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Landesausstellungen-Allgemein:
12.06.2018, 06:09
Beitrag: #81
RE: Landesausstellungen-Allgemein:
(11.06.2018 16:19)Teresa C. schrieb:  Könnte sein, heuer ist allerdings auch keine Niederösterreichische Landesausstellung, geworben wird daher bereits für die im kommenden Jahr.

Es gibt aber auch Beispiele dafür, dass eine Landesausstellung Auswirkungen hatte: Schloss Waldreichs ist seit es Teil einer Landesausstellung war, immerhin als Ort für Falknerei bekannt. In Pöggstall hat die Landesausstellung zur Aktualisierung der bereits bestehenden Ausstellung im Schloss geführt. Schlosshof ist seither immer renoviert worden und bietet zurzeit jährlich eine Ausstellung.

Dafür das so ein Ausstellungsort sich positiv auswirken kann, gibt es viele Beispiele. Z.B. Schallaburg, etliches was neu saniert wurde usw. Oder auch das für Besucher (noch) attraktiver gewordene Carnuntum.
Aber laut den Aussagen mancher Bürgermeister glaubt man ja die meinen mit einer Landesausstellung wird ein Randgebiet zum dauerhaft boomenden Tourismuszentrum und das spielt es dann eher selten.

Das stimmt, gibt meistens einen 2 Jahrestakt. Denke Wiener Neustadt mit dem Thema "Mobilität" könnte eine sehr gut besuchte Ausstellung werden. Bis dahin findet ja fast an der Grenze von Niederösterreich eine Landesausstellung in Enns statt.
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12.06.2018, 10:23
Beitrag: #82
Landesgartenschau in Würzburg:
Ende Mai war ich in Würzburg auf Kurzurlaub. Unter anderem besuchte ich die dort stattfindende Landesgartenschau. Diese liegt etwas außerhalb, früher befand sich dort ein Gelände des US Millitärs.

Mit einer Linie der Städtischen Busse ist sie gut erreichbar. Ich bin bei der Endhaltestelle ausgestiegen. Anfangs erwartet einem neben einem Buffet, ein schöner Ausblick auf die Festung und eine extrem lange Wiese. Diverse Liegen, spielmöglichkeit für Kinder usw befinden sich neben der Wiese.

Am Ende der langen Wiese werden mehrere Themen präsentiert, darunter der Klimawandel, Wasserknappheit, Ernährung der Zukunft usw. Auch Mit dem Thema zusammenhöngendes wie Hochbeetgestalltung usw werden präsentiert. Zum Kaufen gibt es natürlich auch das eine oder andere und wie für Würzburg üblich wird auch der Wein thematisiert. Auch Modelleisenbahnklub usw haben ihren Platz. Das alles befindet sich nahe einer buntbemalte Halle, drinnen ist Gastronomie. Diese und Liegemöglichkeiten sind am ganzen Gelände ausreichend vorhanden, was gut war angesichts der großen Hitze an diesem Tag.

In einem weiteren Geländeteil findet man eine Veranstalltungsbühne, Schauterassen und Beispielgärten. Letztere könnten meiner Meinung nach noch etwas mehr sein. Auch eine Blumenhalle hätte es gegeben, ist sich aber nicht mehr ausgegangen.

Fazit: War umfangreicher als Anfangs, angesichts der ewig langen Wiese, gedacht. War ein schöner nachmittagsfüllender Besuch, der einiges an Themenvielfalt mit sich brachte. Der Eintrittspreis 18 Euro schreckte mich aber schon etwas.
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09.08.2018, 15:35
Beitrag: #83
RE: Landesausstellungen-Allgemein:
Die Ausstellungen auf der Schallaburg in der Nähe von Melk in Niederösterreich sind zwar keine Landesausstellungen, aber ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich mich hier dazu äußere und nicht einen neuen Thread eröffne, da sie in die übrigen Threads hier nicht hineinpasst.

"Byzanz und der Westen" mit Untertitel "1.000 Jahre vergessene Geschichte" hat mich enttäuscht. Das liegt aber nicht daran, dass die Ausstellung schlecht wäre, ganz im Gegenteil. Es wird viel gezeigt, die Mischung aus Gegenständen, Bildern und Projektionen ist ausgewogen, vor allem die Wandprojektionen, auf denen graphischen Skizzen der Stadt Byzanz mit Hafen zu sehen sind und Schiffe vorbeifahren, vermitteln einen guten Eindruck, wie die Stadt im Mittelalter gewirkt haben könnte, überhaupt ist die Technik auf guten Level. Die Gestaltung der Ausstellung entspricht den gegenwärtigen Standards und wirkt professionell. Rein technisch ist nichts an ihr auszusetzen.

Allerdings wirkte sie auf mich erschreckend unpersönlich. Ich denke, dass sie problemlos und ohne wesentliche Veränderungen (abgesehen von Anpassungen an andere Räumlichkeiten) übernommen werden kann. Wenn sie also nicht auf der Schallaburg, sondern in der Kunsthalle in Krems oder in einem Museum in Nürnberg zu sehen ist, dürfte das keinen Unterschied machen.

Und damit kommen wir auch zu jenem Punkt, der mich persönlich gestört hat und warum ich eigentlich enttäuscht war.

Der Ausstellung fehlte, mein Eindruck, das, was ich als Seele bezeichnen würde, eine persönliche oder lokale Note. Technisch ohne Tadel hat sie mich emotional völlig gleichgültig gelassen.

Mir fehlte ein Bezug zum Ausstellungsort, immerhin eines der wenigen Renaissance-Schlösser aus dem früheren Herzogtum Österreich, das erhalten ist, also sicher kein 08 / 15-Schauplatz. Anderseits aber gab es keine Informationen zur Geschichte der österreichischen Bundesländer. Das einzige, was etwas mit niederösterreichischer Geschichte zu tun hatte, war ein Hinweis auf zwei byzantinische Prinzessinnen, die mit Herzögen aus dem Geschlecht der Babenberger verheiratet waren. Aber nur eine Randnotiz, dieser Aspekt wurde ansonsten mit einem Hinweis auf König Rother und mit einer Menge Infos zu Kaiserin Theophanu abgedeckt.

Ich möchte niemanden von einem Besuch abraten, aber ich selbst fand die Ausstellung enttäuschend. Professionell halt, aber zu unpersönlich.

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Nur die Geschichtenschreiber erzählen uns, was die Leute dachten.
Wissenschaftliche Forscher halten sich streng an das, was sie taten.

Josephine Tey, Alibi für einen König
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09.08.2018, 22:14
Beitrag: #84
RE: Landesausstellungen-Allgemein:
(09.08.2018 15:35)Teresa C. schrieb:  Die Ausstellungen auf der Schallaburg in der Nähe von Melk in Niederösterreich sind zwar keine Landesausstellungen, aber ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich mich hier dazu äußere und nicht einen neuen Thread eröffne, da sie in die übrigen Threads hier nicht hineinpasst.

"Byzanz und der Westen" mit Untertitel "1.000 Jahre vergessene Geschichte" hat mich enttäuscht. Das liegt aber nicht daran, dass die Ausstellung schlecht wäre, ganz im Gegenteil. Es wird viel gezeigt, die Mischung aus Gegenständen, Bildern und Projektionen ist ausgewogen, vor allem die Wandprojektionen, auf denen graphischen Skizzen der Stadt Byzanz mit Hafen zu sehen sind und Schiffe vorbeifahren, vermitteln einen guten Eindruck, wie die Stadt im Mittelalter gewirkt haben könnte, überhaupt ist die Technik auf guten Level. Die Gestaltung der Ausstellung entspricht den gegenwärtigen Standards und wirkt professionell. Rein technisch ist nichts an ihr auszusetzen.

Allerdings wirkte sie auf mich erschreckend unpersönlich. Ich denke, dass sie problemlos und ohne wesentliche Veränderungen (abgesehen von Anpassungen an andere Räumlichkeiten) übernommen werden kann. Wenn sie also nicht auf der Schallaburg, sondern in der Kunsthalle in Krems oder in einem Museum in Nürnberg zu sehen ist, dürfte das keinen Unterschied machen.

Und damit kommen wir auch zu jenem Punkt, der mich persönlich gestört hat und warum ich eigentlich .........

Danke für deine Eindrücke. Bin noch nicht dazu gekommen mir die Ausstellung anzusehen, habe es mir aber fest vorgenommen (immerhin ein Lielingsthema von mir, das diesesmal angesprochen wird), bin gespannt ob ich den gleichen Eindruck haben werde.

Das mit den Bundesländern verstehe ich, ist ja keine Landesausstellung und zur Schallaburg hatten frühere Ausstellungen auch keinen Bezug (etwa Indien oder die Mongolen), aber diesen von dir beschriebenen unpersönlichen Charakter gabs in den letzten Jahren schon öfter.

Deshalb bin ich gespannt ob ich das auch so sehen werde. Zu empfehlen sind auf der Schallaburg übrigens auch die Führungen durch die Ausstellung. Warst du schon öfter dort?
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06.09.2018, 23:23
Beitrag: #85
RE: Landesausstellungen-Allgemein:
Sehr empfehlenswert ist die Oberösterreichische Landesausstellung: Die Rückkehr der Legionen. Römisches Erbe in Österreich. Die Hauptausstellung findet sich im Stadtmuseum in Enns und ist umfassend, von römischen Bauresten bis zu Geschirrpfunden werden eine ganze Menge sehenswerter Gegenstände präsentiert. Dazu wird auch eine ganze Reihe Hintergrundinformation geboten, die sehr anschaulich aufbereitet ist. Die Ausstellung ist auch für Jugendliche geeignet.

Der nette Kurzfilm, der als Zugabe angeboten wird, erzählt von einem fiktiven Weintransport zwischen Batavis (Passau) und Lauriacum (Lorch bei Enns) berichtet, der zur Eröffnung einer Taverne in Lauriacum zeitgerecht eintreffen muss. Die Handlung ist so konstruiert, dass auch die "Römerburg" bei Oberranna und das Badehaus bei Schlögen) "Auftritt" haben. Die Ausstattung wirkt zwar sehr laienhaft (römische Kostüme aus dem Faschingsfundus) und die Schauspielergruppe sieht und gibt sich sehr heutig, aber als Auflockerung ist der Film durchaus unterhaltsam.

Ein weiterer Nebenschauplatz ist die Kirche von Lorch, wo der Hl. Severin gewirkt haben soll, die angeblich ein Bischofssitz war und die aus einer römischen Villa entstanden ist. Nicht nur die Kirche ist sehenswert, vor allem die römischen Überreste, auf denen sie erbaut wurde. (Diese sind allerdings nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen, diese sollte man sich unbedingt gönnen.)

Ein Shuttle verbindet die Kirche mit dem Museum, aber auch zu Fuß ist der Weg dorthin (ca. 20 min.) zu schaffen. Aufgrund der Öffnungszeiten empfiehlt sich mit dem Besuch der Kirche und der Führung dort zu beginnen und sich dann das Museum zu gönnen.

2014 wurde bei archäologischen Ausgrabungen in Schlögen ein Badehaus aus der Römerzeit wiederentdeckt. (Mehr dazu unter https://www.lt1.at/roemerbad-in-schloegen/) In der Nähe befinden sich bei Oberranna die Reste einer Römerburg (mehr dazu unter https://www.nachrichten.at/oberoesterrei...0,2639437)
Badehaus und Römerburg bieten, vorausgesetzt es ist ein Auto vorhanden, den idealen Abschluss, aber auch ohne diese beiden Baudenkmäler ist es eine wirklich sehenswerte Landesausstellung.

Nur mehr bis 4. November 2018
Mehr dazu unter https://landesausstellung.at/.

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07.09.2018, 00:51
Beitrag: #86
RE: Landesausstellungen-Allgemein:
(06.09.2018 23:23)Teresa C. schrieb:  Sehr empfehlenswert ist die Oberösterreichische Landesausstellung: Die Rückkehr der Legionen. Römisches Erbe in Österreich. Die Hauptausstellung findet sich im Stadtmuseum in Enns und ist umfassend, ......

2014 wurde bei archäologischen Ausgrabungen in Schlögen ein Badehaus aus der Römerzeit wiederentdeckt. (Mehr dazu unter https://www.lt1.at/roemerbad-in-schloegen/) In der Nähe befinden sich bei Oberranna die Reste einer Römerburg (mehr dazu unter https://www.nachrichten.at/oberoesterrei...0,2639437)
Badehaus und Römerburg bieten, vorausgesetzt es ist ein Auto vorhanden, den idealen Abschluss, aber auch ohne diese beiden Baudenkmäler ist es eine wirklich sehenswerte Landesausstellung.

Nur mehr bis 4. November 2018
Mehr dazu unter https://landesausstellung.at/.

Stimme dir im Großen und Ganzen zu, ist wirklich eine gut gemachte Ausstellung. Den Teil mit der Kirche von Lorch habe ich mir leider immer noch nicht angschaut, waren als Kinder immer wieder mal dort und fand ich immer sehr schön gemacht.
Die beiden Überreste in Schlögen du Oberranna sind sehr interessant, aber man hat sich diese in relativ kurzer Zeit angesehen. Wenn man von weiter weg kommt, stelle ich es mir relativ stressig vor mir die beiden auch noch an einem Tag anzusehen (wobei es sich in Schlögen neben den Ausgrabungen noch lohnt, einen Spatziergang entlang der Donau zu machen, ist wirklich wunderschön dort).

Finde es gut das man das Budget der Ausstellung genutzt hat, sich auch um diese Ausgrabungen zu kümmern, dennoch finde ich persönlich, wenn man von weiter weg kommt, wäre mir der Abstand zu Enns zu weit. Als Alternative lohnt sich z.B. Abstecher nach St. Florian z.B.

Was auch klasse ist, sind die Veranstaltungen rund um die Ausstellung, hier hoffe ich noch das eine oder andere im Herbst sehen zu können.
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