Umfrage: Versailler-Vertrag zu hart oder zu milde? Diese Umfrage ist geschlossen. |
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zu hart | ![]() ![]() ![]() |
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mit Augenmaß - gerade richtig | ![]() ![]() ![]() |
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2 | 40.00% |
Gesamt | 5 Stimmen | 100% |
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Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
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20.03.2020, 16:47
Beitrag: #21
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
Der Historiker Krumeich zum VV in SPON
https://www.spiegel.de/geschichte/versai...73372.html Zitat: einestages: Der Aufschrei gegen Versailles ging durch Deutschland. Was war so unerträglich? und das ist die Synthese ![]() Zitat: einestages: Versailles war von vornherein zum Scheitern verurteilt? "Die Inflation muss als das hingestellt werden, was sie wirklich ist, nämlich als Betrug am Staatsbürger, der um einen Teil seines Einkommens, aber noch mehr um seine Ersparnisse gebracht wird.!" (Ludwig Erhard, Bundeskalnzler 1963 bis 1966) |
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23.03.2020, 00:18
Beitrag: #22
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
Dann noch dies:
Zitat: einestages: Aber die deutsche Armee war zweifelsfrei am Ende. mit anderen Worten: entscheidend ist der Anteil Hindenburgs. Erzberger fragte an, soll er unterschreiben oder nicht? Hindenburg: Ja! Erzberger: Auch unter diesen Bedingungen? Hindenburg: Ja, auch unter diesen Bedingungen! mit anderen Worten: Krumeich (und auch ich) sind der Meinung, wenn Erzberger abgereist wäre, wenn dem deutschen Heer diese Bedingungen genannt worden wären, hätte die Front auch weiter gehalten. Man hätte bessere Bedingungen bekommen, denn auch die Briten und Franzosen (Tommy und Poilu) hätten keine Rücksicht auf die Wahltaktik ihrer Politiker genommen, sondern den Krieg beenden wollen. ERGO: Hindenburg ( der alte Verräter nannten ihn die Monarchisten ca, 1929) hat die Nerven verloren, und dem "unbesiegten" Heer den Dolch in den Rücken gehauen" "Die Inflation muss als das hingestellt werden, was sie wirklich ist, nämlich als Betrug am Staatsbürger, der um einen Teil seines Einkommens, aber noch mehr um seine Ersparnisse gebracht wird.!" (Ludwig Erhard, Bundeskalnzler 1963 bis 1966) |
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24.03.2020, 18:39
Beitrag: #23
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
Zumindest mit Blick auf die langfristigen Folgen ist der Vertrag eindeutig negativ zu werten. Ob er zu hart oder zu milde war, ist eigentlich unwichtig.
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Nur die Geschichtenschreiber erzählen uns, was die Leute dachten. Wissenschaftliche Forscher halten sich streng an das, was sie taten. Josephine Tey, Alibi für einen König |
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25.03.2020, 21:55
Beitrag: #24
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
Ich glaube, es war der französische Marschall Foch, der den Versailler Vertrag als einen zwanzigjährigen Waffenstillstand bezeichnete.
"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero |
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31.03.2020, 21:44
Beitrag: #25
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
(17.01.2020 11:32)Suebe schrieb: Was denken eigentlich die Forums-Mitglieder? Eindeutig zu hart. Jeder Politiker, der einigermaßen langfristig und kosmopolitisch denken kann, müsste wissen, dass ein derartiger Vertrag die Basis für einen zweiten Krieg legt. Was den Vertrag von Sevrés betrifft, ja was soll ich dazu groß sagen? Picot und Sykes hatten von den Ethnien kaum eine Ahnung, nur davon, dass sie mit ihrer Einteilung eine Verbindung zu Ägypten herstellen konnten und bzgl. Frankreich, dass es aus Syrien was für sein Reich rausholen konnte. |
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19.04.2020, 01:52
Beitrag: #26
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
(31.03.2020 21:44)NapoleonIV schrieb:(17.01.2020 11:32)Suebe schrieb: Was denken eigentlich die Forums-Mitglieder? Alles relativ. Im Vergleich zu den übrigen Vororteverträgen war er mild, absolut betrachtet hart. Hart war er vor allem dort, wo es eigentlich unnötig war, und nur Verbitterung verursachte. Im Ton, in der Art desZustandekommens und mit dem Kriegsschuldartikel. Dazu kamen entberliche Nadelstiche, wie die Abschnürung Ostpreußens von der Weichsel oder die die Forderung Wilhelm II als Kriegssverbrecher auszuliefern. Das aller brachte keinen greifbaren Nutzen aber viel unnötigen Ärger. Ich glaub es war Haffner, der richtig analysierte, dass Deutschland weder dauerhaft integriert, noch dauerhaft entmachtet wurde MfG, Titus Feuerfuchs |
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20.04.2020, 19:49
Beitrag: #27
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
(19.04.2020 01:52)Titus Feuerfuchs schrieb: ./. Genau das meinte ich. Einerseits zu weich, andererseits zu hart. Die in Wirtschafts-Europa seit langem übliche "Arbeitsteilung" heute nennt man es "Vernetzung" wurde überhaupt nicht berücksichtigt. Mit Verlust für alle! Ein maßvoller Friede mit Demokratien ist schwer auszuhandeln. Die Politiker der Siegerstaaten haben 4 Jahre lang verkündet, dass der "Boche" alles zu zahlen haben wird - und mussten sich jetzt wieder Wahlen stellen. Und Washington sah zumindest später manches "relativ" aber die Debitoren bei der Entente (England-Frankreich) wurden unnachsichtig eingetrieben - und, man muss das klar sehen, nur um da nichts abschreiben zu müssen, ist Wilson in den Krieg gegangen. Zimmermann-Depesche, U-Bootkrieg waren doch alles nur Vorwände. "Die Inflation muss als das hingestellt werden, was sie wirklich ist, nämlich als Betrug am Staatsbürger, der um einen Teil seines Einkommens, aber noch mehr um seine Ersparnisse gebracht wird.!" (Ludwig Erhard, Bundeskalnzler 1963 bis 1966) |
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26.06.2020, 17:38
Beitrag: #28
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
Immer aufs neue kommen einem Punkte unter, die die Unerfüllbarkeit der VV aufzeigen.
Die Siegermächte incl. USA haben sich gewaltige jährliche Kontingente an Industrieprodukten zur Zollfreien Lieferung nach Deutschland eingeräumt. Für ein ganzes Jahrzehnt. Wie soll unter diesen Voraussetzungen eine Basis für die immensen finanziellen Reparationen entstehen? Die Mittel dafür müssen doch insbesondere durch die Industrieproduktion verdient werden. Stinnes wusste ein Mittel, die galoppierende Inflation! so gab es für die Industrien der Siegerstaaten keinen Anreiz nach Deutschland zu liefern, und die deutsche Industrie konnte zu konkurrenzlosen Preisen exportieren. Jedoch: Der deutsche Mittelstand ging dabei über den Jordan. Denn, die Reichsbank bestand bis in den September 1923 darauf: Mark ist Mark. mit anderen Worten: ein Hypothekendarlehn aus dem Jahr 1914 konnte im Sommer 1923 mit einem Butterbrot bezahlt werden, und das Butterbrot ist in dem Fall wörtlich zu nehmen. "Die Inflation muss als das hingestellt werden, was sie wirklich ist, nämlich als Betrug am Staatsbürger, der um einen Teil seines Einkommens, aber noch mehr um seine Ersparnisse gebracht wird.!" (Ludwig Erhard, Bundeskalnzler 1963 bis 1966) |
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14.03.2023, 20:45
Beitrag: #29
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
Ist mir heute in anderem Zuisammenhang untergekommen.
ARAL Super mit Schuss- Hieß der Werbespruch. und ein anderer: ARAL Super - der Dreistern-Cognac unter den Kraftstoffen Was kam von der franz. Botschaft in Bonn? "Deutschland hat sich im VV zugesagt, dass der Begriff "Cognac" in Deutschland verboten ist und nicht verwendet werden darf." "Die Inflation muss als das hingestellt werden, was sie wirklich ist, nämlich als Betrug am Staatsbürger, der um einen Teil seines Einkommens, aber noch mehr um seine Ersparnisse gebracht wird.!" (Ludwig Erhard, Bundeskalnzler 1963 bis 1966) |
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15.06.2023, 23:13
Beitrag: #30
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
(20.01.2020 22:14)Arkona schrieb: Was dem deutschen Volk besonders sauer aufstiess: Die Festsetzung der alleinigen Kriegsschuld. Die Festsetzung der alleinigen Kriegsschuld war unwichtig. Das konnte jeder selbst beurteilen. Entscheident war die Anektion deutscher Gebiete gegen das Selbstbestimmungsrecht. Das war die Ursache für den Aufstieg der Nationalsozialisten und für den 2. Weltkrieg und vielen MIllionen Toten. viele Grüße Paul aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn) in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt |
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16.06.2023, 11:54
Beitrag: #31
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RE: Versailler Vertrag zu hart oder zu milde?
(14.03.2023 20:45)Suebe schrieb: Ist mir heute in anderem Zuisammenhang untergekommen. Es ist eine Tatsache, dass wir "Cognac" bestellen und Weinbrand bekommen, liegt einzig und allein am Vertrag von Versailles. Dass "Bizerba" heute die größte Waagenfabrik zumindest Europas ist, liegt einzig und allein am Vertrag von Versailles. die Liste ist ziemlich beliebig verlängerbar. Alles was den Siegermächten an der Industrie und Handel. des Deutschen Reiches nicht gepasst hat, haben sie als Verbote in den VV geschrieben. Dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann, beweist der Fall "Bizerba" "Die Inflation muss als das hingestellt werden, was sie wirklich ist, nämlich als Betrug am Staatsbürger, der um einen Teil seines Einkommens, aber noch mehr um seine Ersparnisse gebracht wird.!" (Ludwig Erhard, Bundeskalnzler 1963 bis 1966) |
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