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Neue Thesen zu Troja in der NZZ
18.05.2016, 20:22
Beitrag: #21
RE: Neue Thesen zu Troja in der NZZ
(18.05.2016 16:20)Dietrich schrieb:  Die Hethiter haben den Übergang von der Bronze- zur Eisentechnologie gut bewältigt. Sie gelten förmlich als "Erfinder" der Eisenverarbeitung und hatten ein gut gehütetes Eisenmonopol in Vorderasien. Von dort erst kam diese Technologie nach Europa und zu den Kelten, die ebenfalls Meister der Eisenverarbeitung waren

Und wer stand da dazwischen? Das Hethitherreich ging um 1200 v. Chr. unter. Die Kelten tauchen um 700 bis 800 v. Chr auf. Dazwischen liegen 400 Jahre und die Entfernung Hattusa- Hallstatt.


(18.05.2016 16:20)Dietrich schrieb:  Bei der alten Tante Wiki fand ich dazu folgende Anmerkung:
"Eine in der wissenschaftlichen Reflexion bisher unterschätzte bahnbrechende Erfindung der Hethiter war neben der frühen Nutzung von Eisen (möglicherweise aus Eisenmeteoriten) die Verhüttung von Eisenerz zu härtbarem Stahl."

dann hatten sie aber offensichtlich keine Gelegenheit mehr, dieses Wissen nutzbringed im größeren Stil umzusetzen. Denn Waffen aus gehärtetem Stahl waren Bronzewaffen überlegen.

(18.05.2016 16:20)Dietrich schrieb:  Das Scharnier zwischen Bronze- und Eisenzeit ist in Europa die Urnenfelderzeit, gemeinhin auch als "späte Bronzezeit" bezeichnet. Sie ist in Europa eine Zeit der großen Wanderungen und Völkerverschiebungen und Ausdruck dafür, dass sich eine neue Epoche ankündigt.

Das Thema ist jetzt nicht gerade mein Spezialgebiet, aber ist es nicht so, dass es höchstgradig umstritten ist, ob es tatsächlich eine derartige Wanderungsbewegung gegeben hat oder ob nicht einfach nur ein paar wenige gewandert und neue kulturelle Techniken mitgebracht haben?


(18.05.2016 16:20)Dietrich schrieb:  Es gibt eine Hypothese, die die Seevölkerbewegung auf Wanderungen der Urnenfelderzeit zurückführt. Danach hätten sich Bevölkerungsgruppen aus Mitteleuropa Richtung Balkan verschoben, was einen Dominoeffekt ausgelösr habe, der zur Abwanderung der so genannten "Seevölker" geführt hätte. Allerdings ist diese Hypothese umstritten, da Archäologen sagen, sie hätten im spätmykenischen Griechenland keine Überreste gefunden, die auf eine kriegerische Einwanderung von Norden hindeuten würden.

Die These wird aber bei Tante Wiki als inzwischen überholt bezeichnet. (Zumindest war das vor ein paar Wochen noch der Fall). Außerdem macht es wenig Sinn, dass die Seevölkerbewegung von Nordend kommend dafür gesorgt hat, dass es den Wissenstransfer in Richtung Norden gegeben hat. Das leuchtet mir irgendwie überhaupt nicht ein.

ich fürchte, ich bin zu sehr davon überzeugt, dass ein Großteil der Seevölker tatsächlich aus der Ägäis stammte....

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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RE: Neue Thesen zu Troja in der NZZ - Bunbury - 18.05.2016 20:22

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