unerwarteten:

Ostberlin nach dem Mauerfall, Menschen vor dem Brandenburger Tor,
Einer wird gefragt: Was hälst du denn vom Sozialismus ?, der Gefragte erschrickt, sieht sich angstvoll um, macht Kopfbewegungen, man solle ihm folgen.
Einsame Straße, angstvolle Blicke zurück
In einem Hauseingang, vergewissert, dass auch wirklich niemand zuhört die Antwort:
"Sozialismus ? finde ich gut " .

Der Witz soll direkt aus der Normannenstraße kommen.
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