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Die Geschichte der Halbinsel Krim:
15.04.2014, 17:36
Beitrag: #41
Die Krim im 19. Jahrhundert:
(04.07.2013 13:49)WDPG schrieb:  Die Krimtataren waren mit der bald stattfindenden „Russifizierung“ nicht wirklich einverstanden, sehr große Teile von ihnen wanderten ins Osmanische Reich aus. Schon bald bildeten die Krimtataren zwar noch einen bedeutenden Anteil an der Bevölkerung auf der Krim, jedoch nicht mehr die Mehrheit von dieser.

Fortsetzung folgt..........

Die Oberschicht der Krimtataren konnte nach dem Anschluss an Russland vorerst ihre Rechte behalten. Doch religiöse und kulturelle Differenzen förderten zunehmend die bereits erwähnte Auswanderung ins Reich der Osmanen. Außerdem setzte man auf Maßnahmen die dazu führten das sich zahlreiche Russen auf der Krim ansiedelten. So verringerte sich der Anteil der Krimtataren an der Bevölkerung der Halbinsel sehr stark (bildete bald nur noch ein drittel der Bevölkerung).
Das Gebiet wurde ab Anfang des 19. Jahrhunderts als Gouvernement Taurien verwaltet. Der Name Krim tauchte in der Bezeichnung der Verwaltungseinheiten nicht mehr auf, wohl um Unabhängigkeitstendenzen so gut es geht zu verhindern.

Wirtschaftlich war der Anschluss an Russland nicht unbedingt ein Nachteil, er sorgte auch für einen Modernisierungsschub. Außerdem wurde die Krim schon relativ bald zum Reiseziel für höhere Schichten, Wissenschafter und Künstler.

Einer der bedeutendsten Konflikte des 19. Jahrhunderts wurde nach der Halbinsel im Schwarzen Meer benannt, der Krim-Krieg der 1853-1856 stattfand, auf der einen Seite stand hierbei Russland, auf der anderen Seite das Reich der Osmanen, Großbritannien, Frankreich und später auch noch das Königreich Sardinien. Die Kampfhandlungen spielten sich keineswegs nur auf der Krim ab, sondern auch auf zahlreichen anderen Fronten, wie etwa dem Kaukasus oder der Ostsee. Anfangs war der Balkan die bei weitem wichtigere Front, später wurde die Halbinsel Krim zum wohl bedeutendsten Kriegsschauplatz. Der Krieg kostet zahlreichen Menschen das Leben und kam lange Zeit zu keiner Entscheidung. Erst nach ca. einem Jahr Belagerung gelang es den Gegnern Russland die Stadt Sewastopol einzunehmen. Ein Kriegsentscheidendes Ereignis, man muss aber auch sagen das Russland an Nebenfronten wie dem Kaukasus erfolgreicher war, als auf der Krim.

Für Sewastopol war der Krieg ein harter Schlag. Auf die Krim hatte der Kriegsausgang keine großen Folgen (zumindest aufs Festland nicht), die Abwanderung der Krimtataren ins Reich der Osmanen wurde jedoch weiter verstärkt.

Russland und die Osmanen blieben weiterhin erbitterte Feinde, jedoch sehr ungleiche. Russland hatte mit zahlreichen Problemen zu kämpfen, war aber weiterhin eine der Großmächte, das Osmanenreich hingegen war eine schwache Ex-Großmacht, die immer weitere Gebiete verlor unter anderem auf dem Balkan, der dann unter Mächten wie Österreich-Ungarn (das sich beim Krimkrieg nur indirekt eingemischt hatte, jedoch eher gegen Russland stand) und Russland umkämpft waren. Eine Situation die uns zum 1. Weltkrieg führt, der sich auch auf die Geschichte der Krim auswirkte.

Fortsetzung folgt………..
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22.04.2019, 01:05
Beitrag: #42
RE: Die Geschichte der Halbinsel Krim:
Die Eroberung der Krim durch die Russen war eine Zessur. Es wurde nicht festgestellt, wieviele Gotischsprachige es zu dem Zeitpunkt noch gab. Islamisierte Goten wanderten oft in die Türkei ab, christliche Goten wurden von den Russen umgesiedelt und verstreut. Nach der Etablierung der russischen Herrschaft siedelten sich viele Russlanddeutsche auf der Krim an. Stalin vertrieb viele Tataren von der Krim und lies viele ermorden.

Im 2. Weltkrieg wurde die Krim durch das Deutsche Reich besetzt.

Nach dem Ende des Kommunismus kehrte viele Tataren auf die Krim zurück. Chruschtschow gliederte die Krim der Ukraine zu.

viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)
in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt
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